Wahl von Zohran Mamdani Der sozialistische Weihnachtsmann von New York Das Wahlprogramm von Zohran Mamdani liest sich wie eine sozialistisch-postkoloniale Märchengeschichte. Wahrscheinlich, dass New Yorks neuer Bürgermeister scheitern wird. Seine Wahl ist dennoch ein Warnzeichen für das bürgerliche Deutschland. VON MATHIAS BRODKORB
Wahlsieg von Zohran Mamdani in New York : Die Zukunft der Demokratischen Partei ist weiterhin offen Zohran Mamdani hat mit einem woken Instagram-Wahlkampf und wohlklingenden Sozialversprechen das Bürgermeisteramt von New York für sich gewonnen. Bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey siegten hingegen moderatere Kandidaten der Demokraten. VON SEBASTIAN MOLL
Bürgermeisterwahl in New York : Zohran Mamdani: Trumps Traumgegner Zohran Mamdani verkörpert alles, wogegen die MAGA-Bewegung von Donald Trump zu Felde zieht: Ein woker, sozialistischer Muslim mit indisch-afrikanischen Wurzeln. Doch der 34-Jährige ist drauf und dran, Bürgermeister von New York City zu werden. VON ULRICH BERLS
Renaissance gescheiterter Ideen : Die ewige Wiederkehr des Sozialismus Einst stellte Milan Kundera die Frage nach „Schwere“ und „Leichtigkeit“ in einem politisch übergriffigen System. Vierzig Jahre später wirkt seine Überlegung aktueller denn je: Alte sozialistische Ideen haben von Berlin bis New York Konjunktur – und bedrohen Freiheit und Vielfalt gleichermaßen. VON JAN UPHOFF
Zohran Mamdani im Porträt : Ein Sozialist für New York? Der in Uganda geborene Muslim Zohran Mamdani kandidiert für die Demokraten in der Finanzmetropole – manche feiern ihn als Hoffnungsträger, andere bleiben eher skeptisch. Als Kandidat mit guten Chancen könnte er seiner Partei neuen Aufwind verleihen. VON SEBASTIAN MOLL
Das besondere Snack-Erlebnis : Pastrami-Sandwich – der „jüdische Döner Kebab“ Neulich hat unser Genusskolumnist Pastrami gegessen. Und ärgert sich ein wenig, dass er diese Delikatesse lange Zeit ignorierte. Doch jetzt ist er wieder Feuer und Flamme und plant, Pastrami im eigenen Backofen herzustellen. KOLUMNE: GENUSS IST NOTWEHR
Glücksspiel in den USA : Wird New York das zweite Las Vegas? Mit illegalem Glücksspiel werden in New York City jedes Jahr Milliarden Dollar verdient. Im Untergrund hat sich damit ein gigantischer Wirtschaftszweig entwickelt, der nun aus der Illegalität herausgeholt werden könnte. Die Idee ist nicht neu, aber riskant. VON LISA DAVIDSON
Obdachlosigkeit in den USA : Zwangsbehandlungen gegen ein strukturelles Problem In New York und anderen großen Städten der USA versuchen Politiker, die Obdachlosenkrise unter anderem durch Zwangseinweisungen psychisch kranker Obdachloser zu entschärfen. Denn viele dieser Menschen leiden unter psychischen Problemen. Daran gibt es massive Kritik. VON LISA DAVIDSON
Ferdinand von Schirachs „Nachmittage“ : Prosa im September: Erlesene Melancholie In „Nachmittage“ erzählt Erfolgsautor Ferdinand von Schirach von Begegnungen, Reisen und natürlich von spektakulären Kriminalfällen. Aber immer wieder blitzt, wie das rote Fädchen in der ersten Geschichte des Bandes, die Reminiszenz an eine große, offenkundig verlorene Liebe auf. VON JULIA SCHRÖDER
Raubkunst aus der Nazi-Zeit ist nicht nur ein deutsches Problem : New York will Licht ins Dunkel bringen Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA gibt es unzählige Kunstwerke, die von den Nazis in Europa gestohlen wurden, aber auch Hinterlassenschaften der europäischen Kolonialpolitik. Neben Beschlagnahmen, Rückgaben und Entschädigungen geht es auch darum, die Herkunft dieser Kunstwerke in Museen transparent zu machen. VON EVA C. SCHWEITZER
Erlebnisbericht aus New York - Teil II : Stadtviertel mit eigener Identität - und eigener Geschichte Für Anfang Juni wurde der Historiker und Moderator des Cicero Wissenschafts-Podcasts, Michael Sommer, vom New Yorker Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer Tagung eingeladen, die das 30. Jubiläum der Veröffentlichung von Francis Fukuyamas „Ende der Geschichte“ begehen sollte. Dies ist der zweite Teil seines Erlebnisberichts zum Wiedersehen mit dem Big Apple. EIN ERLEBNISBERICHT VON MICHAEL SOMMER
Erlebnisbericht aus New York - Teil I : Wiedersehen mit dem Big Apple Für Anfang Juni wurde der Historiker Michael Sommer vom New Yorker Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Tagung „The Return of the West? 30 Years of the End of History“ eingeladen. Die Konferenz sollte den Jahrestag der Publikation von Francis Fukuyamas epochaler These vom „Ende der Geschichte“ begehen und zugleich das Weltgeschehen im Licht der jüngsten Krisen beleuchten. Dies ist der erste Teil seines Erlebnisberichts. EIN ERLEBNISBERICHT VON MICHAEL SOMMER
Romane im März : Wenn die Welt aus den Fugen gerät Orhan Pamuk lässt in seinem Roman „Die Nächte der Pest“ ein Bazillus auf ein eben noch intaktes Idyll los. Und Hanya Yanagihara entwirft in „Zum Paradies“ auf 900 langen Seiten ein elendes Eden. VON RALF HANSELLE UND ULRICH THIELE
Streit um den Mord an Samuel Paty : Wer cancelt hier wen? Die Tageszeitungen „New York Times“ und „Le Monde“ liefern sich seit der Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty einen Schlagabtausch zum Thema Cancel Culture. Jedes Blatt wirft dem anderen vor, es zensiere zwar andere, sei aber nicht zur Selbstkritik fähig. Aber stimmt das wirklich? VON STEFAN BRÄNDLE, PARIS
Neuer US-Präsident Biden : Und dann geht die Party richtig los Über Tage zog sich die US-Wahl wie Kaugummi. Als Joe Biden schließlich Pennsylvania holte, zog es die Menschen auf die Straße. Die einen feiern, die andern sehen weiter eine große Verschwörung am Werk. VON EVA C. SCHWEITZER, NEW YORK CITY