Viele Menschen sitzen bei Sonnenschein in Gruppen auf einer Wiese, unterhalten sich, picknicken. Foto.
Auch Studenten zählen statistisch zu den „Armen“, obwohl es in der Natur der Sache liegt, dass sie noch kein Gehalt beziehen / picture alliance / Caro | Waechter

Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes - Wie sich Armut herbeirechnen lässt

Wohlfahrtsverbände, sogenannte Armutsforscher und linke Politiker überbieten sich darin, aus den Deutschen ein Volk mit sehr vielen Armen zu machen. Doch die Methode, mit der Armut gemessen wird, ist mehr als zweifelhaft.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Die Wohlfahrtsorganisation „Paritätischer Gesamtverband“ ist der Dachverband von mehr als 10.700 sozial engagierten Organisationen. Die leisten zweifellos wertvolle Arbeit. Doch hat dieser Verband eine eindeutige politische Schlagseite. Er argumentiert schriller als andere Verbände der Wohlfahrtspflege. Da wird immer noch die Handschrift des langjährigen ehemaligen Hauptgeschäftsführers Ulrich Schneider deutlich, einem Mitglied der Linkspartei. Beim Ruf nach viel höheren Sozialleistungen und viel höheren Steuern lässt sich „Der Paritätische“ ungern übertreffen.

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Markus Michaelis | Fr., 5. Juni 2026 - 11:00

Klar, bei den Reichen wären einige Milliarden zu holen, die Dinge für Millionen Menschen auch besser machen könnten. Zu einem Teil sollte man das sicher auch machen. Aber als große Erzählung ist es kontraproduktiv. Alle Familienvermögen in D über 5 Mio sind 1350 Mrd, die wirklich Reichen ab 100 Mio oder so sind einige hundert Mrd. Davon ist das meiste erstmal Firmenbesitz und nicht sinnvoll wegzubesteuern. "Obszönen" Luxusjachten stehen noch viel mehr Kreuzfahrtschiffe gegenüber.

Wichtiger ist, was die Massen machen, was ihnen versprochen wurde (Pensionen), wieviel sie Teilzeit arbeiten, welche Ausbildungen sie machen, wo sie sich anstrengen und für was. Da geht es um viel größere Beträge.

Die Erzählungen über die Reichen hindern die Menschen eher daran, die wichtigeren Hebel bei sich selber anzugehen.

Markus Michaelis | Fr., 5. Juni 2026 - 11:00

Klar, bei den Reichen wären einige Milliarden zu holen, die Dinge für Millionen Menschen auch besser machen könnten. Zu einem Teil sollte man das sicher auch machen. Aber als große Erzählung ist es kontraproduktiv. Alle Familienvermögen in D über 5 Mio sind 1350 Mrd, die wirklich Reichen ab 100 Mio oder so sind einige hundert Mrd. Davon ist das meiste erstmal Firmenbesitz und nicht sinnvoll wegzubesteuern. "Obszönen" Luxusjachten stehen noch viel mehr Kreuzfahrtschiffe gegenüber.

Wichtiger ist, was die Massen machen, was ihnen versprochen wurde (Pensionen), wieviel sie Teilzeit arbeiten, welche Ausbildungen sie machen, wo sie sich anstrengen und für was. Da geht es um viel größere Beträge.

Die Erzählungen über die Reichen hindern die Menschen eher daran, die wichtigeren Hebel bei sich selber anzugehen.

Günther Anderer | Fr., 5. Juni 2026 - 11:32

dass die Gesellschaft gerechter wird, wenn man die Reichen schröpft, denn die Umverteilung an die "Armen" führt einmalig zu etwas mehr Konsum und das war's dann aber auch.

Viel effektiver wäre es, wenn der Staat lernt mit den Steuereinnahmen auszukommen, das Geld nicht im Ausland verteilt und im Innland an Hinz und Kunz und deren NGOs verplempert.

Reich wird man durch Bildung, eine gesunde Wirtschaft, Arbeit, gerechte Steuern und eine intakten Infrastruktur.

Ingofrank | Fr., 5. Juni 2026 - 11:55

Erhebungen“ recht wenig zu tun !
Armut drückt sich darin aus, wenn z.B. die Eltern & Großelterngeneration das Gefühl, Quatsch die Gewissheit haben das es ihren Kindern und Enkeln schlechter gehen wird als ihnen selbst im Heute. Das es einer Familie mit zwei Kindern in dem Vater und Mutter beide in Vollzeit arbeiten sich sich kein Wohneigentum leisten können, weil beide über ein 1/2 Jahr keine Einkünfte haben weil Sie Frohndienst für den Staat ableisten müssen , bei gleichzeitiger Reduzierung staatlicher Auffgaben wie Grenz und Verteidigungsschutz, innerer Sicherheit, Bildung in dem Generationen verloren gehen wenn 40%. der Fünfzehnjährigen nicht die Mindestanforderungen vom Lesen & Rechnen erfüllen…., wie gestern u.a. bei Lanz zu erfahren war .Das die dafür Verantwortlichen sich ala Problemlöser darstellen nur um ihr Schmarotzertum hinter der Brandmauer weiter genießen können und dieses Land machtbesessen weiter in den Abgund fahren
Das ist arm (selig) !
MfG a d Erf Reo

Andreas Peters | Fr., 5. Juni 2026 - 22:56

der Welt nach Deutschland, hätte das den Effekt, daß der "PW" noch mehr Menschen in die Armut rechnen könnte oder müßte. Aber wenn die 100 reichsten Deutschen ins Ausländ zögen, würde sich die Quote der Armen verringern. Das ist das Irre an dieser Methode.