Öffentlich-rechtlicher Rundfunk Die übervollen Mülltonnen Wer von Gebühren lebt, wird für Beschwerden taub. Das zeigt sich bei Müllentsorgern ebenso wie beim ÖRR. Zwangsfinanzierung schafft Gleichgültigkeit: Kritik versandet, Verantwortung wird abgewehrt, und Manipulation gilt plötzlich als „Schnittfehler“. VON BERND STEGEMANN
Meistgelesene Artikel 2025: August : Shitstorm um Sidney Sweeney: Zu schlank und zu weiß Eine US-Jeansmarke wird dafür angegriffen, dass sie in ihren Werbespots kein schwarzes, übergewichtiges Model mehr präsentiert wie noch vor einigen Jahren, sondern die Schauspielerin Sidney Sweeney. Dies war der meistgelesene Cicero-Artikel im August. VON GIDEON BÖSS
Politischer Wunschzettel : Liebes Christkind, wir würden ohne Narrative nicht schlechter leben Weihnachten lädt dazu ein, über Freiheit und Verantwortung nachzudenken – ohne Pathos, aber mit dem Wunsch, dass Vernunft und guter Wille wieder mehr Gewicht bekommen. Hier kommt der diesjährige politische Wunschzettel von Hugo Müller-Vogg. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Reformstaatsvertrag : Warum das Vertrauen in ARD, ZDF und Deutschlandfunk sinkt Müsste der öffentlich-rechtliche Rundfunk heutzutage neu aufgebaut werden, käme kein vernünftiger Mensch auf die Idee, das bestehende System eins zu eins abzubilden. Daran dürfte auch der Reformstaatsvertrag wenig ändern. Eine Fehleranalyse. VON HUGO MÜLLER-VOGG
Aufregung um ARD-Sendung „Die 100“ : Die Geister, die sie riefen, sind Rassisten In der ARD-Show „Die 100“ ist eine Hautfarbenskala zum Einsatz gekommen. Das war dumm und historisch unsensibel, sollte aber im größeren Kontext betrachtet werden. Die Aktion zeigt: Die identitäre Linke hat Rassismus wieder salonfähig gemacht. VON BEN KRISCHKE
Debatte um Atomkraft : Wie lange lassen wir uns noch die Zukunft verbieten, und von wem? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert den Bau von Small Modular Reactors, und damit eine Rückkehr zur Atomkraft. Prompt kritisierte ihn dafür in den Öffentlich-Rechtlichen die bisher unbekannte energiepolitische Sprecherin der SPD. Ihre Aussagen strotzen vor Unwahrheiten. VON ULRICH GRÄBER
Krise bei der BBC : Wie man sich mit einem Schnitt selbst zerlegt Der Rücktritt von Tim Davie und Deborah Turness erschüttert die BBC. Die Manipulationsvorwürfe rund um eine Dokumentation über Donald Trump treiben den Sender in eine Identitätskrise, die weit über Personalfragen hinausreicht. VON LISA DAVIDSON
Cicero-Serie: Problemfall ÖRR : Wie ein kompletter Neustart aussehen könnte Reformunwilligkeit, Wagenburgkultur und Selbstbedienungsmentalität – beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommt vieles zusammen. Die journalistischen Standards und personalpolitischen Sitten sind so misslich, dass nur ein echter Neustart helfen kann. Ein Vorschlag. VON PETER WELCHERING
ÖRR-Insider packt aus : „Das ZDF hat mich beruflich kaltgestellt“ Andreas Halbach arbeitet seit 20 Jahren als Investigativjournalist für das ZDF. Im Cicero-Interview berichtet er über ein hierarchisches System, das abweichende Meinungen unterdrückt und Mitarbeiter schlecht behandelt. INTERVIEW MIT ANDREAS HALBACH
Fehlender Gemeinschaftsgeist : Merz zwischen Argwohn und Ungeduld Der Kanzler ist eingeklemmt zwischen Antifa-Paranoia und enttäuschten Konservativen, für die er keine Botschaft hat. Gerichte und Experten schnüren den Handlungsspielraum – und der Kanzler sucht nach einer konservativen Erzählung. VON BERND STEGEMANN
Vorwurf der Einseitigkeit wird juristisch geklärt : „Dann muss der ÖRR beweisen, dass er ausgewogen ist“ Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Gerichte dürfen prüfen, ob ARD, ZDF und Deutschlandfunk ausgewogen berichten. Im Interview erklärt der Rechtsanwalt Carlos A. Gebauer, warum das revolutionär ist und was dem ÖRR nun droht. INTERVIEW MIT CARLOS A. GEBAUER
Reaktion auf Affäre um Julia Ruhs : Der NDR weiß nicht mal mehr, was Meinungsvielfalt überhaupt ist NDR-Intendant Hendrik Lünenborg spricht von Fehlern in der Affäre um die geschasste konservative Moderatorin Julia Ruhs. Aber auf Nachfrage lässt er verlauten, dass eigentlich alles in Ordnung und nur die Kommunikation dumm gelaufen sei. VON FERDINAND KNAUSS
Jeder, der links kritisiert, ist Faschist : Die Asymmetrie des linken Weltbildes Aus der Perspektive des linken „Kampfes gegen rechts“ hat der NDR mit dem Rauswurf von Julia Ruhs alles richtig gemacht. Die Nichtlinken in der Mitte verstehen immer noch nicht, wie radikal Linke die Welt einteilen in die guten und die bösen Meinungen – und welche Konsequenzen das nach sich zieht. VON BERND STEGEMANN
Trauerfeier für Charlie Kirk : Wenn Rechte lieben und Linke hassen Während Erika Kirk dem Mörder ihres Mannes vergibt und Liebe predigt, poltert eine Pastorin in der ARD gegen Kritiker des ÖRR – und wähnt sie mit dem Teufel im Bunde. Im wirren „Kampf gegen rechts“ ist den „Guten“ wirklich nichts mehr heilig. VON BEN KRISCHKE
Die Feinde der Freiheit entlarven sich : Freiheit ist wichtiger als die eigene Haltung Die Meinungsfreiheit ist in ernster Gefahr, weil politische Themen tabuisiert und Andersdenkende nicht mehr akzeptiert werden. Wenn es keinen Dialog über Lagergrenzen hinweg mehr gibt, muss man muss sich um den Westen tiefe Sorgen machen. KOLUMNE: UNGEFILTERT VON WOLFGANG KUBICKI