Ozzy
Ozzy Osbourne / picture alliance / DALLE APRF

Zum Tod von Ozzy Osbourne - Danke, Ozzy!

Black-Sabbath-Frontman und Heavy-Metal-Legende Ozzy Osbourne ist tot. Sein „Crazy Train“ war der erste Heavy-Metal-Song, den unser Autor zu hören bekam – und der Anfang einer großen Liebe. Eine persönliche Erinnerung.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Sein aktuelles Buch: „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“ ist im März 2026 erschienen. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

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Es muss im Spätsommer 1985 gewesen sein. Ich war Schüler der sechsten Klasse des Leibniz-Gymnasiums in St. Ingbert. Mein bester Freund Florian war ein Jahr älter als ich – und wusste immer viel früher und besser als ich, was popkulturell und modisch los war. Aber er war keiner, der nur opportunistisch der Mode hinterherlief, sondern hatte ein frühreifes Gespür für Qualität.

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Sebastian Habel | Mi., 23. Juli 2025 - 16:07

Was soll das sein? Spaß beiseite, festzustellen ist, dass Rock- und Metalbands die Zeit überdauern. Mit meinen 37 Jahren kann ich mir locker noch die Musik von Jimi Hendrix, Deep Purple, Led Zeppelin und Co., die ich bei meinem Vater im Regal finde, anhören. Genauso komme ich immer wieder zu meiner 1. Iron Maiden-Platte zurück, die ich vor 20 Jahren mal geschenkt bekommen habe (Rock in Rio 2001, wahrscheinlich die beste Liveaufzeichnung eines Metalkonzerts, ever). Und damit bin ich nicht alleine. Wer wird sich aber in 20 Jahren noch an irgendwelchen deutschen Asirap oder generischen House-, Pop- oder sonstigen Quark erinnern?

Rainer Mrochen | Mi., 23. Juli 2025 - 16:36

... der auf der Bühne einer Fledermaus mal den Kopf abbiss oder so ähnlich. Black Sabbath zu wenig in meinem Bewusstsein. Werde mal in meiner "Asservatenkammer" kramen. Danke für die Erinnerung und Würdigung.

Das war ein Versehen. Die Fledermaus war auf die Bühne geworfen worden und der "breite" Ozzy war der Annahme, dass die Maus aus Kunststoff bzw. Zucker war. So wird es zumindest erzählt.

Rainer Mrochen | Mi., 23. Juli 2025 - 18:35

Danke!

Jens Böhme | Mi., 23. Juli 2025 - 20:04

Die Sache mit der Fledermaus beim Konzert in DesMoines 1982 - ein Highlight abseits der Musik. Ozzy merkte im Mund, dass es kein Kuscheltier war und beim Flattern der Fledermaus und Ozzys starken Biss war der Kopf ab. Ozzy hat später im Interview gesagt, er war erschrocken auf einmal soviel warme Flüssigkeit im Mund zu haben. Nach dem Konzert ging es für ihn zur Tollwutimpfung. Zur Musik: die damalige junge HeavyMetal-Szene ging nur mit Sängern, die außergewöhnlich quiekende Stimmen hatten (Ozzy Osbourne bei Black Sabbath, Robert Plant von Led Zeppelin, Ian Gillan bei Deep Purple).

Bernd Windisch | Mi., 23. Juli 2025 - 22:15

Einer der Türöffner für den Hardrock (nicht Metall) war Paranoid und Iron Man von Black Sabbath. Deep Purple (Smoke on the Water, Child in time), Led Zeppelin (Stairway to Heaven. Whole a lotta love) oder Uriah Heep (Easy living, Lady in Black) waren Hard Rock - Bands vom Feinsten. Ozzy darf sich rühmen in seinem ganzen Sängerleben keinen graden Ton getroffen zu haben. Seine Solokariere war teilweise interessant aber kein Meilenstein der Rockgeschichte. Seine Reality TV-Auftritte waren Mega peinlich, geschmacklos und teilweise abgrundtief dumm. Er hätte eine Legende werden können. Nichts für ungut, Rest In Peace lieber Ozzy.
Anspieltipp: The Count of Tuscany von DreamTheater. Rock- Metall - Musik vom Feinsten. Herzliche Grüße aus dem Sauerland!

Sabine Lehmann | Do., 24. Juli 2025 - 00:57

Ich war 14, ein typischer Teenager, oft bockig u. ständig auf der Suche. Auf der Suche nach Identität, dem Sinn des Lebens u. den Abgründen des irdischen Daseins.
Es war die Zeit grüner Cordhosen, orange farbener Hemden, Frisuren jenseits des guten Geschmacks, exorbitanter Seitenscheitel, heißer Sommer, klingelnder Eiswagen u. Schlaghosen, die aus heutiger Sicht irgendwie einem modischen Schlaganfall entsprungen sein müssen;-)
Wie dem auch sei, in einer emotional düsteren Episode meines Teenagerdaseins entdeckte ich Black Sabbath für mich. Eine meiner ersten Langspielplatten, die ich liegend auf der spießigen Auslegeware in meinem Kinderzimmer auf einem roten Kofferplattenspieler hörte. Fest davon überzeugt, mit der finsteren Musik u. der kreischenden Stimme von Ozzy Osborne in der Hölle zu verschwinden;-)
Wie Sie sehen, blieb mir die Fahrt in die Hölle erspart, aber vergessen werde ich diese Zeit, in der irgendwie alles in gelb- grünem Licht schien, nie. R.I.P. Ozzy…ohne Fledermäuse.