Infarm
Salat aus städtischem Selbstanbau / Robert Rieger für Freunde von Freunden

Infarm - Sprout of the Box

Investoren glauben an das Geschäftsmodell des Urban Farming und stellen 100 Millionen Dollar bereit für die Kreuzberger Firma Infarm. Gegründet haben sie drei junge Israelis. Sie transformieren Landwirtschaft in Stadtwirtschaft – mit Hightech-Gewächsboxen für Gemüse.

Autoreninfo

Philipp Wurm ist freier Journalist und lebt in Berlin.

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Unter den Dächern eines Altbaus, wo sonst oft Architekten, Designer oder Eventagenturen unterkommen, erhebt sich eine kuriose Gartenlandschaft: Babykohl und Senf, Thymian und Koriander sprießen hier, in Gewächsboxen, die an Plantagen eines Raumschiffs erinnern. LED-Strahler ersetzen das Sonnenlicht. Schläuche leiten Nährstoffe zu den Keimlingen. „Die Lebensmittelproduktion der Zukunft“ seien diese Vorrichtungen, sagt Osnat Michaeli. Die 41-jährige Unternehmerin ist so etwas wie die Greenkeeperin des Habitats.

Infarm heißt das Start-up, das die in die Höhe ragenden Pflanzschränke entwickelt und kultiviert. Sie stehen im Showroom in der Unternehmenszentrale in Berlin-Kreuzberg. Hier wachsen Delikatessen für Großstadtkonsumenten, abseits von Brandenburger Bauernhöfen: eine neuartige, mobile Landwirtschaft, untergebracht in Lofts oder direkt in Supermärkten und Restaurants – Vertical Farming genannt. Der Landbau in städtischen Gebäuden soll die Natur schonen: ohne Pestizide, ohne Lkw-Flotten, die CO2 auf weiten Warenwegen ausstoßen.

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Susanne Dorn | Di, 11. Juni 2019 - 20:31

...die es zu verfolgen lohnt. Was wäre dieses Land ohne seinen Mittelstand, Erfindergeist, innovativ, umweltfreundlich und hart arbeitend. So entstehen neue Marktnischen und wirtschaftliche Erfolge!

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