Merkel gegen Seehofer - Nein! Doch! Nein! Doch!

Der offen ausgetragene Streit zwischen Merkel und Seehofer um die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, ist beispiellos. Am Ende könnte er sogar zum Koalitionsbruch führen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) winkt am 11.09.2013 auf dem Marktplatz in Miesbach (Bayern) bei einer Wahlkampfveranstaltung, während Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) gestikuliert.
Sinnloser Richtungsstreit: Die Islamdebatte von Merkel und Seehofer

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Wie lange wollen Angela Merkel und Horst Seehofer, zwei der drei Schlüsselfiguren der neuen Großen Koalition ihren leicht regrediert wirkenden Streit um den Islam täglich fortsetzen? Bis einer sagt: Okay, Du hast Recht? Bis in Bayern gewählt worden ist? Oder bis die SPD, der Dritte im Bunde,  sagt: Sorry, aber auf dieses Affentheater haben wir jetzt keine Lust mehr?

Der CSU-Chef hat mit seiner Amtsübernahme als Bundesinnenminister keinen Tag verstreichen lassen, Merkel damit zu piesacken. Nachdem sie in ihrer Regierungserklärung zurückkofferte und dann Richtung Brüssel zum EU-Gipfel entflog, hielt der Gegenkanzler Seehofer anderntags seine eigene Regierungserklärung als Hüter der heimatlichen Werte dieses Landes.

Ich bin seit inzwischen mehr als 20 Jahren als Beobachter des politischen Geschehens in Bonn und Berlin tätig. An eine Begebenheit, die auch nur annähernd an diese Farce heranreicht, kann ich mich nicht erinnern. Strauß hat immer wieder mal gegen Kohl gestichelt, und Herbert Wehner sagte über Willy Brandt einmal, der Herr bade gerne lau. Gerhard Schröder hat mal zu Joschka Fischer gesagt, es müsse in einer Koalition klar sein, wer Koch und wer Kellner sei. Okay. Aber das hier geht weit über die Summe alle dieser Fälle hinaus.

Törichte Wortwahl und beispielloser Aussetzer

Die Frage ist: Was bezweckt der CSU-Chef mit dieser rückwärts gewandten, aufgewärmten Debatte darüber, ob der Islam zu Deutschland gehöre. Die Negation dieses politisch ungemein törichten und in der Wahl des Verbs („gehört zu“) unglückselig unpräzisen Satzes schafft ihn nicht aus der Welt. Ebensowenig wie den damit einhergehenden beispiellosen Aussetzer Angela Merkels in der Flüchtlingspolitik. Der Satz, fahrlässig unpräzise und überflüssig wie er war, ist in der Welt. Merkel staunt mit einiger Sicherheit selbst, dass sie nach einem solchen politisch-handwerklichen Großunfall in Ermangelung eines ernsthaften Gegners weiter Kanzlerin sein darf. Unter normalen Umständen, wenn der Herausforderer nicht gerade Martin Schulz heißt, wird man nach so einem Patzer abgewählt. Und zwar völlig zur Recht.

In der Sache liegt Seehofer richtiger als Merkel. Es ist wahr, dass die reine Lehre des real existierenden Islams viele Unvereinbarkeiten mit unseren westlichen Grundwerten aufweist. Und es ist schlicht Unsinn, ihn zum einstigen Taktgeber des kulturellen Fortschritts auch in Europa zu erklären. Die Naseweisen, die behaupten, aus der islamischen Welt seien die arabischen Zahlen und die Mathematik gekommen, belehren kontrafaktisch ins Leere und lassen auf wenig Kenntnis und Präzision schließen. Die Zahlen und die damit zusammenhängende Wissenschaft kamen aus der arabischen Welt vor der Existenz Mohammeds und des Islam. Seither ist diese Religion, wo immer sie hingelangte, eher als Bremser und Verhinderer von Fortschritt und kultureller Weiterentwicklung aufgefallen.

Ein auffällig verspäteter Dissens

Dass es offenbar nach wie vor einen Diskussionsbedarf gibt, zeigt die Resonanz auf Seehofers Wiederauflage. Aber was bezweckt der CSU-Chef jetzt damit? Er hätte vor drei Jahren Merkel in dieser grundsätzlichen Frage stellen können (als etwa auch ein Volker Kauder, sonst treuester Knappe der Kanzlerin seinen Dissens mit diesem Satz zu Protokoll gab), verlegte sich da aber ausschließlich auf die ergebnislose Attacke gegen die konkrete Flüchtlingspolitik der Kanzlerin.

Nun aber haben Seehofer und seine CSU die CDU-Vorsitzende gemeinsam mit der SPD nach einem halben Jahr Hängepartei wieder mit Müh und Not auf den Thron gehievt. Hätte er das nicht gewollt, hätte er die Gefolgschaft in eine Koalition mit Merkel verweigern können. Und die zahlreichen, aber letztlich feigen Widersacher Merkels in der CDU zum Putsch ermuntern müssen.

So aber ist noch nicht einmal sicher, ob das Kalkül aufgeht, auf diese Weise die CSU in Bayern auf 45 Prozent plus zu bringen. Die bayerischen Christsozialen sind in der jüngsten Umfrage leicht gestiegen, aber so minimal, dass man angesichts eines geglückten Starts von Markus Söder als Nachfolger Seehofers im Amt des Ministerpräsidenten auch sagen könnte: Nicht wegen, sondern trotz Seehofers Nachkarten in Sachen Islam.

Merkel kann Seehofer nicht rausschmeißen

Eine streitbare Gabe der Angela Merkel besteht seit jeher darin, selbst im größten Tohuwabohu ein „War-was?“- Gesicht zu machen und einfach weiterzuregieren. Oder jedenfalls weiter im Amt zu sein. Dieser Vorgang aber sprengt sogar die von Merkel ausgedehnten Grenzen dessen, was in einer Koalition noch geht. Die Beteiligten dieses Streites machen sich lächerlich, und  auch wenn Kollegen schreiben, Merkel müsse Seehofer wegen Insubordination eigentlich rausschmeißen. Sie kann das gar nicht. Sie hat einmal zu Recht gesagt, dass in einer Koalition für sie die ersten Ansprechpartner immer die Parteivorsitzenden sind. Also Seehofer für die CSU und und demnächst Andrea Nahles von der SPD. Wenn sie Seehofer rausschmeißt als Minister, dann bricht sie mit einer der beiden Personen, die den Kern dieser Koalition bilden. Dann ist diese Koalition zu Ende. Zumal die CSU bisher jedenfalls keinen Millimeter von der Seite ihres Parteichefs weicht.

Wenn Merkel selbst aber dann nicht eines Tages sagt, dass sie so keine Regierung fortführen kann (was gegen ihr Naturell ist, denn dann wäre sie auch nicht mehr Kanzlerin), dann wäre es eines baldigen Tages an der SPD, diesem Trauerspiel ein Ende zu bereiten. Sie steigt schon in der Wählergunst, wie die jüngsten Umfragen zeigen, profitiert also von dem Handgemenge zwischen Merkel und Seehofer, zwischen CDU und CSU. Dieser Streit kann, wenn sich Andrea Nahles und Olaf Scholz weiter so geschickt dazu verhalten, im rechten Moment ein plausibler Grund für einen Koalitionsbruch sein. Denn wie soll man mit zwei Partnern koalieren, die sich aufführen wie die Kleinkinder in der Kita?

Monika Medel | Mo, 26. März 2018 - 08:13

Ein rascher Bruch dieser unseligen Koalition mit ihren Horrorgestalten an den Schalthebeln der Macht wäre unter den gegebenen Umständen noch das Beste für Deutschland. Lieber ein Ende mit Schrecken ...

Der Toni Hofreiter träumt jedenfalls schon vom Bruch der Koalition und wittert seine Chance. Die Grünerlnnen stehen nach wie vor bereit, die eventuelle Lücke zu füllen.
Um ganz ehrlich zu sein: die Grünerlnnen passen ja auch eigentlich besser zu dem, was noch von der CDU übrig ist. Wenns nicht klappt, könnte Frau Merkel aber immer noch bei den Grünen anheuern.

Die CSU müsste den Mut haben bundesweit anzutreten. Die Äußerungen von Seehofer waren richtig u. wichtig. Ich will u. kann mich nicht an die mittlerweile wöchentlichen Meldungen über unvorstellbare Taten dieser „17-Jährigen“gewöhnen! Und Mutti fällt nichts Besseres ein wie „Der Islam gehört zu Deutschland“.

Reiner Gehret | Mo, 26. März 2018 - 08:20

Lieber Herr Schwennicke,
ein kleiner Tipp: 20 Jahre Bonn und Berlin bedeuten eben auch, weit weg von dort zu sein, wo seit einiger Zeit deren Suppe bitter auszulöffeln ist. Spannend ist doch v.a. die Frage, ob die Herbstwahl im Süden Beruhigung bringen wird. Ich fürchte - eher nicht.
MfG

Christoph Kuhlmann | Mo, 26. März 2018 - 08:20

der Debattenkultur in der Migrationsfrage hierzulande wieder. Es steht zu befürchten, daß wesentliche Entscheidungen mit einem vergleichbaren Qualifikationsdefizit getroffen wurden und werden.

Leider spielt der Streit in dieser Frage das Nivea aller politischen Debatten in unserem Lande wider. Eine sachliche Diskussion mit Fakten gibt es nicht mehr, stattdessen werden nur „populistische Reden“ geschwungen und der Andersdenkende wird diffamiert.
Warum kann man bei der Frage, ob der „Islam zu unserem Land gehört“, nicht sachlich argumentieren? Es geht in der Diskussion auch um die Frage, ob in manchen Moscheen gegen die indigene Bevölkerung gehetzt wird, ganz gleich ob es sich hierbei um Christen oder Atheisten handelt. Es wird auch nicht über gemeinsame Werte des Zusammenlebens diskutiert. Das wären wichtige Fragestellungen, auch für eine Integration. Was erwarten wir voneinander?
Die Frage der Flüchtlingspolitik muss ganz davon getrennt werden, auch wenn hier viele Muslime ins Land gekommen sind.

Ich glaube, Sie sind gedanklich auf dem richtigen Weg - es geht darum, was wir - Mehrheitsgesellschaft und Muslime - gegenseitig voneinander erwarten. Ich erwarte vom Islam, dass er sich vollständig, ehrlich und auf Dauer in den weltlichen Staat eingliedert, dass er z.B. auf jede Form der Verschleierung von Frauen verzichtet, dass darauf verzichtet wird, ganze Stadtteile ethnisch umzudrehen und dort die Leitkultur der Herkunftsländer - d.h. deren Nationalismus - zu etablieren. Was können wir den Muslimen dafür anbieten: Ein Leben in Freiheit, in dem das Streben nach Glück und Erfolg gute Aussicht auf Verwirklichung hat, die Anerkennung als unsere deutschen/europäischen Landsleute - Assimilation, ein Teil von uns werden und die Religion - angepasst - trotzdem behalten.

Peter Lieser | Mo, 26. März 2018 - 08:30

Diese beiden Parteien gehören schon lange nicht mehr zusammen. Spätestens nach der Übernahme der CDU durch die ältere weibliche Person aus der Uckermark, mit der großen Handtasche und dem Entengang * war de Käs gegesse, is so ( * ab hier hessisch, in hochdeutsch für die Auswärtigen : War der Käse gegessen, dass ist so )

Martin Arndt | Mo, 26. März 2018 - 08:43

Ich wundere mich schon über Ihre Bagatellisierung des Streites. Denn Sie wissen bestimmt, welche hate-speeches sich im Koran finden. Das Christentum musste gegen seinen Willen in seinen thanatophilen u. Menschen verachtenden Zügen domestiziert werden: Kant wurde z.B. noch 1793 indiziert. Die moslemischen Länder haben kein Interesse an Aufklärung. Deswegen ist der ungefilterte Koran schon ein riskantes Problem, zumal bei LeserInnen, die keine Hermeneutik beherrschen.

Reinhard Schröter | Mo, 26. März 2018 - 09:08

Nach den bleiernen Jahren der verordneten Konsespolitik, die nur Merkel gnutzt hat, wird endlich mal wieder eine politische Auseinandesetung geführt und für den Autor ist das Kita und Kleinkinder.
Nein, egal wie das Spiel ausgeht, die Hauptsache ist, dass der Meinungsstreit stattfindet denn nur damit wird man wieder zu Lösungsansätzen für die Probleme in D kommen.
Und was ist wäre schlimm, wenn die Koaliton platzt oder die SPD davon profitiert oder Merkel von der Bühne gezwungen wird abzutreten ?
Herr Schwennicke, es ist schwer vorstellbar, dass ausgerechnet Sie mit einem "Weiter so " leben wollen.

Wolfgang Tröbner | Mo, 26. März 2018 - 12:14

In reply to by Reinhard Schröter

Der Streit, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, muss aus meiner Sicht konsequent fortgeführt werden. Auch wenn es eine Stellvertreterdebatte ist, die eigentlich das Thema Migration betrifft. Die Frage, über die eigentlich gestritten werden muss, ist, ob und wie viel Zuwanderung von den Deutschen noch als vertretbar empfunden wird. Dass die Zuwanderung, so chaotisch wie bislang vonstatten gegangen, jetzt schon an ihre Grenzen stößt, kann jeder tagtäglich auf den Straßen, Einkaufszentren und Bahnhöfen unseres Landes besichtigen. Eine solche Debatte wurde bisher von der Politik und auch den Medien konsequent vermieden. Jetzt muss endlich darüber diskutiert werden dürfen. Und ob die GroKo das überlebt oder nicht, ist sekundär.

Dietmar Deibele | Mo, 26. März 2018 - 22:33

In reply to by Wolfgang Tröbner

eine fünf- bis sechsstellige negative Zahl wäre angemessen.

Stefan Leikert | Mo, 26. März 2018 - 09:15

Sehr geehrter Herr Schwennicke, Ihr letzter Satz reicht eigentlich. Wir warten nur noch auf den Knall beim Platzen des Ballons.
(Zitat: C. Lagarde gegenüber Varoufakis bzgl. "Griechenlandhilfen")

Dorothe Gaede | Mo, 26. März 2018 - 09:15

sondern Kalkül, verehrter Herr Schwennicke.
Die Angst noch mehr Wähler im Herbst bei der Landtagswahl in Bayern zu verlieren, ist der Taktgeber Seehofers. Ich vermute, diese "Aufführung" unseres "Spitzenpersonals" , ist abgesprochene Sache. AM und HS wollen ihr Gesicht bewahren, nur Deutschland verliert das seine.

Elisabeth Ellermann | Mo, 26. März 2018 - 14:46

In reply to by Dorothe Gaede

Das sehe ich ganz genau so!

Helmut Bachmann | Mo, 26. März 2018 - 09:30

Weder steigt die SPD in Umfragen, wenn man die Messgenauigkeit beachtet, noch hat es etwas mit Seehofer zu tun. Leider offenbart der Artikel vor allem, war der Autor immerhin zugibt: Es wird nicht verstanden. Und deshalb als Kinderei abgetan, was viele als erfrischend erleben: endlich passiert was, endlich bekommt sie Gegenwind. Entweder steht am Ende eine bundesweite CSU, oder sie wird nicht mehr sein. Es sei denn M. wird gestürzt aus der CDU heraus. Sollte es nur wieder heiße Luft sein, verliert die CSU die Wahl in Bayern. Also bleibt zu hoffen, dass es um nichts anderes geht, als um die Absetzung der Königin.

Wolfgang Scherer | Mo, 26. März 2018 - 14:52

In reply to by Helmut Bachmann

genau so ist das Herr Bachmann. Der derzeitige Zustand und offene Streit ist keine Kinderei. Vor allem die Presse will einfach nicht verstehen, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen genau so denkt, wie Herr HS es derzeit offen ausspricht. Auch viele in der CDU wissen das, sind aber zu feige die M. zu stürzen, denn nur die M. ist das Problem.

Dr. Roland Mock | Mo, 26. März 2018 - 15:37

In reply to by Helmut Bachmann

Ja, auch ich bin der Meinung, daß alles, was Sand ins Getriebe dieses Gruselkabinetts streut, nur gut sein kann für die weitere Entwicklung in unserem Land. Aber Seehofers Kalkül soll der Sturz Merkels sein? Das hätte er doch schon vor zwei Jahren haben können, indem die CSU sich von der CDU losgesagt hätte. Nein, ich denke, der Seehofer Horst will nur irgendwie im Spiel bleiben und einfach nicht als Verlierer abtreten. Und sei es, indem er starke Sprüche klopft.

Susanne antalic | Mo, 26. März 2018 - 09:58

Ich finde die Debatte hilfreich, viel zu lange wurden die Probleme, die die beiden und viele andere, verursacht haben verschwiegen. Trotzden glaube ich, das es für Seehofer nur um die Wahlen in Bayern geht und nicht um die Sache. Wir dürfen jetzt sogar in den MSM lesen was viele Migranten aus islamischen Raum, nach Deutschland mitgebracht hatten, es ist erschreckend, was jeden Tag für kriminelle Handlungen stattfinden und es ist endlich Zeit, darüber zu reden, lang genug wurde es verschwiegen.

Hanno Woitek | Mo, 26. März 2018 - 10:29

seit Mohammed, der Verfall des islamischen...? habe ich im Geschichtsunterricht da was verpasst? Breitete sich nach Mohammed der Islam nicht erst bis nach Spanien, Sizilien, etc . aus? Und mit ihm Wissenschaften wie Medizin, Naturkunden und auch Astrologie, etc? während die europäischen Herrscher-Reiche und mit ihnen die Katholische Kirche fast noch in der wissenschaftlichen Steinzeit lebte? Hat nicht Friedrich der II., der große Stauferkaiser um 1200 n.Chr. eben diese islamischen Wissenschaftler zu Hauf an seinen Hof nach Palermo geholt, um etwas Fortschritt und Kultur in das römische Reich deutscher Nation zu holen? er wurde dafür von der katholischen Kirche gebannt, die jeden Fortschritt verhindern wollte. Sie liebte die Steinzeit damals und verhinderte jede Form aufklärerischen Denkens.
Ansonsten wird über Ihren Artikel sicher wieder trefflich diskutiert.
schöne Grüsse Hanno Woitek

Ja, Sie haben im Geschichtsunterricht etwas verpasst: Kriegerische Eroberungen des Islams, also Gemetzel unter den Besiegten nur um der Ausbreitung dieser totalitären Religion willen, wollen Sie doch wohl nicht ernsthaft als positive Errungenschaften bezeichnen. Im Übrigen ist die von Ihnen erwähnte Astrologie, also die Sterndeuterei zur Bestimmung von Charaktereigenschaften und Vorhersage der Zukunft, von jeglicher ernsthaften Wissenschaft meilenweit entfernt. Dass die katholische Kirche im Mittelalter „noch in der wissenschaftlichen Steinzeit lebte“ ist unbestreitbar genauso wie die Tatsache, dass es seit der Aufklärung in unserem Kulturraum den mündigen Bürger gibt - im Gegensatz zu sämtlichen muslimisch geprägten Ländern, in denen die höchsten Religionslehrer (z. B. in Ägypten) ausdrücklich jegliche Aufklärung ablehnen.

Ja, Herr Woitek, es gab die großen Vordenker des Islam, auch wenn diese Religion, wie fast alle Glaubensrichtungen, mit Feuer und Schwert verbreitet wurden. Es gab auch die großen Denker in der Antike - in Ägypten, Persien, Byzanz, Griechenland und Rom. Alle haben sie befruchtend auf nachfolgende Generationen gewirkt. Die Geschichte führte schließlich zur Aufklärung im Christentum. Wir achten und bewahren heute die Denkmale dieser Entwicklung. Das Problem der heutigen Tage ist der erkennbare Rückschritt weiter Teile des Islam, zum Fundamentalismus der kriegerischen Auseinandersetzung. Das Festhalten an den Worten im Koran, die vor 1400 Jahren von einem Religionsgründer übermittelt wurden, verhindert heute eine moderne Entwicklung. Es entsteht eben keine Innovation und es gibt keinen Fortschritt mit diesem Denken. Im Gegenteil, wenn der Islam heute von sich reden macht, dann mit Krieg, Gewalt und Ausgrenzung.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Henning

Der Mythos vom Islam als Überbringer des Geistes der Antike ist anscheinend unausrottbar. Zu den Fakten:

-Der isländische Dichter und Historiker Snorri Sturluson, der im 12. Jahrhundert lebte, schreibt in seiner „Edda“, dass die nordischen Götter in Wirklichkeit trojanische Helden waren.

-Der Frankenkönig Karl der Kahle (823-877) war fasziniert von der griechischen Kultur, so dass er den irischen Gelehrten Joh. Scottus Eriugena bat, das Werk von Pseudo-Dionysius bis 855 zu übersetzen.

-Als Byzanz 1453 endgültig zerbrach, flohen Gelehrte aus Konstantinopel vor den Muslimen und brachten mit, was sie retten konnten.

Aber selbst wenn die Mär vom Kulturbringer „Islam“ stimmen würde, warum konnte die islamische Welt nichts damit anfangen? Oder ist z.B. die „Bewegung“ Boko Haram( „Bücher sind Sünde") gerade dabei, den Afrikanern die antike Kultur zu überbringen?

Man sollte vielleicht endlich mit den islamischen Märchen aufräumen,Literatur darüber gibt es genug . Ob Kohlhammer , der das AL Andalus -Märchen aufklärt.Oder Gouguenheim mit dem Buch :"Aristoteles auf dem Saint -Michel".Oder sich über den Umgang mit den Zindiaqs informieren ( islamische Aufklärer ) . Es genügt auch ganz einfach mal zu googeln ,dass es die Inder waren die unsere Zahlen prägten,Araber haben sie nur -wie so vieles -auf ihren Handelswegen mitgebracht .

wer, wann, wo dieses oder jenes gemacht hat ist doch gar nicht so entscheidend.
Fakt ist, das wir JETZT keine Zuwanderung von Muslimen benötigen und das diese Zuwanderung mehr Probleme als Vorteile bringt. Das reicht doch. Das war es.
Oder geht es um Humanität ? Da wüsste ich Menschen die unserer Hilfe mehr bedürfen als die jungen Männer die zu uns kommen.

ZITAT: „Die Naseweisen, die behaupten, aus der islamischen Welt seien die arabischen Zahlen und die Mathematik gekommen, belehren kontrafaktisch ins Leere und lassen auf wenig Kenntnis und Präzision schließen. Die Zahlen und die damit zusammenhängende Wissenschaft kamen aus der arabischen Welt vor der Existenz Mohammeds und des Islam.“

Unsere Zahlzeichen und die Grundzüge der Mathematik (inklusive des genialen Konzepts einer „Null“) sind tatsächlich älter als der Islam, aber sie wurden in Indien (!) entwickelt.
Im Zuge der muslimischen Expansion übernahmen die Araber sie. Erst ab dem Hochmittelalter fand das indische Dezimalsystem dann auch in Europa Verbreitung und verdrängte das römische Erbe.
Die arabische Welt war hier also, aufgrund ihrer geographischen Lage, ein wichtiger Mittler im internationalen Wissenstransfer, aber nicht deren Ursprung.

http://www.library.ethz.ch/ms/Virtuelle-Ausstellungen/Fibonacci.-Un-pon…

helmut armbruster | Mo, 26. März 2018 - 10:30

inzwischen gilt Multi-Kulti als gescheitert.
Ich erinnere mich sehr gut, dass es jahrelang nicht möglich war Zweifel zu äußern. Sofort und umgehend wurde man in die rechte Ecke gestellt.
Als Zweifler von damals fühle ich mich heute bestätigt.
Dass ein Seehofer und andere erst jetzt darauf kommen und erst jetzt sagen, der Islam gehöre nicht zu D, zeigt, dass sie nur instrumentalisieren wollen.
Als es noch nicht opportun war so etwas zu sagen, weil es tabuisiert war, HABEN SIE STILL GEHALTEN UND NICHTS GESAGT.
Jetzt, wo sich der Wind gedreht hat und man nicht mehr so schnell in die rechte Ecke gestellt werden kann, glauben sie daraus Kapital schlagen zu können.
Das entlarvt die ganze Geschichte und zeigt, was es wirklich ist.
Leeres Geschwätz eines überzeugungslosen Opportunisten.

Selbst Frau Merkel erklärte 2010 "Multikulti" (sehr unkonkreter Begriff, denn mit Multi mit Schweden, Franzosen, Tschechen, Vietnamesen etc. klappt ja ohne Probleme) als gescheitert. Sie hat uns nie wirklich sagen können oder wollen, warum sie ihre Meinung in dieser Frage um 180Grad geändert hat.

Bernd Eifländer | Mo, 26. März 2018 - 10:36

Sofort - Trennung und bundesweit wählbar machen, dann wäre die CDU bei ca. 20% und der Fall Merkel langfristig erledigt :-))
Es würden sich neue Koalitionen ergeben und wir hätten wieder einen Rechtsstaat !

wenn man glaubt es könne nicht noch schlimmer kommen.......
Im Falle einer Trennung von CDU/CSU wären höchstwahrscheinlich die GRÜNEN !!! der Gewinner.
Eine Koalition von CDU, SPD und den Grünen würde Deutschland wahrlich nicht gut bekommen. Die bisherige Flüchtlingskrise wäre nur ein laues Lüftchen, im Vergleich zu dem, was wir dann erwarten dürften! Yascha Mounk hat es ja bereits verkündet. Ich kann dem " historisch einzigartigem Experiment" nichts Gutes abgewinnen. Hand aufs Herz: Deutschland vor 2015 war ein lebenswerterer Ort. Und dies wird immer mehr Bürgern bewußt.

Peter Huber | Mo, 26. März 2018 - 10:48

Wenn das mal im Rahmen einer Volksbefragung geklärt würde. Wir in der Schweiz machen das so und dann ist Ruhe. Wie ich gelesen haben haben bei Umfragen 74% gegen Merkel gestimmt. Scheint mir eine lupenreine Demokratie zu sein , das Land auf der anderen Seite von Bodensee ;-)

Dr. Roland Mock | Mo, 26. März 2018 - 10:51

Die Einschätzung, der Verbalkrieg um die „Zugehörigkeit“ des Islam sei töricht, teile ich. Unpräzise, nicht zielführend. Die Frage sollte, wenn schon versimplifizierend, eher lauten, ob der Islam zu Deutschland gehören s o l l. Und ob man die aus dessen Kulturkreis Stammenden hier haben will. Ich will sie nicht. Ganz nebenbei: Derjenige, der diese unselige Scheindebatte angestoßen hat, war Christian Wulf. Zur Koalition: Soll Sie doch platzen. Ob an Seehofer, an Nahles, an der Unfähigkeit der Kanzlerin, ihre eigenen Leute zusammenzuhalten: Egal. Hauptsache sie platzt. Wenn sie an Seehofers Harakiri-Kurs scheitern sollte: Auch gut. Dann ist der wenigstens noch zu etwas gut gewesen. Und der Meinung von Hofreiter, daß die CDU die Fraktionsgemeinschaft mit der CSU verlassen sollte bin ich (nur umgekehrt) seit langem.

Heidemarie Heim | Mo, 26. März 2018 - 11:13

Die Sandkastenkrieger gehören wohl eher in eine Einrichtung für Lernresistente oder in betreutes Wohnen,wo sie im Bewohnerbeirat in Anbetracht vergangener Führungsqualitäten als Vorsitzende deklamieren können ohne Ende, und so das noch erhaltene Langzeitgedächtnis einstiger Wähler erfreuen. Wie durchgehend auch gestern in der in der Sonntags-Diskussion auf Phoenix von allen konstatiert, geht es wie auch hier oft beschrieben doch nicht um die Tatsache ob eine monotheistische Religion zu uns gehört oder deren
Ausübung mit unserem GG oder unserer Kultur kollidiert. Sondern viel mehr um das nach wie vor ungebremste Wachstum des inzwischen zwar tonnenschweren aber hartnäckig ignorierten rosa Elefanten in der Berliner Blase. Und die Tatsache, das so langsam jedem der daran Beteiligten die Nebelkerzen ausgehen um ihn unkenntlich zu machen. Herr Bok? sagte sinngemäß,das man angesichts der Dimension der Probleme getrost alle Ansagen der Politik vergessen kann.Und das glaube ich ihm unbesehen.

Jacqueline Gafner | Mo, 26. März 2018 - 11:16

Da möchte man lieber nicht wissen, wie denn ein (Variante) "Aussetzer" der Nummer 1 der deutschen Regierung beschaffen sein müsste, damit er für sie spürbare Konsequenzen nach sich ziehen würde. Statt sich in extenso über das angeblich überholte und nurmehr imageschädigende semantische Ping Pong zwischen Merkel und Seehofer (oder umgekehrt) auszulassen, das - geschicktes Verhalten der SPD-Spitze vorausgesetzt - bis zum Bruch der "Ménage-à-trois" führen könne, würden sich möglicherweise ein paar Recherchen dazu aufdrängen, inwieweit sich im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD denn überhaupt Anhaltspunkte dafür finden lassen, den "Patzer" mitsamt all seinen Implikationen als solchen behandeln und pro futuro auskorrigieren zu wollen. Je nach Ergebnis müsste man die vorgebliche "Farce" dann womöglich etwas anders verorten als es der Artikelverfasser vorliegend getan hat.

Monika Schmidt | Mo, 26. März 2018 - 11:38

In meinen Augen wird inzw. an Merkel einfach vorbeiregiert. Und Seehofer will das mit seinen harschen Aussagen deutlich machen. Zeigt es doch ganz deutlich wer noch für Merkel Partei ergreift und wer nicht. Klarer können politische Realitäten vermutlich nicht dargestellt werden.
Ein weiterer Zweck dürften die zu erwartenden Wahlverluste der CSU im Herbst sein. Seehofer versucht vordergründig zu retten was zu retten ist und kann sich als kleinen 'Trost' die Genugtuung gönnen, dass Söder im Herbst wohl trotz der 'wohlmeinenden' Unterstützung Seehofers weitere Prozentpunkte verlieren wird. Söder ist in dem Fall derjenige, der einem leid tun kann, denn er wird verheizt und kann noch nicht mal wirklich was dafür.
Seehofer muss sich in diesem Fall dann nichts vorwerfen lassen, da er ja vordergründig unterstützend tätig war.
Und Merkel:
Sie entwickelt sich die nächste Zeit zur Gallionsfigur ohne Kraft. Bisl reden darf sie noch - machen tun andere.

Hans Schäfer | Mo, 26. März 2018 - 17:02

In reply to by Monika Schmidt

So ist Politik. Schulz lässt grüssen. Wer seinen Hut zu früh in den Ring schmeist, muss mit Gegenwind rechnen, derjenigen die auch Ambitionen hatten. Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an. Für mich ist Söder zu früh ins Rampenlicht getreten.

Ingo Kampf | Mo, 26. März 2018 - 19:37

In reply to by Monika Schmidt

Es wird zwar nicht ganz so schlimm kommen, wie mit der CDU. Söder wird den Hardliner geben, in der Hoffnung das Wahlvolk nimmt ihm das ab. Aber das bayerische Wahlvolk ist bei aller Heimatverbundenheit nicht dumm. Solange die CSU in Union mit Frau Merkel ist, ist das seine Achillesferse. Sie wird "Auftrittsverbot" in Bayern bekommen müssen, um jede Assoziation mit der allzu liberalen Schwester zu tilgen. Das ist schon in normalen Zeiten schwierig. Aber die Zeiten sind nicht normal. Jeden Tag schreckliche Beispiele nicht gelungener Integration in den Medien. Dann ist die Eurokrise noch nicht ausgestanden. Es gibt genug Unions-interne Reibung. Im Hintergrund sitzt die AFD und argumentiert: Wir halten, was Söder verspricht. Dann gibts auch noch die Freien Wähler. Alle zehren vom Potential des CSU. Es ist mit Sicherheit zu vermuten, dass die CSU nicht über das Bundestags-Wahlergebnis kommt und damit weit unter der letzten Landtagswahl bleibt. Seehofer wird grinsen!

Joachim Wittenbecher | Mo, 26. März 2018 - 11:53

Wäre Merkel klug gewesen, hätte Sie Seehofers Statement in der Regierungserklärung ignoriert. Aber zur Klugheit gehört mehr als Wissen. Ihre scheinbar reflexhafte Rechthaberei zwang sie zur Replik. Eine geistig schwache Leistung und nicht die erste dieser Art. Söder ist klüger als Merkel und Seehofer, wenn er sagt, der Islam gehöre kulturgeschichtlich nicht zu Deutschland, was heißt dass er nach entsprechender Transformation doch dazu gehören kann. Merkel wird Seehofer nicht entlassen, obwohl man Ihr - Thema Bindungslosigkeit - jederzeit einen Austausch der CSU durch die Grünen zutrauen kann. Der erste Wahlverlierer der BTW 2017, Herr Schulz, ist bereits von Bord, ich bin nicht sicher, ob die beiden anderen Megaverlierer - Merkel und Seehofer - nicht auch bald von Bord gehen. Tun sie es nicht, so verlasse ich mich auf die Erkenntnis, dass sich Probleme nach gewisser Zeit ihre Lösungen selbst suchen. Deutschland und seiner demokratischen Grundordnung wäre damit gedient.

Gisela Fimiani | Mo, 26. März 2018 - 12:20

Was Herrn Seehofer und andere feige Widersacher betrifft, stimme ich Ihnen völlig zu. Was die Debatte um die Zugehörigkeit des Islam betrifft, wissen wir wohl, dass es hier um weitaus Grundsätzliches geht. Hier herrscht dringender Diskussionsbedarf, über Parteigrenzen hinweg. Wenn es gelänge diese Diskussion zu führen, könnte sie Klarheit darüber verschaffen, welche, der vielbeschworenen, jedoch nie in ihren Konsequenzen präsisierten, "Werte" es zu verteidigen gilt. Hier müssten dann auch SPD und andere Stellung beziehen und könnten sich nicht auf die Position des "lachenden Dritten" zurückziehen.

Thorsten Pfeffer | Mo, 26. März 2018 - 12:23

Wie guter Cop - böser Cop ??? Hauptsache das Ergebnis paßt dann in die politische Landschaft. Ich traue keinem mehr und das ist nicht nur auf die Politik beschränkt !

Gerdi Franke | Mo, 26. März 2018 - 12:33

Mit diesem Satz möchte die Kanzlerin doch nur ihre in die Hose gegangene Migrantenpolitik vertuschen. Die Kultur des Islam gehörte und gehört nicht zu Deutschland. Auch die Multikulti-Vorstellungen der Eliten rechtfertigen das nicht. Wer ein bisschen die Medien liest merkt wie unvorbereitet das Geschehen von Merkels Grenzöffnung war und wo wir heute und zukünftig deshalb massive Probleme damit haben werden!

büchler klaus | Mo, 26. März 2018 - 13:04

Wenn man die Ereignisse der letzten Jahre in puncto der gesetzeswidrigen Migration Revue passieren lässt, läuft es aus Sicht Seehofers auf eine wagnerische Götterdämmerung hinaus.

Seine Mimik während der Replik Dr.Curios ( Afd) auf seine "Regierungserklärung" spricht Bände.

Seehofer sieht die heile CSU-Welt in Bayern massiv bedroht und ist wohl bereit, am Ende seiner politischen Laufbahn, den Konflikt mit der ungeliebten AM auszufechten. Seine Partei steht aus Selbsterhaltungstrieb hinter ihm.

Mathias Trostdorf | Mo, 26. März 2018 - 13:08

Ich glaube an keinen Koalitionsbruch.
Vieles was da, und nicht nur da, gespielt wird, ist doch nur Theater. Man keift sich im Bundestag an oder widerspricht sich in der Presse medienwirksam, damit das Ego gekühlt ist, und abends geht man lecker was zusammen essen oder trinken.
Die sehen ja, daß sie aus der Bevölkerung kaum Widerstand ernten.

Michael Jensen | Mo, 26. März 2018 - 13:24

Herr Seehofer sollte seine CSU von der CDU trennen. Und die CSU auf Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt ausdehnen, gerne auch auf Thüringen dazu, dann hat der dortige Spuk bald ein Ende.
Und weiter wünsche ich mir diese Region als „Freistaat“, losgelöst vom Rest der Republik: Exit. Eine große Zahl der Leistungsbereiten würde in den Freistaat übersiedeln – ich auch. Ba-Wü würde wohl auch rasch folgen.

Wolfram Rieger | Mo, 26. März 2018 - 14:09

Das, was da im Moment publiziert, analysiert, prognostiziert und lamentiert wird, lohnt nicht mal mehr seinen Grips zu einem anständigen Leserbrief an zu strengen.

Peter Wagner | Mo, 26. März 2018 - 14:53

Über 70% der Deutschen, im Gegensatz zu Merkel, sind der Meinung, dass der Islam laut Meinungsumfragen, nicht zu Deutschland gehört! Diese Meinung wird sich in Zukunft wegen der inflationären Problemlage in D, sicher noch weiterverbreiten. Immer weniger Menschen, lassen sich von links-grünen Politikern und Mainstreammedien einlullen.
Es wird schon jetzt immer deutlicher, dass diese Zwangsehe, auch kleine GroKo genannt, jeder Zeit platzen kann! Nur die Angst vor einem weiteren Erstarken der AFD, hat diese Koalition erst ermöglicht und hält diese noch zusammen!

Robert Schmidt | Mo, 26. März 2018 - 15:14

... gut dieser Ausspruch von Seehofer, diese völlig unerwartete "Insubordination" - denn von unseren etablierten Politikern und journalistischer Entourage sind wir nichts als Corpsgeist gewohnt.
Wir Müssen die Migranten aus den moslemischen Ländern als Flüchtlinge vor dem Islam begreifen (selbst wenn ihnen die Mittel der Selbstreflektion dazu fehlen).
Die modernen Industriegesellschaften leben von WISSEN und NICHT von GLAUBEN.
Auch wenn niemand weiss, wie ernst es Herr Seehofer wirklich meint, hier hat er eine ganz entscheidende Ansage gemacht.
Nur so kann die Geschichte DIESER Einwanderer Generation aus moslemischen Ländern evtl. erfolgreicher verlaufen als die, der vergangenen Generation. Klare Ansagen (auch wenn der gemeine, rundgeschliffene Berufspolitiker sich davor drückt) sind vonnöten, die Leute müssen wissen, was man von ihnen erwartet!

Clemens Mehnert | Mo, 26. März 2018 - 15:24

Noch vor wenigen Monaten wäre Seehofer für seine Aussagen medial gesteinigt und in die rechte Ecke gestellt worden. Jetzt fährt auch die BILD-Zeitung einen islamkritischen Kurs. Früher ging es wohl nicht.
Die CSU-CDU führt die Diskussion über den Islam besser spät als nie. Markus Vahlefeld stellt sich in seinem interessanten Artikel "Die berechtigten Ängste der linksliberalen Mitte" die Frage, ob die Debattenverweigerung nicht weit größere Risiken für die Demokratie bringt.

Markus Michaelis | Mo, 26. März 2018 - 15:59

Herr Schwennicke liegt hier glaube ich neben der Sache. Er diskutiert diese Frage ausschließlich in Bezug auf die üblichen Berliner Protagonisten. Das sind aber nur mediale Verstärker. Die Frage ist tief in der Bevölkerung verankert oder genauer den mehreren Bevölkerungen. Islam-Befürworter haben Cem Özdemir oder Omir Nouripour im Kopf und fänden es schrecklich und ganz unverständlich, wenn sie nicht dazugehören würden. Aber das ist bei "99,9%" der Bevölkerung kaum die Frage. Die sehen eher den realen (politischen) Islam zwischen Marokko und Bangladesh und meinen, dass der nicht so gut nach Deutschland passt - wo auch wieder "99,2%", auch der Linken, übereinstimmen (würden).

Menschen aus diesen Ländern lieben aber ihren Glauben, auch den politischen, ihre Länder, ihre Herkunft etc. Sie haben alles Recht dazu und weder müssen noch werden sie einfach Links-Rechts-Biodeutsch werden.

Das sind die gesellschaftlichen Fragen. Merkel und Seehofer sind da eher Randfiguren.

Hans Herzberger | Mo, 26. März 2018 - 17:05

Seehofer und Merkel gehören ebenso wenig zu Deutschland wie der Islam. Es ist das letzte theatralische Aufbäumen einer untergehenden Politikerkaste, welche Realität verweigert und bekämpft bis zum eigenen Untergang. Sie sind nicht mehr zeitgemäß und werden bald keine Hauptrollen mehr spielen. 2021 werden wir eine neue Parteienlandschaft haben und die Volksschauspieler werden den Dirigenten-Stab schwingen.

Gerhard Krohmer | Mo, 26. März 2018 - 17:05

Es gibt in Deutschland lt. Wikipedia drei Religionsgemeinschaften, deren Anteil an der Bevölkerung über 1 % liegt:
Römisch-katholisch 28 %, evangelisch, 26 %,
sunnitisch 3 %; ca. 30 weitere liegen jeweils unter 1 %. In jeder Gruppe müssen noch die konfessionellen "Kartei-Leichen" abgezogen werden.Den größten Block bilden inzwischen die Konfessionslosen: 35 %, von denen hört man am allerwenigsten.
In j e d e r Konfession gibt es viele, die sich dem Humanismus verpflichtet fühlen und natürlich auch Fanatiker. Ein konservativ christlicher Fanatiker ist aus dem gleichen Holz wie ein muslimischer Fanatiker, nur anders angestrichen.
Ganz wichtig ist, daß die Migranten gut Deutsch lernen, damit man mit Ihnen diskutieren kann.
Menschen sind wichtiger als Aussagen von überheblichen Offenbarungsreligionen.
Weiter empfehle ich das Buch "Islam in der Krise" von Michael Blume - und das Buch "Christlich abendländische Kultur - eine Legende" von Rolf Bergmeier.

Dennis Staudmann | Mo, 26. März 2018 - 17:14

diesem oder ähnlichen strittigen Themen auf die Reaktionen zu achten. Es gilt, wenn am lautesten gebrüllt und das scheinbare Entsetzen über eine These am stärksten ist, dann liegt es nahe, dass eine kritische Aussage wahr ist. Obligatorisch erfolgen dann die gewohnten Reaktionen. Der, der die kritische These ausspricht, wird beschimpft, verunglimpft, natürlich als "Rechts" bezeichnet etc. Alles wird getan, um nicht über die Aussage zu sprechen sondern über den, der es gewagt hat, diese zu machen. Im konkreten Fall könnte man doch ganz leicht das, was Seehofer gesagt hat, widerlegen. Kann man aber nicht, weil die Argumente schwach und sogar teilweise so bizarr sind, dass diesen niemand wirklich folgen kann. Natürlich weiss ich auch, dass Seehofers derzeitige "Ehrlichkeit" viel mit der Landtagswahl in Bayern zu tun hat und wohl auch nur bis zu diesem Datum anhalten wird. Trotzdem hat er Merkel gezwungen, sich klar zu bekennen, was sie selten tun musste. Leider ist die BT-Wahl vorbei.

Brigiitte Simon | Mo, 26. März 2018 - 17:35

Heute morgen erfuhr ich in einem Interview des
Deutschlandfunks mit Herrn Palmer, daß mittler-
weile deutsche Kinder in Kitas mit der Begründung,
daß Flüchtlingskinder Anspruch auf einen Betreu-
ungsplatz haben.
Mich erstaunen viele Kommentare in Cicero bzgl.
Aussage "der Islam gehört zu Deutschland. Egal
wer das sagt. Wichtig ist, daß dieses Problem
in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Herr Schwen-
nicke macht es sich zu leicht, diese Debatte "als
aufgewärmt und rückwärtsgewandt zu beschrei-
ben. Dieses Problem wird tagtäglich größer und
brisanter. Was ist mit unserem Christentum?
Am 16.11.2016 beklagte der griechisch-melkitische
Msg. Jeanbart Leanbart aus Aleppo anl. eines
weltweiten Treffens der Bischöfe in Belgien:
"Wenn ihr uns wirklich helfen wollt, dann beendet
diesen Krieg und laßt uns Christen weiter in unser-
en Heimat Syrien leben". Mit scharfen Worten be-
klagte er die Christverfolgung weltweit. Mit einem
Appell an die europäischen Bischöfe,

Fritz Gessler | Mo, 26. März 2018 - 17:42

zusammenhält, ist die furcht vor neuwahlen. auch wenn's weh tut: erst ein erdrutschsieg der AfD in bayern im herbst wird die ganze republik vor weiteren 'kulturführungs- etc.pp.'debatten in der amtierenden regierung bewahren können.
die weltlage ist eigentlich zu ernst für diese clownerien.

Brigiitte Simon | Mo, 26. März 2018 - 17:43

Er sagt: Die Christen seien die meist verfolgte
Gruppe der Welt. Die Christen fürchten sich vor
der Zukunft. Daß ihre Kinder unter der Herr-
schaft eines fundamentalischen islamischen
Systems leben müßten.
Auch die Regierung in Berlin, die Kirchen, die
Medien müssen sich öffentlich dazu bekennen."
Meine Anmerkung hierzu: Hoffentlich muß nie
gesagt werden: Auch das Christentum gehört
zu Deutschland.

Wilhelm Herbst | Mo, 26. März 2018 - 17:54

Die wirklich wichtige Frage ist, wie die Politik es schaffen will, dass die Teile des Islam, die unvereinbar mit unseren Gesetzen sind, Deutschland nicht verändern. Siehe https://www.bild.de/politik/inland/islam/frau-kanzlerin-darum-liegen-si….
Im Übrigen beachte man die drei Bedeutungen von "gehört"
1. Faktisch: Wohnen in Deutschland Muslime? - Ja!
2. Die Sollens-Komponente: Soll der Islam zu D gehören? Da gibt es viele Meinungen.
3. Rückblickende Bewertung der Prägekraft der muslimischen Religion unseres Gemeinwesens und der Gesellschaft? Eindeutig: Nein (siehe Horst Dreier, Würzburg auf n-tv)
Kultivierte Debatten sind in Deutschland überfällig und gut, sie schärfen Begriffe.

Jürgen Althoff | Mo, 26. März 2018 - 18:21

vielleicht für die CSU, indem er das Märchen vom Zerwürfnis Seehofer/Merkel weiter pflegt, damit die doofen Bayern-Wähler glauben, die CSU wolle tatsächlich eine Grenzschließung und die Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit und damit brauche man die AfD (drei Kreuze!) nicht mehr zu wählen?
Ganz im Sinne Herrn Schwennicke halluzinieren nun auch schon die ersten Grünen, anstelle der CSU in die schwarzrote Koalition einzusteigen.
Das hätte immerhin den Charme, dass bei den in kommenden 3,5 Jahren zu erwartenden Turbulenzen (Euro/EU, Straßenkämpfe, Blackout, Abwanderung von Industriebetrieben, steigende Arbeitslosigkeit, wackelnder Sozialstaat)tatsächlich die für das Desaster verantwortlichen Parteien/Personen in der Regierung und damit persönlich verantwortlich zu machen wären. Das hätte was....

Sven Bergmann | Mo, 26. März 2018 - 19:29

Popcorn, ein gemütlicher Sessel und dann die Fortsetzungsserie "unser kleines Kabinett":
Man muss darüber lachen, denn zu weinen hilft nichts:

Nach der ersten Folge ("Jamaika on the rocks") und der Jeremiade eines Herrn mit Haaren im Gesicht, eines geschassten Aussenministers und viel Bätschi, gibt nun - während bundesweit gerade aktionsgeladene Neuinszenierungen der Ballade von Mecki Messer laufen - Stubentiger Seehofer den trotzigen Bettvorleger-Verweigerer.

Unterhaltsamer als seine Mautnummer ist das allemal. Und es ruckelt an den bisherigen Grenzen des Sagbaren.

Seehofer und Merkel haben schon verstanden, dass sie auch mit ihrer Groteske nicht aus der Verantwortung für eine gescheiterte Integrationspolitik kommen.
Die SPD kaut an diesem Erkenntnisprozess noch.

Gerd Jahn | Mo, 26. März 2018 - 19:38

Was gib es Schöneres, als einen Fraktionsbruch. Schon FJS war dicht dran und die Zeiten waren damals noch fast paradisisch. Ganz ohne FDj-Sekretärinnen und Trotzkisten/Maoisten/Stalinisten. Und einer klaren Strategie zur Entwicklung des Landes/Staates.
Gott schütze die Demokratie!

Hans-Jürgen Schulze | Mo, 26. März 2018 - 19:44

Auch wenn diese Koalition bricht,eine "Neue" mit rot grün gelb dunkelrot wäre auch nicht akzeptabel. Zu wenig Schnittmengen und zu groß der Postendrang.Alles wie gehabt. Wie schon andere bemerkt. Lösung wäre CSU trennt sich von "Muttern",als deutschlandweite Partei könnte sie locker 35 + X% landen.Eine weitere „Größe“dürfte die AFD sein,die ich bei 35 bis X% einstufen würde.Beide haben große Schnittmengen,beide sind konservativ,beide haben das Ohr an der Masse.Eine solche Koalition wäre bahnbrechend und volksnah,der frische Wind den Deutschland benötigt.Oh ich höre schon das Geiferer der AFD Gegner, kurz „antifa“ in spe genannt. Hier geht es aber um echten Politikwechsel ob es einigen ewig Gestrigen gefällt oder nicht. Wir sollten nicht länger diese jetzige wichtige Zeit vergeuden um noch mehr Schaden zu zu lassen.Packen wir´s an, wir schaffen das.Unser D muß wieder national und international ein vorzeige Staat werden.Frei nach W.Tell:“ wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern“....

Manfred Gimmler | Mo, 26. März 2018 - 20:12

Unnötigerweise regen sich auch Gescheite in dieser Republik über die dümmlichen Sätze von Kanzlerin und Innenminister sowie deren Epigonen auf und fragen nach dem Zweck der Äußerungen. Das ist aber meiner Ansicht nach in beiden Fällen leicht zu beantworten.

Alleine die Macht als Befriedigung ihrer Eitelkeiten veranlaßt das politische Handeln beider Egomanen und ist ansonsten frei von Zwecken. Das wiederum ist beiden nur möglich, weil sie von rückgratlosen Hofschranzen umgeben sind und ihr „politisches Geschick“ lediglich eine abhängige Variable von Botmäßigkeit, Karrieregeilheit, Feigheit und unkritischer Bewunderung vieler Journalisten ist.

Merkel trägt ihre auf Umfragen beruhende „Welthellsichtigkeit“ ebenso eitel zur Schau wie Seehofer etwa seinen „fürstlichen Status“ beim feierlichen Einzug auf dem Nockerberg zu den Klängen des bayrischen Defiliermarsches, wo ihm – und nur ihm – die erste Maß mit den Worten gereicht wird: „Salve pater patriae! Bibas, princeps optime!“

Peter Weih | Mo, 26. März 2018 - 21:45

Ich möchte mich ausdrücklich bei allen CDU, CSU und SPD Wählern der Bundestagswahl 2017 und auch bei den 66% SPD Mitgliedern die für die Groko gestimmt haben, bedanken.
Danke für dieses wunderbare Merkel-Kabarett, das uns nun 3,5 Jahre täglich Realsatire und beste Unterhaltung bieten wird.
Als Anarchist weiß ich, dass das Land keine Regierung, keine Bundeswehr, keine Aussenpolitik, keine innere Sicherheit, keine Grenzen, keine Verwaltung, keinen BER, keine sauber Luft etc. braucht... es braucht einfach nur das wunderbare, tägliche Merkel-Chaos ...

Günter Hager | Mo, 26. März 2018 - 21:54

sitzen mit der AfD Leute mit Verstand und nicht solche Hohlköpfe wie bisher. Sie nennen unsere Probleme beim Namen, auch wenn es den Duracell-Hasen der Altparteien nicht passt und sie alle noch so vernünftige Beiträge der AfD verteufeln. Die Redner der AfD im Parlament, die ich bisher auf PHÖNIX und YOUTUBE gehört habe, (bin Rentner, habe Zeit) besitzen weit mehr Verstand und Substanz als die meisten Politikdarsteller der etablierten Parteien. Das ist bei dem Bildungsgrad vieler AfDler allerdings auch kein Wunder. Dagegen sind solche Leute wie Merkel, Altmaier, Kauder, Nahles, Maas, Scholz, Stegner und Spahn und Seehofer nur üble Sprücheklopfer ohne Inhalt!

Willibald Limbrunner | Mo, 26. März 2018 - 21:54

Hintergrund dieses Streits sind die "15 Thesen zum Zusammenhalt in Vielfalt" der Regierung.
Darin ist zu lesen: "Integration ist ein Prozess, der beide Seiten, die Aufnahmegesellschaft und die Migrantinnen und Migranten, fordert." und weiter heißt es: "Gesellschaftliche Veränderungen können dazu führen, dass sich Menschen in Deutschland entwurzelt fühlen."
Das ist die Absichtserklrung der Regierung Merkel.

Wolfgang Schuckmann | Mo, 26. März 2018 - 23:52

Wenn ich all die Kommentare hier richtig deute, komme ich nicht umhin festzustellen, dass die allermeisten Kommentatoren ein schlimmes Ende der Geschichte erwarten. Aber ich denke wir müssen da durch. Selbstverständlich kann ich mich irren, jedoch nach allem, was ich in den letzten Jahren gesehen habe ist das wohl ein frommer Wunsch. Ich glaube nicht mehr daran, dass sich die Ignoranten besinnen. Sie sind schon viel zu weit verstrickt in den Spielchen von Macht und Geld(!), wo man nicht mehr frei endscheiden kann welche Lösung für den eigenen politischen Auftrag die gebotene wäre. Ich wünsche diesem Land viel Glück!

Per L. Johansson | Di, 27. März 2018 - 00:08

ZITAT: „Seither ist diese Religion, wo immer sie hingelangte, eher als Bremser und Verhinderer von Fortschritt und kultureller Weiterentwicklung aufgefallen.“

Dem muß man leider zustimmen.
Man sollte aber hinzufügen, daß jede Religion dazu neigt, wenn sie sich in "weltliche" Dinge einmischen darf.
Auch die Naturwissenschaften bei uns konnten sich erst wirklich entfalten, nachdem das Christentum mühevoll eingehegt worden war und seine Deutungshoheit aufs Jenseits beschränkt wurde.

Das in der Aufklärung mühevoll erreichte muß aber aktiv verteidigt werden, nicht nur gegen den Islam.
Denn Religionen versprechen "Antworten" durch den "Glauben" an "Wahrheiten".
Naturwissenschaftler aber stellen immerzu neue "Fragen" durch ständige "Zweifel" am momentanen "Wissensstand".
Das ist nicht nur schwieriger und langwieriger, sondern auch weitaus weniger befriedigend.
Entsprechend ist der Wettstreit um die Köpfe kein Selbstläufer.

Jürgen Friedrich | Di, 27. März 2018 - 07:55

Der mediale Aufschrei darüber, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nur die Muslime, ist vergleichsweise lustig. Zahlenmäßig bedeutsamer gehört der Atheismus zu Deutschland. Bloß das ist keine Schlagzeile wert. Noch lustiger ist, dass die Christen mehrheitlich Ostern mit der Auferstehung von Jesus in Verbindung bringen, statt mit seiner Wiederauferstehung. Diese aber ist der Hebelarm dafür, sämtliches biologisches Leben als Auferstehungs-Wunder schlechthin zu würdigen. Und zwar quer über alle Religionen und Atheistmen hinweg.

Michael Sander | Di, 27. März 2018 - 11:18

Natürlich war dieser unglückselige Satz über den Islam von Christian Wulf falsch, da er letztendlich mehr Fragen aufgeworfen hat, als dass er eine Antwort geben konnte. Doch es war auch eine eindeutige Botschaft an die Muslime, dass sie mit ihrem Islam nun auch zu Deutschland gehören und dieses Land folglich auch mitgestalten können.
Und genau das war dann ja auch seither die Maxime der deutschen Politik - sowohl beim Hofieren der konservativen Islamverbände, als auch im Verlauf der Migrationskrise.
Und genauso pauschal ist nun auch Seehofers Negation zu verstehen. Dieser Satz bedeutet nämlich, dass die gesamte deutsche Politik sowohl bei der Einschätzung als auch beim Umgang mit dem Islam falsch lag.

Natürlich ist die Negierung des unglückseligen Satzes ebenso falsch wie das Original. Doch darum geht es hier nicht