Brigitte Bardot
Brigitte Bardot / picture-alliance/ dpa | Douglas_Kirkland,_Celebrity_Vault

Zum Tod von Brigitte Bardot - Die letzte Rebellin

Als Brigitte Bardot 1956 die Bühne des internationalen Films betrat, war ein neuer Typ Filmstar geboren. Sie provozierte durch ihre Natürlichkeit und bot sich deshalb als Projektionsfläche an. Doch ihre Authentizität war nie gespielt, sondern bis zuletzt Ausdruck eines störrischen Rebellentums.

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Zuletzt erschien von ihm „Die Zukunft des Protestantismus“ bei Claudius.

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Sie war Schmollmund und Wuschelhaar. Sie war die Frau, in deren Garten Gunther Sachs rote Rosen regnen ließ. Sie war Saint-Tropez und Paris. Sie stand für selbstbestimmte Weiblichkeit und war zugleich Männerphantasie. Für die einen war sie Verkörperung der Sünde, für die anderen Zeichen der Emanzipation. Sie galt als Symbol Frankreichs und lieh der Marianne ihr Gesicht. Sie war Stilikone und die meistfotografierte Frau ihrer Zeit. Die Rede ist natürlich von Brigitte Bardot.

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hanno Woitek | Mo., 29. Dezember 2025 - 16:18

was haben wir mit unserem Alter, mein Freund Michael und ich , geschummelt, um ab1956 in ihre Filme zu kommen. Der erste nackte Busen im deutschen Kino...!! unvergesslich!!!!

Klaus Funke | Mo., 29. Dezember 2025 - 17:13

Wohl kaum, eher eine verzogene Wohlstandsgöre. Der Sex von damals ist doch heute nur noch lächerlich. Sie wollte anders sein und sie konnte es sich leisten. Auch rein finanziell. Aber echte Substanz? Nö. Da hat die Corinna Harfouch (nur so als Beispiel) ja wohl mehr Sex im kleinen Finger oder die Nena in ihrer Stimme als die Bardot je am ganzen Körper hatte. Die BB hatte ihre Zeit und die war in den Fünfzigern und Sechzigern, und gut. Aus, die Maus, mehr ist da nicht zu sagen. Schauspielerisch hat sie mich nie überzeugt, auch nicht mit ihrem Körper oder ihrer Laszivität. Gähn!

Karl-Heinz Weiß | Mo., 29. Dezember 2025 - 19:11

Dass man konsequenterweise in einer "immer künstlicheren Welt" zur fundamentalistischen Tierschützerin werden muss und über andere Kulturen ebenso fundamentalistische Werturteile abgeben darf - diese Meinung muss man nicht teilen. Die Lebensleistung der Verstorbenen verdient Anerkennung. Trotzdem schätze ich den Mut und die Konsequenz ihrer Vorgängerin MM in schwierigeren Zeiten noch höher.