IWF-Chefin Kristalina Georgiewa - Die Hüterin des Weltwachstums

Sie ist die Nachfolgerin der bisherigen IWF-Chefin Christine Lagarde. Kristalina Georgiewa leitet seit 1. Oktober den Internationalen Währungsfonds – die weltgewandte Bulgarin entstammt der Elite ihres Landes und hat eine erstaunliche Karriere gemacht

Kristalina Georgiewa
Auch wenn sie viel im Ausland gelebt hat, ihrer Heimat Bulgarien blieb Kristalina Georgiewa treu / picture alliance

Autoreninfo

Frank Stier ist Korrespondent für Südosteuropa und lebt in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

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Ein Tweet vom Mai 2018 prangt ganz oben auf dem Twitter-Account der Geschäftsführerin der Weltbankgruppe und jetzigen IWF-Chefin, Kristalina Georgiewa: „Meine Omas und Opas waren von sehr geringer Bildung, meine Eltern haben nur das Gymnasium absolviert. Ich bin die Erste in der Familie mit Promotion. Aus einem Dorf in Bulgarien zur Chefin der Weltbank – so sehen Möglichkeiten aus“, deklamiert sie dort.

Es ist dies die hohe Kunst des Under­statements. Denn Kristalina Georgiewa hat am 13. August 1953 nicht in einem hinterwäldlerischen Dorf das Licht der Welt erblickt, sondern in Sofia, Hauptstadt der Bulgarischen Volksrepublik. Auch ihre Betonung des bescheidenen Bildungsniveaus ihrer Vorfahren irritiert, entstammt sie doch einer für Bulgarien historischen Sippe. Ihr Urgroßvater väterlicherseits, Iwan Karschowski, war ein polyglotter Journalist und Nationalrevolutionär. Als Mitglied der Großen Nationalversammlung hat er im April 1879 in Weliko Tarnowo die Verfassung des von osmanischer Fremdherrschaft befreiten Bulgarien verabschiedet. Ihr Urgroßvater mütterlicherseits war ein Hotelier und immerhin Bürgermeister seines Heimatorts Ljubimets an der Grenze zu Griechenland.

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Tomas Poth | Do, 17. Oktober 2019 - 13:30

Wohin soll die Welt wachsen? Unser Planet selbst kann nicht wachsen, es sei den er verschmelzt sich mit einem anderen Planeten oder Asteroiden. Über diese Katastrophe brauchen wir nicht zu reden.
Wachsen kann also nur das, was alles so kreucht und fleucht auf diesem Planeten und das geschieht immer in Konkurrenz aller untereinander, jeder/es gegen jeden/es.
Ein Krebsgeschwür bedeutet auch Wachstum für den Körper, ist aber äußerst ungesund.
Welches Wachstum soll also eine IWF-Chefin hüten? Was beinhaltet ihre Arbeitsplatzbeschreibung? Ein Weiterso hinsichtlich Verbrauch und Population führt über kurz oder lang in Riesenkonflikte innerhalb der Menschheit.