Managergehälter - Die Neidkampagne des Martin Schulz

Gemäß dem Motto „Haut den Bossen auf die Flossen“ hat die SPD einen Gesetzentwurf vorgelegt, bei dem Unternehmen finanziell bestraft werden sollen, wenn sie ihren Managern mehr als 500.000 Euro im Jahr zahlen. Die SPD mit Martin Schulz, als Rächer der sozialen Gerechtigkeit, verliert mit solchen Vorstößen den Bezug zur Realität

Zwei Männer mit ihren Aktenkoffern, aufgenommen am 12.05.2010 in Düsseldorf.
Maximal 500.000 Euro pro Jahr sollen Manager börsennotierter Aktiengesellschaften verdienen / picture alliance

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z. Sein aktuelles Buch „Wolfgang Bosbach: Endspurt. Wie Politik tatsächlich ist – und wie sie sein sollte” ist im Herbst 2016 erschienen.

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Hugo Müller-Vogg

Martin Schulz inszeniert sich als Rächer der Enterbten. Die Managergehälter börsennotierter Aktiengesellschaften sollen begrenzt werden. Flugs hat die SPD-Bundestagsfraktion einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Um den staatlichen Gehälter-Dirigismus nicht allzu plump und nicht von vornherein als verfassungswidrig erscheinen zu lassen, soll das auf zweifache Weise geschehen.

Erstens sollen Unternehmen finanziell bestraft werden, wenn sie ihren Vorständen mehr als 500.000 Euro im Jahr zahlen. Was darüber hinausgeht, soll nämlich nicht mehr von der Steuer abgesetzt werden dürfen – eine indirekte Steuererhöhung. Und zweitens sollen die Hauptversammlungen beschließen, wie groß der Abstand zwischen der Vorstandsvergütung und dem durchschnittlichen Einkommen der Beschäftigten sein darf. Das Verhältnis wird dementsprechend schlecht sein für den Vorstand der Post, bei der viele niedrig bezahlte Zusteller tätig sind, und hervorragend für die Manager von Fußball-AGs, bei denen die Millionengehälter der Spieler den Vorständen zugute kämen.

Dies alles ist grotesk, offenbart aber die neue sozialdemokratische Denkungsart der Schulz-Ära. Das sind die neuen Glaubenssätze der SPD:

Glaubenssatz 1: Staat geht vor Privat

Unternehmen befinden sich hierzulande hauptsächlich in privater Hand, Aktiengesellschaften gehören den Aktionären. Mit welchem Recht will der Staat eigentlich den Eigentümern vorschreiben, was ihnen die Arbeit ihrer angestellten Manager wert ist? Wer aber, wie die Sozialdemokraten, Ideologen und Bürokraten von vornherein für die besseren Ökonomen hält, geht davon aus, dass niemand so viel von Wirtschaft versteht, wie linke Politiker.

Glaubenssatz 2: Nichts geht über Reglementieren

Bisher hat der Fiskus Zugriff auf den Gewinn eines Unternehmens, also auf die Differenz zwischen Erträgen und Kosten. Ob die Kosten gerechtfertigt sind oder nicht, geht den Staat nichts an. Weil Sozialdemokraten aber nichts lieber tun, als zu regulieren und zu reglementieren, wollen sie bei Manager-Gehältern zwischen (absetzbaren) guten und (nicht absetzbaren) schlechten Kosten unterscheiden.

Da droht ein Dammbruch: Haben die sozialdemokratischen Regulierer erst einmal Spaß am Gängeln bekommen, werden sie auch die steuerliche Absetzbarkeit anderer Kosten in Frage stellen. Ist dann Kultursponsoring noch absetzbar? Und wie steht es um die Millionenzuschüsse an Fußballvereine, verbucht unter „Marketing“? Man muss kein Prophet sein: Wer gerne reguliert, wird viele neue Felder finden.

Glaubenssatz 3: Nur gewerkschaftliche Macht ist gut

Alle Gehaltsexzesse – von denen es nicht wenige gibt – werden hierzulande von den Gewerkschaftern in den Aufsichtsräten abgesegnet. Gewerkschafter in den mitbestimmten Aufsichtsräten haben fast alle ein SPD-Parteibuch, was Martin Schulz aber verdrängt zu haben scheint. Wohin ein solches staatlich-sozialdemokratisch-gewerkschaftliches Machtkartell führt, lässt sich bei der Volkswagen AG studieren: Betrug am Kunden, Bestechung der Betriebsräte und eine besonders ausgeprägte Raffgier der Vorstände. Aber wenn Martin Schulz über Raffkes in Nadelstreifen herzieht, erwähnt er den sozialdemokratischen Musterbetrieb in Wolfsburg grundsätzlich nie.

Nun ließen sich die Gehaltsmauscheleien zwischen Kapital und Arbeit unterbinden, wenn die Vorstandsgehälter von den Eigentümern auf der Hauptversammlung beschlossen werden würden. Dann herrschte auch höchstmögliche Transparenz – aber zu Lasten gewerkschaftlicher Macht. Deshalb weigert sich die SPD, das umzusetzen, was sie im Koalitionsvertrag unterschrieben hat: Festlegung der Vorstandsbezüge durch die Aktionsversammlungen. Schließlich braucht die SPD die Gewerkschaften im Wahlkampf als willige Helfer.

Glaubenssatz 4: Nehmen ist seliger als Geben

Sollte die SPD mit ihrem Eingriff in die Rechte der Unternehmenseigner Erfolg haben, wäre der immaterielle Schaden größer als die Zusatzkosten für die Unternehmen. Konzerne mit Milliardenumsätzen würden die zu erwartende steuerliche Mehrbelastung zwischen 0,1 und 0,5 Prozent mühelos verkraften.

Nützen würde das niemanden, schon gar nicht der vom SPD-Kanzlerkandidaten so gern beschworenen „breiten Mitte“, deren Angehörige sich angeblich aus Angst vor der Zukunft Nacht für Nacht schlaflos im Bett wälzen. In ihrer Nachkriegsgeschichte handelte die SPD – von den Schröder-Jahren zwischen 2003 und 2005 einmal abgesehen – steuerpolitisch immer nach der Devise, es sei wichtiger, Einigen viel wegzunehmen, als Vielen viel zu geben. „Sankt Martin“ verkörpert diese Doktrin wie kein Zweiter.

Die CDU wackelt mal wieder

Was immer die SPD fordert: Bis zur Bundestagswahl im Herbst kann die SPD ohne die Union nichts durchsetzen. Doch die Union – vom Schulz –Aufschwung kalt erwischt und mehr oder weniger starr vor Schreck, scheint ordnungspolitisch mal wieder zu wackeln. Nach Maßnahmen wie der des gesetzlichen Mindestlohns, der Mietpreisbremse oder der Frauenquote plädieren nicht wenige dafür, sich der sozialdemokratischen Neidkampagne anzuschließen. Gemäß dem Motto: Haut den Bossen auf die Flossen. Aber auch das wäre nichts Neues. Wer Ludwig Erhard war und wie man Ordnungspolitik buchstabiert, scheinen in der Union immer wenigere zu wissen.

Chris Teigeler | Mo, 27. Februar 2017 - 16:33

Das Schlimme ist, dass die Kritiker dieses System ja sogar Recht haben, dass eine Verschwörung von Einflussreichen den Gewinn abschöpft.
Allerdings tun sie das mit Mitteln wie dem Fiat-Money-Geldsystem oder Staatskapitalismus, dass die meisten nicht nur nicht verstehen, sondern dem die meisten sogar fatalerweise zustimmen würden.
Wenn man sich allerdings nicht bildet, lieber Fernsehen guckt und sich bei Wahlen die raussucht, die einen am meisten bestechen, muss man sich hinterher nicht wundern.
Ein Zurück zum freien Markt würde nicht nur langfristig mehr Wohlstand für alle bringen, sondern auch Korruption verringern.
Und man muss kaum mehr als auf die Privatisierung der Flüchtlingshilfe verweisen, um die unglaublichen politischen Chancen aufzuzeigen, die im Kapitalismus stecken.

Die seit 1968 ununterbrochene Gehirnwäsche in Schulen und Universitäten trägt Früchte. Faule Früchte. Es wird Zeit, daß sich etwas in unserem Lande grundsätzlich ändert.
Ein Land, bei dem das Volk nicht zu seiner Tradition und zu seinen Ahnen steht, ist dem Untergang geweiht. Es ist zum Verzweifeln.

Die Kinder und Jugend und selbst die Mehrheit der älteren Bevölkerung hat sich an das Bild das Deutschland heute prägt längst gewöhnt.
(Wie heißt es doch in einem Chanson von Adamo: "Laub das von den Bäumen fällt wird Staub mit der Zeit, so geht´s der Vergangenheit sie stirbt mit jedem heut´")
Einige, die es sich finanziell leisten können, werden, wenn es noch schlimmer und fremder wird, in Länder wie Slowenien, Ungarn oder ähnliche Staaten auswandern.
Andere, die Mehrheit muss, wird bleiben und versuchen sich an zu passen oder hat/wird, wie ich es bereits tagtäglich erlebe, resignieren.
Eine Minderheit freut sich in einem Multikulti-Land zu leben.

Ich verzweifle auch an den Deutschen. Nur muss man sich nicht wundern, dass die Etablierten gegen die grassierende Dummheit ihrer Untertanen nichts tun. Dumme lassen sich nun mal besser regieren, als Bürger, denen das kritische Denken vermittelt worden ist. "Schöne" Serien, Kochkurse, ab und zu ein "aufarbeitender" Blick nach Hinten und das war´s dann auch...

Bernhard Blasen | Mo, 27. Februar 2017 - 16:44

Klar, der Staat oder Behörden sind auch nicht die bessere Manager und zeichnen sich sicher nicht unbedingt durch Realitätssinn aus.
Klar ist aber auch, dass es nicht richtig sein kann, wenn einerseits jemand ganztags arbeitet und trotzdem seinen Lebensunterhalt, auch wenn er bescheiden lebt, nicht selbständig finanzieren kann, im gleichen Unternehmen aber ein Manager so viel verdient, dass von seinem Einkommen hunderte dieser Geringverdiener ein auskömmliches Leben haben könnten.
Weder der Staat, noch eine Gewerkschaft kann hier für Gerechtigkeit sorgen. Wohl aber der Gesetzgeber, indem er z.B. die Einkommenssteuer auch nach dem Durchschnittsverdienst im Unternehmen festlegt. Jeder soll seinen Jahres-Porsche fahren können, solange in seinem Unternehmen alle Beschäftigten anständig bezahlt werden!

Am Vermögen eines Menschen können Sie erkennen, ob Gott diesen Menschen liebt oder nicht. Das Naturrecht ist hier entscheidend. Gott stellt in einer Gesellschaft jeden Menschen an seinen Platz. Wer sich gegen so eine von Gott kommende Gesellschaft stellt, stellt sich gegen Gott. Die Prädestination und somit das von Gott kommende Naturrecht ist zu beachten!

dass Ihre Argumentation nicht mehrheitsfähig ist?

"Naturrecht" klingt objektiv, ist aber in höchstem Maße subjektiv, aus dem persönlichen Glauben hergeleitet. Es lässt sich mit Teilen der Bibel begründen, andere Teile sprechen dagegen. "Naturrecht" ist die Hure der Moral. Schaue ich mir an, wie Vermögen zustande kommt und wie es verwendet wird (unabhängig von seiner Höhe, gilt auch für das zum Großteil steuerfrei erworbene Vermögen eines M.Schulz), kommen mir erhebliche Zweifel an seiner mutmaßlichen Gottgewolltheit.

Stattdessen würde ich mit dem Freiheitsbegriff argumentieren. Damit, dass ein übergriffiger Staat jegliche (je nach persönlicher Fasson auch gottgewollte) Freiheit im Namen der Gerechtigkeit zunichte machen kann. Am Ende stehen sowohl Freiheits- und Gerechtigkeitsverlust, ersetzt durch staatliche Willkür.

Bernhard Jasper | Mo, 27. Februar 2017 - 16:51

Herr Müller-Vogg,

ich möchte jetzt als Wahlbürger auch einmal "Wutbürger" sein.

Den "Soli" sofort abschaffen. 25 Jahre sind genug!

Im Namen der Steuerzahler

ingrid Dietz | Mo, 27. Februar 2017 - 21:00

In reply to by Bernhard Jasper

Der deutsche Steuerzahler und die Zwangsmitglieder der gesetzlichen Renten- und Krankenkassenversicherungen werden schon seit Jahrzehnten von allen Politikern mißbraucht, um deren Wahlgeschenke finanzieren zu müssen !

Aus Wut- und Protestbürger werden Wut- und Protestwähler !

´Sehr verehrte Frau Dietz,
sie proffitieren sicher auch von einem der besten Gesundheitsystemen, das in Europa besteht,von Amerika möchte ich gar nicht reden. Als Privatpatient habe ich eine leise Ahnung, welche Summen für eine Krankenhausbehandlung oder für chronische Krankheiten bewegt werden müssen. Ich bin froh, daß unser Land ein sozialverantwortliches System versucht zu erhalten. Solidarisches Handeln ist keine Zwangswirtschaft.
Welche wirtschaftsform entspricht Ihren Vorstellungen? Grenzenlose Freiheit des Kapitals ohne Verantwortung für das Gemeinwohl, ist doch sicher nicht die Lösung!
Wodurch entstand die Bankenkriese, sicher nicht wegen Solidarbeiträgen zu Renten und Krankenversicherung, solidarisch wurden Banken gerettet, damit nicht die private Rentenversorgung der "Nichtwangsmitglieder" verloren ist. Bezahlt von allen Steuerzahlern. Das sollte auch Herr Müller-Vogg als "Freimarktfetischist" mal anerkennen!

Alexander Steinmann | Mo, 27. Februar 2017 - 16:58

Die Analyse der Neidkampagne ist richtig, aber unvollständig. Sie geht auch an der eigenen Lebensrealität des St. Martin vorbei. Wer als EU-Parlamentspräsident einen über 70-köpfigen Stab einschließlich eines Kanmerdieners und eines Pressesprechers in Berlin sich auf Steuerzahlers Kosten gönnen kann, braucht nicht mit Steinen aus dem Glashaus werfen.

Dass ein EU-Parlamentspräsident nun einmal ein Team um sich braucht, liegt auf der Hand. Das gilt aber nicht nur für einen SPD-Schulz, sondern auch für eine CDU-Merkel. Und überhaupt für so gut wie jeden Politiker in einer Führungsposition im Bundestag. Das hat mit Managergehältern jenseits von gut und böse nichts zu tun.

Christa Wallau | Mo, 27. Februar 2017 - 17:09

Tja, Herr Müller-Vogg, das beschreiben Sie zutreffend: Mit Neid-Kampagnen bzw. mit Verteilungskonzepten lassen sich prima Wähler ködern.Das hat der - zugegebenermaßen - redegewandte Populist Schulz (Natürlich einer von den "Guten"! Nicht mit "Rechtspopulisten" auf eine Stufe zu stellen!") richtig erkannt. Im übrigen hat er das Verteilen auch selber schon eifrig
p r a k t i z i e r t : In der EU, wo er mitzureden hatte, wird doch seit Jahren an der Verteilungsschraube gedreht : Die Schulden werden sukzessive "verteilt" auf alle EU-Bürger.
Von den Sozis habe ich eigentlich auch nichts anderes erwartet als die Devise: Verteilen, bis alles weg ist und alle gleich arm sind.

Aber IHRE CDU/CSU, Herr Müller-Vogg, von d e r hätte ich etwas Besseres, Vernünftigeres erwartet! Es gäbe keine AfD, wenn die CDU ihre
über Jahrzehnte gepflegten Positionen beibehalten hätte. Ihr gilt meine Verachtung, und dies nicht nur wegen des Umgangs mit Geld, sondern vor
allem wg. der Migrantenpolitik.

Ja, Frau Wallau, da haben Sie recht. Ich hätte mir sogar vorstellen können CDU zu wählen, wenn Frau Merkel nicht mehr kandidiert hätte, wenn mehr Vernunft die Flüchtingspolitik bestimmt hätte und wenn endlich mal die kalte Progression sowie der Soli-Zuschlag abgeschafft worden wäre.
Statt dessen, Huldigung der 'Staatsratsvorsitzenden' Merkel, profillose Politiker, hysterischer Kampf gegen die Kritiker der Flüchtlingspolitik und alternativlose Verteidigung der schwarzen Null auf Kosten der Unteren- und mittleren Einkommensschichten.
Dass die SPD es anders machen wird, glaube ich allerdings auch nicht, die Pläne des Herrn Schulz sind imho unausgegoren, ideologisch verbrämt und kaum umzusetzen. Zumal Rot-Grün am Horizont dräut und DAS wird erst richtig schlimm.

Genau so ist es. Eine vermeintlich konservative Partei, die in Wirklichkeit rot-grüne Politik betreibt, ist die Geburtshelferin des Extremismus und die Totengräberin der Demokratie. Das sollte sich jedes CDU-Mitglied klar werden, wenn es diesen Kurs weiterhin unkritisch mitmacht.

Reiner Schöne | Mo, 27. Februar 2017 - 17:21

Jeder Eingriff in unsere Wirtschaft durch die Politik, verschärft die Unterschiede in Deutschland. Als man Wirtschaft, Wirtschaft sein ließ, gab es Arbeitsplätze im Überfluß, und dann kam die Schröder SPD und ab dann ging es nur noch bergab. Inzwischen wird politisch immer mehr in die Wirtschaft eingegriffen, korrigierte Fehler zum 19 mal nach korrigiert, und mit der Wirtschaft wie auch mit den Löhnen gehts immer mehr bergab. Schuld ist die linke Politik die etwas verbessern will ohne Nachzudenken, und dann einen Fehler nach dem andern macht. SPD Politik hatte immer mehr Arbeitslose in der Geschichte Deutschlands, als CDU Politik. Übrigens:"„Die Linken glauben immer noch, daß Geld die Wurzel allen Übels ist- außer Steuergeld, was die Lösung aller Probleme ist.“ Ayn Rand

Thorsten Rosché | Di, 28. Februar 2017 - 08:17

In reply to by Reiner Schöne

........Beitrag kann ich mich anfreunden. Meiner Meinung nach sollten Unternehmen oder Aktionäre selbst entscheiden wie die erwirtschafteten Gelder verwendet werden. Wenn schon, müsste weltweit gedeckelt werden und schlicht unmöglich. Sollte mir das Gehalt von Winterkorn zu hoch erscheinen, kaufe ich als Verbraucher halt keinen VW mehr. Aktuell reicht die Steuerlast. Wir haben die EK Steuer und vom versteuerten Geld zahlt man ohnehin fast bei jeder Geldbewegung nochmal 19% in die gefrässige Staatkasse. Letzteres jeder von uns.

Yvonne Walden | Di, 28. Februar 2017 - 10:38

In reply to by Reiner Schöne

."Wirtschaft" soll und kann kein Selbstzweck sein. Vielmehr dient "Wirtschaft" uns Menschen oder sollte zumindest sozial-gerecht der Allgemeinheit dienen.
Die Wirtschaftsgeschichte nennt in dieser Hinsicht vielerlei positive, aber auch negative Beispiele.
Ohne steuernde Eingriffe der Politik gäbe es vermutlich keine "Wirtschaft", sondern lediglich ein archaisches System der Sklavenhaltung. Wenige Sklavenhalter würden sich durch die Allgemeinheit, also durch Sklavinnen und Sklaven, "verwöhnen" lassen.
Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist zwar nicht mit solchen Lebensformen vergleichbar, wenngleich diesen strukturell durchaus ähnlich.
Es gibt auch hierzulande eine Herrschende Klasse, die über den Großteil der Produktionsmittel verfügt, also andere für sich arbeiten läßt und selbst die Gewinne des Sozialproduktes kassiert.
Und genau hier müssen unsere Volksvertreterinnen und -Vertreter steuernd eingreifen, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Was ist daran zu beanstanden?

Yvonne Walden | Di, 28. Februar 2017 - 18:30

In reply to by Dr. Roland Mock

Eine anderslautende Meinung sollte nach Möglichkeit erläutert und präzisiert werden.
Denn das Motto "Alles ist schlecht", hilft am Ende nicht weiter. Ich stehe weiterhin zu meinen Ausführungen und habe diese etwas weiter unten nochmals zu konkretisieren versucht.
Hoffentlich allgemeinverständlich.....

Zugegeben, man müßte es begründen. Doch Ihre Exkurse in die Wirtschaftsgeschichte und Ihre Folgerungen sind Marxismus in Reinkultur. Und das ist- sorry- eine Diskussion der Vergangenheit. Für mich als Ex-DDR ler und glühender Marktwirtschaftler zumal. Geht nicht gegen Sie persönlich, Frau Walden.

Bernhard K. Kopp | Mo, 27. Februar 2017 - 18:25

Die sogenannten erfolgsbezogenen variablen Vergütungen an Vorstandsmitglieder sind nicht Personalkosten, sie sind Gewinnverwendung. Der AR, als Vertreter der Aktionäre, dürfte nicht befugt sein, Gewinnverwendungen als steuerlich abseztbare Betriebsausgaben zu beschliessen. Der AR ist kein geschäftsführendes Organ. Der AR sollte, abgesehen von belegten Kostenerstattungen, auch aus Gewinnverwendungen, d.h. versteuerten Gewinnen bezahlt werden. Das Aktiengesetz könnte sehr gut regeln, dass den Vorstandsmitglieder, z.B. bis das 10-fache der durchschnittlichen AN-Gehälter als Gehalt bezahlt wird. Nur dieses Gehalt kann pensionsberechtigt sein. Die Aktionäre können natürlich ihren Vorstandsmitgliedern soviel bezahlen wie sie wollen - Boni, Abfindungen und Versoregungsleistungen - aber immer aus versteuerten Gewinnen oder aus versteuerten Rücklagen - und immer mit jährlicher Genehmigung durch die HV.

Josef Garnweitner | Di, 28. Februar 2017 - 15:34

In reply to by Bernhard K. Kopp

alles, was Sie schreiben ist richtig. Und es wäre schön, würde es so werden, wie Sie es vorschlagen. Das Problem ist nur, daß es nie dazu kommen wird. Weil die Kungelei umso größer wird, je höher man in den Hierarchien steigt. Es ist wie mit den Parteiengesetzen. Die gehörten auch schon lange reformiert, aber...... Die Leute, die das entscheiden können, würden sich ins eigenen Fleisch schneiden. Wer hat schon soviel Anstand? Anstand ist halt nun mal umgekehrt proportional zur Höhe der Position.

Ich erinnere nur an die Vorstandsdame von VW, die nach einem Jahr selbst gekündigt hat und auf die Kritik wegen der 1o Mio € Abfindung lapidar meinte: "Das steht mir zu." Die Dame ist meines Wissens übrigens in der SPD, war auch mal Ministerin in Niedersachsen.

Sehen Sie Herr Kopp, deshalb wird sich nichts ändern. Leider.

Bernhard K. Kopp | Di, 28. Februar 2017 - 19:43

In reply to by Josef Garnweitner

Wahrscheinlich werden Sie recht behalten, einfach weil man sich doch nicht auf eine vernünftige Basis eignet. Die Bundestagsabgeordneten, und die Parteieliten, sind aber nicht die typischen Vorstandsmitglieder der Aktiengesellschaften, und nicht unmittelbar betroffen. Es gibt natürlich Leute, die Vorstandsbezüge insgesamt deckeln wollen. Das ist demagogisch, weil private Unternehmen, und ihre Anteilseigner, ihren Agenten, den Vorstandsmitgliedern, soviel zahlen sollen wie sie für angemessen halten. Es schien mir ein guter Gedanke, dass man nur die steuerliche Absetzbarkeit, und damit den Personalkostencharakter, deckeln will.

mal Herr Kopp. Ich würde gerne nicht recht behalten. Die Welt könnte so schön sein, wenn der Mensch als solcher zufriedener wäre. Gier und Neid werden unsere schöne Welt zerstören. Zur Umkehr ist es wahrscheinlich eh schon zu spät. Die Vergiftung der Umwelt, der Meere, auch der Tiefsee, die man grade entdeckt, all das ist ursächlich der Gier geschuldet. Der Gier nach mehr, mehr und noch mehr.

Ich habe kürzlich geschrieben, ob Gott es wohl schon bereut hat, den Menschen erschaffen zu haben.

Yvonne Walden | Mo, 27. Februar 2017 - 18:31

Hugo-Müller Vogg läßt unerwähnt, daß die immens hohen Vergütungen für Leitende Angestellte ("Manager") in Kapitalgesellschaften durch die vielen kleinen kleinen Steuerzahler, also uns alle, quasi subventioniert werden.
Denn diejenigen Vergütungssummen, die diese Unternehmen steuerlich geltend machen, schmälern deren Steuerschuld mit der Folge, daß dadurch eine erhebliche Steuerminderung erreicht wird.
Ist das gerecht? Ist das aus dem Blickwinkel der Allgemeinheit richtig?
Genau diese und andere Probleme hat der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz aufgegriffen, um am Ende ein gerechteres Gesellschafts- und Wirtschaftssystem in Deutschland zu erreichen.
Dabei sind die "Managergehälter" nur ein kleiner Baustein innerhalb der kapitalistischen Strukturen, die dringend reformbedürftig sind.
Es ist wichtig und lobenswert, daß Schulz angetreten ist, unsere Gesellschaft umzugestalten.
Ob dadurch am Ende eine Überwindung des Kapitalismus erreicht wird, bleibt abzuwarten. Schön wär`s jedenfalls.

Paul Simon | Mo, 27. Februar 2017 - 18:35

Mein Gehalt wird nicht von der Steuer abgesetzt, erst recht nicht komme ich auf Beträge von 500000 Euro. Warum darf das unternehmen managergehälter steuerlich absetzen und mein Gehalt nicht? Eine freie liberale Gesellschaft funktioniert nur bei gleichen Regelungen für alle von daher sollte selbst die FDP für die selbe Regelung eintreten. Von einer Bestrafung,Regulierung oder Begrenzung der managergehält ist keine Rede, sondern nur von Angleichungen der Bedingungen. Jeder der da gegen ist entweder manager oder glaubt von Ungleichheit zu profitieren.

Lieber Herr Simon, da irren Sie: selbstverständlich setzt auch Ihr Arbeitgeber Ihr Gehalt von der Steuer ab.

ich bin immer wieder erstaunt wie groß die totale Unwissenheit in Teilen der Bevölkerung ist, wenn es um Wirtschaft und Steuern geht.
Das ist beinahe schon wie Analphabetentum.
Übrigens gilt dasselbe für Recht und Justiz. Die Leute haben Null Ahnung!!!

Diese "Unwissenheit" in steuerlichen Dingen oder auch über die wahren Hintergründe politischen Handelns sind gewollt.
Schauen wir doch nur in die USA. Wie konnte sich eine Bevölkerungsmehrheit für die Republikanische Partei und für Donald Trump bilden?
Doch nur, weil die meisten Kleinen Leute, also Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, mit zwei oder drei Jobs gar keine Zeit und Muße haben, sich eingehender zu informieren.
Und wo auch? Es gibt in den USA keine öffentlich-rechtlichen Sender, sondern nur interessengeleite Privatsender. Und in den öffentlichen Schulen werden solche "heißen Themen" möglichst gar nicht angeschnitten. In den privaten erst recht nicht.
Auch in Deutschland sollen die Kleinen Leute nicht alles wissen, sonst gäbe es womöglich eine Aufruhr in der Bevölkerung.
"Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß", lautet ein Sprichwort.
Da ist etwas dran.
Und die Herrschende Klasse tut alles, um die politische Wirklichkeit zu verschleiern.
Wie lange noch?

Reinhard Schröter | Mo, 27. Februar 2017 - 18:49

Ist einfach SPD-Wahlkampffolklore. Muss ohnehin niemand glauben , ebenso wenig, dass da ein Schulz auf einmal andere Interessen als seine eigenen vetritt. Die Kampagne so armselig wie der Kandidat,
der Kandidat so armselig wie die Partei für die er antritt.

Markus Michaelis | Mo, 27. Februar 2017 - 19:05

Die Argumente treffen zwar zu und deuten auf viele Beispiele in denen die SPD-Vorschläge ungerecht wären oder sogar Nachteile für alle produzieren würden. Nur ist genauso richtig, dass "die Manager" es auch übertrieben haben und sich zu wenig für Nachteile ihres Handelns interessiert haben. Viele Manager haben trotz hoher Vergütung nichts Vorzeigbares geleistet. Insgesamt stehen sie einer Wirtschaft vor, die erschreckend wenig wirklich investiert und aus sicher heraus verbessert (relativ zu den Möglichkeiten). Es ist nicht erkennbar, dass das Geld dauerhaft zu besserer Leistung anregt. Ich glaube, dass in vielen Bereichen die Nachteile hoher (Manager)gehälter überwiegen.

Gerhard Hein | Mo, 27. Februar 2017 - 19:17

Inhaltlich stimme ich der Kritik zu. Weniger Polemik und mehr sachliche Information würde die perfide Neidkampagne des Herrn Schulz noch mehr entzaubern.Die Schulz -Vorschläge dienen lediglich dem Stimmenfang. Sie sind m.E.eine Wählertäuschung, weil er weiss, dass der Eingriff in die Vertragshoheit GG-widrig ist. Im Aufsichtsrat sind paritätisch gewählte Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Eigner vertreten. Bei VW sitzt ausserdem der Staat mit am Tisch. Der AR. kontrolliert den Vorstand und bestimmt über Anstellung und Vergütung geeigneter Vorstandsmitglieder. Diese Vollmacht ist zur Erreichung der mit den Eigentümern vereinbarten Ziele unverzichtbar. Unabhängig von der Höhe der Vergütung versteuert der Empfänger diese mit 47% + 5,5%. Kürzt man unzulässigerweise die Vergütung, würde der im Unternehmen verbleibende Anteil nur mit ca. 29,5 % versteuert. Der Wähler sollte präziser
informiert werden, damit der Kopf und nicht der Bauch entscheidet.

Susanne Dorn | Mo, 27. Februar 2017 - 19:31

...darin würde ich eine Lösung des Problems sehen, was keinen Eingriff auf die Finanzpolitik eines börsennotierten Unternehmens darstellen würde. Bei „Fehlleistungen“ haften Vorstände mit ihrem privaten Vermögen. Wie das bei GmbH-Geschäftsführern Gang und Gebe ist. Diese Entscheidung müssten die Anteilseigner treffen, nicht Politiker.

Begrüßen würde ich auch, wenn diese Regelung auf alle Politiker und Beamten dieses Staates übertragen würde. Denn „nach bestem Wissen und Gewissen“ ist so dehnbar wie Kaugummi. Und die lt. Bundesrechnungshof jährlich verschwendeten 30 Milliarden an Steuergeldern (Asylantenaufnahme nicht berücksichtigt) könnten wahrlich sinnvoller verwendet werden. Ich kenne keinen Politiker oder Beamten, der sich jemals für Verschwendung entschuldigt hätte oder gar zurück getreten wäre. Denn sie sind alle Selbstbediener dieses Landes auf Kosten des Souverän.

ein ähnlicher Betrag, Frau Dorn, der zwar der Staatskasse zusteht aber nicht eingetrieben wird, warum auch immer. Beide Summen werden seit Jahrzehnten immer wieder moniert, geändert hat sich nichts. Ein Grund ist sicher, daß die Finanzämter garnicht das Personal haben, um Großfirmen und Banken zu prüfen. Und es gibt zu viele Schlupflöcher. Mehr als 15.ooo Finanzgesetze, über 9o.ooo Zusatzbestimmungen und Ausnahmeregelungen! Und Herr Schäuble sagt eine Änderung ist nicht durchsetzbar. Es gibt Berechnungen, die sagen, daß Deutschland keine Schulden hätte, hätte der Beamtenapparat immer schon besser gewirtschaftet. Aber wie halt überall, so lange niemand zur Verantwortung gezogen wird, ändert sich auch nichts.

Wie ein anderer Kommentator schrieb, die setzen Mrd. in den Sand und kriegen den Abschied dann auch noch vergoldet. Egal ob in Wirtschaft oder Politik.
Und doch ohnmächtig zusehen muß, daß sich nichts ändert.

(Bearbeitet)

Josef Garnweitner | Mi, 1. März 2017 - 15:17

In reply to by Josef Garnweitner

was war eigentlich so schrecklich an dem Satz, den Sie entfernt haben? Genau diesen Satz habe ich schon mehrmals auch in Kommentaren im Cicero gelesen, da bin ich mir sicher.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Garnweitner

Peter Bigalk | Mo, 27. Februar 2017 - 19:36

Es ist schon erstaunlich, wie die Presse auf den Zug aufspringt und vom eigentlichen Thema ablenkt. Die 22 Mrd für alle Schulz-Wohltaten hätte man durch eine andere Flüchtlingspolitik schon längst in der Tasche .... das will aber keiner sehen. Ich gehe jede Wette ein, dass der SPD immer neue Ungerechtigkeiten einfallen werden, aber der Deutsche lässt sich gern ausnehmen....

Torsten Knecht | Mo, 27. Februar 2017 - 20:06

.... des Herrn Müller-Vogg.

Jammern bringt nix. So wie mit H4-Empfängern umgegangen wird so kann man auch Bosse sanktionieren.

Bloß was bringt das? Nix, außer Symbolpolitik, weil der AN nämlich nicht zwangsweise mehr Geld in der Tasche hat.

Besser, viel besser wäre es den Mindestlohn auf mindestens 12 Euro anzuheben - bei gleichen Preisen u. ohne kalter Progression. Was bringt das? Das Geld was oben von Schulz weggenommen würde kommt sofort ohne Umwege beim AN an.

Dr. Roland Mock | Mo, 27. Februar 2017 - 21:33

Die von Herr Müller-Vog beschriebenen "neuen" Glaubenssätze der SPD sind die alten. Außer Umverteilerei, sprich Abzocken der vermeintlich " Reichen", fällt der SPD seit Jahrzehnten nichts ein. Kurze Ausnahmeperiode: die zweite Amtszeit von Schröder mit der Agenda 2010. Diese aber war den eher bildungsfernen Genossen nicht zu vermitteln und so sind sie wieder zurückgefallen auf das Niveau eines recht simpel gestrickten Klassenkampfvereins. Was die CDU betrifft: Die " wackelt" nicht nur ordnungspolitisch, die bewegt sich im ordnungspolitischen Nirvana. Der Unterschied zwischen dem wirtschaftlichen Verständnis eines führenden CDU-Granden und demjenigen seines in Marxismus geschulten Kollegen von der SPD ist inzwischen marginal. Die Beispiele der - sorry- Dummschwätzerei von Laschet, Kramp- Karrenbauer und Co. würde dieses Forum sprengen. Nein, das wird nix mehr. Seit dem Weggang von Friedrich Merz ist es, was "ordnungspolitische" Kompetenz der CDU (leider auch CSU) betrifft zappenduster.

Mathias Trostdorf | Mo, 27. Februar 2017 - 22:08

Neid hin, Neid her. Vor dreissig Jahren haben Manager auch schon gut verdient und die Belegschaft hat es ihnen gegönnt, da sie auch ein Auskommen hatte. Den heutigen Managern ist das Maß darüber abhanden gekommen, was sie finden, wert zu sein. Vom Anstand ganz zu schweigen. Obwohl ich kein Freund der SPD bin, und auch nicht an den Heilsbriger Schulz glaube: Da ja von alleine nichts passiert, müssen offenbar wieder staatliche Regeln her, sonst werden die bereits vorhandenen Risse zwischen den gesellschaftlichen Schichten immer größer und der soziale Frieden immer brüchiger werden .

noch recht gut an die Zeit, als die Managergehälter anfingen so langsam aus dem Ruder zu laufen. Der allgemeine Tenor aus den Managerkreisen lautete damals ganz einfach "im Vergleich zu amerikanischen Managern sind wir doch total unterbezahlt"

Was tatsächlich stimmte, denn da gab es Amis, die hatten ein Gehalt 8o Mio Dollar pro Jahr, z.B bei Disney. Plus, plus. Hedgefondsmanager wurden Milliardäre, Angestellte wohlgemerkt. Einer dieser Typen hat noch während der Finanzkrise eine Mrd. verdient. Die Deutsche Bank hat ihren "Superstars" unter den Investmentbankern Traumgehälter bezahlt. Die verdienten mehr als der Vorstand. Fragen Sie mal die Allianz, was ihr Statthalter bei PIMCO verdient hat? Das Argument war immer wieder "wenn wir da nicht mithalten, verlieren wir die besten Leute"

Die Frage ist, ist das noch anständig? Und die 2. Frage ist, müssen wir alles nachmachen was aus den USA kommt? Die Gier wird immer siegen. Je höher die Position, desto größer die Gier.

Lothar Kempf | Di, 28. Februar 2017 - 09:09

Sobald ein solches Gesetz den Weg in den Bundestag findet, werden sich die Gesellschafter der Unternehmen nach Verlagerung ihres Stammsitzes außerhalb Deutschlands umschauen. Dann hat dieser von Sozialneid geprägte, dümmliche Versuch der Einflussnahme auf die Strukturen unserer Wirtschaft ein Ende.

helmut armbruster | Di, 28. Februar 2017 - 09:15

es ist lupenreiner Populismus, was Schulz da macht.
Anderen Populismus vorwerfen, aber selber genau das tun. Was für ehrenwerte Leute sind das denn? Es ist einfach nur widerlich.

Wolfgang Lang | Di, 28. Februar 2017 - 09:25

Spin Doktoren. Die soufflieren ihm ein, er plappert nach. Dann kommt dazu sein Geschick durch Worte Realitaeten zu verschleiern. Nach seiner EU Vita ist der Mann kompromittiert. Aber dank willfaehriger Medien, kann heute alles verdreht werden. Die Techniken sind seit langem bekannt.

Arnold Voss | Di, 28. Februar 2017 - 09:52

Wenn die Gehaltsbegrenzung ab 500.000 € irgendwas mit Neid zu tun hätte, dann müsste sie viel niedriger angesetzt sein. Oder meint hier Jemand, dass dieses Gefühl erst beim 10fachen des Gehaltes anfängt , das zum Vergleich ansteht?

martin falter | Di, 28. Februar 2017 - 09:52

kann nicht die Rede sein. Sondern es ist viel mehr Gerechtigkeit die da geregelt werden soll. Das Problem nämlich ist, dass die Mitarbeiter und die Gewerkschaften zu schwach sind um den Bossen etwas entgegen zu setzen. Die Gewerkschaften sind oft dazu noch mit im Boot der Bosse um nicht "gekauft" zu sagen. Ich empfehle mal die Akte VW hier zu sich anzuschauen - noch Fragen?

Arnold Voss | Di, 28. Februar 2017 - 09:53

Wenn die Gehaltsbegrenzung ab 500.000 € irgendwas mit Neid zu tun hätte, dann müsste sie viel niedriger angesetzt sein. Oder meint hier Jemand, dass dieses Gefühl erst beim 10fachen des Gehaltes anfängt , das zum Vergleich ansteht?

Ralf Müller | Di, 28. Februar 2017 - 10:53

Hier geht es nicht um generelle Managerschelte. Es geht um Manager, die für ihre Fehlleistungen statt bestraft, finanziell vergoldet werden. Jeder stelle sich dafür einmal vor, ihm selbst gehöre VW, und dann kommt da so ein Wundermanager und verantwortet diesen irren Skandal mit den Abgaswerten, vernichtet Milliarden an Kapital. Was würde ein Eigentümer tun? Am liebsten den Kerl teeren und federn? Sicher aber nicht noch zur Belohnung mit Millionen verabschieden. Das passiert aber seit den 90er jahren tausendfach in den Unternehmen. Da werden Maximalverluste verursacht, die Eigentümer massiv geschädigt, und die Verantwortlichen erhalten noch Boni. Darum geht es doch. Nicht um Schulz und seine populistischen Hirngespinste. Es geht um Verwerfungen, um Verirrungen im System Marktwirtschaft. Es ist zuerst Sache der Eigentümer, das zu beenden. Oftmals sind die Eigentümer zu breit gestreut und weder willens noch in der Lage, diese ökonomischen Perversitäten zu beenden. Systemfehler!

Jürgen Löffler | Di, 28. Februar 2017 - 10:54

Und ob ich neidisch bin. Da ruiniert ein Mann fast den VW-Konzern (der Schaden kann sich bis auf 40 Mrd. € summieren) und erhält für diese Minderleistung 3100,00€ Rente am Tag. Über 90% der Arbeitnehmer in diesem Land werden so eine Monatsrente nicht erhalten, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben.
Übringens ist ihre Bildunterschrift falsch. Die Vorstandsbezüge sollen nicht auf 500.000,00€ begrenzt werden, es sollen nur maximal 500.000,00€ als Betiebsausgaben steuermindernd abgesetzt werden kännen.

Hermann Neumann | Di, 28. Februar 2017 - 11:11

Das eine gewisse Entwicklung was Einkommensverhältnisse angeht schon längere Zeit komplett aus dem Ruder gelaufen ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Das ein Manager heute das zig tausendfache eines "normalen" Arbeitnehmers verdient ist mit nichts aber auch gar nichts zu rechtfertigen. Der "normale" Arbeitnehmer an seinem Arbeitsplatz ist der, der das Geld erwirtschaftet. Von diesen Managern mach sich keiner die Hände schmutzig oder arbeitet 3 Schichten in der Woche oder arbeitet an Wochenende. Die stehen auf dem Golfplatz oder fliegen am Wochenende in die Sonne. Ich fände es richtig, dass diese Phantasiegehälter nur noch bis zu einer gewissen Summe als Gehälter absetzbar sind. Ich bae keinen Bock mehr darauf diesen Lebensstil indirekt über Steuern mitzufinanzieren. Dann sollen die Gesellschaften dafür steuerlich auch richtig zur Kasse gebeten werden. Und aufgemerkt, meine Meinung hat nichts mit Neid zu tun, sondern hier geht es mir ausschließlich um Steuergerechtigkeit.

Andreas Wollin | Di, 28. Februar 2017 - 11:33

Verehrter Herr Müller-Vogg,
Sie schreiben "Das Verhältnis wird dementsprechend schlecht sein für den Vorstand der Post, bei der viele niedrig bezahlte Zusteller tätig sind." - Wäre es wirklich so verkehrt, auf diese Weise klar zu machen, dass die Zusteller am untersten Limit bezahlt werden? Es gibt zahllose Reportagen darüber, dass z.B. DHLer von Subunternehmen für einen Hungerlohn arbeiten. Von uns Kommentatoren hier würde dafür keiner auch nur die Bettdecke zur Seite schieben, seien wir ehrlich.
Und der Mindestlohn beträgt 8.50 Euro/Stunde. Arbeitet jemand 40 Stunden in der Woche, geht er mit sagenhaften 1360 Euro im Monat nach Hause. Leute an diesem "Luxus" schnuppern zu lassen, hat der Wirtschaft doch nun wirklich nicht geschadet.

Wolfgang Tröbner | Di, 28. Februar 2017 - 11:33

Genossen. Was sie vollkommen außer acht lassen, ist, dass sie seit 1998 fast ununterbrochen in der Regierung saßen und somit für "soziale Gerechtigkeit" hätten sorgen können. Und warum haben sie nicht? Und, was genau verstehen die Genossen eigentlich darunter? Wie sieht es im Falle der ehemaligen SPD-Ministerin Hohmann-Dennhardt aus, die nach einjähriger Tätigkeit für VW eine Abfindung von rund 13 Millionen Euro erhält? Die SPD sagt zwar jetzt unter dem Druck der Öffentlichkeit "unanständig". Das SPD-regierte Land Niedersachsen hält allerdings mehr als 20 Prozent der VW-Anteile. War da nicht vorher die Zustimmung der SPD-Regierung für diese Abfindung erforderlich? Und gibt es nicht viele weitere ehemalige SPD-Minister, die nach ihrem Ausscheiden aus der Politik im Vorstand oder Aufsichtsrat von großen Unternehmen das große Geld machen (Müller, Clemens). Alles nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

Warum sollte man Schulz das glauben, was er heute sagt?

Stefan Tigges | Di, 28. Februar 2017 - 11:49

... dass das wieder als Neid-Impulse verstanden wird.
Es geht aber darum, dass wir in Deutschland eine Gemeinschaft sind. Die reichen Leute leben nicht auf einer einsamen Insel.
Wenn man selber von der Gemeinschaft profitierten will, muss man auch einzahlen. Jeder entsprechend seinem Vermögen.
Die Reichen werden das immer als Neid verstehen, aber sie irren.
Und das ansonsten die Gesellschaft zunehmend auseinander fliegt ist auch klar...
Um Neid geht es nicht, mensch!

Birgit Jacob | Di, 28. Februar 2017 - 12:22

der Schulz wird nichts von dem was er hier verspricht umsetzen. Sein Verhalten in der Luxleaks Affäre hat gezeigt, dass er lieber Konzernen den Spielraum lässt und jedem Ärger aus dem Weg geht. Schulz ist einer, der mit blumigen Worten viel heiße Luft bläst und wenn es dann an die Umsetzung geht lieber das Weite oder die faule Ausrede sucht.

Georg Dallmann | Di, 28. Februar 2017 - 12:32

Wer ERNSTHAFT für eine Verbesserung der Lebensumstände ALLER Menschen in Deutschland eintreten will, wird DAMIT nichts verkehrt machen.
Allerdings ist nicht erkennbar, wieso ausgerechnet die ESPEDE mit ihrem neuen "Matador" Schulz die Lösung des Problems sein soll? Die Sozis sind de facto doch seit Jahrzehnten an der Macht (direkt oder indirekt über den Bundesrat), Was hat es uns gebracht? Das war wir heute haben. WAS also, will man in Anbetracht dieser HARTEN FAKTEN ausgerechnet von einem Sozi erwarten? Das - um das Narrativ "wir leben in einer Demokratie" aufrechtzuerhalten - ritualisierte "Wahlspektakel" ist ALLES ANDERE als eine WAHL, denn eine ECHTE WAHLMÖGLICHKEIT im Sinne einer ECHTEN ALTERNATIVE hat der Wähler doch längst nicht mehr. DAS ist die Tatsache, die die Leute verzweifeln, und von den "Wahl"-Kabinen Abstand nehmen läßt. Egal was oder wen man "wählt", unterm Strich kommt IMMER dasselbe raus. Die Leute wissen das LÄNGST. So einfach ist das. Nichts als heiße Luft.

beim Artikel "Doch kein Che Guevara aus Würselen" habe ich gestern
beantwortet. Da Ihre Frage schon länger zurückliegt, ich sie aber erst gestern
entdeckt habe, möchte ich Sie hier auf meine Antwort aufmerksam machen.
Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.
MfG
C. Wallau

Ralf Grünewald | Di, 28. Februar 2017 - 12:59

bin ich aber nicht. Herr Müller-Vogg es kann doch nicht gerecht sein wenn Herr Winterkorn 16 Mio. im Jahr kassiert und Ihm selbst als Renter noch 3000 Euro AM TAG hinterhergeworfen werden. Wie will man so was rechtfertigen? Arbeiter er 400 x so viel wie andere oder ist seine Arbeit 400 x besser? Natürlich nicht. So was ist nur mit Raffgier und der Verquickung von Politik und Industrie zu erklären. Zumal selbst das Land Niedersachsen als Eigner offenbar mit Scheuklappen unterwegs ist. Ein einziger Sumpf. Wo sind denn die sogenannten Werte mit denen unsere Eliten so gerne schwadronieren. Charakter, Anstand, Ehre, Ehrlichkeit, Verantwortung, etc. Alles Fehlanzeige bei diesen Menschen. Ist Herr Schultz wirklich besser? Eher nicht obwohl ich gerne daran glauben würde. Ist es in anderen Ländern wie beispielsweise Russland besser? Natürlich nicht, nur erzählt man den Menschen dort keine Märchen.

Juliana Keppelen | Di, 28. Februar 2017 - 13:38

Also so lange die "oberen Zehntausend" bildlich gesprochen so viele Mitstreiter um ihre Pfründe in den mittleren und unteren Etagen haben können sie sich genüsslich zurück lehnen und sich die Hände reiben. Ich bin zwar der Meinung, dass eben jene "oberen Zehntausend" die Mittel und die Macht haben ihre Pfründe locker selber zu verteidigen aber sie werden natürlich ihren Fürsprechern die nur glauben zu ihnen zu gehören nicht in den Arm fallen. Es scheint das "Obrigkeitsdenken" ist immer noch weit verbreitet.

Karin Zeitz | Di, 28. Februar 2017 - 14:21

muss es ein ädaquates Verhältnis zwischen den Managergehältern und der Bezahlung der Arbeitnehmer geben. Bei einigen großen Konzernen gibt es offensichtliche Missverhältnisse, die durch die Aufsichtsräte hätten verhindert werden können. Dort sitzen auch Vertreter der Arbeitnehmer, bei einigen sind sogar der Bund oder Bundesländer Miteigentümer. Die haben offensichtlich ihre Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen. So kann Schulz mit seinen Parolen jetzt den Wählern Sand in die Augen streuen. Wäre er tatsächlich für Gerechtigkeit und angemessene Gehälter, dann hätte er das während seiner Zeit in der EU beweisen können und keine exorbitanten Bezüge eingestrichen.

Robert Flag | Di, 28. Februar 2017 - 14:36

Ich kann an der Regelung des Abstands zwischen dem AN-Durchschnitts- und dem Vorstandsgehehalt beileibe nichts groteskes finden.
Man kann die Globalisierung nicht zurückdrehen, aber ein Staat sollte im Interesse des Gemeinwohls ein Interesse daran haben, deren Auswüchse zu begrenzen. Es kann nicht sein, daß Konzernlenker sich dumm und dämlich daran verdienen, wenn deutsche Arbeitsplätze reihenweise ins Billig-Ausland verschoben werden. Ein wenig "Germany First" Denken ist zurzeit absolut angebracht. Wenn´s ihm ans Geld geht, überlegt sich ein Vorstand vielleicht in Zukunft, wo, und vor allem wie nachhaltig er investiert.

Es ist schon richtig,Fußballmanagern ein gutes Einkommen zu geben, schließlich haben diese Leute einschließlich Trainer und angekauften Profis unserem Staat mehr internationales Ansehen verschafft. Wie,ja wie wirtschaftliche Bosse die durch fadenscheinigen Gründen der Globalisierung ihre Konzernerträge steigern und ihre Renditen dem entsprechend steigen. Es ist so normal wie anormal, es ist dem deutschem Image nicht zuträglich. Bei tiefgründigen wirtschaftlichen Berechnungen würde die Globalisierung sogar schlechter abschneiden wenn die
Arbeitsprozesse und Fertigprodukte wieder in "D" hergestellt würden. Bei nahezu
"0" Prozent Arbeitslose hätten wir wieder 100% "Made in Germany". Das wird sogar eine Aufwertung unserer Produkte bedeuten und damit zu einer besseren Darstellung unserer Erzeugnisse im Welthandel. Es könnte aber zu Arbeitskräftemangel in D kommen, dieser ist aber durch Facharbeitern aus Spanien, Polen, Tschechien,und.. abzudecken.Diese sind integrationsfähig+ gut.

Bernd Eifländer | Di, 28. Februar 2017 - 15:22

Alles nur Wahlkampfgetöse ! Nach der Wahl gibt im Notfall noch den Koalitionspartner gegen den man nicht alles durchsetzen konnte, was man versprochen hatte.

Werner Schick | Di, 28. Februar 2017 - 18:09

Werte Frau Zeitz,
Grundsätzlich kann ich ihrem Kommentar nur zustimmen. Doch erlauben sie mir zwei Anmerkungen:
1) Wenn sie glauben, dass Aufsichtsräte ungerechtfertigt hohe Vorstandsbezüge, die eher an Raubrittertum als an eine soziale Marktwirtschaft erinnern, verhindern "wollen", dann können sie auch an den Osterhasen glauben. In diesem Organ sitzen die gleichen Abzocker wie in den Vorstandsetagen, zum Teil sind es vormalige Vorstandsmitglieder. Da hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus, das können sie allerdings glauben.
2)Bitte verehrte Frau Zeitz nennen sie die Gewerkschaftsmitlgieder im Aufsichtsrat nicht Arbeitnehmervertreter. Sie vertreten dort alles einschließlich sich selbst, aber bestimmt nicht die Interessen der Arbeitnehmer.
Die Arbeitnehmer waren nur nützlich, in diese herausgehobene Position zu gelangen. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, was will er denn noch .... er hat doch alles, um am Existenzminimum dahinzuvegetieren.

Hans Giger | Di, 28. Februar 2017 - 20:23

Stellen Sie sich vor, unser Rächer der Enterbten würde die Gehälter unserer Fußballprofis begrenzen wollen. Weil diese ja auch ganz schön hoch sind. Ich lese unter < www.lohnspiegel.org&gt;, dass Herr Lahm im Jahr neunzehnkommadrei Millionen Euro verdient. Das sind pro Tag fast dreiundfünfzigtausend. Stellen Sie sich vor, Sankt Martin fände dies unfair gegenüber normalen Fußballern. Er hätten sich die Kanzlerchancen verbockt...

Holger Stockinger | Di, 28. Februar 2017 - 23:51

Eine Art Einheitsbrei, wie die FAZ täglich beweist:

TRUMP und AfD - die "Hauptfeinde der Menschheit" im Visier, wieviel Alkohol im Karneval muss eigentlich noch fließen, um zu begreifen, dass weder die AfD noch Trump "der Teufel" sind?

Georg Dallmann | Mi, 1. März 2017 - 09:27

Wenn ein Winterkorn (um ein aktuelles Musterbeispiel zu nennen) für ein vollkommen unverantwortliches Verhalten, welches seinem Unternehmen einen Schaden von mehr als 20 Milliarden Euro zufügt , zur "Belohnung" mehr als 3000 Euro Rente TÄGLICH bekommt, eine arme Kassiererin in einem Discounter, die sich eines "Vergehens (Pfand)" im CENTBEREICH "schuldig" gemacht hat, FRISTLOS entlassen wird, OHNE RENTE und OHNE ABFINDUNG und OHNE IRGENDWAS, dann MUSS auch der DÜMMSTE "sehen", dass es in diesem Staat keine Gerechtigkeit gibt.
"Sozial" bedeutet in diesem Zusammenhang auch weder NEID noch Gleichmacherei, sondern einfach einen HAUCH von FAIRNESS! Nicht mal diese gibt es!
Denn eines sollte jedem klar sein: Die exorbitanten "Gewinne und BONI" müssen die schlussendlich nicht nur die Kunden bezahlen, diese werden auch den "Arbeitnehmern", oftmals als "Arbeitssklaven" korrekter tituliert,
die für wahre HUNGERLÖHNE (die vom Steuerzahler noch "aufgestockt", also MITfinanziert werden müssen)

Georg Dallmann | Mi, 1. März 2017 - 09:31

schuften müssen, ABGEPRESST! Dass dies nicht annähernd etwas mit "Gerechtigkeit" zu tun hat, dürfte jedem Normalsterblichen einleuchten. Dass sich hier etwas ändern MUSS bzw. MÜSSTE, dürfte auch jedem, der noch einen Hauch von Skrupeln in sich trägt, klar sein.
Die FRAGE ist jedoch, ob ausgerechnet SCHULZ von der ESPEDE bei diesem ANSINNEN Glaubwürdigkeit zugesprochen werden kann und soll? Meine Ansicht dazu: KLARES NEIN! Die SPD regiert seit Jahrzenten dieses Land MIT, und hatte - auch als HARTZ 4-Desater-Verursacher - keinerlei SKRUPEL, die Millionen Menschen in den Dreck zu ziehen. Weshalb gerade diese Partei jetzt der Heilsbringen sein soll, ist nicht nachvollziehbar.

Juliana Keppelen | Mi, 1. März 2017 - 10:37

Es überrascht mich immer wieder wer sich alles für die Rechte und Pfründe derer da "Oben" einsetzt. Im Gegensatz dazu habe ich noch nie erlebt, dass die da "Oben" sich so vehement für die da "Unten" eingesetzt hätten z.Bspl. beim Mindestlohn. Ergo sehe ich die Neiddebatte eher umgekehrt. Die Neiddebatte wird bei den "Oberen" geführt die Angst haben ihre Pfründe zu verlieren wenn die da "Unten" zu viele Brosamen bekommen. Mal ganz ehrlich wer von den Kommentatoren hier wäre von einer Beschränkung auf 500000 Euro im Jahr betroffen?

Peter Zachäus | Fr, 3. März 2017 - 20:43

Es ist schon eine starke Nummer, die Reduzierung eines Steuerprivilegs - nichts anderes ist die Abzugsfähigkeit der Managergehälter - als indirekte Steuererhöhung zu bezeichnen. Ich als Kleinaktionär bezeichne diese Gehälter als Diebstahl zum Nachteil der Eigentümer - der Aktionäre.

Chri Cero | Fr, 10. März 2017 - 23:15

Es ist ein wohl gepflegtes Ammenmärchen, dass gute Leute nur für exorbitante Gehälter arbeiten.
Vergleicht man die höheren Chargen der Industriebeamten mit einem mittelständischen Unternehmer, der sowohl für seine Investitionen als auch für die Ergebnisse seiner Arbeit mit Haus und Hof haftet, dann fragt man sich, warum nicht bereits früher jemand auf diese gute Idee gekommen ist.
Vielleicht gibt es ja auch Manager, die ihren "Shareholdern" die Millionen wert sind. Dann sollen aber auch die "Shareholder" zahlen - und nicht wir alle, die wir nämlich über die Steuerersparnis der Unternehmen fast 40% dieser Monstervergütungen finanzieren. Das ist kein Neid, das nennt man Logik.

Reinhard Oldemeier | Mo, 13. März 2017 - 14:23

hier in Gestalt von Dr. Hugo Müller-Vogg. Kaum scheint die Elite das Scheckbuch aufmachen zu müssen, springt Herr Müller-Vogg wie Kai aus der Kiste und zettelt eine rote Socken-Kampange an.
Seien wir doch mal ehrlich, bisher ist man den Großen noch nie an die Geldbörse gegangen. Das Gros der Steuern zahlt der Bürger, an Lohnsteuer oder Mehrwertsteuer und da ist der Staat sehr erfindungsreich.
Wer meint die SPD oder Herr Schulz hätten ein neues Füllhorn der Sozialwohltaten entdeckt, der irrt gewaltig. Wer verlangt das ALG I sollte wieder verlängert werden, muss auch sagen wer das bezahlt. Darüber sollte man in einer stillen Stunde nachdenken.
Den Menschen ist eher damit geholfen, wenn Überstunden oder Schichtzulagen korrekt bezahlt würden, oder aber nicht ein Schmuh mit dem Mindestlohn betrieben würde usw.. Dazu braucht es nur eine stärkere Kontrolle des heutigen Rechtes, insbesondere von den staatlichen Auftraggebern. Man sollte wenigstens mit gutem Beispiel voran gehen.

Ralf Ehrhardt | Fr, 17. März 2017 - 19:56

Die Populismuskampagne des "St. Martin" aus Würselen; in Reinkultur!
Aber natürlich in diesem Fall guter und / bzw. weil linker Populismus !

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