Vergewaltigung als Terrorwaffe Die Wahrheit des 7. Oktober – und der Versuch, sie zu relativieren Ein neuer Bericht dokumentiert systematische sexualisierte Gewalt der Hamas am 7. Oktober mit tausenden Videos, Zeugenaussagen und forensischen Analysen. Ein Artikel der New York Times versucht bereits, ein Gegennarrativ zu etablieren – gestützt auf fragwürdige Quellen und unbelegte Vorwürfe. VON INGO WAY
Postkolonialismus : Wie man Judenhass wegdefiniert Nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 zeigt sich in Teilen der Wissenschaft eine problematische Verschiebung: Postkoloniale Deutungen relativieren antisemitische Gewalt, deuten Terror als „Widerstand“ und entkoppeln den Holocaust von seinem ideologischen Kern. VON VERENA BUSER
Eurovision Song Contest in Wien und die neue Sicherheitskultur Europas : Mehr als ein Musikwettbewerb Zwischen Terrorwarnstufe, Cyberabwehr und Anti-Israel-Protesten wird der ESC zum Symbol einer neuen europäischen Realität: Kulturveranstaltungen stehen heute im Spannungsfeld von Sicherheit, Geopolitik und digitaler Eskalation. Unpolitisch war Europas größte Musikshow allerdings nie. VON FLORIAN HARTLEB
„Das Interview“ mit Mirna Funk : „Ich habe so viele Merkmale von Opfergruppen – aber ich lehne diesen Status ab“ Mirna Funk ist Autorin und Journalistin, die in Berlin und Tel Aviv lebt und arbeitet. Im Gespräch geht es um Judenfeindlichkeit in Berlin, Feminismus und Identitätspolitik – und um die Frage, wie sich ein Leben jenseits einfacher Zuschreibungen gestalten lässt. INTERVIEW MIT MIRNA FUNK
Trumps Krieg gegen den Iran : „Die Brüche im Regime werden immer sichtbarer“ Für den Iran ist die Straße von Hormuz vom Druckmittel zur Achillesferse geworden. Hans-Jakob Schindler erläutert, wie Teheran Schifffahrt und Märkte unter Druck setzt, warum die USA nun härter eingreifen – und ob scheiternde Verhandlungen in eine neue militärische Eskalation münden. INTERVIEW MIT HANS-JAKOB SCHINDLER
Europa und der Iran-Krieg : Gemecker vom Spielfeldrand ist keine Außenpolitik Unabhängig davon, wie man den Krieg der USA und Israels gegen den Iran beurteilt, muss sich Europa die Frage stellen: Wollen wir, dass das Regime in Teheran aus dieser Konfrontation gestärkt hervorgeht oder nicht? Und wenn nicht: Wie lässt sich dieses Ziel erreichen? VON INGO WAY
Israels nördlicher Nachbar : Kann sich der Libanon aus dem Würgegriff von Hisbollah und Iran befreien? Der Libanon steht im Zentrum des Machtkampfs zwischen Israel und dem Iran. Während die Hisbollah den Süden des Landes militärisch dominiert, entstehen zwischen Raketen und fragilen Waffenstillständen auch leise Signale der Hoffnung. VON TAL LEDER
Gespräche zwischen Israel und Libanon : Verhandlungen im Schatten der Hisbollah In Washington zelebrieren Israel und der Libanon eine „historische Chance“. Der Libanon soll die Hisbollah entwaffnen – während er deren Geisel bleibt. Das Chaos in Teheran hat die Terrormiliz geschwächt – dennoch versucht sie, die Gespräche zu sabotieren. VON SHANTANU PATNI
Waffenstillstand im Iran-Krieg : „Frohe Botschaft“ auf Kosten der Menschen im Iran und Israel Ein Waffenstillstand wird zur „frohen Botschaft“ erklärt – als wäre damit bereits Frieden geschaffen. Doch hinter der Sprache der Diplomatie bleibt der Konflikt unverändert bestehen. Während politische Akteure Entspannung verkünden, bleibt die Frage, auf wessen Kosten diese Ruhe erkauft ist. VON NASRIN AMIRSEDGHI
Nach den gescheiterten Iran-Gesprächen : Weitermachen und eskalieren? Die direkten Gespräche zwischen den USA und Iran brachten kein Ergebnis. Doch was daraus folgt, ist weitgehend unklar. Militärisch ist der Krieg kaum zu gewinnen, und politisch ist ein Rückzug für Donald Trump keine Option. VON MARC SAXER
Vorboten des Niedergangs : Das imperiale Israel Im Moment der größten Machtentfaltung zeigen sich oft schon die Vorboten künftigen Niedergangs. Jeder Triumph bringt neue Gegner hervor, lässt alte Bündnisse zerbrechen und mobilisiert die Kräfte , die sich der Dominanz entgegenstellen. VON GUIDO STEINBERG
Yishai Sarid im Porträt : Mephisto in Jerusalem Der Bestsellerautor Yishai Sarid wagt mit jedem neuen Buch einen Blick in die Seele der israelischen Gesellschaft. Im Frühjahr erscheint sein neuer Roman – eine literarische Reise in bewegte Zeiten, die Vergangenheit und Gegenwart Israels eindringlich miteinander verknüpft. VON RENÉ SCHLOTT
Amerikas Ernüchterung am Persischen Golf : Wie Netanyahu Trump in den Krieg hineinziehen konnte Donald Trump ließ sich von Netanyahu zu einem großangelegten Militärschlag drängen, obwohl die eigenen Geheimdienste ihn für unrealistisch hielten. Jetzt kontrolliert Iran die Straße von Hormus – und die USA verhandeln um das, was sie zuvor kostenlos hatten. VON SHANTANU PATNI
Waffenruhe im Iran-Krieg : „Das Regime fühlt sich heute unbesiegbar“ Militärisch schwer getroffen – und dennoch politisch gestärkt: Laut Sicherheitsexperte Hans-Jakob Schindler geht das iranische Regime mit einem Gefühl der Unverwundbarkeit aus dem Konflikt. Die USA hätten strategisch nachgegeben – mit Folgen für die gesamte Region und Europa. INTERVIEW MIT HANS-JAKOB SCHINDLER
Waffenstillstand im Iran-Krieg : „Die Iraner wussten, dass Trump seine Drohungen nicht wahrmachen würde“ Ein gestärkter Iran und Zweifel an der Strategie der USA: Sicherheitsexperte Jan Solwyn erklärt, warum der Waffenstillstand einen gefährlichen Status quo zementiert, Israel strategisch unter Druck gerät und man mit dem iranischen Regime kein glaubhaftes Abkommen schließen kann. INTERVIEW MIT JAN SOLWYN