Wohin mit Ihrem Geld? - Warum Facebooks Währung Libra den Banken gefährlich wird

Facebook will die erste private, globale Währung schaffen: Libra. Die Idee des digitalen Geldes wird so tauglich für den Massenmarkt. Für die Banken wird es ungemütlich. Ihr jetziges System könnte überflüssig werden

Facebook Währung Libra
Facebook Libra: Brauchen wir bald keine Banken mehr? / picture alliance

Autoreninfo

Daniel Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Diskussionsforums „Beyond the Obvious“. Zuvor war er bei der Boston Consulting Group (BCG). Sein neues Buch heißt „Das Märchen vom reichen Land“.

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Die Ankündigung von Facebook, in einem Konsortium mit führenden Unternehmen der Technologieszene und etablierten Finanzdienstleistern wie Visa und Mastercard das erste private und globale Geld zu schaffen – Libra –, hat die Bankenwelt erschüttert. Spielte digitales Geld – am bekanntesten ist Bitcoin – in den letzten Jahren trotz spektakulärer Kursgewinne und -verluste und entsprechender medialer Begleitung nur eine Nebenrolle in den globalen Finanzmärkten, haben Libra und das zugleich angedachte Zahlungssystem Calibra das Zeug, das Finanzwesen zu revolutionieren.

Niemand kann so viele Menschen auf einer Plattform verbinden, niemand weiß so viel über jeden einzelnen wie Facebook mit seinen weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzern. Leicht lässt sich eine globale Institution vorstellen, die nicht nur Zahlungen abwickelt, sondern besser als jede Bank die Kreditwürdigkeit von uns allen beurteilen kann.

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