- „An der Gegenwart ist nicht viel neu“
Hans A. Bernecker erlebte sämtliche Umbrüche in der Bundesrepublik hautnah mit, war Wegbegleiter der zentralen Figuren der jüngeren Geschichte. Ein Gespräch über Zäsuren, die AfD und die Zukunft Deutschlands.
Hans A. Bernecker (* 1937 in Łódź) ist Börsenpublizist und zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Börsengeschichte. Mit dem von ihm gegründeten Bernecker-Verlag etablierte er eine der bekanntesten unabhängigen Plattformen für Kapitalmarktanalysen im deutschsprachigen Raum.
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von Donald Trump
Nun, Herr Palmer meinte doch kürzlich wohl, Frau Weidel sei eine normale Politikerin, so in der Art?
Er könnte es uns zeigen.
dieses Landes, das ich je gelesen habe. Doch frage ich mich, warum Menschen wie Bernecker nicht lauter werden, auffälliger. Warum trifft er sich nicht mal mit Weidel zu einem öffentlichen Interview und man redet einfach offen und klar über alles.
Wann immer Weidel von irgend einem Fatzken des ÖRR und anderer linker Medien interviewt wird, geht es immer nur darum, sie aufs Glatteins zu führen.
Sie wäre genau die Führungspersönlichkeit mit Berufs- und Lebenserfahrung und hohem Sachverstand, die man jetzt bräuchte. Merz hat all dies, sollte er es jemals gehabt haben, der Brandmauer und den Linksgrünen untergeordnet. So dumm, nicht zu wissen, dass seine Politik nichts ändert und diesem Land massiv schadet, kann er nicht sein. Er ist entweder krank oder ein Phantast oder was auch immer. Auf jeden Fall ist er sehr gefährlich und gehörte abgelöst.
Linksgrünwoke muss weg. Aus allen Bereichen. Die waren zu lange tonangebend. Das Reslutat sieht man immer deutlicher.
Die Episode mit Friedrich Flick ist auch im Abstand von Jahrzehnten noch sehr eindrucksvoll. Starke Persönlichkeiten können mit Kritik kreativ umgehen, getreu dem Motto: "Du lernst einen Menschen erst kennen, wenn du ihm widersprichst". Das unterscheidet sie von der aktuellen Vierteljahreszahlen-Managergeneration. Dieter Schwarz von der Lidl-Kaufland-Gruppe hat ein ähnliches Format, ist aber in der Öffentlichkeit nicht präsent. Der öffentliche Diskurs ist in Deutschland seit Angela Merkel nahezu zum Erliegen gekommen. Deshalb traut sich auch kaum ein Politiker, mit Alice Weidel abseits von Floskeln zu diskutieren. Spätestens ab Herbst wird sich das aber nicht mehr vermeiden lassen.
Vielen Dank für dieses Interview.
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Es zeigt, wie jämmerlich das Personal der Parteien hinter der Brandmauer ist.
Die Brandmauer schützt mediokre "Berufspolitiker", "Politikexperten" und "Medienschaffende" vor der Realität, die sie nicht sehen wollen (oder können).
Sie fühlen instinktiv, dass sie inhaltliche Auseinandersetzungen mit ihren gewohnten hohlen Phrasen nicht gewinnen können.
Deswegen verweigern sie offene und ruhige Gespräche mit dem "Feind" und bekämpfen ihn lieber mit Hetze und Hass.
für dieses Interview eines - mit Blick auf die Berliner Apparatchicks - profilierten Antipoden.
verändert und weiterentwickelt.
Wenn ich Herrn Brodkorb richtig verstanden habe, so gibt es, weil technisch möglich, eine "plebejische Öffentlichkeit"?
Die anderen Formen existieren nach wie vor, aber diese tritt herzu.
Vielleicht vergleichbar den Tagen der "Pariser Commune", der Explosivität der Französischen Revolution.
Der Bereich der sozialen Medien ist für alle Richtungen offen, wenngleich privat organisiert und auch "gesteuert"?
...und sei es nur durch Algorithmen selbstverstärkend.
Politik kann dadurch in hohem Maße erschwert, aber auch verstärkt werden.
Zugegeben setze ich in dieser "revolutionären Gestimmtheit" auch auf Elitezusammenhänge, wie die Intellektuellen, Wissenschaft und Kultur.
Aber auch auf Überlegungen, diesen Raum zu befrieden, ihn zwar nicht übermäßig zu regulieren, jedoch zu strukturieren.
Die "Echowirkung" der Algorithmen sollte entschärft werden.
Die Zeiten der persönlichen Gespräche und Kontakte sind nicht vorbei, aber eingebunden in den digitalen Raum?
Dieser Beitrag von Herrn Bernecker holt mir die Vergangenheit zurück. Auch ich bin Kriegskind, 1938 geboren. Habe noch die Hakenkreuz-Girlanden zu Hitlers Geburtstag in Erinnerung, der einmal im offenen Wagen vor mir vorbeifuhr,. Später seine braunen SA-Sammler für das Winterhilfswerk. Schließlich endete alles mit Bombenangriffen in Kellern oder Bunkern, danach mit Menschen, die mit ihren letzten Sachen auf dem Handwagen, ihre Wohnung verloren, durch die Straßen zogen.
Es folgte unter Ulbricht die DDR-Herrschaft, der ich mit 18 Jahren in den Westen entkam. Dort erlebte ich unter Adenauer, Erhardt, Schiller und Schmidt den Wirtschaftaufschwung. Selbst Kennedy konnte ich zujubeln.
Und nun erlebe ich ein grün-linkes Deutschland, das mich fassungslos macht.
Ja, eine Wende von CDU/CSU mit AfD wäre möglich. Doch es gibt die Brandmauer und Führungspersönlichkeiten, die diese durchbrechen könnten, gibt es nicht. Dass alles besser werden könnte, sehe ich nicht.
