- Wir wollen mehr Freiheit wagen
Deutschland steht am Scheideweg: In einem Gastbeitrag für Cicero mahnt BDI-Präsident Peter Leibinger, dass der Verlust an Freiheit zur größten Gefahr für Wohlstand und Demokratie geworden ist. Leibinger fordert einen radikalen Kurswechsel - und ruft eine Freiheitswende aus.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer der schwersten Krisen seit Bestehen der Bundesrepublik. Unser industrieller Kern ist existenziell bedroht. Das Vertrauen in die Reformfähigkeit unseres Landes ist tief erschüttert. Die Menschen in den Unternehmen verdienen mehr als Gipfel, Ankündigungen und Nebendiskussionen.
Einer der zentralen Gründe für diesen desolaten Zustand: Wir haben den Sinn für die Freiheit verloren. Freiheit ist nicht naturgegeben, sondern ein ständiger Auftrag. Sie lebt von Werten, Verantwortung und der Bereitschaft, sie zu verteidigen und zu gestalten – durch Bürger, Unternehmen und Staat. Unsere freiheitliche Ordnung gründet auf einer objektiven Wertebasis, wie sie das Grundgesetz mit der Würde und freien Entfaltung des Einzelnen verankert. Mit dieser Verankerung im Grundgesetz allein ist es aber nicht getan. Freiheit verlangt Engagement.
Gesellschaftliche Freiheit: Mitwirken statt Rückzug
Die freiheitliche Gesellschaft lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen für sich selbst und für das Gemeinwesen, in Familie, Beruf und öffentlichem Leben. Doch diese Bereitschaft schwindet. Der Rückzug ins Private nimmt an vielen Stellen zu. Vereine, Kirchen, Parteien verlieren Mitglieder, die Zahl der Unternehmensgründungen sinkt. Das gefährdet den sozialen Zusammenhalt und die demokratische Ordnung. Freiheit bedeutet eben nicht, sich verwalten zu lassen. Nur eine Gesellschaft, die auf Eigeninitiative setzt, ist zur Souveränität und Zukunft fähig. Das gilt im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Bereich.
Die Soziale Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard ist Ausdruck gelebter Freiheit. Sie schafft Wohlstand, indem sie auf freie Entfaltung und unternehmerisches Engagement setzt – auf Basis von fairem Wettbewerb, gemeinwohlverpflichtendem Eigentum und Innovation. Genau das ist jahrzehntelang gelungen. Diese Ordnung ist wesentlicher Teil gesellschaftlicher Freiheit. Sie war Voraussetzung und ist Grundlage unseres Wirtschaftserfolgs „Made in Germany“.
Wirtschaftliche Freiheit: Verantwortung und Gestaltungskraft
Wir sind im Begriff, diese Grundlage abzuschaffen: Bürokratie, kleinteilige Regulierung und strategische Fehlentscheidungen lähmen die unternehmerische Kraft. Ich denke hier zum Beispiel an das Lieferkettengesetz oder an jahrelange Planungs- und Genehmigungsverfahren für neue Produktionsanlagen. Auch die aktuellen Pläne für eine verschärfte Erbschaftssteuer bereiten Unternehmen große Sorgen. Wenn Betriebsvermögen verschont werden, geht es um Investitionen in die Zukunft und Sicherung von Betrieben und Arbeitsplätzen, nicht um Bereicherung von Unternehmensinhabern. Würden wir diese Situation verschlechtern, gerieten deutsche Familienunternehmen und Mittelständler, die letztlich das Rückgrat unseres wirtschaftlichen Erfolgs sind, noch mehr unter Druck.
Die Überzeugung, staatliche Lenkung sei nicht nur möglich, sondern eine neue Grundlage für Erfolg, zerstört die Basis unseres Wohlstandes. Wirtschaft braucht unternehmerische Freiheit. Zugleich trägt sie auch Verantwortung. Wirtschaft ist mehr als Broterwerb und Steuerquelle. Sie ist Teil unserer Kultur, sinnstiftend für die Menschen in den Unternehmen und Voraussetzung für Souveränität. Unternehmen sollten sich wieder stärker in den politischen Dialog einbringen, aktiv für die Marktwirtschaft eintreten und auch eigene Fehler reflektieren. Das erhöht nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern auch die Wirksamkeit.
Denn Gemeinwohlpflicht wird dort wirksam, wo PR-Floskeln um Corporate Social Responsibility enden. Sie verlangt Haltung: Mitwirken an Reformen und die Bereitschaft zur Mitgestaltung, etwa bei Digitalisierung, Verteidigungsfähigkeit oder Rohstoffsicherheit. Und sie verlangt das öffentliche Bekenntnis zu demokratischen Werten und das kraftvolle Eintreten für die Freiheit.
Die Wirtschaft soll und kann strategische Impulse für das Gelingen unseres Landes liefern. Ihre Kompetenzen in Prozessgestaltung, Digitalisierung und KI sind etwa in der Verwaltung dringend gefragt. Gebraucht wird eine neue Form der Kooperation zwischen Wirtschaft und Politik, eine Zusammenarbeit in Offenheit und auf Augenhöhe. So sollten Unternehmen Gestaltungswillen zeigen, indem sie ihre besten Köpfe in den politischen Dialog entsenden.
Politische Freiheit: Staat als Ermöglicher
Verantwortung der Wirtschaft verlangt Vertrauen des Staates. Doch dieser greift immer häufiger über das Maß des Notwendigen hinaus in die Wirtschaft ein und ersetzt Kooperation durch Kontrolle und Selbstüberschätzung. Das Verständnis für die eigentliche Rolle des Staates scheint verloren gegangen zu sein. Ein freiheitlicher Staat sollte nicht alles Mögliche tun, sondern nur das Notwendige, um die Freiheit seiner Bürger nicht zu gefährden. Er muss Freiheitsräume sichern und Entfaltung ermöglichen durch Sicherheit, Recht, Infrastruktur, eine funktionierende Verwaltung, Bildung und faire Wettbewerbsbedingungen.
Die Folgen eines Missverständnisses darüber, was Politik tun und besser unterlassen sollte, zeigen sich par excellence beispielsweise in der EU-Klimapolitik. Statt Innovation zu fördern, setzt Brüssel auf dem Weg zur Klimaneutralität auf Mikrosteuerung. Der Weg und das Ziel sind vorgegeben. Das schwächt die Fähigkeit der Unternehmen, mit besseren Produkten gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und Resilienz zu sichern. Wir brauchen klare Ziele, doch flexible Wege und Vertrauen in unternehmerische Kraft und marktwirtschaftliche Dynamik.
Wir wollen mehr Freiheit wagen
Diese Fehlentwicklung ist kein Einzelfall. Die EU hat sich zu einem Apparat entwickelt, der das Leben seiner Bürger zunehmend reguliert, statt persönliche Freiheiten und schöpferische Selbstentfaltung zu erleichtern. Europa sollte so reformiert werden, dass die Institutionen zielgerichteter, handlungsfähiger und schneller zusammenwirken. Unser Ziel muss eine Europäische Union sein, die Freiheit und Innovation ermöglicht, nicht ein bürokratisches Gefängnis baut.
Schon Willy Brandt forderte 1969 „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ und meinte damit mehr Freiheit für jeden und mehr Selbstverantwortung von jedem. Genau von diesem Mindset der Freiheit braucht es heute wieder mehr. Denn Freiheit ist die Grundlage unseres Wohlstands und unserer Demokratie, damals wie heute. Wir haben das Prinzip der Freiheit verlernt. Sie lebt von Werten und Wertschöpfung: Ohne Werte keine Freiheit, ohne Wertschöpfung keine Zukunft. Beides ist Fundament unserer freiheitlichen, marktwirtschaftlichen Ordnung, und beides müssen wir stärken. Es liegt an uns allen, Bürgern, Unternehmern, Politikern, sie zu gestalten. Mehr Freiheit bedeutet mehr Verantwortung. Aber auch mehr Zukunft. Wagen wir gemeinsam mehr Freiheit!
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in dem beschworen wird, was es bräuchte, um unser Land wieder auf Kurs zu bringen, steigt meine Wehmut, wenn ich mir das Personal anschaue, an das sich diese Appelle richten. Herr Leibinger hat ja Recht, aber wo ansetzen, wem soll das noch gelingen? Die Freiheit ist ja nicht über Nacht abhanden gekommen. Es war ein schleichender, jahrzehntelanger Prozeß, in dessen Verlauf sie im Namen von"Gleichheit und Gerechtigkeit" immer mehr in's Hintertreffen geriet. Ich erinnere mich gut an die Warnungen, als es irgendwann nicht mehr ehrenrührig sein sollte, von Sozialhilfe zu leben. Daß das nur für Menschen gelten kann, die wirklich nicht arbeiten können, geriet ganz schnell in Vergessenheit und heute haben wir einen"Sozialstaat", in dem jeder noch so lächerlich begründete Opferstatus zum Eintritt in eine neue "Anspruchs-Aristokratie" berechtigt, deren Apanage dann das "Bürgergeld" wurde. Diese Fehlentwicklung ist inzwischen viel zu fest verwurzelt, um im Guten beendet werden zu können .
"Ein weiteres Jahr Rezession in Deutschland? Das könnte man noch unter "Glück gehabt" verbuchen. Tatsächlich sind die Probleme weit gravierender. Nicht nur, weil eine einmal geschehene Deindustrialisierung schwer rückgängig gemacht werden kann. Einmal hatte sogar Bundeskanzler Merz recht ‒ als er sagte: "Wir haben in den letzten Jahren zu stark von der Substanz gelebt." Im Kern ist das eine zutreffende Beschreibung dessen, was der Neoliberalismus tut: Die gesamte Infrastruktur wird ebenso auf Verschleiß gefahren wie die Ausstattung in der Industrie; Innovation ist nicht so wichtig, solange man durch Drücken der Löhne (keine Teilhabe an Produktivitätssteigerung) gute Gewinne erwirtschaften kann. Was soll dann zur Grundlage der deutschen Volkswirtschaft werden?
Die Perspektive, das zu tun, was die USA und Großbritannien nach der Deindustrialisierung getan haben, nachzuvollziehen, ist eine Illusion. Niemand braucht ein weiteres globales Finanzzentrum." Vielleicht bin ich doch närrisch?
Ist eine berechtigte Frage, zweifellos. Allerdings gib es ja Alternativen neudingszeiten sogar zwei: die AfD und 'Team Freiheit'... (oder eine neue FDP - aber...👎)
Artikel: "Freiheit verlangt! Engagement." - Das ist der Kern des Pudels... Das geht natürlich nicht mit 'satten Wohlstandsschlafmützen' und gut pensionierten Rentnerbattalionen aus dem ehem. öffentlichen Dienst und ex-Beamt*innen... ... - Sie wissen vielleicht worauf ich anspiele, die blaue Grenze... ... 🤔
die Vorderen der Industrie und deren Verbände ?
Waren es nich die Gleichen, die heute die deutschen Zustände beklagen die Merkel Scholz und Habeck wegen ihrer grünen Wirtschaftsvernichtenden Transformation in den Hintern gekrochen sind und heute Merkel immernoch anhimmeln ? Diese Scheinheiligen …….
Wen ich so was lese bekomme ich Blutdruck & mir ist spei Übel über so viel Unverfrorenheit ! Denen wird doch der. industriestrom für 5 Cent zu Verfügung gestellt und wer bezahlt‘s ? Jeder kleine Handwerksmeister und alle Angestellten und Rentner ……. Die überwiegende Mehrheit die diese Gurkentruppe gewählt hat. Ich zwar nicht, hilft mir aber auch nicht, zahlen muss ich trotzdem 🤮
Mit Gruß nach Weimar aus der Erfurter Republik
Wenn ich mich bisher darüber beklagt habe, daß Unternehmer- Vertreter, Führungspersönlichkeiten etc. viel zu wenig öffentliche Anklage gegen eine chaotische Politik, über alle Politikfelder hinweg, betrieben haben, ist das mindestens mal ein Anfang. Dieser Anfang kommt spät, wenn nicht gar zu spät. Die Ergebnisse jetziger Chaospolitik sind unmittelbar sichtbar und entwickeln sich in der Zukunft zu noch unschöneren Auswirkungen. Am Ende des Textes steht :"Es liegt an uns allen, Bürgern, Unternehmern, Politikern..., eine freiheitlich, marktwirtschaftliche Ordnung zu gestalten."
Wahre Worte, die allerdings anderer Politiker und einer wesentlich anderen Politik bedürfen. Ein Plädoyer für eine gestalterische EU ist überflüssig, wenn die Brüsseler Einheitsdiktatur ihre Aufgabe darin sieht den Nationalstaaten ihre Souveränität zu beschneiden und diese treudoof mitmachen. Wenn Hoffnung sich auf etwas bezieht, dessen Eintritt nicht für notwendig, aber für möglich gehalten wird, dann hoffe ich.
Genau das trifft es... - bedeutet aber de facto Disruption.
Oder andere (realistische!) Vorschläge...??
"Disruption." Sie sagen es. Seit D.Trump und J.Milei ein viel geschmähter Bergriff. Geschmäht ausgerechnet von denen, die die Karre in den Dreck gefahren haben. Da gilt die Devise:"Vorwärts immer, rückwärts nimmer." Bekannt. Das tote Pferd wird weiter geritten und andere Pferde bekommen nicht das Brot das sie sich verdienen. Fragen sie mal die Billiglöhner.
Der Autor des Textes (BDI-Chef) appelliert "Wir wollen mehr Freiheit wagen." >>Falscher Text<< Nein, der Souverän sollte sich seine Freiheit von den minderqualifizierten Politdarstellern zurück holen. Die tanzen auf deren Nasen um hinter den Kulissen Selbstbeweihräucherung zu betreiben. Im übrigen gilt auch hier ein bekanntes Motto." Lasst es demokratisch aussehen, hauptsache wir behalten die Kontrolle." Ob's an der Wahlurne klappt, wer weiss? Jedenfalls müssen alle, gesellschaftlich, relevanten Akteure deutlicher Umkehr vordern; und nicht nur als Lobbyisten auftreten sondern als gesellschaftliche Gegenkraft zum desaströsen System.
Echte Freiheit ist nach meiner Erfahrung in Deutschland nicht gewünscht, jedenfalls von der Mehrzahl der Menschen.
Denn Freiheit bedeutet auch Risiko, sowie die unbedingte Notwendigkeit eigenen Nachdenkens.
Dazu Durchhaltevermögen, um aus Fehlern zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.
All das sehe ich in unserem Land nur bei einer kleinen Minderheit.
Die Einstellung, erfolgreiche Menschen als Ansporn zu sehen statt in Neidgefühlen zu versinken, wäre auch wichtig. Gerade dieser Punkt ist m.E. in D vollkommen (also bei der weit überwiegenden Mehrheit) unbekannt.
Kleines Beispiel: Bei meinem ersten USA-Aufenthalt hat jemand an einem "One-armed-bandit" in Las Vegas groß gewonnen. Die Umstehenden haben sich mit dem Gewinner gefreut und sogar etwas Beifall geklatscht. Hierzulande undenkbar.
Der glaubwürdige Appell eines Unternehmers mit mittelständischen Wurzeln. Der Niedergang der deutschen Wirtschaft wurde allerdings unter CDU-Kanzlern mit "alternativloser" oder "schuldenbasierter" Politik eingeleitet. Und die aktuelle Steigerung ist lobbygetriebene Politik unter dem Label "Ludwig Erhard". Der Verweis auf die EU greift deshalb zu kurz. Trotzdem ist es wichtig, dass sich glaubwürdige Wirtschaftsvertreter zu Wort melden, nicht austauschbare und sich selbst maßlos überschätzende Vorstände von DAX-Konzernen. Sinnbildlich seien die Begleiterscheinungen beim Niedergang der früheren "Ertragsperle" Porsche oder beim Scheitern der Luxusstrategie des Daimler-Konzerns genannt.
können. Das erfordert Wissen und Denken = Bildung. Mit der geht es gerade bergab. Eine liberale Partei gibt es nicht. Nur Ideologie und Lobbyismus. Jeder vernünftige Vorschlag - nicht rechts, nicht links, nicht grün - , wenn er denn kommt, findet seine Gegner. Große Worte, kleines Gehirn. Wir müssen, müssen, müssen... Aber was ist wirklich? Und niemand wird es ändern. Und keine Alliierten mehr, die deutschen Politikern auf die Finger schauen. Deutschland allein zu Haus... Die Bedenken waren da.
noch einen Grünen zum Wirtschaftsminister zu machen..., dem geht es einfach noch zu gut... ... - mMn.
Es muß richtig heißen: "einen Grünen Kinderbuchautor zum Wirtschaftsminister zu machen..." - Sorry!
Volle Zustimmung, aber erreicht die Botschaft auch die richtigen Adressaten? Wer Cicero liest, befindet sich höchstwahrscheinlich schon auf einer mehr oder weniger liberalen Schiene.
Aber nach wie vor wählt die Mehrheit die Unfreiheit und die freiheitlich Denkenden im Land werden immer weniger, sei es durch Wegzug oder altersbedingt.
Ich jedenfalls sehe für mich keine Zukunft mehr in meinem Heimatland und arbeite aktiv am „Absprung“. Sollen die arbeitsfähigen Transferempfänger, „NGO-Hysteriker“ und ihre Horden an „Verwaltern“ doch sehen, wo sie ihre „Kohle“ herbekommen.
sind Sie ha Deutschland nicht wirklich verloren... ..., wenn Sie 'abspringen' - Michael... 🤔 [als Cicero-Leser]
Das Land in einer schwierigen Situation ohne wirkliche Not (Leib und Leben) einfach zu verlassen ist jedenfalls nicht patriotisch..., sondern auch nur eine Form des Rückzugs ins Private... (Artikel)
/KEINE Ironie!
Wer ist denn Merkel, Scholz und Habeck trotz ihrer verfehlen grünen Wirtschafts- Transformations- und roten
Planwirtschaftspolitik in den Hintern
gekrochen ? Die Deutsche Wirtschaft allen voran die Großen „Industriekapitäne“ Grüner Stahl, Verbrenner- Aus, endgültiger Ausstieg aus Atomenergie, Abnahmeverweigerung von russischem Gas & Öl ? Alles für richtig befunden, wenn Kritik, nicht hörbar. Wo war deren Einfluss auf die Politik ? Alls was die Schwarz, Rot & Grünen verbrochen haben wurde mit Beifall belohnt … Der Chef von Audi stellt sich hin und wirbt fürs Fahrradfahren ? Was denkt der, was das für eine Außenwirkung hat ? Und jetzt rumheulen ….. Die Wirtschaftskonzerne und deren Bosse, sind genau so Schuld an der Misere wie diese Politik- Hasardeure ! Ausbaden muss es eh der kleine Handwerksmeister mit seinen paar Hanseln der Buntland nicht verlassen kann …..
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik
nur bedingt. Es gab diese Kritik, auch von Seiten der Industrie... -- nur wurde sie unter Merkel (und der Ampel) aktiv UNTERDRÜCKT durch die unseelige Haltungs-Allianz von ÖÖR/staatstreuen Medien wie z.B. dem Spiegel etc..
Wer substanzielle Kritik übte konnte 'unter Merkel' nichts werden... - ein Fakt.
Natürlich stimmt auch, dass die Industrie in großen Teilen gleichzeitig höchst Opportunistisch handelt, wenn kurzfristige Vorteile/Gewinne oder politischer Einfluss 'winken'... ... - so wie auch das Wahlvolk im allgemeinen...
Von der deutschen Industrie kam keinerlei Widerstand gegen den linksgrünen Wahnsinn. Ganz im Gegenteil. Mit wehenden Fahnen strammen Schrittes und mit der "richtigen" Haltung voraus ins Unheil.
Und jetzt, wo es zu spät ist, wird rumgeheult!
Jetzt wo es an die Subtanz geht ist das Geheul groß.
Ernst-Günter Konrad verdeutlicht mit "Endlich" worauf es ankommt und Markus Michaelis hat, aus einer anderen Perspektive, eine weitere Betrachtungsebene geschaffen.
Kommen immer mehr Verantwortliche aus allen Bereichen aus ihren Löchern und begehren mehr oder minder auf und stellen das fest, was ganz viele hier im Forum und auch alternative Medien und kritischer Podcaster schon lange sagen und schreiben. Alles was Sie da sagen Herr Leibinger stimmt. Viele kluge Aussagen von Ihnen und inzwischen immer mehr andere honorige und angesehenen Sachwalter ihrer Aufgabenbereiche mahnen und warnen. Gut so und bleibt dran, werdet immer lauter.
@ Frau Arenz und Herr Veit: Man hat vielleicht neues Personal. Das sehe ich auch bei der AFD - noch unbeleckt und unverdorben durch Ämter, vielleicht auch im Team Freiheit und vielleicht durch CDUler aus der zweiten oder dritten Reihe, wenn man sie denn läßt. In der JU wären sicher auch Talente. Man muss es sich trauen. Abwählen kann man immer, wenn es nicht funktioniert. Fachliche Expertise ist bei der AFD jede Menge vorhanden. Die haben alle Berufe, waren in der freien Wirtschaft und gingen erst dann in die Politik.
Ich stimme dem Artikel zu, würde die Probleme aber nicht nur am Begriff Freiheit festmachen - das ist nur eine Dimension. Die Lust an Eigenverantwortung statt die Fixierung auf staatlich Detailgerechtigkeit etwa hat auch eine andere Dimension. Die Selbstüberschätzung der EU zu glauben, man hat so tolle Universalideen, dass man am besten alles durchreguliert, hat auch noch eine andere Dimension als Freiheit.
Für mich sehr wichtig ist auch, dass wir einen vernünftigen Umgang mit "Wir und Die" verloren haben. Bis in die Mitte rein, wollte man ein großes, globales "Wir" haben, aber es will nicht die ganze Welt mit uns in ein Wir. Wenn ich einen Partner, Familie, Freunde habe, werte ich auch nicht andere ab, es ist einfach eine Verpflichtung für diese Leute und mit ihnen zusammen Wege zu gehen. Unsere Gesellschaft hat da das Maß verloren. Wenn es kein Wir gibt, warum sollte mich der relative Abstieg Ds interessieren. Ich weine auch nicht Telefunken hinterher, arbeite eben für SAP.
sitzen in den deutschen Ministerien. Und, noch wesentlich „wirksamer“, in den EU-Kommissionen.
Gelangt irgend ein/eine mehr oder weniger Begabte/r an einen verantwortungsvollen Posten, sieht er/sie sich verpflichtet, alsbald einen Arbeitsnachweis zu erbringen, man möchte ja nicht als Faulpelz/Faulpelzin gelten. Und es sollte auch möglichst öffentlichkeitswirksam sein, um Profil zu gewinnen. Schließlich (er-)findet er/sie irgendeine bürokratische Maßnahme, sei sie noch so widersinnig. Ausbaden müssen das i.d.R. die wenigen, die noch produktiv tätig sind.
Ein massives Aussortieren lediglich „verdienter Parteigenossen“ aus der Ministerialbürokratie wäre schon mal ein Anfang.
Ein kluger Mann hat vorgeschlagen, jedem Ministerialbeamten, Staatssekretär, Minister und erst Recht jedem „Eurokraten“ die Bibel, einen Krimi oder ein anderes Buch auf den Tisch zu legen, damit der/die nicht dauern auf dumme Gedanken kommt.
Man könnte auch das Streichen von Vorschriften prämieren.
