Fortschritt
Nicht alles, was als Fortschritt markiert und gefordert wird, ist es auch / picture alliance / imageBROKER | Oleksandr Latkun

Zwei Schritte vorwärts, einer zurück - Wenn gesellschaftlicher Fortschritt keiner ist

Vieles, was sich als Fortschritt präsentiert, ist in Wirklichkeit Rückschritt. Ob Identitätspolitik, Feminismus, Islam-Debatte, Technologie, Wirtschaft oder Bildung – oft gefährden ideologisch motivierte Entwicklungen bewährte Errungenschaften.

Autoreninfo

Antje Jelinek ist Apothekerin und Biologie-Chemie-Lehrerin. Nach Pharmaziestudium und Promotion arbeitet sie in öffentlichen Apotheken und bildet verschiedene Gesundheitsberufe aus. Sie unterrichtet an einer Regelschule und hält Vorlesungen zur Klinischen Pharmazie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Elsevier-Verlag hat sie mehrere Bücher zu Arzneimitteln herausgegeben und ist Autorin für pharmazeutische Fachzeitschriften und das Blog Ruhrbarone

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Fortschritt bedeutet eine positiv bewertete Weiterentwicklung. Aber nicht jede Veränderung ist auch ein Fortschritt, und nicht jede vermeintlich fortschrittliche Entwicklung sollte weitergeführt werden. Die Klippenjagd, bei der große Herden essbarer Tiere ohne großes Risiko eine Klippe hinuntergetrieben wurden, ist dafür ein gutes Beispiel aus der Vorzeit. Wie der Anthropologe Jack Brink richtig ausführt, war „der Büffelsprung eine Technologie ohne Bremse. Einmal in Gang gesetzt, gab es kein Halten mehr, keine Möglichkeit, das Tempo zu drosseln oder die Zahl der erlegten Tiere an den unmittelbaren Bedarf anzupassen.“ 

Und hier zeigt sich die Problematik. Natürlich hat diese Form der Jagd die Menschen satt gemacht; die unvermeidliche Verschwendung von Ressourcen war aber dann in diesem Fall ineffizient und kein Fortschritt mehr. 

Auch in der heutigen Gesellschaft gibt es derartige Phänomene. Im Kulturkampf wird besonders um Fortschritt gerungen. Als progressiv wahrgenommene Trends sind aber noch lange keine gesellschaftliche Verbesserung, auch wenn sie von der jungen Generation gern angenommen werden. Viele angeblich fortschrittliche Strömungen stellen einen gesellschaftlichen Rückschritt dar.

Die Rückschrittlichkeit des Antirassismus

Die Fortschritte in der Bekämpfung des Rassismus in der Gesellschaft sind kaum zu bestreiten. In westlichen Ländern gibt es keinen strukturellen Rassismus mehr. In Deutschland ist dieser laut dem Demoskopen Thomas Petersen anhand der Zahlen nicht mehr nachweisbar. Die Identitätspolitik hat jedoch eine neue Form des Rassismus hervorgebracht. Dieser Rassismus wohnt dem neuen woken Antirassismus inne. Er zeigt sich nicht in einer Benachteiligung, sondern in der Bevorzugung einer Gruppe von Menschen. Diese Gruppe ist dann angeblich grundsätzlich von Diskriminierung betroffen. 

Die Erzählung vom strukturellen Rassismus und die Behauptung, es gebe keinen Rassismus gegen Weiße, dient dabei als probates Mittel, um Menschen in entsprechende Opfergruppen einzuteilen. Wenn weiße Menschen ausgeschlossen werden, so geschehen z.B. im letzten Jahr zum evangelischen Kirchentag, verlassen wir den Universalismus. Wenn Straftaten dunkelhäutiger Täter, die sich bewusst weiße Opfer aussuchen, vertuscht werden, weil es angeblich keinen Rassismus gegen Weiße gibt und ein Verfolgen der Täter als rassistisch geframt werden könnte, so geschehen beim Grooming-Gang-Skandal in Großbritannien, dann verlassen wir den Universalismus. 

Der Universalismus gilt nicht umsonst als Fortschritt. Fundamentale Rechte und gesellschaftliche Pflichten sollen eben von Herkunft, Geschlecht, Religion und Status entkoppelt sein und für jeden Menschen gleichermaßen gelten. Die Hautfarbe ist ein oberflächliches Merkmal, das keine Einteilung in menschliche Rassen erlaubt. Die moderne Biologie kennt keine menschlichen Rassen, denn alle Menschen teilen sich 99,9 Prozent ihrer DNA; es gibt fließende Übergänge zwischen Merkmalen wie Melaningehalt der Haut oder Gesichtsform, und die genetische Vielfalt innerhalb einer Gruppe ist größer als zwischen verschiedenen Gruppen. 

Wir sind uns genetisch also so ähnlich, dass die woke Einteilung in Opfergruppen hier völlig willkürlich nach oberflächlichen Merkmalen und im Widerspruch zum aktuellen Erkenntnisstand der Biologie erfolgt. Wenn diese angeblichen Opfergruppen dann anders behandelt werden, widerspricht das dem Universalismus und ist ein Rückschritt. 

Eine Aufarbeitung der Kolonialzeit ist sicher fortschrittlich; wenn jedoch in Museen aufgrund von postkolonialen Theorien falsche Tatsachen verbreitet werden, ist der Zenit überschritten. In seinem Buch „Postkoloniale Mythen“ beschreibt Mathias Brodkorb, wie dies im großen Stil geschieht. In Völkerkundemuseen verschweigt man bewusst Fakten und verfälscht historische Dokumente. Innerafrikanische Sklaverei oder der Sklavenhandel der Araber werden verneint, obwohl es genug Nachweise dafür gibt. Positive Einflüsse der einstigen Kolonialherren, die das postkoloniale Bild vom weißen Ausbeuter der indigenen Bevölkerung stören könnten, werden bewusst nicht erwähnt. Wie aber können Falschinformationen fortschrittlich sein? 

Die Rückschrittlichkeit des modernen Feminismus

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft hat sich durch die Etablierung der Gleichberechtigung im vergangenen Jahrhundert extrem gewandelt. Diese Fortschritte bei der Umsetzung von Frauenrechten sind in der westlichen Welt mit Galionsfiguren wie Angela Merkel oder Ursula von der Leyen unübersehbar. Gleichberechtigung und Emanzipation sind Normalität geworden. Seit dem Aufkommen der Identitätspolitik treibt der Feminismus jedoch Blüten, die diese Errungenschaften wieder zunichtemachen. Zum einen ist das biologische Geschlecht Frau durch uneingeschränkte Transinklusion bedroht, zum anderen wird die Frau permanent in die Opferrolle gedrängt und das Patriarchat für alle Unzulänglichkeiten im Zusammenhang mit der Weiblichkeit verantwortlich gemacht. Beides ist ungerecht und kein Fortschritt für unsere Gesellschaft. 

Uneingeschränkte Transinklusion bietet uns z.B. das Selbstbestimmungsgesetz. Wenn jeder Mann sich ohne jede Einschränkung zur Frau erklären kann, sind Frauenrechte bedroht, denn sie gelten nun auch für Männer. Wie in der Emma richtig dargestellt, sind Frauentoiletten ein wichtiges Stück Gleichberechtigung. Frauen müssen vor „modernen“ Forderungen nach Unisex-Toiletten geschützt werden. Nachdem sich Frauen ihren Platz im Sport erkämpft haben, mussten sie um ihre Medaillen fürchten, da Männer in Form von Transfrauen und intersexuellen Männern im Frauensport Fuß fassten. Glücklicherweise wurde in diesem Bereich der Rückschritt in Sachen Frauenrechte bereits korrigiert. Bei vielen Sportveranstaltungen, etwa den Leichtathletik-Weltmeisterschaften oder den Olympischen Spielen, werden nun endlich Gentests gefordert, um biologische Männer aus dem Frauensport herauszuhalten. 

Um den angeblichen Opfern des Patriarchats entgegenzukommen, gibt es Frauenquoten. Aber Frauen brauchen keine Quoten, bei denen schlechter qualifizierte und weniger kompetente Personen bevorzugt werden. Das ist für beide Seiten ungerecht. Auch die unter dem Vorwand des Feminismus aufgestellte These, Frauen müsse immer geglaubt werden, wenn sie sich als Opfer darstellen, ist keine positive Veränderung. Juristische Prinzipien, die sich seit der Antike bewährt haben, wie Unschuldsvermutung und objektive Beweise für vermeintliche Taten, werden durch sie ausgehebelt. Wegen der Verneinung der Bedeutung des biologischen Geschlechts und der unbegründeten Bevorzugung von Frauen ist der „moderne“ Feminismus ein gravierender Schritt zurück.

Die Rückschrittlichkeit durch falsche Toleranz

Religionsfreiheit ist ein hohes Gut und kann mit Sicherheit als progressiv gewertet werden. Aber fortschrittlich bleibt sie nur, solange Religionen keine rückschrittlichen Ideen in der Gesellschaft etablieren. Hier ist das Beispiel Islam zu nennen. Es ist eine zunehmende Unterwanderung durch autoritäre und regressive Player in unsere Gesellschaft zu beobachten. So beschreibt der Journalist Sascha Adamek das innenpolitische Ziel des politischen Islams als „systematische Missionsarbeit in alle Bereiche der Gesellschaft, die Durchdringung der Institutionen, die Infiltration des Bildungswesens, der Massenmedien und nicht zuletzt der Politik mit dem schrittweisen Ziel, die Gesellschaften auch des Westens in Gemeinwesen umzuwandeln, die nach den Wertvorstellungen des Islam leben.“ 

Diese Wertvorstellungen sind allerdings zutiefst rückschrittlich. Insbesondere die Rolle der Frau ist in keiner Weise mit den Vorstellungen einer freien westlichen Gesellschaft vereinbar. Auch wenn Khola Hübsch uns das Kopftuch als Emanzipation verkaufen will, bleibt es doch ein Symbol der Repression von Frauen nach den Vorstellungen von fundamentalistischen Muslimen. Eine Werbung für verhüllende Frauenkleidung gehört nicht in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und eine Vollverschleierung nicht in das Stadtbild unserer Gesellschaft, die sich als freiheitlich begreift. Aber jedwede Kritik an der Religion Islam wird mit Hilfe des Vorwurfs des antimuslimischen Rassismus unterdrückt. Im Namen der Religionsfreiheit und des Antirassismus fasst der islamisch geprägte Rückschritt in der Gesellschafft mehr und mehr Fuß. 

Auch die freie Liebe, die sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung sind in der modernen Gesellschaft ein großer Schritt nach vorn gewesen. Nun aber die Prostitution, die mit extremer Ausbeutung und kriminellen Umtrieben wie Zuhälterei und Menschenhandel verbunden ist, als Sexarbeit zu adeln und dabei jede Kritik an ihr zu unterbinden, kann man nicht als Fortschritt begreifen. Feministinnen, die gegen Prostitution kämpfen, die sich gegen die Ausbeutung von Frauen, die ihren Körper und ihre Gesundheit verkaufen, positionieren, werden zu bösartigen Feindbildern erklärt. Mit dem Terminus SWERF (Sexworkexkludierende Radikalfeministinnen) werden sie ähnlich wie TERF (Transexkludierende Radikalfeministinnen) gecancelt und in die rechte Ecke gestellt. Das gilt dann als progressiv, aber das Gegenteil ist der Fall, denn Prostitution ist in den allermeisten Fällen keine freie Liebe.

Das Ausbremsen technischen Fortschritts 

Nicht nur im Kulturkampf sind vermeintliche Fortschritte oft alles andere als progressiv, auch im Bereich Wissenschaft und Technik, die ja per se als fortschrittlich gelten, gibt es rückwärtsgewandte Tendenzen. Technologischer Fortschritt ist greifbar, und die Entwicklung in diesem Bereich, seien es KI, moderne Arzneimittel oder innovative Fertigungsanlagen, ist rasant. Durch die Märkte angetrieben, werden immer bessere Produkte erzeugt und für den Verbraucher bereitgestellt. Aber dieser Fortschritt wird oft durch Bürokratie, ideologisch geprägte staatliche Vorgaben und Reglementierung ausgebremst. Und diese Art der Regulierung halten die verantwortlichen Politiker für fortschrittlich.

Im Bereich Gentechnologie hat Deutschland schon vor Jahrzehnten den Anschluss verpasst. Bei der grünen Gentechnik hinkt die EU heute wieder hinterher. Im Bereich KI-Entwicklung ist außer Absichtserklärungen kaum etwas zu erwarten. Immer wieder sind Sicherheitsbedenken und Regulierungen der Grund dafür, dass man technologische Innovationen in Deutschland und in Europa nicht in dem Maße findet wie anderswo auf der Welt. Datenschutz ist wichtiger als technologischer Fortschritt. Statt selbst KI-Technologie zu entwickeln, wird in Europa mit Hilfe des Bürokratiemonsters „AI Act“ versucht, „europäische Werte“ in die KI einzupflegen. Diese regulatorischen Vermeidungsstrategien werden dann von den Politikern als fortschrittlich gefeiert.

Das auffälligste Beispiel von technologischem Rückschritt in Deutschland ist das staatlich verordnete Verbot der Kernkraft. Eine der fortschrittlichsten Technologien, die ohne CO2-Belastung der Atmosphäre zuverlässig Energie liefert, wurde in Deutschland per Gesetz abgeschafft. Während andere europäische Länder immer mehr auf Atomkraft setzen, sprengt man in Deutschland die Atomkraftmeiler zur Sicherheit lieber gleich mal weg. So wurden die Kernkraftgegner, die meinen, dass etwas Gutes für die Zukunft getan wurde, befriedigt. Vernünftig oder gar fortschrittlich war das nicht. Fortschrittlich wäre gewesen, die Kernkraft-Technologie auszubauen und sie dabei sicherer und zuverlässiger zu machen.

Wenn Fortschrittstechnologien wegen ideologischer Vorbehalte aufs Abstellgleis befördert werden, Innovationen erstmal grundsätzlich und gründlich überprüft und reglementiert werden, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir irgendwann ein technologisch rückschrittliches Land sind.

Soziale Marktwirtschaft ist nur solange Fortschritt, wie sie sich nicht selbst im Weg steht

Als sich aus dem ursprünglichen Kapitalismus die soziale Marktwirtschaft entwickelte, war dies fortschrittlich. Denn nun profitierten große Teile der Bevölkerung von der durch den Wettbewerb um Profite angetriebenen Produktion. Krankenkassen, Rentenkassen, Sozialführsorge gab es im ursprünglichen Kapitalismus nicht. Die soziale Markwirtschaft, bei der auch die Schwachen mitgenommen werden, ist insofern ein Riesenfortschritt, der durch die Steigerung der Produktion im Kapitalismus erreicht werden konnte. Bremst jedoch der Kampf um die Umverteilung von Vermögen das Wirtschaftswachstum aus und weniger sozial engagierte Konkurrenten im Ausland gewinnen den kapitalistischen Wettbewerb, wird sie rückschrittlich. So kam wohl Hans-Ullrich Jörges auch darauf, Bärbel Bas als Sozialstaats-Stalinistin zu bezeichnen, als es bei Welt-TV um die Rentenreform ging. 

Rückschrittliche Tendenzen in Bildung und Wissenschaft

Bei der Bildung gibt es ebenfalls rückschrittliche Tendenzen, die uns als fortschrittlich verkauft werden. Das Gendern ist zwar eine neue Form der Sprache. Durch fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung und die zusätzliche Belastung für Menschen mit Sprachproblemen oder Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben, ist es gesamtgesellschaftlich betrachtet ein Rückschritt. Die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen, die zu Recht als Fortschritt zu werten ist, wird durch die Einführung einer angeblich fortschrittlichen Sprache ad absurdum geführt.

Wie bereits die Hattie-Studie eindeutig belegt hat, haben Reformen und neue Unterrichtsweisen die Bildung nicht besser, sondern eher schlechter gemacht. Besonders die Leugnung biologischer und gesellschaftlicher Tatsachen führte dazu, dass wir durch den Versuch der Gleichmacherei eine insgesamt schlechtere Bildung in unserem Land generiert haben. Die Schule kann eben genetische und frühe sozial prägende Einflüsse auf die Bildungsfähigkeit von Kindern nicht beeinflussen. Eine Gleichmacherei in den Schulen, die nur die Anforderungen senkt, hängt in der Bildung alle ab: die klugen und die weniger begabten Kinder. Aus dem Bildungsbericht 2026 sollten deshalb die richtigen Schlüsse gezogen werden, damit Bildung wieder fortschrittlich werden kann.

Wissenschaftliche Standards werden von vermeintlich progressiven Feministinnen als von Männern gemacht infrage gestellt. Mit dieser Thematik befasst sich die feministische Wissenschaftskritik. Vereinfacht gesagt folgt sie der These: Das Patriarchat hat die wissenschaftlichen Standards eingeführt, deshalb könnten sie falsch sein. Diese wissenschaftlichen Standards ermöglichen aber überhaupt erst gesellschaftlichen Fortschritt. Natürlich müssen sie auch von Zeit zu Zeit überprüft werden. Sie jedoch aus feministischen Gründen generell auf den Prüfstand zu stellen, ist absolut kontraproduktiv. 

Medizinische Leitlinien und die Zulassung von Arzneimitteln auf den Markt folgen auch diesen wissenschaftlichen Standards. Die Erfolge der sogenannten evidenzbasierten Medizin sind durch wissenschaftliche Studien und statistische Belege klar zu beweisen und nachzuvollziehen. Deshalb ist die moderne Medizin, die auf evidenzbasierten Daten beruht, auch so erfolgreich. Sie ist die fortschrittlichste Form der Medizin. Nur weil überwiegend Männer richtige Beobachtungen gemacht und die Naturgesetze erkannt, beschrieben und bewiesen haben, sind sie nicht falsch. Wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn aus ideologischen Gründen zu negieren, ist kein Fortschritt.
Um auf das Beispiel vom Anfang zurückzukommen, führt der Historiker und Philosoph Will Durant aus: „Der menschliche Fortschritt zeigt sich nicht darin, dass wir die Klippenjagd perfektioniert haben, sondern darin, dass wir gelernt haben, den Boden zu bestellen, um nicht mehr von der Vernichtung ganzer Herden abhängig zu sein.“

Um echten Fortschritt als solchen zu erkennen, ist es hilfreich, die ideologische Brille abzulegen. Sie trübt den Blick für bessere Alternativen und führt mitunter zur Zerstörung von Errungenschaften, die es zu erhalten lohnt.

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Pamina | So., 28. Juni 2026 - 15:25

„...oft gefährden ideologisch motivierte Entwicklungen bewährte Errungenschaften. „

Nein, IMMER gefährden ideologisch motivierte Entwicklungen bewährte Errungenschaften.

Der gesunde Menschenverstand wird in Deutschland durch Ideologien abtrainiert. Kampf den Ideologien!

Christa Wallau | So., 28. Juni 2026 - 15:34

Die "Fortschrittlichen" brauchen die "Konservativen" unbedingt als Korrektiv.

Überall dort, wo Konservative in die rechte Schmutzecke gestellt und damit erfolgreich diffamiert werden, richten die sog. "Fortschrittlichen" jede Menge Schaden an.
Dies geschah bis zu Trumps Eingreifen in den USA, und es geschieht bei uns in Deutschland weiterhin - mit schlimmsten Folgen.
So lange die Schieflage in Bezug auf
Bewahrung des Erprobten und angeblichem Fortschritt zugunsten von letzterem besteht, gibt es keine Rettung für unser Land.
So einfach ist das.

Gerhard Hellriegel | So., 28. Juni 2026 - 17:22

Sie meinen, es gäbe keine menschliche Rassen.
Mit teils moralischen, teils oberflächlich statistischen, aber nicht wissenschaftlichen Argumenten.

Eine Rasse stellt überindividuelle genetische Unterschiede innerhalb einer Art dar.
Artengrenze ist gemeinsame Fortpflanzungsfähigkeit.
Übergänge stellen z.B. Maulesel, Maultiere dar, zwar aus Pferd und Esel, selbst aber nicht mehr fortpflanzungsfähig.
Da Neantertaler und Neumensch sich über Kreuz fortgepflanzt haben: gleiche Art, verschiedene Rassen.
Sehen Sie überindividuelle Unterschiede zwischen Schweden und Aborigines oder keine? Sind sie kultureller Natur? Warum genügt dann der Anblick?
Evolutionär ist eine Artenbildung ohne Rassenbildung gar nicht möglich.
Die Gruppen trennen sich räumlich, damit fließen die Genpools auseinander. Das ist oft äußerlich erkennbar. Aber nicht immer (z.B. Laktose-Intoleranz).
Diese Trennung kann zum Verlust der Über-Kreuz-Fortpflanzungsfähigkeit führen, muss aber nicht. Dadurch entstehen neue Arten.

Ingo Frank | So., 28. Juni 2026 - 18:21

deutschen Wohlstandes noch nie im Weg gestanden.
Es war & ist die Politik d letzten 20 Jahren & derer Protagonisten der Mainstream- Parteien, die die Marktwirtschaft als „zu melkende Kuh“ entdeckten, und ihr damit das Fundament zur Wohlsrtandsmehrung für den übergroßen Teil der Gesellschaft, entzogen hat.

Der übergroße Wohlstand der durch die soziale Marktwirtschaft erreicht wurde, kan kein sozialistisches Wirtschaftssystem der Staatwirtschaft erreichen….. Diese Beweis ist und wird auch in Zukunft nicht kommen. Da können sich SPD, Grüne Sekte und die SED Erben samt der links modernisierten Union drehen und wenden wie sie wollen. Staatskapitalismus funktionierte noch nie und das wird weiter so bleiben. Genügen Beispiiele gibt es seit der Öktoberrevolution in Russland …….Da greift auch das allseits beliebte Totschagargument der Roten Heidi nicht , die meint das wäre kein Sozialismus gewesen …. Klar den bauen die West Linken jetzt auf 🙈🙊🙉
MfG a d Erf. Republik

C. Schnörr | So., 28. Juni 2026 - 19:22

… die Autorin trefflich viele Missstände beschreibt, ist es nicht verwunderlich, dass sie naturwissenschaftlich gebildet ist. Der letzte Absatz wirft die Frage auf, was dazu führen kann die ideologische Brille abzusetzen? Was seit Merkel mit diesem Land passiert und wie es soweit hat kommen können, wird noch Generationen echter oder sog. “Experten” beschäftigen.

Angelika Sehnert | Mo., 29. Juni 2026 - 07:36

Das Erfolgsmodell Soziale Marktwirtschaft hat eine behäbige, intellektuell limitierte, träge, politische Kaste hervorgebracht, die nicht in der Lage ist Wichtiges von Unwichtigem, Richtiges von Falschem und Ideologie von Pragmatismus zu unterscheiden.
Der linke Zeitgeist hat den Konservatismus diffamiert, aber übersehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung eben eher konservativ ist. Konservatismus bedeutet neugierig auf die Zukunft zu sein, Bestehendes fortzuentwickeln, aber eben keine grundstürzenden Experimente, wie etwa eine völlig falsch aufgesetzte „Energiewende“ Hals über Kopf durchzudrücken. In dieser Hinsicht gibt es keine echten Konservativen in Deutschlands Politik mehr.
Übrigens ist das Bild der Klippenjagd vs. Ackerbau nicht ganz richtig: vor der neolithischen Revolution stand technologischer Fortschritt: die Entwicklung von Fernwaffen im Mesolithikum. Trotzdem war der Fortschritt durch Ackerbau und Viehzucht nicht aufzuhalten.