Wohin mit Ihrem Geld? - Der Klimawandel und dessen Folgen fürs Portfolio

Der Klimawandel und die zu erwartenden Reaktionen der Politik stellen Investoren vor große Herausforderungen. In welchen Regionen lohnt es sich zu investieren, welche Branchen sollte man meiden, welche aufstocken?

Illustration Daniel Stelter
Schlechte Nachrichten für Unternehmen mit alten Technologien / Illustration: Anja Stiehler/Jutta Frick

Autoreninfo

Daniel Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Diskussionsforums „Beyond the Obvious“. Zuvor war er bei der Boston Consulting Group (BCG). Sein neues Buch heißt „Das Märchen vom reichen Land“.

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Investieren sollte man in jedem Fall dort, wo die Politik im Kampf gegen den Klimawandel auf Marktmechanismen setzt und nicht mit Verboten und Besteuerung die Grundlagen des eigenen Wohlstands gefährdet. Wenn Deutschland also lieber Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Polen importiert, anstatt im eigenen Land ausreichend günstige Energie zu erzeugen, spricht aus Sicht der Anleger vieles dafür, die Aktien dieser ausländischen Anbieter zu kaufen und einen weiten Bogen um den hiesigen Markt zu machen.

Schwieriger ist da schon die Frage nach interessanten Branchen zu beantworten. Bereits heute sind erneuerbare Energien trotz tiefer Ölpreise in weiten Teilen der Welt ohne Subventionen wettbewerbsfähig. Die Erfahrung lehrt, dass der Preisverfall der neuen Techniken sich weiter fortsetzen wird. Neue Speichertechnologien tragen ihren Anteil dazu bei. Dezentrale Stromerzeugung macht eine andere Infrastruktur nötig und möglich. All dies sind schlechte Nachrichten für Unternehmen, die Kapazitäten in alten Technologien vorhalten, von Stromerzeugung bis Ölförderung.

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Heidemarie Heim | Di, 25. Juni 2019 - 19:34

Ihre Analyse ist wie immer treffend und benennt aber auch klar die Unwägbarkeiten des Systems! Bestes Beispiel für in den Sand gesetztes seitens möglicher Investoren und Kleinstanteilnehmer z.B. in einem Fond mit den Folgen einer wie selbstverständlich weiteren "Sozialisierung" durch den Steuerzahler, hat man aktuell vor Augen. Ich kenne zwar keine Details was Kapitalbeteiligungen an der berühmten Maut und ihrer Gesellschafter betrifft, genauso wenig wie übrigens die Oppositionsparteien, aber bei den nun nach und nach öffentlich werdenden Summen kann ich mir vorstellen, wie der ein oder andere Geier über den wie immer mit Kapital Beteiligten kreist. Derweil der Steuerzahler sich schon einmal darauf einstellen kann bei der Verlustrechnung als "Hauptmahlzeit" zu dienen?
Doch Halt! Kennen wir doch schon aus Reihen der Atombetreiber und deren Rechnungsstellung Sorry, sollte ich mich bezüglich der Abläufe irren!
MfG

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