Buzzword der Dauerbetroffenen „Menschenverachtend“ Der Vorwurf „menschenverachtend“ wird heutzutage inflationär verwendet. Friedrich Merz musste es gerade erfahren. Doch nicht jede Zumutung oder Härte ist gleich menschenverachtend. Etwas weniger Wehleidigkeit täte uns mitunter gut. KOLUMNE: GRAUZONE
SPD macht Wahlkampf mit Naziparole : Such’ den Adolf! Die sachsen-anhaltische SPD steht wegen ihres Wahlslogans „Wir sind der Deich“ in der Kritik, weil sich die Formulierung auch in einem NS-Lied findet. Der Fall zeigt, wie absurd der politische Umgang mit historischen Nazi-Parolen geworden ist – und wie schnell mit zweierlei Maß gemessen wird. VON MATHIAS BRODKORB
Zustand des Lokaljournalismus : Von Sozialarbeitern und Politologen Es gibt einen Typus von Journalismus, der lieber zuspitzt als einordnet. Da werden aus pointierter Rede vermeintliche „Entgleisungen“ – und Schlagzeilen erzeugen Empörung, während der Kontext verschwindet. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI
Gedanken zum CDU-Parteitag : Zehn Minuten Applaus ist kein Erfolg, sondern ein Symptom Moderne Parteitage wirken wie perfekt durchinszenierte Events für ein Publikum, das längst nicht mehr existiert. Was einst lebendige Willensbildung war, ist heute choreografierte Folklore. Das Beunruhigende daran ist nicht die Leere des Rituals, sondern die Zufriedenheit mit ihr. Auch von Journalisten. VON OLIVER ERRICHIELLO