Waffenstillstand im Iran-Krieg : „Die Iraner wussten, dass Trump seine Drohungen nicht wahrmachen würde“ Ein gestärkter Iran und Zweifel an der Strategie der USA: Sicherheitsexperte Jan Solwyn erklärt, warum der Waffenstillstand einen gefährlichen Status quo zementiert, Israel strategisch unter Druck gerät und man mit dem iranischen Regime kein glaubhaftes Abkommen schließen kann. INTERVIEW MIT JAN SOLWYN
Zukunft der Islamischen Republik : Iran zwischen Machterhalt und Regimewechsel Der militärische Druck von außen verstärkt die inneren Spannungen in der Islamischen Republik. Ob es zu einem politischen Umbruch kommt, hängt jedoch vor allem von Rissen im Machtapparat und gesellschaftlichem Druck ab. VON TAL LEDER
Iran-Krieg : Wie Deutschland seine Glaubwürdigkeit am Persischen Golf verspielt Die Straße von Hormus ist blockiert, die Energiepreise explodieren – und Berlin zögert. Während der Konflikt im Persischen Golf längst globale Folgen hat, ringt die Bundesregierung um Haltung und Strategie. Dabei ist das längst auch „unser Krieg“. Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen. VON OLIVER ROLOFS
Fake News zum Iran-Krieg : Das Bundestagsgutachten, das keines ist Eine 2,5-seitige Kurznotiz aus dem Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestags wird politisch zum „Gutachten“ erklärt, das angeblich die Völkerrechtswidrigkeit des Iran-Krieges belegt. Das vergiftet die Iran-Debatte und beschädigt das Ansehen der Wissenschaftler unseres Parlaments. VON TOBIAS HUCH
Zweierlei Maß in der Weltpolitik : Israel und das Völkerrecht Kritikern Israels gefällt es, dessen Politik in Nahost als „völkerrechtswidrig“ zu verurteilen. Dabei lassen sie außer Acht, dass das Völkerrecht völlig versagt, wenn es gilt, die Existenz Israels gegen die Aggressionen seiner Nachbarn zu verteidigen. Israel verlässt sich deshalb nur noch auf seine eigene Stärke. VON RAINER WERNER
Existenz und Pragmatismus : Israels Gesellschaft im Iran-Konflikt Die meisten Israelis sehen im Konflikt mit dem Iran keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Der Blick zurück auf den Sechstagekrieg 1967 prägt bis heute das Sicherheitsdenken. Gleichzeitig zeigt sich im Land ein vielschichtiges Meinungsbild zwischen Abschreckung, Skepsis und der Hoffnung auf Frieden. VON TAL LEDER
Krieg im Iran : „Trump bleibt wenig Zeit – sonst droht ein langer Krieg“ Militärexperte Ralph Thiele übt im Interview Kritik an Bundespräsident Steinmeier und ordnet die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran ein. Er warnt vor einer gefährlichen Dynamik: Ohne schnelle politische Lösungen drohe ein langer Krieg – mit strategischen Vorteilen für Teheran. INTERVIEW MIT RALPH THIELE
Die Finanzstrukturen der Hisbollah : Ökonomie des Terrors Das Überleben der Hisbollah hängt längst nicht mehr nur von Waffen ab: Ein globales Netzwerk aus Geldströmen, Drogenschmuggel und iranischer Unterstützung sichert ihre Schlagkraft. Der aktuelle Konflikt ist daher auch ein strategischer Kampf um die Lebensadern der libanesischen Terrormiliz. VON TAL LEDER
Antisemitismusbeauftragter verlässt Partei die Linke : Die Linke bekennt sich offen zur Feindschaft gegen Israel Die Partei Die Linke erklärt sich zumindest in Niedersachsen ganz offiziell zum Feind des real existierenden Zionismus. Dieser ist nichts anderes als der Staat Israel, ohne den es kein jüdisches Leben im Nahen Osten gäbe. Das ist praktizierter Antisemitismus. VON FERDINAND KNAUSS
Straße von Hormus : Europa muss am Golf militärisch eingreifen Mit Appellen wird die Straße von Hormus nicht wieder passierbar. Die europäischen Staaten können und sollten jetzt nicht nur fordern, sondern im eigenen Interesse handeln. Auch militärisch. VON RICHARD DREXL
Zukunft des Iran : „Wenn die Iraner frei sind, dann sind wir es auch“ Der Iran-Experte Beni Sabti spricht im Interview über die Dynamik im iranischen Machtapparat, die Stimmung in der Bevölkerung und mögliche regionale Folgen – von einem geschwächten Mullah-Regime bis hin zu einem Regimewechsel und einer möglichen Annäherung zwischen Iran und Israel. INTERVIEW MIT BENI SABTI
Krieg im Iran : Die iranische Doktrin des langwierigen Krieges Teheran setzt auf eine Strategie der Zermürbung: dezentrale Kommandostrukturen, Drohnen- und Raketenangriffe, unterirdische Infrastruktur und regionale Stellvertreter sollen den Krieg verlängern und die Kosten für seine Gegner in die Höhe treiben. VON RIDVAN BARI URCOSTA
Geopolitik : Eine Zwischenbilanz des Iran-Krieges Die USA und Israel versuchen, die mächtige Revolutionsgarde zu zerschlagen und damit die künftige politische Ordnung des Landes zu beeinflussen. Ob der Konflikt regional bleibt oder eine globale Wirtschaftskrise auslöst, wird sich an der Straße von Hormus entscheiden. VON GEORGE FRIEDMAN
Iran-Krieg und Ölpreis : Nahost-Déjà-vu: Wiederholt sich die Wirtschaftgeschichte? Kriege im Nahen Osten führten schon zweimal zu Ölpreisschocks, Inflation und Rezession. Der aktuelle Krieg könnte ähnliche Folgen haben, aber es gibt beachtliche Unterschiede, weil die Weltwirtschaft weniger monokausal abhängig ist. VON THOMAS MAYER
Krieg gegen den Iran : „Die Operation läuft absolut nach Plan“ Raketenalarm in Tel Aviv, doch das Leben geht weiter: Der frühere Bundespolizist Jan Solwyn spricht im Interview über die Resilienz der Israelis, die militärische Strategie Israels und der USA – und darüber, warum ein Sturz des Regimes in Teheran das ideale, aber keineswegs sichere Szenario ist. INTERVIEW MIT JAN SOLWYN