Film der Woche: „Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment“ Im Rausch der Datenmacht Dieses Science-Fiction-Szenario sehnen viele herbei: das autonome Fahren. Ein investigativer Dokumentarfilm erzählt fesselnd von den Schattenseiten dieser Technik, seinen Opfern, Teslas fragwürdigen Geschäftsmethoden – und der maßlosen Hybris Elon Musks. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Marty Supreme“ : Spiel der Mächte Der Sportfilm „Marty Supreme“ überblendet das Schicksal eines ehrgeizigen New Yorker Underdogs, der 1952 Tischtennisweltmeister werden will, mit politischer Symbolik. Die Performance von Hollywoodstar Timothée Chalamet ist herausragend. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Szenario“ : Zeitenwende in der Beamtenarmee Auf der diesjährigen Berlinale verdient die Dokumentation „Szenario“ besondere Aufmerksamkeit. Sie bietet seltene Einblicke in die Bundeswehr und ihre Übungsstadt „Schnöggersburg“. Die Truppe erscheint zutiefst unmilitärisch und zivil. Das ist sympathisch – aber auch beunruhigend. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Wuthering Heights“ : Barbie im Hochmoor Die Neuverfilmung von Emily Brontës Roman „Wuthering Heights“ verhunzt den Jahrhundertroman zur banalen Liebesschmonzette. Auf der Strecke bleibt dabei die existentielle Dramatik der Vorlage. Die poppige Ästhetik vermag den dünnen Plot nicht zu retten. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Der Schimmelreiter“ : Deichbruch für Dummies Bereits die Nazis haben Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“ für ihre Ideologie missbraucht. Nun erscheint eine moderne Adaption, die sie für Klima-Alarmismus instrumentalisiert – und dabei ihr Publikum für unmündig erklärt. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ : Der unsichtbare Vierte Für die Tragikomödie „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ drehte Regisseur Simon Verhoeven erneut mit seiner Mutter Senta Berger. In der Bestsellerverfilmung spielt sie mit Ironie und Wärme eine schrullige Diva, die ihrem Enkel den Weg ins Leben weist. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Hamnet“ : Nach der Finsternis das Licht Mal wieder handelt ein Film vom Leben William Shakespeares. Im Fokus steht nun aber dessen Frau und der Schmerz über den Tod des gemeinsamen Sohnes. Für „Hamnet“ wurde reichlich fantasiert. Das Ergebnis beeindruckt dennoch. Die Oscars sind zum Greifen nah. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Extrawurst“ : Das wird man ja wohl noch sagen dürfen Nach dem fulminanten Bühnenerfolg kommt „Extrawurst“ nun ins Kino. In einem Tennisverein eskaliert ein Streit um einen Grill für das einzige muslimische Mitglied. Launig offenbart der bitterböse Schlagabtausch die Probleme einer heterogenen Gesellschaft. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Ein einfacher Unfall“ : Abrechnung mit einem Regime In Cannes gewann das iranische Roadmovie „Ein einfacher Unfall“ die Goldenen Palme. Fünf ehemalige politische Häftlinge entführen darin ihren mutmaßlichen Peiniger. In beeindruckender Weise wirft Regisseur Jafar Panahi moralische Fragen auf, die sich einmal nach dem Sturz des Mullah-Regimes stellen werden. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Der Fremde“ : Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt Albert Camus’ Roman „Der Fremde“ beleuchtet radikal die Absurdität menschlicher Existenz. Regisseur François Ozon hat ihn mit postkolonialem Bezug für die Leinwand adaptiert. Trotz virtuoser Ästhetik wird der Film der Vorlage nicht gerecht. VON URSULA KÄHLER
Fim der Woche: „Herz aus Eis“ : Schöne, kalte Welt Bereits vor seinem Start hat „Herz aus Eis“ Kritik und Festivals überzeugt. Frei nach Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ meditiert das perfekt gestaltete Melodram über Film und Wirklichkeit. Doch hinter der glanzvollen Oberfläche steckt wenig Substanz. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ : Vom Zauber der Lüge Vor einem Jahr verstarb Regisseur Wolfgang Becker. In seinen Filmen verband er persönliche Schicksale mit Zeitgeschichte und Humor – ohne dabei ins Klamaukhafte abzurutschen. Die wunderbare Tragikomödie „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist sein letztes Werk. VON URSULA KÄHLER
„Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck“ : Grüne Blasenspiegelung Die Dokumentation „Jetzt. Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck“ zeigt nicht nur den gescheiterten Wahlkampf des grünen Ex-Vizekanzlers, sondern entlarvt auch ein linksliberales Unterstützermilieu, das seine eigene Realität nicht versteht. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Mit Liebe und Chansons“ : Mutti Overkill Von der starken Bindung einer Mutter und ihrem gehbehinderten Sohn erzählt die französische Tragikomödie „Mit Liebe und Chansons“. Die wahre Geschichte begleitet einen Pariser Jungen bis ins Erwachsenenalter – leider zu sentimental und vorhersehbar. VON URSULA KÄHLER
Film der Woche: „Eddington“ : Land der Angst Der politische Horror-Western „Eddington“ seziert am Beispiel der USA die tief sitzende Paranoia der westlichen Gesellschaft. Joaquin Phoenix gibt den überforderten Sheriff eines Wüstenkaffs, dessen Bewohner der Kulturkampf ins Verderben stürzt. VON URSULA KÄHLER