- Probleme auf Schienen
Infrastrukturmilliarden und eine neue Strategie: Die Hoffnung ist groß, dass die Deutsche Bahn endlich bald in die Spur findet. Doch Fahrgäste sollten sich besser nicht zu früh freuen. Die Probleme sind fundamentaler Natur, und schnelle Lösungen scheinen nicht in Sicht.
Die Probleme der Deutschen Bahn sind zu einer Art Kulturgut geworden. Jeder Bürger hat seine eigene Horrorstory zu erzählen, von verwahrlosten Bahnhöfen, endlosen Verspätungen oder heillos überfüllten Zügen. Die längste Zeit wurden diese Geschichten mit einem Augenzwinkern und einer gewissen Nachgiebigkeit erzählt. Eigentlich logisch, denn wenn eine Bahnverspätung das größte Problem des Tages war, dann kann der Tag so schlecht nicht gewesen sein. Doch in den vergangenen Jahren wurden die Geschichten um die Bahn ernsthafter, zynischer, resignierender. Das Gefühl, dass wir uns auf dem absteigenden Ast befinden, ist in der Breite der Gesellschaft angekommen. Somit ist die Bahn heute nicht mehr der Anstoß einer lustigen Anekdote an der Kaffeemaschine, sondern der lebende Beweis dafür, dass es uns allen zunehmend schlechter gehen wird.
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„Das Problem ist, dass der Aufsichtsrat je zur Hälfte mit Vertretern aus Gewerkschaften und Politik besetzt ist – und diese haben ganz andere Interessen.“
Ist das wirklich so, wie im letzten Halbsatz zitiert? Sind nicht viele Gewerkschaftler auch Mitglieder von Parteien wie SPD, Grüne oder Linken? Zieht man da in der Realität nicht an einem Strang, weil man verhindern will, dass die politische Konkurrenz bei der nächsten Wahl Stimmen bekommt. Wo bleiben hier Vertreter mit wirtschaftlicher Kompetenz, die mit Mehrheit im Aufsichtsrat politisch unabhängig die richtigen Weichen stellen?
Ich greife ein anderes Beispiel auf, wo die Verflechtung von Politik und Gewerkschaft ein Unternehmen schwächt. Bei VW hat die Gewerkschaft 50% der Aufsichtsrats-Sitze und die Politik 2 weitere. Mit dieser Mehrheit wurde ein schneller Umstieg der Fertigung auf E-Autos beschlossen. Heute stehen die Bänder dafür still und es fehlt an Geld für Entwicklung & Investitionen, sowie Kapazitäten für den Verbrenner.
und einem Kleinbahn-Achter irgendwo, die der Kleinbahnbahn-Achter zur Überraschung aller haushoch gewann.
Die DB gab eine millionenschwere Studie in Auftrag, deren Ergebnis lautete" Der Kleinbahn-Achter bestand aus 7 Ruderern und einem Steuermann, während das Boot der DB aus sieben Steuerleuten und einem Ruderer bestand".
Und die Lösung? Abermals nach einer Millioneninvestition: "Der DB Ruderer ist besser zu motivieren."
und erlebe das Übel fast stündlich in dem eine Stimme die Verspätungen rund um die Uhr angibt, für die Züge die an unserem Bahnhof anhalten….. Kein halber Tag ist Ruhe …..
Die letzte Bahnfahrt ist einige Jahre her als unsere beiden Enkelkinder „Zug fahren“ wollten die nach dem „unvergesslichen Erlebnis“ u.a. des Ticket Kaufs von mir mit dem Auto am nächsten Halt in der benachbarten Kurstadt mit meiner Besten zusammen abgeholt wurden……
Ist sinnbildlich für den Zustand des Staates. Es handelt sich um eine hochkomplexe Struktur,die von Partikularinteressen geschaffen, gelenkt und ausgenutzt wird.Diejenigen, die sich Zugang zum System verschafft haben, haben es sich gemütlich darin eingerichtet und verhindern selbstredend jede Veränderung. Man simuliert wirtschaftliches und politisches Handeln in nachgeordneten Teilbereichen, lässt im Grossen und Ganzen aber alles beim Alten. Wie sonst kann es möglich sein, dass die Bahnführung Züge in Regenbogenfarben färbt oder ein Koalitionsvertrag, geschrieben in den Zeiten größter Bedrohungen, sich ernsthaft mit Duschen für Fernfahrer, Schwimmcontainern und Tierhandel beschäftigt, wie hier im CICERO-Jahresrückblick zu hören war, die ganze großen, existenziellen, zukunfsbestimmenden Probleme aber in Kommissionen und auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden. Perfekt und kleinstteilig organisierte Verantwortungslosigkeit ersetzt politische und wirtschaftliche Gestaltung.
Land. Unfähigkeit, gepaart mit Unwillen zu echten Reformen, unfassbare Dummheit, bzw. Borniertheit (noch immer kommt mir hier die Anekdote in den Kopf, als ich als Gast im Sommer 2021 über eine Stunde in Stuttgart am Bahnhof festsaß, weil das „Notwasser für die Strecke nach Mannheim nicht beladen war, es keines mehr gab am Bahnhof und man von sonst wo etwas besorgen musste. Wie gesagt: es ging nicht um tausende Kilometer einsame Wüstenstrecke, sondern um den Katzensprung nach Mannheim. Es war zum Verzweifeln) überbordende Bürokratie, Abzockermentalität und obendrüber eine unfähige Konzernleitung.
Da hilft kein Rasenmäher mehr, da braucht es die Kettensäge. Wie im Bund auch.
Und zur Kettensäge braucht es Einsichten, die sich in deutschen Politiker-Köpfen erst dann finden, wenn alles kaputt ist.
Frage:
Was läuft eigentlich gut, was die Ampel oder jetzige Regierung Merz/Klingbeil auf den Weg bringen wollen oder gebracht haben ???
Offenbar NICHTS !
Nichts funktioniert,nur Gemauschel, verhindern der AfD und somit die Problematik überdecken die unser schönes Deutschland lähmt.
Stimmenfang beim Zirkus Reichinnek runden das politische Profil bei der CDU dann letztlich ab.
Es gibt kein Einnahmeproblem sondern ein Ausgabeproblem.
Im Kollegium habe ich persönlich auch Leute, die bei gleichem Gehalt nicht mit ihrem Geld rumkommen.
Da ist am 25. meist schon Ebbe im Portemonnaie und wenn man dann fragt woran es liegt,nur Schulterzucken.
Man fliegt beispielsweise nach Mallorca und der Strom wurde zwischenzeitlich abgestellt,als man zurück kam.
Diese Regierung Friedrich Merz ist nicht einen Deut besser.
Alles was sie anfassen funktioniert offensichtlich nicht und oberste Priorität hat der Machterhalt und der Kampf gegen eine Partei die sich noch nie in Regierungsverantwortung bewiesen hat.
Die DB AG befindet sich „zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes“.
Im Vergleich zur alten Deutschen Bundesbahn (vor 1994) ist sie nicht mehr eine Behörde, sondern ein Unternehmen in privatrechtlicher Form – aber vollständig staatlich kontrolliert. Der Staat finanziert auch große Teile der Infrastruktur (z. B. Schienennetz) mit Milliarden-Zuschüssen.
Somit stellen aktuell Friedrich Merz und seine Entourage zumindest finanziell bei der Bahn die Weichen.
