Ärzte operieren an Deutschland-Ausriss
Wer jetzt, in der Phase des Umbruchs, nicht überzeugt, wird global auf Jahrzehnte abgehängt / Illustration: Marie Wolf

Deutschlands wirtschaftliches Schicksalsjahr - Das Endspiel hat begonnen

Wirtschaftlich wird 2026 zum Schicksalsjahr für die Bundesrepublik. Die zerstrittene Bundesregierung ist anscheinend nicht in der Lage, die notwendigen Reformen umzusetzen. Wird sie an diesem Scheitern zerbrechen? Oder droht gar ein noch größeres Übel?

Autoreninfo

Carsten Korfmacher leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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Schicksalsjahr, Krise, Ausnahmezustand: In medial schnelllebigen Zeiten haben diese und ähnliche Begriffe ihre Kraft verloren. Heutzutage ist jeder Dissens eine Krise, bei der kleinsten Fehlentwicklung droht der Kollaps, und wenn etwas weniger wird, dann sinkt es nicht bloß, sondern bricht ein. Vielleicht ist diese chronisch gewordene Affinität zur Apokalypse einer der Gründe dafür, warum es so schwierig geworden ist, ernsthafte und reale Gefahren von rein medialen Ereignissen zu unterscheiden.

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Urban Will | Mi., 11. Februar 2026 - 07:40

gang der einstigen Wirtschaftsmacht Deutschland begann mit der Brandmauer, einer linksgrünen Kontruktion, der sich die feige Union unterwarf. Ein weiterer historischer Irrtum, wie einst die Einschätzung, Hitler eindämmen zu können, ist nun die quasi gegenteilige, dem verschlafenen Michel aufgedrückte Dummheit, die AfD sei die „neue NSDAP“. Jeder, der bei Verstand ist, weiß, dass das Blödsinn ist.
Und so ist das Entspiel verloren, bevor es beginnen kann. Die sozialistische SPD ist längst auf Klassenkampf. Sie hat absolut nichts mehr mit der Schröder/Clement-SPD gemein. Man hofft auf das Umkippen der Union in Sachen Brandmauer und dann wird es extrem dreckig im Lande, dann ruft man sie auf die Straßen, die von unserem Steuergeld finanzierten Bodentruppen, „NGOs“ genannt. Dass auch die Union diese linksextremen, in Teilen gewaltbereiten Irren finanziert, gehört zum größten Witz in der Sache.
Zusammengefasst: erneut ist es die Union, die diesem Land extrem schadet. Aufwachen!!

Hans Jürgen Wienroth | Mi., 11. Februar 2026 - 08:28

Zitat zur „Konsensorientierung der dt. Politik: „Doch nun erleben wir die Nachteile: Erstens dauern politische Entscheidungsfindungen sehr lange, weil viele unterschiedliche Interessen und Positionen berücksichtigt werden wollen.“

Das war nur bis Merkel so. Seitdem ist die dt. Politik „alternativlos“, die Regierung „zieht ihre Politik durch“. Deshalb ist der Vertrauensverlust so hoch, geht nichts voran. Ein „starker Staat“ wie in China oder Russland würde das Problem verstärken.

Zudem kommt im Artikel die EU als Ursache der meisten Probleme nicht einmal vor. Dabei gestaltet sie vornehmlich die großen Projekte wie Energiewende, Bürokratie und Regulierung, bis hin zu Eingriffen in das Kapital über die EZB (ESG-Regeln). Die Gerichte (z. B. EuGH, EMGR) tun ein Übriges mit ihren Urteilen, um „die Politik zu gängeln“.

Kann eine Bundesregierung (auch mit ggf. AfD-Beteiligung) daran wirklich etwas ändern? Nein. Wir sind in der EU gefangen. Darf dieses Problem nicht benannt werden?

Ingbert Jüdt | Mi., 11. Februar 2026 - 08:33

Denn im September findet die letzte Wahl dieses Jahres statt, und für eine Februarrevolution ist es schon ein bißchen knapp. Ihr Wort also in Gottes Ohr, Herr Korfmacher, denn einen Lenin haben wir ja gerade nicht. Mir wäre es lieber, wir könnten zur Abwechslung wieder mit einem Lenin drohen, denn eine deutsche Variante des Don Aldo Trampolini würde unsere »Eliten« weiterhin unproduktiv im Reflex des »Kampfes gegen Rechts« fixieren. Mit irgendeinem Folterwerkzeug muss man dieser abgekapselten Politkaste jedoch drohen, denn die häßlichen Wahrheiten dieser Republik werden an vielen Orten ausgesprochen - aber wie durchbrechen wir das regierende Kartell der Leugner? Man könnte sogar mit Querfront drohen, wäre die konsequente Linke nicht so kläglich schwach aufgestellt. Das stärkste disruptive Moment für das illusorische und selbstgefällige Selbstbild unserer Eliten ist im Augenblick der Epstein-Komplex, von daher plädiere ich für eine massive Offensive sogenannter »Verschwörungstheorien«.

IngoFrank | Mi., 11. Februar 2026 - 09:21

Wie der ÖRR Anfang der Woche pünktlich zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase in Rheinland Pfalz & Baden-Württemberg meldete, beginnt die Wirtschaft sich zu erholen samt gefüllten Auftragsbüchern im verarbeitenden Gewerbe.
Ich weiß nicht was die ganze Schwarzmalerei soll ?
Oh, ich weiß es :
Dem Wahlmichel und seiner Micheline soll die „Angst“ genommen werden, suggeriert werden, dass es die Altparteien, die Lösungsparteien für all die kleinen Problemchen, die eh gar nur herbeigeredet wurden, sind.
Vor allem nicht die böse Oppositionspartei wählen die an der deutschen Misere völlig unbeteiligt war & ist & deshalb eh keine Ahnung hat ….. die nur „unsere“ Demokratie abschaffen will….. 🙈
Tja, es stehen Wahlen im Buntland an. Der Souverän hat noch das Wort. Was wird er tun ?
Wird er der Schulden- CDU & der Partei der Bürgergeldbezieher SPD oder gar die Partei des ökologischen Wirtschaftswahnsinn der Grünen Sekte folgen oder gar den SED Erben weiter folgen ?
MfG a d Erfurter Rep.

aber demnächst trotzdem die AfD für die Misere verantwortlich gemacht..., DENN: hätte die AfD nicht die letzten 10 Jahre fast die gesamten (demokratischen!) politischen Ressourcen unseres Landes (und viel NGO-Geld! €) im Kampf gegen Rechts und Faschismus gebunden... ..., ja dann hätten die demokratischen Parteien der demokratischen Mitte links der Brandmauer das Land auch nachhaltig reformieren können... - logisch, oder? Wenn Sie wüssten, Herr IngoFrank, wie viel politische Kraft alleine in den Bau der Brandmauer und deren Instandhaltung geflossen ist..., und fließt.

Und das Klima erst... ... 🤔 >> da muss 'Deutschland' einfach hinten an stehen... - es gibt Wichtigeres!

/Ironie und Sarkasmus... - so isse's ☹

S. Kaiser | Mi., 11. Februar 2026 - 10:52

Die Ursachen für den Absturz sind so vielfältig, dass man sie gar nicht alle kompakt in einen Artikel packen kann. Was zB hier nicht thematisiert wurde ist, wie sehr KI die Wirtschaft und damit auch die Arbeitswelt revolutionieren wird, und welche Effekte das gesellschaftlich haben wird. Wer das runterspielt, hat die Dimension von KI nicht begriffen.
Dennoch widerspricht sich der Autor teilweise selbst. Nicht „unser Demokratiemodell“, das auf Konsens ausgelegt ist, ist das Problem. Der Umgang der etablierten Parteien damit ist das Problem. Nämlich wenn ein beachtlicher Wähleranteil ausgeschlossen wird. Denn wie der Autor dann später richtig schreibt: es werden zwar mehrheitlich konservativ ausgerichtete Parteien gewählt, aber dann eine radikale progressive Politik umgesetzt. Zudem zeichnen aktivistisch orientierte Medien, allen voran der ÖRR, kein vollständiges Bild der Lage, sondern bedienen gezielt ein erwünschtes Narrativ. So kann es nur enden, wie es enden muss: bei Ground Zero.

zumindest zu 75% für eine große Blase, ähnlich der Internet-Blase Anfang der 2000er Jahre.

Aber natürlich wird KI auch unser Leben u d die Wirtschaft in den nächsten 20 Jahren nachhaltig beeinflussen..., aber nicht derart vollständig umkrempeln wie oft leicht populistisch propagiert (mMn). Ähnlich wie der Internetboom und die Digitalisierung generell heute - nach 25+ Jahren! - den Post erfand nicht vollständig ersetzt hat..., vom 'papierlosen Büro'☝ mal ganz zu schweigen... ... 🤔

Mein Background: seit 1986 in der IT/ (u.a. Systemprogrammierung) tätig, IT-Infrastrukturplanung 90er+, Web-Programmierung (Full-Stack) und zuletzt auch KI-Erfahrungen (Evaluierung).

Aber dem Grunde haben Sie natürlich trotzdem Recht: für den Anschluss der Industrie und der Gesellschaft an die Zukunft braucht es DRINGEND eine EU-KI-Initiative... - nur traue ICH denen 🇪🇺 das NICHT (mehr) zu... Der Zug ist mMn zu 90% erstmal abgefahren... ... (auf die nächsten 10 Jahre) ☹

KI ist für die white collar jobs das, was die Automatisierung in der Produktion für die blue collar jobs war. Das Internet und die Digitalisierung haben Vorgänge vereinfacht und vor allem beschleunigt, und Parallelstrukturen aufgebaut bzw. zT auch ersetzt, wie Digitalmedien statt Print, Streaming statt linearem Fernsehen, Email statt Schneckenpost etc.
KI mit LLMs wird aber qualitativ und quantitativ jede Menge Arbeitsplätze schlicht obsolet machen (zynisch könnte man noch anmerken, dass man die natürliche Intelligenz beim aktuellen Bildungssystem sowieso nicht hebt, aber egal).
Hingegen können wir uns darauf einigen, dass die EU ggü China und den USA in punkto KI sowieso völlig abgehängt ist. Europa entwickelt sich in sämtlichen Feldern zurück, wohingegen der technologische Fortschritt längst woanders stattfindet. Für jeden, der in Asien nicht nur Urlaub gemacht hat, ist es frappierend, wie rückständig Europa/Deutschland sich mittlerweile präsentiert.

schreiben - bei der KI und der IT-generell... - drückt sich in einer de facto 100%-gen Abhängigkeit in diesem Sektor von denn USA aus - und Merkels peinliche "Internet-Neuland-Parole" von 2013!! ist ein sehr schöner Marke dafür, dass das damals schon nicht viel anders war...

Keine noch so einfache IT läuft heute hier ohne die USA (Know-How) und China (Produktion)...

Und was LLMs angeht: die lösen keine Probleme wirklich..., sie schaffen tatsächlich welche... Arbeiten Sie mal wirklich damit..., nicht nur auf triviale(Google-) Ebene... 🤔 Es wäre nicht der erste 'Mega-IT-Hype' der sich doch schnell wieder relativiert... ... - KI ist dumm, und wirklich wichtige Entscheidungen für z.B. Unternehmen kann sie nicht wirklich sinnvoll treffen.

Zu riskant ganz einfach... [jaaa, sie wird natürlich auch Arbeitsplätze in der Produktion z.B. obsolet machen..., das hat aber immer leistungsfähigere Automatisierung schon seit den Siebzigern auch gemacht..., fortlaufend]

Schon klar, das eigenständige Mitdenken des Nutzers bleibt elementar und erübrigt sich nicht, und das Halluzinieren ist ein relevantes Problem. Sie ist kein Zauberstab und kein Allheilmittel und irgendjemand muss schlussendlich Verantwortung übernehmen.
Nichtsdestotrotz, im Arbeitsalltag die Geschwindigkeit zu beobachten, mit der sie sich entwickelt, ist beeindruckend, und man wird es sich nicht leisten können darauf zu verzichten.
Es sei denn, man will in die vorindustrielle Zeit zurück ….
Nix für ungut.

Thomas Veit | Mi., 11. Februar 2026 - 11:11

wirklich wichtigen Punkte für unsere/Deutschlands weitere Entwicklung und Zukunft.

Sehr gut👍 auch die komprimierte politische Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft zum Ende des Artikels: "Den Preis für diese Reformblockade werden die deutsche Wirtschaft und die Bürger bezahlen. ..." >> ff.

ABER: insgesamt eher deprimierend..., wer nicht noch an eine radikale Wende mit Friedrich Merz glaubt... - und zwar HEUTE (11.02.2026!) noch!! >> glauben Sie das...?? 🤔

PS: durch die einlullende (Nicht-) Berichterstattung des ÖRR und anderer linksgrünwoke zu verortender regierungstreuer Massenmedien über die tatsächlichen Probleme dieses Landes sind sehr-sehr viele Bürger wohl der Brisanz 'unseres deutschen Problemmixes' wie im Artikel mMn gut geschildert NICHT bewusst - mMn [SORRY dafür, schon wieder...] vorwiegend im westdeutschen Pensionärsspeckgürtel, wo die CDU noch als '[wirtschafts-] konservativ' gilt... ... 🤔🤪

Dabei ist sie doch nur noch eine opportunistische MACHTpartei... ...

Markus Michaelis | Mi., 11. Februar 2026 - 14:02

ich sehe es aber auch wie Herr Kooths eher so, dass es keine letzten Kippunkte gibt. Diese Unklarheit macht es aber eher schwieriger zu reagieren. Lateinamerika ist nach WWII glaube ich nicht abgestiegen, weil es von außen abgekoppelt wurde, sondern weil es intern sich auf nichts gemeinsames einigen konnte. Das sehe ich auch als das deutsche und europäische Hauptproblem: außer den immer weiter zunehmenden tiefen Erschütterungen der verschiedenen Gruppen über die anderen kann man sich auf keine gemeinsamen Sichtweisen mehr einigen. Hätte man die, könnte man auch in Richtungen gehen, und wieder korrigieren.

Das ist in vielen Sackgassen verfahren, wobei ich zentral dabei die "Mitte" sehe. Die sieht eine Gesellschaft nicht als Entscheidung füreinander an, gemeinsam Wege zu gehen und wieder zu korrigieren, sondern als durch GG, Menschenrechte etc. absolut für alle vorgegeben. Ohne Entscheidungen wird es aber keine gemeinsamen Richtungen und Korrekturen geben.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 11. Februar 2026 - 14:49

Dieses Land braucht den totalen Niedergang bis das Volk endlich aufwacht. Noch immer träumen noch zu viele das Märchen des ÖRR und der Msm. Noch immer wählen zu viele Menschen ihren Untergang mit UNION, SPD oder GRÜNE. Noch immer wachen erst die auf, die unmittelbar von Arbeitslosigkeit, von Existenzgefährdung betroffen sind. Jeder ist seines Glückes Schmied sagt der Volksmund, so wie er auch für seinen eigenen Untergang verantwortlich ist. Ich denke mal, es gibt einen heißen Herbst, wenn die Wahlen im Osten nicht so verlaufen, wie es die Altparteien wollen und sie versuchen werden, Wahlausgänge zu *korrigieren* oder Mehrheiten der AFD mit aller Macht versuchen zu verhindern. Man erkennt jetzt schon an ihren panischen Reaktionen, mittels *Gesetzen* unsere Meinungsfreiheit einzuschränken. Eine kleine Hoffnung gäbe es noch. Wenn Merz nicht mehr zum Vorsitzenden gewählt würde. Nur wer könnte das Ruder in der CDU herum reißen? Die haben ja keine Konservativen mehr.

Sabine Lehmann | Mi., 11. Februar 2026 - 16:31

Der Seuchenvogel aus der Uckermark steht schon Gewehr bei Fuß. Zum Bundesparteitag der CDU jedenfalls wird sie ihn heimsuchen, den Friedrich. Freuen er wird sich;-)
Hadernd mit ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit bringt sie sich wieder ins Spiel, ausgerechnet ins Endspiel, kein gutes Omen. Jürgen Klopp jedenfalls hat damals jedes Spiel verloren, wenn sein persönlicher "Seuchenvogel" S. Mai im Publikum saß.
So wird der Pesthauch aus der Uckermark, der fleischgewordene Mehltau der Bundesrepublik(für die unbelasteten Leser unter uns: gemeint ist A. Merkel, die beste Bundeskanzlerin, die Deutschland jemals hatte) also pünktlich zu den Landtagswahlen "erscheinen", für die Einen das Licht in der Dunkelheit, den Anderen die Finsternis aus der Hölle. Wie dem auch sei, Merz wird sein Menetekel einfach nicht los. Dass er ohnehin schon begraben ist, weil er sich das grün-braune Erdloch dazu selbst gegraben hat, das pfeifen die Grünfinken nicht nur in der Uckermark von den Dächern dieser Republik.