Reaktion auf den Terror : Nicht auf Propagandisten, Ideologen und Vereinfacher hereinfallen Mit den Anschlägen von Würzburg und München rückt Deutschland endgültig in den Fokus des Terrorismus. Statt kopflos auf den Liveticker zu starren, sollten wir uns mit ein paar grundsätzlichen Fragen beschäftigen VON CHRISTOPH SEILS
Attentat in Würzburg : „Der Pop-Dschihad soll Jugendliche ansprechen“ Jugendliche wie der Axt-Attentäter von Würzburg sind besonders empfänglich für die Propaganda des IS, sagt Nils Böckler vom Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt. Im Interview erklärt er, wie Selbstradikalisierung funktioniert und warum auch die besten Integrationsversuche manchmal vergebens sind INTERVIEW MIT NILS BÖCKLER
„Allahu akbar"? : Wie sich eine Falschmeldung durch internationale Medien frisst Die Medienkolumne: Zahlreiche Medien berichten unter Berufung auf „Nice Matin“, dass der Nizza-Attentäter „Allahu Akbar“ gerufen habe. Dort weiß man zunächst nichts davon. Erst am Nachmittag veröffentlicht die Zeitung das Video eines Zeugen, der etwas vom Balkon gehört haben will VON MAREIKE KÖNIG UND PETRA SORGE
Medien über Nizza : Der islamistische Reflex Am Tag nach dem Terroranschlag von Nizza gibt es noch keine Beweise, dass der Täter Verbindungen zum IS hat. Trotzdem spekulierten die Medien schon am frühen Morgen über Dschihadismus VON PETRA SORGE
Attentat in Orlando : Wir Muslime dürfen Homophobie nicht länger leugnen Das Attentat in Orlando hat gezeigt: In muslimischen Kreisen gibt es einen hohen Grad an Homophobie. Lange wurde das totgeschwiegen, kritisiert die Bloggerin Büsra Delikaya. Sie fordert, den Hass in den eigenen Reihen konsequent zu bekämpfen VON BÜSRA DELIKAYA
Attentate von Paris und Orlando : Das hat mit dem Islam zu tun Kisslers Konter: Nach terroristischen Anschlägen dominieren Täterpsychologie und Relativierung. So war es auch nach Orlando und Paris. Wer Gefahren nicht benennt, spielt aber den Gefährdern in die Hände. Der Islamismus bedroht uns alle VON ALEXANDER KISSLER
Islamisten in Deutschland : „Einige fangen an zu weinen oder zu zittern“ Nach den vereitelten Anschlägen auf die Düsseldorfer Altstadt ist klar: Auch in Deutschland gibt es gewaltbereite Islamisten. Genau das soll Berna Kurnaz verhindern. Sie deradikalisiert seit 2012 Islamisten und berät deren Angehörige. Der Anteil der radikaleren Fälle sei erschreckend groß und wachse ständig INTERVIEW MIT BERNA KURNAZ