Foto eines humanoiden Roboters mit grauer Haut und sichtbaren mechanischen Teilen, hebt den Arm.
Ob eine Roboter-Steuer, wie von Bill Gates vorgeschlagen, oder die Besteuerung von KI-Produktivitätsgewinnen bei Unternehmen – der Staat muss sich rechtzeitig dazu Gedanken machen / picture alliance/dpa | Britta Pedersen

Künstliche Intelligenz wird die Bürowelt umpflügen - Produktivitätsschub, Jobverlust und die Frage nach der KI-Steuer

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt stärker verändern als jede Automation zuvor. Millionen klassische Jobs geraten unter Druck, während der deutsche Staat vor der Herausforderung steht, Sozialmodelle und Besteuerung neu zu denken – bevor die KI-Welle alles überrollt.

Autoreninfo

Dirk Notheis ist Mitherausgeber von Cicero und Gründer des Mittelstands­finanzierers Rantum Capital.

So erreichen Sie Dirk Notheis:

Was Automation für die Produktionshallen unserer Zeit, wird Künstliche Intelligenz (KI) für die Bürowelten von morgen sein: ein technologischer Schub an Produktivität ungeahnten Ausmaßes, der fundamentale Veränderungen der Arbeitswelt zeitigen und deren Abläufe und Arbeitsteilung von Mensch und Software durcheinander wirbeln wird. Klassische Berufsbilder, Arbeitsplätze mit Hemd und Krawatte, drohen auf breiter Front hinweggefegt zu werden. Was einmal galt, wird nicht mehr sein. Die Künstliche Intelligenz wird Schneisen schlagen durch unsere Bürotürme und Verwaltungen, und es steht zu befürchten, dass diese Entwicklung durch nichts und niemanden aufzuhalten ist.

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Thomas Veit | Mo., 16. Februar 2026 - 15:05

voraus schauen...? Klingt mir sehr-sehr stark nach 'Dot-Com Blase' um 2001 - nur mal so als 'unqualifizierter' Einwurf... (IT-beschäftigt seit 1986).

'Investment-Fuzzis' (NICHT persönlich auf Herrn Notheis bezogen, sondern auf den gesamten Berufsstand!!) reden natürlich (schon immer) gerne 'den Super-Boom' und die damit einher gehenden '€€€ ungeahnten Möglichkeiten $$$' herbei..., wo immer es geht... ...

Muss man halt nur wissen...- vielleicht kommt er ja dieses Mal wirklich?

Thomas Veit | Mo., 16. Februar 2026 - 15:23

"...wer DIE HOHEIT(!!) ÜBER DIE DATENINTELLIGENZ besitzt, der hat die Macht. Dies gilt für die Wirtschaft ebenso wie für das Schlachtfeld." - DAS ist absolut richtig..., allerdings schon seit Anbeginn des Internets - also nix wirklich neues...

Aber auch bei der 'Hoheit über die Datenintelligenz' sind wir seit Windows 95 zu 100% US-abhängig. Das sollte jedem klar sein der über 'die Vorzüge der Digitalisierung' referiert... ..., oder über die 'digitale Gesellschaft'.

Das zu ändern wäre ein großes mMn wichtiges Ziel..., auch schon mal ohne KI-Boom.

IngoFrank | Mo., 16. Februar 2026 - 23:09

Antwort auf von Thomas Veit

Stimmt schon ….. Wohin aber führt dann die kollektive Kleinteiligkeit der unterschiedlichen Programme z.B. bei der Polizei, den Arbeitsämtern Sozialämtern usw. Letztlich ist das wie auf dem Experimentierfeld der Bildung der letzten 30 Jahre wenn innerhalb einer Stadt verschiedene Lehrbücher an den Schulen mit unterschiedlicher Schwerpunktwichtung zum Einsatz kommen ?
Und ob der Hype der KI soooo einen Einfluss auf die Wirtschaft hat, wage ich zu bezweifeln. Im Niedriglohnsektor bei stupiden Tätigkeiten vielleicht….. denken Sie an das Internet ….aber wem sage ich das ? 😂😂😂
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik
Gibt’s eigentlich das Caffee Resi noch ? War zu meiner Studentenzeit an Rosenmontag neben Schütze Turm & Jakob ein ganz heißes Pflaster 🤫

Karl-Heinz Weiß | Mo., 16. Februar 2026 - 19:10

Sinnstiftende Arbeit in administrativen Berufsfeldern wird dank KI zur Mangelware - ein Thema, das bisher in der öffentlichen Wahrnehmung "unter dem Radar" läuft. Das gilt selbst für den bereits realen dramatischen Arbeitsplatzabbau in den Industrie. Deshalb Dank an den Autor, dieses Thema nicht lediglich mit Schlagworten wie "KI-Chancen" oder "Work-Life-Balance" anzugehen.