Technologiekonzerne - Wenn man zu hoch fliegt

Der NYSE FANG+ Index befindet sich im starken Aufwind. Ihm gehören die Technologiekonzerne Amazon, Facebook & Co an. Doch die hohen Renditen werden nicht ewig Bestand haben. Anzeichen dafür gibt es bereits

illustration Daniel Stelter Wohin mit ihrem Geld
„Amazon, Facebook und Google (Alphabet) könnten noch grundsätzlicher in die Kritik geraten“, findet Daniel Stelter

Autoreninfo

Daniel Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Diskussionsforums „Beyond the Obvious“. Zuvor war Stelter von 1990 bis 2013 Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group (BCG), zuletzt als Senior Partner, Managing Director und Mitglied des BCG Executive Committee. Heute berät Stelter internationale Unternehmen bei der Vorbereitung auf die Herausforderungen der fortschreitenden Finanzkrise. Im September 2014 erschien seine Piketty-Kritik Die Schulden im 21. Jahrhundert. Sein neues Buch „Das Märchen vom reichen Land – Wie die Politik uns ruiniert“ ist ein Spiegel-Bestseller.

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Der NYSE FANG+ Index, der neben den bekannten amerikanischen Namen Facebook, Amazon, Netflix, Google, Apple, Tesla, Twitter und Nvidia auch die chinesischen Internetgiganten Alibaba und Baidu beinhaltet, hat seit Jahresanfang beeindruckende 30 Prozent zugelegt. Glaubt man den Auguren, dürfte der Aufschwung weitergehen. Sind es doch eben diese Firmen, die mit Wachstum und Ertragskraft herausragen und ganze Industrien erobern. Aber Vorsicht ist geboten.

Apple mag immer noch günstig und vor allem mehr ein Ertrags- als ein Wachstumswert sein, der wie ein überdimensionierter Geldspeicher aus Entenhausen wirkt. Die Steuerpraxis des Konzerns wird beim sich weiter verschärfenden Handelskonflikt zwischen den USA und dem Rest der Welt mehr in den Fokus der Regierungen geraten. Damit steigt auch das Risiko einer höheren Besteuerung. Sosehr es aus Sicht der Steuergerechtigkeit freuen mag, so bedauerlich ist es für die Aktionäre.

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