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Omikron oder nicht? Der Test bringt es ans Licht / dpa

Neue Omikron-Studien - Virologie ist beileibe nicht alles

Amerikanische Forscher finden im Tierversuch heraus, warum eine Infektion mit der Omikron-Variante milder verläuft: Das Virus verbleibt in den oberen Atemwegen und greift die Lunge nicht an.

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Eines ist vermutlich sicher: Omikron ist weniger gefährlich als vorherige Varianten von Sars-Cov-2. Auf diesen Umstand haben bereits früh Studien aus Großbritannien und Südafrika verwiesen. Doch warum ist das so? Neue Laborstudien bieten nun erstmals eine Erklärung für den milderen Verlauf einer durch Omikron ausgelösten Covid-19-Erkrankung: Demnach infiziert das Virus zwar die Zellen in den oberen Atemwegen, nicht aber tief in den Lungen, wo es zu Vernarbungen des Gewebes und zu Sauerstoffmangel führen kann.

Um dies herauszufinden, infizierte Michael Diamond, Virologe an der Washington University in St. Louis, Missouri, Hamster und Mäuse mit Omikron sowie mit früheren Varianten von Sars-Cov-2 und beobachtete anschließend den Verlauf der Erkrankung. Die Unterschiede waren verblüffend: Nach einigen Tagen bereits war die Viruskonzentration in den Lungen der mit Omikron infizierten Tiere mindestens zehnmal niedriger als bei Nagetieren, die mit anderen Varianten infiziert waren.

Befürchtungen haben sich nicht bestätigt

Diamond sei besonders schockiert darüber gewesen, dass die mit Omikron infizierten Tiere ihr Körpergewicht nahezu beibehielten, während die anderen schnell an Gewicht verloren hätten – ein Zeichen für einen schweren Krankheitsverlauf. Jeder bisherige Stamm von Sars-Cov-2 habe Hamster sehr leicht und in hohem Maße infiziert, so Diamond. Bei Omikron aber sei das anders gewesen. Studien von anderen Universitäten, so berichtet aktuell das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature, bestätigen diesen Befund.

Diese neuen, in Teilen noch nicht peer-reviewten Forschungsergebnisse können auch erklären, warum Omikron nach einigen Schätzungen fast so leicht übertragbar ist wie Masern. Das zumindest meint Washington-University-Forscher Michael Diamond. Denn wenn die Variante in den oberen Atemwegen verbleibt, könnten Viruspartikel leicht auf Material gelangen, das aus Nase und Mund ausgeschieden wird, so dass das Virus neue Wirte findet. Noch aber benötigten die Wissenschaftler mehr klinische Daten, um die grundlegende Biologie von Omikron noch besser zu verstehen. 

Doch eines ist laut dem Nature-Artikel schon jetzt klar: Die Befürchtungen, die noch Ende November über die neuartige Variante des Virus mit seinen vielen Mutationen grassierten, haben sich nicht bestätigt. Für einige Wissenschaftler sei das der Beweis, dass der anfängliche Alarmismus in die falsche Richtung gegangen ist. Es sei nämlich schwierig, so zitieren die Nature-Autoren einen beteiligten Wissenschaftler, wenn man allein auf Grundlage genetischer Sequenzen vorhersagen will, wie ein Virus Organismen infizieren wird. Um den Verlauf einer Krankheit vorherzusagen, braucht es eben nicht nur Laborwissenschaftler, es braucht Patienten und erfahrene Kliniker.

Lesen Sie die ganze Studie hier.

M. Bernstein | Do, 6. Januar 2022 - 17:04

Nicht weil wie verrückt geimpft wird, eine Herdenimmunität ist weder erreichbar noch notwendig, sondern einfach weil das Virus immer harmloser wird. Omikron könnte das Ende der Pandmie sein, wenn es die Politik endlich begreifen würde und die Medien endlich aus dem Panik-Modus heraus kämen.

Heidemarie Heim | Do, 6. Januar 2022 - 17:19

Und dies auch noch im Zusammenhang mit einem Virus und Erkrankung. Doch was folgern wir daraus, bzw. wie damit umgehen? Da könnte, falls diese frohe Kunde bis Berlin und in die Ministerien der Bundesländer vorgedrungen ist, die morgige MPK doch noch von Interesse werden. Doch ich befürchte das die neu gewonnenen Erkenntnisse damit abgeschmettert werden, dass wir hier gar nicht in der Lage oder im Besitz der Kapazitäten sind individuell festzustellen ob auf Delta oder Omikron positiv getestet wurde. MfG

Alice Friedrich | Do, 6. Januar 2022 - 18:30

Nachdem ich schon vor einigen Tagen von diesen wirklich beruhigenden Eigenschaften von Omikron gelesen habe, musste ich allerdings gestern Abend bei Lanz zu meinem Erstaunen hören, dass man die zu erwartenden harmloseren Verläufe weitgehend als Erfolg der Impfung bucht. Und das wird bedeuten, dass man die Impfkampagne weiter treiben wird. Gegen ein Virus, das im Normalfall wie eine Erkältung daherkommt, nicht einmal wie eine Influenza.

Michael Bender | Do, 6. Januar 2022 - 22:42

https://www.google.com/amp/s/www.rnd.de/gesundheit/impfschutz-bei-omikr…

Es gibt vermutlich immer eine Studie, die dieses Ergebnis in Frage stellt bzw. diese Studie ist überholt oder nicht representativ etc.
Man findet jedoch schon einige Berichte zur deutlich weniger agressiven Variante Omikron, die die ersten Berichte aus Südafrika bestätigen, z. B. im Weltspiegel. Muss man auch glauben wollen.

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/v…

Man hat auch schon einmal gehört, dass die Virus- Mutationen im Zeitverlauf harmloser werden, aber wer weiß das schon. Man hat auch schon das Gegenteil vernommen.

Und die Angst ist groß, der Wunsch nach 100%er Sicherheit mittlerweile sehr ausgeprägt...

Ernst-Günther Konrad | Fr, 7. Januar 2022 - 13:48

Ja, es war schon recht schnell in alternativen Medien und jetzt auch zaghaft in den Msm zu lesen, dass das Omikron Virus tatsächlich harmlos ist. Das passt weder der Pharma, die dann ja keinen "Impfstoff" herstellen braucht, wenn es nur eine leichte Erkältung ist, noch passt es unserer Politik, die noch immer das Panikorchester spielen läßt, um auch die noch unsinnigsten Maßnahmen zu rechtfertigen, weiterhin Ungeimpfte zu diffamieren und das eigentliche Versagen der gesamten Impfstrategie offenbar werden läßt.
Inzwischen werden erste Risse in der Politik und den Impfgläubigen hör- und sichtbar. Die einen drehen die Corona Lautstärke höher und die anderen werden leiser. Zugelassene Medikamente, nicht mehr notwendiger Impfzwang, das Nahen einer Aufarbeitung der gesamten Pandemielüge klopft an die Türen des Corona Regimes bzw. Komitees, wie Scholz inzwischen formuliert. Und täglich wird der Widerstand auf deutschen Straßen größer. Selbst Ullrich Reitz beim FOCUS stellt plötzlich Fragen.

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