- Sprachskandale, die keine sind
Der amerikanische Philosoph John Searle ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Mit seiner Sprechakttheorie und seinen Überlegungen zum Bewusstsein wirkte er weit über die akademische Philosophie hinaus. Mit ihm lässt sich die Frage beantworten: Kann ChatGPT denken?
Als ChatGPT vor etwa drei Jahren auf dem Markt kam, entbrannte umgehend eine leidenschaftliche Diskussion: Kann KI denken? Ist sie wirklich intelligent? Oder haben wir es hier nicht mit einem Programm zu tun, das Denkvorgänge simuliert, aber im Grunde dumm ist wie Bohnenstroh?
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Ich kann Mr. Searl durchaus nachfolgen und seine Theorie verstehen. Nur in die aktuelle Gegenwart übertragen, frage ich mich schon, ob die "sog. künstliche Intelligenz" nicht den ein oder anderen links-grünen Faschisten überholt hat. Denn bei einigen fehlt es eben an der natürlichen Intelligenz, gepaart durch fehlende Bildung und fehlendem Willen, sich selbst zu erkennen und ändern zu wollen. Insofern kann es sein, das sich nicht jeder angesprochen fühlt von der Feststellung: " Wer ChatGPT als künstliche Intelligenz bezeichnet, beleidigt jede wirkliche Intelligenz." Und ja, ich kann zustimmen, wenn Mr. Searl schreibt: "Denn natürlich schafft Sprache Wirklichkeit." Aber sie bedeutet nicht unbedingt inhaltliche Wahrheit. Und genau das zu erkennen, ist in der heutigen einer immer schneller werdenden, immer leichter zu beeinflussenden Zeit inzwischen schwerer denn je. Wir alle werden inzwischen von Informationen überflutet und für jeden wird es immer schwieriger Lügen zu erkennen.
