Film der Woche: „The Piano Tuner“ : Vom Wunderkind zum Panzerknacker Ein junger Mann mit absolutem Gehör hat das Zeug zum Starpianisten. Dann die schockierende Diagnose: Hyperakusis. Er wird Klavierstimmer und öffnet nachts Tresore. „The Piano Tuner“ bietet beste Unterhaltung und ein starbesetztes Ensemble. VON URSULA KÄHLER
Uwe Bolls „Citizen Vigilante“ : „Wir müssen eine ehrliche Debatte wagen. ,Citizen Vigilante‘ soll ein Beitrag dazu sein“ Uwe Bolls „Citizen Vigilante“ setzt sich mit Migrantenkriminalität und Selbstjustiz auseinander. In Deutschland wurde dem Film die Altersfreigabe verweigert. Im Interview erklärt Boll die Intention hinter dem Film und warum er trotz aller Kontroversen eine notwendige Debatte anstößt. INTERVIEW MIT UWE BOLL
Uwe Bolls „Citizen Vigilante“ : Ein bisschen schwer jugendgefährdend Ein Film erhält von der FSK keine Kennzeichnung. Der Regisseur spricht von Zensur. Im Netz kursieren die üblichen Vorwürfe. Doch der Film ist nicht verboten. Und Jugendschutz ein wichtiges Anliegen. Das Label „keine Kennzeichnung“ jedoch gehört abgeschafft. KOLUMNE: GRAUZONE
Film der Woche: „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ : Ach, du armes Hascherl! Sinnlich und intellektuell will sich das Dokudrama „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ der Schriftstellerin nähern. Dabei stilisiert es sie zum leidenden Opfer und blendet ihre Stärke und ihren Charme aus. Morgen jährt sich Bachmanns Geburtstag zum 100. Mal. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „The Death of Robin Hood“ : Auf der Suche nach Erlösung Bislang kennt man Robin Hood als edlen Helden und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Eine Neuverfilmung zeichnet ihn nun als depressiven, büßenden Massenmörder. „The Death of Robin Hood“ ist düster und substanziell zugleich. Ein Plädoyer für den Dialog. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Disclosure Day“ : Kosmische Erleuchtung Mit „Disclosure Day“ serviert Steven Spielberg einen Action-Thriller voller Pseudowissenschaft und Verschwörungstheorien. Getragen wird er von der naiven Botschaft, dass die Konfrontation mit Außerirdischen für mehr Nächstenliebe unter uns Menschen sorgt. VON URSULA KÄHLER
Wim Wenders zieht einen frühen Film zurück : Der alte Mann und das Mädchen Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises hat Wim Wenders eine Diskussion um einen frühen Film mit Nastassja Kinski losgetreten. Es geht um den Umgang mit moralischen Eskapaden im eigenen Werk. Vor allem aber geht es um die Kollektivierung von Eigenverantwortung. VON RALF HANSELLE
Film der Woche: „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“ : Die Macht ist müde Seit Disney „Star Wars“ in ein Dauer-Franchise verwandelt hat, schwindet die kreative Kraft. „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“ ist ein banales Action-Spektakel. Es vertraut allein seinem Markenwert – und entzaubert den Mythos der Reihe. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Glennkill“ : Ermitteln mit Schafsinn In „Glennkill“ klärt eine Schafherde den Mord an ihrem Schäfer auf. Dabei entlarvt sie die Welt der Zweibeiner als absurdes Theater ohne Hirten und Verstand. Frei nach dem gleichnamigen Bestseller besticht die Komödie durch Geist, Witz und Ironie. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Nürnberg“ : Hochmut kommt vor der Kapsel Mal wieder will Hollywood das Dritte Reich profitabel melken. Kurz vor den Nürnberger Prozessen erliegt US-Militärpsychiater Douglas M. Kelley dem Charisma Hermann Görings. Doch „Nürnberg“ scheitert an historischer Unschärfe, narrativem Wirrwarr und Klischees. VON URSULA KÄHLER
Mascha Schilinski im Porträt : Die Freischwimmerin „In die Sonne schauen“ bescherte Mascha Schilinski den internationalen Durchbruch. Ihr experimenteller Regiestil ist dabei ein Spiegel ihres eigenen Lebens. Porträt einer Regisseurin, die ohne Masterplan, aber mit großer Neugier ihren eigenen Weg ging. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Rose“ : Große Kunst im ideologischen Korsett In dem Historiendrama „Rose“ strebt eine Frau in der Rolle eines Mannes nach einem freien Leben. Leider nutzen Macher und Kritik den Film für identitätspolitische Botschaften. So wird das brillante Werk nur die übliche Blase erreichen. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Die reichste Frau der Welt“ : Ein teures Vergnügen Inspiriert vom Skandal um die L’Oréal-Erbin Bettencourt erzählt „Die reichste Frau der Welt“, wie eine Milliardärin Opfer eines Erbschleichers wird. Trotz einiger Schwächen amüsiert die Satire auf die Bourgeoisie – vor allem dank Isabelle Huppert. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ : Kultfilm im Gegenlicht Nach 22 Jahren bringt Quentin Tarantino den Director’s Cut seines Rache-Epos „Kill Bill“ in die Kinos. Vor dem Hintergrund der Missbrauchsskandale der letzten Jahre und den Vorwürfen der Hauptdarstellerin wirkt der einst für seine Emanzipation gefeierte Film schal und fragwürdig. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Der Magier im Kreml“ : Bekenntnisse eines Mittäters „Der Magier im Kreml“ zeigt Wladimir Putins Aufstieg aus Sicht seines wichtigsten Beraters. Dieser wandelt sich vom Feingeist zum skrupellosen Machtstrategen – und wirft dabei die beunruhigende Frage auf: Wie manipulierbar sind wir selbst? VON URSULA KÄHLER