Ranghöchste arabisch-muslimische Offizierin der IDF : „Dass ich hier sitze, ist die Antwort auf den Apartheid-Vorwurf“ Vom konservativen Elternhaus in Kalansuwa bis zur Sprecherin der IDF für die arabische Welt: Im Interview erzählt Ella Waweya von ihrem heimlichen Eintritt in die israelische Armee und ihrem Versuch, zwischen Israelis und Arabern Vertrauen aufzubauen. INTERVIEW MIT ELLA WAWEYA
Rückzug des Iran : Warum der Irak die entscheidende Front im Nahen Osten ist Nach dem Zusammenbruch seiner Position in Syrien und der massiven Schwächung der Hisbollah konzentriert sich der Iran auf seine Stellvertreter im Irak. Das Land wird damit zum zentralen Schauplatz regionaler Machtkämpfe. Dort entscheidet sich die künftige Ordnung des Nahen Ostens. VON KAMRAN BOKHARI
UN-Menschenrechtsrat gegen Israel : Die Macht der Verleumdung Der neue Bericht des UN-Menschenrechtsrats erhebt schwerste Vorwürfe gegen Israel. Doch zentrale Behauptungen beruhen nicht auf gerichtsfesten Beweisen, sondern auf Vermutungen und vorgefertigten Urteilen. Der zentrale Vorwurf knüpft an jahrhundertealte antisemitische Stereotype an. VON DANIEL NEUMANN
Fragiles Rahmenabkommen : „Die eigentlichen Konflikte sind ungelöst“ Entspannung im Persischen Golf? Nur auf Zeit. Im Interview erklärt der Nahostexperte Guido Steinberg, warum er im neuen Abkommen zwischen Iran und USA vor allem einen Aufschub sieht – und die eigentlichen Konflikte erst noch bevorstehen. INTERVIEW MIT GUIDO STEINBERG
Postkolonialismus : Wie man Judenhass wegdefiniert Nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 zeigt sich in Teilen der Wissenschaft eine problematische Verschiebung: Postkoloniale Deutungen relativieren antisemitische Gewalt, deuten Terror als „Widerstand“ und entkoppeln den Holocaust von seinem ideologischen Kern. VON VERENA BUSER
Trumps Krieg gegen den Iran : „Die Brüche im Regime werden immer sichtbarer“ Für den Iran ist die Straße von Hormuz vom Druckmittel zur Achillesferse geworden. Hans-Jakob Schindler erläutert, wie Teheran Schifffahrt und Märkte unter Druck setzt, warum die USA nun härter eingreifen – und ob scheiternde Verhandlungen in eine neue militärische Eskalation münden. INTERVIEW MIT HANS-JAKOB SCHINDLER
Iran-Krieg : Teherans Weg in die Apokalypto-Junta Ein Regimewechsel im Iran gilt ohne Bodentruppen als unmöglich. Doch ohne einen solchen Wechsel ist ein dauerhafter Frieden ebenfalls Illusion. Ein Deal, in dem es lediglich um die Öffnung der Straße von Hormus und das angereicherte Uran geht, ist zum Scheitern verurteilt. VON SHANTANU PATNI
Gespräche zwischen Israel und Libanon : Verhandlungen im Schatten der Hisbollah In Washington zelebrieren Israel und der Libanon eine „historische Chance“. Der Libanon soll die Hisbollah entwaffnen – während er deren Geisel bleibt. Das Chaos in Teheran hat die Terrormiliz geschwächt – dennoch versucht sie, die Gespräche zu sabotieren. VON SHANTANU PATNI
Waffenruhe im Iran-Krieg : „Das Regime fühlt sich heute unbesiegbar“ Militärisch schwer getroffen – und dennoch politisch gestärkt: Laut Sicherheitsexperte Hans-Jakob Schindler geht das iranische Regime mit einem Gefühl der Unverwundbarkeit aus dem Konflikt. Die USA hätten strategisch nachgegeben – mit Folgen für die gesamte Region und Europa. INTERVIEW MIT HANS-JAKOB SCHINDLER
Waffenstillstand im Iran-Krieg : „Die Iraner wussten, dass Trump seine Drohungen nicht wahrmachen würde“ Ein gestärkter Iran und Zweifel an der Strategie der USA: Sicherheitsexperte Jan Solwyn erklärt, warum der Waffenstillstand einen gefährlichen Status quo zementiert, Israel strategisch unter Druck gerät und man mit dem iranischen Regime kein glaubhaftes Abkommen schließen kann. INTERVIEW MIT JAN SOLWYN
Zweierlei Maß in der Weltpolitik : Israel und das Völkerrecht Kritikern Israels gefällt es, dessen Politik in Nahost als „völkerrechtswidrig“ zu verurteilen. Dabei lassen sie außer Acht, dass das Völkerrecht völlig versagt, wenn es gilt, die Existenz Israels gegen die Aggressionen seiner Nachbarn zu verteidigen. Israel verlässt sich deshalb nur noch auf seine eigene Stärke. VON RAINER WERNER
Existenz und Pragmatismus : Israels Gesellschaft im Iran-Konflikt Die meisten Israelis sehen im Konflikt mit dem Iran keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Der Blick zurück auf den Sechstagekrieg 1967 prägt bis heute das Sicherheitsdenken. Gleichzeitig zeigt sich im Land ein vielschichtiges Meinungsbild zwischen Abschreckung, Skepsis und der Hoffnung auf Frieden. VON TAL LEDER
Die Finanzstrukturen der Hisbollah : Ökonomie des Terrors Das Überleben der Hisbollah hängt längst nicht mehr nur von Waffen ab: Ein globales Netzwerk aus Geldströmen, Drogenschmuggel und iranischer Unterstützung sichert ihre Schlagkraft. Der aktuelle Konflikt ist daher auch ein strategischer Kampf um die Lebensadern der libanesischen Terrormiliz. VON TAL LEDER
Zukunft des Iran : „Wenn die Iraner frei sind, dann sind wir es auch“ Der Iran-Experte Beni Sabti spricht im Interview über die Dynamik im iranischen Machtapparat, die Stimmung in der Bevölkerung und mögliche regionale Folgen – von einem geschwächten Mullah-Regime bis hin zu einem Regimewechsel und einer möglichen Annäherung zwischen Iran und Israel. INTERVIEW MIT BENI SABTI
Israel und Palästinenser : „Der Welt ging es nie um Gaza, sondern um die Vorstellung vom bösen Juden“ Die Politologin Einat Wilf erklärt im Interview, warum Antizionismus der moderne Antisemitismus ist, weshalb der israelisch-palästinensische Konflikt kein klassischer Territorialkonflikt ist – und warum Frieden erst möglich wird, wenn eine ganz bestimmte Ideologie endet. INTERVIEW MIT EINAT WILF