- Ketzer im Tempel
Kevin Warsh soll die US-Notenbank neu ausrichten. Als radikaler Visionär ist er für Donald Trump der richtige Mann. Doch die Fed ist ein System, das keine Visionen duldet – sondern Stabilität erzwingt und Abweichler zähmt.
Noch bevor Kevin Warsh ein einziges Wort gesagt hat, geraten die Märkte in Bewegung. Der Goldpreis fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen, der Dollar gewinnt an Stärke, in Europa wächst die Nervosität. Für einen Mann ohne Amt ist das ungewöhnlich, für eine Institution wie die Federal Reserve ein erstes Menetekel. Donald Trumps Nominierung des 55-Jährigen zum neuen Fed-Vorsitzenden wirkt wie ein tektonischer Impuls. Noch bevor Warsh sein Büro bezieht, entfaltet seine Personalie politische und ökonomische Wirkung. Denn mit Warsh kehrt ein Mann zurück, der die Institution nicht stabilisieren, sondern neu vermessen will.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
