Leiter von Yad Vashem : Der Pragmatiker Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ausgewiesene Freundin des Staates Israel, hat ein letztes Mal offiziell Jerusalem und Yad Vashem besucht. Der neue Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Dani Dayan verteidigt die israelische Siedlungspolitik, wird aber auch von der politischen Linken respektiert. VON MAREIKE ENGHUSEN
Der Fall Nemi El-Hassan : Verdrängt und vergessen? Wer sich für die Bürgerrechte von Palästinensern einsetzen will, sollte dafür nicht permanent auf die Nazi-Zeit oder auf den Holocaust verweisen. Und sich vor allem nicht in Gesellschaft von Antisemiten und Verharmlosern der Judenvernichtung begeben. Es reicht dann auch nicht, hinterher zu sagen, man habe einen Fehler begangen. VON ULRIKE MOSER
Nahostkonflikt : Reflexionen statt Parolen Wie auch immer jeder Einzelne zum Nahostkonflikt steht, er sollte bedenken: Es geht nicht um das Wohlbefinden engagierter Bürger in Deutschland. Es geht um das Wohlbefinden aller Menschen zwischen Fluss und Meer – die alle dieselben Rechte verdienen. VON JULIEN REITZENSTEIN
Waffenruhe in Nahost : Die Verlierer haben gewonnen In Gaza und Israel schweigen die Waffen. Israel hat gewonnen, weil es Dominanz bewiesen hat; und die Hamas hat gewonnen, weil sie nicht verloren hat. Für einen Frieden ist das zu wenig. Und auch sonst gibt es wenig Raum für echte Hoffnung. VON THOMAS JÄGER
Antisemitismus und Migration : Der Multikulti-Judenhass Durch die jüngsten antiisraelischen Proteste rückte der Antisemitismus muslimischer Migranten in Deutschland in den Fokus. Es wäre jedoch falsch, nur auf diese Einwanderergruppe zu zeigen. Stattdessen wäre es Zeit, sich generell mit dem Antisemitismus der hier lebenden Migranten zu befassen. VON THOMAS DUDEK
Nahostkonflikt : Die einsame Demokratie Israel hat viele Feinde, nicht nur die Palästinenser. Neben Judenfeindschaft ist es auch ein Hass auf den Westen, der an Israel abreagiert wird. Hass auf die bürgerliche Freiheitswelt, dem Teile des rot-grünen Milieus huldigen. VON FRANK A. MEYER
Beschluss auf Bundeskongress : Die Jusos verschwestern sich mit den Israel-Hassern der Fatah-Jugend Die Jungsozialisten haben sich auf ihrem Bundeskongress ausdrücklich zum Bündnis mit der palästinensischen „Fateh Youth“ bekannt, die den Staat Israel abschaffen will. Die SPD-Parteispitze scheint das nicht sonderlich zu interessieren. VON RAINER BALCEROWIAK
Israel-Abkommen mit Golfstaaten : „Morgendämmerung eines neuen Nahen Ostens“ Wie auch immer man zu den Israel-Abkommen mit Bahrain und VAE stehen mag, eines steht fest: Etwas Grundsätzliches hat sich verschoben im Nahen Osten. Die Reaktionen aus Europa sind bemerkenswert verhalten. Dabei ist gerade eine neue Zeit für einen anderen Weg angebrochen. VON MAREIKE ENGHUSEN, TEL AVIV
Nahostkonflikt : Deutschland muss die Waage halten In der Zeit der EU-Ratspräsidentschaft ist Deutschlands Stimme von besonderem Gewicht. Im Nahostkonflikt sollte die Bundesregierung das nutzen, um die palästinensische Seite zurück an den Verhandlungstisch zu holen. EIN GASTBEITRAG VON FRANK MÜLLER-ROSENTRITT
Donald Trumps Zweistaatenlösung : Plan ohne Partner Im amerikanisch-israelischen „Jahrhundertplan“ für Nahost kommen die Palästinenser bestenfalls als Bittsteller vor. Unklar ist, wie viele arabischen Staaten ihn unterstützen – und wer die von Donald Trump in Aussicht gestellten 50 Milliarden Dollar Aufbauhilfe für einen Palästinenserstaat zahlen soll VON MARKUS BICKEL
Wahlen in Israel : Bist du für oder gegen Bibi? In Israel waren am vergangenen Dienstag Parlamentswahlen. Dabei ging es vor allem darum, ob Premier Benjamin Netanjahu an der Macht bleibt. Vorerst scheint er nun gescheitert, in Wahrheit aber ist für ihn noch nicht alles verloren. Das sind die Aussichten VON MAREIKE ENGHUSEN
Palästinensische Schulbücher : „Diese Bücher sind keine Basis für Frieden“ Der Westen finanziert teilweise Schulbücher, mit denen Kinder in der muslimischen Welt lernen. Warum das mitunter kontraproduktiv ist, beschreibt Constantin Schreiber in seinem neuen Buch „Kinder des Koran“. Ein Auszug über palästinensische Schulbücher VON CONSTANTIN SCHREIBER
Benjamin Netanjahu : Der Rätselhafte Seit einem Vierteljahrhundert bestimmt Benjamin Netanjahu über die Geschicke Israels – doch vielen seiner Landsleute bleibt er seltsam fremd. Jetzt bei den Wahlen droht ihm der Machtverlust. Kann er sich noch einmal retten? VON GIL YARON
Israel und Palästina : Die jüdische Nakba Zum Jahrestag der israelischen Staatsgründung eröffnen die USA ihre Botschaft in Jerusalem. Gleichzeitig gibt es bei Protesten der Palästinenser viele Tote. Vor 70 Jahren wurden Hunderttausende von ihnen vertrieben. Das widerfuhr auch Juden in Arabien. Nur haben die ihre Opferrolle abgelegt. Von Sarah Stricker BRIEF AUS TEL AVIV
Palästina : Abstiegskampf in Ramallah Mit seinen Äußerungen, die Juden hätten durch ihr soziales Verhalten den Holocaust mitverursacht, hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas für Empörung gesorgt. In Palästina selbst geht es nur noch um seine Nachfolge. Doch auch für den aussichtsreichsten Kandidaten gibt es fast nichts zu gewinnen VON MARKUS BICKEL