Dramatische Lage der deutschen Wirtschaft Statt den Herbst der Reformen gibt es den Winter der Entlassungen Rekordinsolvenzen, Jobabbau, Frust in den Betrieben: Deutschlands Wirtschaft ist in der schwersten Lage seit Bestehen der Republik. Doch statt Strukturreformen gibt es Tariftreue, Berichtspflichten und Durchhalteparolen. Das kann nicht gutgehen. EIN GASTBEITRAG VON THORSTEN ALSLEBEN
Herbst der Resignation : Gefährliche Politik ohne Bodenhaftung Während die deutsche Wirtschaft immer schlechtere Zahlen vermeldet, übt sich die Bundesregierung in guter Laune. Dabei steht Friedrich Merz nicht die miese Stimmung, sondern einzig die Realität im Weg. KOLUMNE „UNGEFILTERT“ VON WOLFGANG KUBICKI
Bosch will 13.000 Stellen streichen : Wo keine Stärke, da keine Verteidigung Bosch steckt knietief in der Krise und will über die kommenden Jahre tausende Stellen streichen. Doch zur Wahrheit gehört: In der ganzen Automobilbranche kriselt es. Und Besserung ist am Übergang von Midtech zu Hightech derzeit nicht in Sicht. VON MIRJAM EPSTEIN
Deutschlands Wirtschaft im Niedergang : Kein Wunder Die Deindustrialisierung ist in Deutschland keine Bedrohung mehr, sondern tagtägliche Realität. Ein Blick in die Wahlprogramme zeigt jedoch: Keine Partei ist bereit, das anzupacken, was notwendig wäre, um die deutsche Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. VON DANIEL STELTER
Nationale Traumata : Deutschland ist ein moralischer Schwächling Die Deutschen neigen dazu, ihre eigene Schwäche mit moralischem Hochmut zu tarnen. Statt ihre eigenen Interessen zu formulieren, inszenieren sie sich als die besseren Menschen – sowohl außen- als auch innenpolitisch. VON BERND STEGEMANN
Boris Palmer im Interview : „Die Grünen sind ein intellektuelles Elitenprojekt“ Boris Palmer gilt als streitbarster Bürgermeister Deutschlands. Im Interview spricht er über die grüne Partei, die enthemmte Gewalt in der Silvesternacht und die Notwendigkeit einer Agenda 2030, die das Land aus der wirtschaftlichen Krise führt. INTERVIEW MIT BORIS PALMER
Auswandern aus Deutschland : „Nur weg von hier!“ Immer mehr Deutsche verlassen ihre Heimat. Und viele von ihnen sagen danach: „Wir kommen nie wieder zurück!“ Doch was treibt Menschen aus der Mitte der Gesellschaft in die Fremde? Cicero hat mit Auswanderern gesprochen. VON PAT CHRIST
Schrumpfung um 0,5 Prozent : Rote Laterne für die deutsche Wirtschaft Nun kann auch Robert Habeck nicht mehr ignorieren, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 0,4 bis 0,5 Prozent schrumpft und Deutschland damit das Schlusslicht der G7-Staaten ist. Der IWF prognostiziert das schon lange. Statt die Probleme anzugehen, fantasiert Habeck von einem Aufschwung 2024. VON THOMAS MAYER
Ökonomen erwarten Rezession : Deutschlands Wirtschaft schrumpft noch mehr als erwartet Die Konjunkturprognostiker verschieben ihren Berufsoptimismus ins kommende Jahr. 2023 wird ein Rezessionsjahr. Gleichzeitig kommt die mindestens ebenso besorgniserregende Nachricht, dass der Bund 49 Milliarden Euro neue Schulden macht. VON FERDINAND KNAUSS
Deutschland im Abstieg : Ist der Rudi-Völler-Effekt die Lösung? Nicht nur im Fußball, sondern in so gut wie allen Bereichen rutscht Deutschland mehr und mehr auf Mittelmaß ab - und darunter. Zumindest im Falle der Nationalelf scheint ein Führungswechsel an der Spitze eine Wende gebracht zu haben. Ein Vorbild für die Politik? VON ALFRED SCHLICHT
Rezession : Die Hütte brennt Die deutsche Wirtschaftskrise wächst sich zu einer Katastrophe aus, die kaum noch abzuwenden ist. Ein bisschen kreative Panik braucht es schon, wenn überhaupt noch etwas geschehen soll. VON THOMAS MAYER
Kritik am Haushaltsentwurf 2024 : „Nicht einmal im Ansatz eine Zeitenwende“ Bundesfinanzminister Christian Lindner stellt dem Bundestag diese Woche seinen Haushaltsentwurf vor. Für Mathias Middelberg (CDU) ist der Entwurf angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Schieflage eine Enttäuschung. INTERVIEW MIT MATHIAS MIDDELBERG
Cicero im September : Wachkoma Das deutsche Parteiensystem wird immer dysfunktionaler. Die Ampel macht vermurkste Politik und die größte Oppositionspartei bleibt still. Lesen Sie in der September-Ausgabe des Cicero, wie wir aus dem Schlamassel wieder herauskommen. VON ALEXANDER MARGUIER
Wokeness und Identitätspolitik : Der Reiz der Rezession Die aktuelle Krise hat einen intellektuellen Unterbau: Mit der sogenannten Wokeness hat sich eine Gesellschaft an das eigene Limit gedacht. Doch der Preis für das hippe Denken ist längst viel zu hoch. VON RALF HANSELLE
Geldanlagen in der Rezession : Armdrücken im Finanzmarkt Der Ausgang des Armdrückens zwischen Aktien- und Rentenmarkt kann inmitten der Rezession nur schwer vorhergesagt werden. Anleger fahren nun am besten, wenn sie einen möglichen Verlust begrenzen, ohne dabei die Chance auf einen Gewinn auszuschließen. VON THOMAS MAYER