Erwin Hymer Group - Das Wohnwagnis

Fünf Jahre nach dem Tod des Caravan-Pioniers Erwin Hymer soll die schwäbische Firma in die USA verkauft werden. Und Vorstandschef Martin Brandt plant schon für China

Martin Brandt steht in der Tür eines Wohnwagens und lächelt in die Kamera
Die Menschen ziehen in Städte und wollen am Wochenende mit dem Wohnwagen raus, weiß EHG-Chef Martin Brandt / Annette Cardinale

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Nils Wischmeyer ist freier Finanz- und Wirtschaftsjournalist beim Journalistenbüro dreimaldrei

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Sonnenschein, 27 Grad und blauer Himmel – statt bei perfektem Wetter mit dem Wohnwagen an einen See zu fahren, sitzt Familie Hymer an diesem Dienstag im September in einer Münchner Anwaltskanzlei und signiert Kaufverträge. Es steht fest: Die Erwin Hymer Group (EHG), die Freizeitmobile aus Deutschland jahrzehntelang wie keine andere geprägt hat, goes USA. Thor Industries, Marktführer in Nordamerika, übernimmt das deutsche Familienunternehmen aus Bad Waldsee in Schwaben. 2,1 Milliarden Euro haben die Amerikaner hingeblättert – und schaffen so den größten Konzern für Freizeitfahrzeuge.

Für die rund 7300 Mitarbeiter, so versichert EHG-Vorstandschef Martin Brandt, ändere sich nichts. „Alle Arbeitsplätze, ob in Deutschland oder im Ausland, bleiben erhalten“, sagt er. Genug Kaufinteressenten habe es nach Angaben der Erwin Hymer Group gegeben. Dass verkauft wurde, liege nicht an schlechten Zahlen oder an überlegener Konkurrenz, das betont man gerne in Bad Waldsee.

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