- Warum der Yen zu einem globalen Problem werden könnte
Japans schwacher Yen, steigende Zinsen und ein hochgehebelter Währungstrade setzen die globalen Finanzmärkte unter Druck. In dieser explosiven Gemengelage könnte ausgerechnet Japan zum Auslöser der nächsten großen Finanzkrise werden.
Als Sanae Takaichi am vergangenen Wochenende über den Yen sprach, wirkten ihre Worte wie eine Trostspende. Eine schwache Währung habe doch auch Vorteile, gab die japanische Premierministerin auf einer Wahlkampfveranstaltung zu verstehen. Wenn das ostasiatische Land am Wochenende das Parlament neu wählt, hofft die 64-jährige Politikerin, dass sie im Amt bleiben darf – und schien das Wahlvolk schon drauf vorzubereiten, dass es mit einem deutlich stärkeren Yen zunächst vielleicht nichts wird.
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'Eigentlich sind Beamte im Finanzministerium aktuell besorgt, dass der Yen bereits derart schwach ist.' Dann sollen die Besorgten rüber zur Zentralbank laufen, den alten Herren dort sagen, dass diese ihre massiven Anleihenkäufe heimischer Staatsanleihen einstellen, dann legt sich das mit der Abwertung.
"Im Wechselkurs zwischen Yen und US-Dollar stand ein Yen am Montag bei 155,39 US-Dollar"
Nicht ganz! Die konventionelle Schreibweise "USD/JPY", die auf allen Finanzmarktportalen unsinnigerweise verwendet wird, ist extrem missverständlich. Aber gemein ist immer "Yen/USD". Also für einen US-Dollar erhält man 155,39 Yen bzw. für einen Yen erhält man dann 0,0064 Dollar.
Entsprechend wird aus
"Kurz bevor Shinzo Abe im Dezember 2012 zu Japans Premierminister gewählt wurde, war ein Yen noch 79 US-Dollar wert."
dann
"Kurz bevor Shinzo Abe im Dezember 2012 zu Japans Premierminister gewählt wurde, war ein Yen noch 0,0126 US-Dollar wert."
usw.
...ohne darauf hinzuweisen, dass Sie den Text geändert haben. Jetzt wirkt mein Kommentar unsinnig. Es lebe der deutsche Qualitätsjournalismus!
