Queere Aktivisten demonstrieren vor dem Deutschen Bundestag
Queere Aktivisten demonstrieren vor dem Deutschen Bundestag / Screenshot (YouTube, ZDF)

ZDF-Reportage im Kulturkampf - Wenn Realität nur stört – wie der ÖRR sein Publikum verliert

Das ZDF zeigt mit seiner neuen „Wut auf Woke“-Reportage erneut, wie weit sich der ÖRR von der gesellschaftlichen Realität seiner Beitragszahler entfernt hat. Statt Mut zur Debatte setzt man auf Gaslighting und längst überholte Strohmann-Argumente.

Autoreninfo

Felix Huber studiert Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

So erreichen Sie Felix Huber:

Donald Trump ist zum zweiten Mal US-Präsident. Anders als in seiner ersten Amtszeit verändert er diesmal auch die Kultur in Amerika: Sein „War on Woke“ funktioniert bisher erstaunlich gut. Etwa durch Trumps äußerst befremdlichen Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit, aber eben auch durch den Schulterschluss mit Tech-Milliardären wie Peter Thiel. Große Firmen stellen ihre Diversity-Programme ein, Jeans-Marken werben gelegentlich wieder wie vor 30 Jahren und vermutlich wird sich durch Lauren Sanchez auch die Ausrichtung der Modezeitschrift Vogue wieder nach Trumps Geschmack gestalten.

In der BRD entsteht derweil ein immer breiter werdendes Medienangebot, das der Schlagseite des ÖRR und bestimmter Qualitätsmedien entgegensteht und auch konservative, liberale und bürgerliche Positionen vertritt. Lassen Sie sich von schlechten Verlierern auf beiden Seiten nicht hinters Licht führen: Selbstverständlich hat es auch schon immer unangenehme Debatten gegeben, die nichts damit zu tun hatten, doch der Kulturkampf ist real. Wer ihn jetzt immer noch leugnet oder meint, über den Dingen zu stehen, hat sich einfach zu sehr daran gewöhnt, die Auseinandersetzung ohne jede Gegenwehr zu gewinnen oder einfach Angst zu verlieren.

Auch in den Redaktionen des ÖRR wird es langsam etwas ungemütlicher. Immer mehr Bürger fordern, dass man mit neun Milliarden Euro jährlichem Budget seinem Auftrag gerecht werden und ausgewogen berichten sollte. Doxing wie bei Jan Böhmermann oder parteiische Claqueure in Talkshows kommen ebenfalls nicht mehr so gut an wie früher. Gerade, weil auch echte NGOs wie der unermüdliche ÖRR-Blog den Finger immer wieder genau in die Wunde legen.

Die „aspekte“-Reportage als Fallstudie

Wer sehen möchte, dass der ÖRR trotz aller Kritik immer noch nichts verstanden hat, dem sei die neue ZDF-„aspekte“-Reportage wärmstens empfohlen: In 45 Minuten Laufzeit liefert der Sender unter dem Titel „Wut auf Woke – Wie sich die Stimmung dreht“ jede Menge Anschauungsmaterial dafür, wie weit sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk von der Lebensrealität seiner Beitragszahler entfernt hat.

Denn es geht den Machern der Reportage in keiner Sekunde wirklich darum, zu verstehen, warum sich der Wind politisch seit geraumer Zeit dreht. Die Suche nach der Wahrheit oder dem besseren Argument weicht dem Bedürfnis, sich in einem Stuhlkreis der guten Gedanken in Watte zu packen. Die Avantgarde der politischen Linken sitzt längst zusammen und zerbricht sich die Köpfe über den weiteren Kurs, nur beim ZDF stehen die Uhren noch auf 2015. Der Grundton der Reportage: „Wir machen alles richtig, wollen einfach nur, dass alle glücklich und frei sind, aber die bösen Rechtsextremen hassen die Freiheit“. Na, dann ist ja alles geklärt! Im therapeutischen Sprachgebrauch heißt diese Diskussionstaktik übrigens „Gaslighting“.

Mit vorgefertigtem Drehbuch

Der Beitrag steigt in Bad Freienwalde, einer Kleinstadt in Brandenburg, ein. Hier soll es vor rund einem Jahr zu einem Überfall auf ein Fest für Vielfalt gekommen sein. Von einem Überfall will Bürgermeister Frank Lehmann (CDU) allerdings nichts wissen, für ihn seien beide Parteien schuld an der Eskalation. Für die Macher des Beitrags ist von Anfang an klar: Eine Bedrohung für Freiheit und Vielfalt kommt nur aus der rechten Ecke. Wie für den ÖRR typisch ist man dabei auf dem zweiten Auge blind für illiberale Strömungen in der Gesellschaft.

Rentner in Bad Freienwalde erklären, wegen der rechtsextremen Bedrohung nicht mehr an Straßenfesten teilzunehmen. Dass andere Veranstaltungen wegen islamistischer Terrorgefahr abgesagt wurden, verschweigt die Reportage.

Über Gewalt gegen queere und schwule Menschen aufzuklären ist ebenfalls richtig. Dann ist es aber einfach nur unehrlich, im gesamten Verlauf nicht einmal über Übergriffe aus dem islamistischen Umfeld zu sprechen.

Kontaktschuld und Nazikeule

Im weiteren Verlauf der Reportage wird immer wieder jegliche Kritik an einer moralinsauren, besserwisserischen, spaßbefreiten linksliberalen Gesellschaftspolitik, durch implizit angedeutete ideologische Nähe zu rechtsextremen Gewalttätern delegitimiert. Kontaktschuld also als Gedankenverbrechen.

In Bad Freienwalde wählen rund 40 Prozent der Menschen die AfD. Doch die Sprecherin des Bündnisses „Bad Freienwalde ist bunt“ wirkt im Gespräch so, als hätte sie noch nie mehr als zwei Worte mit der anderen Seite gewechselt. In ihrer Argumentation sind alle Kritiker eines nie genau definierten Konzepts der „Wokeness“ a priori verdächtig, die Demokratie abschaffen zu wollen. Jeder, der keine unbegrenzte Massenmigration in Sozialsysteme oder Jubelzüge für israelische Todesopfer in Neukölln will, ist also eine Art Disney-Bösewicht: abgrundtief böse und freiheitsfeindlich.

Der Beitrag wärmt sogar das Narrativ der dummen, ungebildeten AfD-Wähler (eigentlich waren Linke doch mal für die Arbeiter?) ohne „tolle Jobs und akademische Doktortitel“ wieder auf – und nach handgestoppten 5 Minuten und 18 Sekunden sind wir dann endlich beim ersten 1933-Vergleich. So ganz ohne Nazikeule hätte sich der Beitrag aber auch sehr leer angefühlt.

Die AfD-Fraktion in Brandenburg, das sei an dieser Stelle erwähnt, wirkt in den zusammengeschnittenen Video-Schnipseln aus ihrem Facebook-Auftritt allerdings auch ausgesprochen unsympathisch: spottend und unversöhnlich bis zum Gehtnichtmehr.

Wenn der Beitrag allerdings eine junge Drag Queen interviewt, die ihren Wegzug aus Bad Freienwalde damit erklärt, dass sie „sich in ihrer eigenen Heimat nicht mehr wohlgefühlt“ habe, dann wird es wirklich absurd. Denn eine ähnliche Aussage eines deutschen AfD-Wählers aus Brandenburg hätten die Macher wohl kaum so gelassen genommen. Der Umzug aus Bad Freienwalde ins weltoffene, liberale Berlin also als größtmögliche Zäsur: Da soll nochmal einer sagen der ÖRR könnte keine Comedy.

Experten oder Ideologie-Fabrik?

Um einen möglichst undifferenzierten Blick auf das Thema zu bekommen, spricht die Reportage natürlich auch mit ausgewiesenen Experten: Tief im Land der regierungsnahen NGOs, hinter sechs Millionen Euro staatlicher Förderung in 2023 und ähnlich hohen Personalkosten im selben Jahr, findet sich dafür die Amadeu Antonio Stiftung. Gegründet von der ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane, schießt diese Institution trotz durchaus ehrbarer Motive seit Jahren immer wieder weit übers Ziel hinaus – eine ideologisch einseitige Einrichtung, die so undemokratisch agiert, wie sie es ihren Gegnern nie verzeihen würde.

Der Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung öffnet dem Kamerateam in einem gewagten Outfit die Tür. Im rosa Adidas-Pullunder über dem Kurzarmhemd und den schwarzen Hotpants wirkt er etwas verkleidet. Vielleicht hat er sich die Gaderobe sogar in einem Anflug von Selbstironie extra für die Sendung über „Wokeness“ zusammengestellt? Jedenfalls sind alle rechtsextrem, alles ist Kulturkampf, alles Nazis. Ein lediglich eingebildetes Feindbild einer „woken Hegemonie“ ist laut Amadeu Antonio Stiftung ebenfalls am Gesellschaftsklima schuld. Waren die Meldestellen, die wütenden Anrufe bei Arbeitgebern und die Hausdurchsuchungen für witzige Memes am Ende doch nur eingebildet?

Hätten die Macher der Reportage Welt-Verleger Ulf Poschardt, der sich für den Titel seines Bestsellers „Shitbürgertum“ ausgerechnet vom argentinischen Präsidenten inspirieren ließ, wie uns die Erzählerstimme sichtlich pikiert wissen lässt, mal lieber wirklich zugehört. Stattdessen gibt es einen unglaublich altbackenen Einspieler über Javier Milei, den die FAZ dieser Tage längst umfangreich für seine Finanz- und Wirtschaftspolitik lobt. Poschardts Kritik wird im Beitrag oberflächlich abgehandelt, die genervte Stimme aus dem Off sorgt dafür, dass die Gedanken gar nicht alleine wirken können. Eine kritische, aber ergebnisoffene Lektüre von Poschardts Buch hätte dem Beitrag dabei sehr gut zu Gesicht gestanden.

Stattdessen verabschieden wir uns schnell aus dem spannenden Teil des Beitrags. Ein Video einer geschmacklosen AfD-Veranstaltung in einer sächsischen Kleinstadt später driftet die Reportage dann endgültig ins Allgemeine ab. Moderatorin Salwa Houmsi zeigt sich im Gespräch mit einer linken Aktivistin beispielsweise ehrlich überrascht davon, dass auch Vertreter der politischen Linken gelegentlich an ihrem Weg zweifeln. Dann werden wieder rechtsextreme Demonstranten gegengeschnitten, und der Beitrag schleppt sich mit einem Bericht über den Berliner CSD sich so langsam Richtung Ziellinie.

Warum überhaupt muss man sich in diesen ÖRR- und Funk-Dokus immer ansehen, wie die Reporter von A nach B reisen oder Rolltreppen fahren? 

Bequemes Fazit statt echter Debatte

Das Schlusswort der Reportage ist dann so entlarvend, dass es fast schon wehtut: „Was, wenn die Leute erkennen würden, dass nicht die Frauen, Queeren und Migranten ihre politischen Gegner sind?“

Nach 45 Minuten, in denen man AfD-Wähler mit gewaltbereiten Rechtsextremen und Bürgerliche in Deutschland mit der MAGA-Bewegung in Amerika in einen Topf geschmissen hat, landet das ZDF am Ende wieder bei dem Strohmann, der von Anfang an als bequeme Lösung feststand, Selbstreflexion? Fehlanzeige. Mut zur Debatte? Fehlanzeige. Stattdessen wittert man lieber einen großen Masterplan, der am Ende alle Unzufriedenheit, Spaltung und Spannungen in der Bevölkerung erklärt. Politisch Andersdenkende oder Kritiker bleiben für das ZDF weiterhin ungreifbare Fantasiegestalten und Fabelwesen, denen man am Ende doch besser nicht zu nahe kommt- vielleicht beißen sie einen ja sonst. Wieder einmal bestätigt sich, dass die meisten Redakteure beim ÖRR jeden Anschluss zu den Debatten in der Bevölkerung verloren haben.  

Die Entfremdung von Gebührenzahlern und Zuschauern ist eine dramatische Entwicklung – Reportagen wie diese zeigen überdeutlich, warum sich daran mit diesem ÖRR so schnell nichts ändern wird.

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Karl-Heinz Weiß | Mi., 13. August 2025 - 16:21

Nach einer Umfrage von 2024 bei Journalisten (d/w/m) sind rund 40% den GRÜNEN zugeneigt. Insgesamt kommen linksgerichtete Parteien auf rund 70%, die Union auf rund 8% (Quelle: Statista). Noch Fragen ? Und da auch nach 10 Jahren eine "der CDU nahestehende Kanzlerin von der Richtigkeit ihrer Entscheidungen überzeugt ist, können solche ÖRR-Berichte nicht überraschen, ebenso die Steigerung des AfD-Potentials von unter 5% (2013) auf aktuell rund 25%. Nach der Mehrheitsmeinung der ÖRR-Journalisten muss es sich dabei allesamt um Rechtsextreme handeln. In den USA ist aktuell zu besichtigen, wie sich eine Berichterstattung gegen die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung auswirkt.

Markus Michaelis | Mi., 13. August 2025 - 16:36

dass nicht die Migranten etc. ihre Gegner sind. Super auf den Punkt - dumme Vorurteile bei den Einen, und dann sind da diejenigen, die das allgemeine Menschsein verstanden haben.

Ich bewundere alle "Kulturkämpfer" von allen Seiten, die unermüdlich versuchen die gröbsten Übertreibungen argumentativ zu "stellen", so dass sich hoffentlich bald wieder eine Mehrheit hinter irgendeiner gemeinsamen Sicht vereinen kann. Vielen Dank, mit selber fehlt dafür ein wenig die Geduld und mir ist ein anderer Punkt erstmal wichtiger:

Die Leute ohne Vorurteile, die allen Menschen offen gegenübertreten - nicht beim Kinobesuch, sondern wenn es um eine gemeinsame Gesellschaft geht - sind erstmal übergriffig. Woher nehmen sie das Recht von allen Menschen zu erwarten, dass sie kompatibel zu ihnen selber denken?

Es ist doch offensichtlich, dass es tiefe Inkompatibilitäten gibt. Hat man dazu noch irgendwelche anderen Gedanken, als dass es zu viele Nazis und Kolonialismus gibt?

Sabine Lehmann | Mi., 13. August 2025 - 17:10

Nach der heutigen Lektüre des aktuellen Zeitgeschehens in der größten Freiluftirrenanstalt dieses Planeten, könnte ich etwas schreiben, aber leider ist mein Bademantel noch in der Wäsche.

Thomas Veit | Mi., 13. August 2025 - 17:52

weil sie im Grunde wissen oder ahnen, dass dann IHRE Welt zusammenbrechen könnte - jahrzehntelange Gewissheiten (WIR sind die Guten!) ständen eventuell in Frage... ... >> Lieber nicht!

Mich erinnert das sehr-sehr stark an die alten SED-Parteigenossen, die bis heute nicht verstehen können (oder wollen...) WIESO? der Sozialismus nicht gesiegt hat..., obwohl er doch dem Kapitalismus in praktisch jeder Hinsicht überlegen war...?? 🤔

Diese Leute gibt es wirklich - heute noch.

...und dann wollte ich nur noch kurz sage, dass ich die Beiträge von Herrn Huber immer sehr gerne lese...

ER gibt mir auch ein bisschen Hoffnung - KEIN Joke!, dass es auch in der jüngeren Generation noch Leute gibt die klar und geradeaus denken können...

Der Huber, Felix wird seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher. Weiter so!! (Guter Mann! 👍😉)

Heidemarie Heim | Mi., 13. August 2025 - 18:12

Liegt mir inzwischen immer mehr die Frage auf der Zunge: "Welche Kultur?" Ich bin beim zappen zufällig dabei hängen geblieben wegen dem missverständlichen Titel dieser Reportage und bin aber über die Anfangssequenzen a la durch Rechtsextreme gestörten Frohsinn bzw. Feierlichkeiten und der Örtlichkeit Brandenburg nicht hinweggekommen. Doch hätte ich den Braten noch viel früher gerochen wenn ich das mit den 40% AfD in dem Kaff gewusst hätte. Das dieser Aufhänger für alles weitere diente und mit einem für die Fortführung der Kulturkampferzählung günstigen cliffhanger endete war wohl alternativlos lieber Herr Huber! Ich rege mich mittlerweile wann immer möglich nicht mehr auf über die öffentlich rechtlichen Attacken auf meinen Intellekt. Denn diese Art Gaslighting hat für mich persönlich wenig bis gar nichts mit Kultur, insbesondere einer Umgangs-bzw. Diskussionskultur zu tun. Kann weg u. ist nur noch ärgerlich weil man als genervter TV-user gezwungen ist dafür GEZ abzudrücken! MfG

Sabine Lehmann | Mi., 13. August 2025 - 19:03

In Ermangelung eines Beißholzes habe ich beim Konsum dieser ZDF-Reportage mehrfach in die Tischkante gebissen. Das ist sehr unangenehm, nicht nur für die Tischplatte, sondern auch für die Zahnarztrechnung;-) Ich erwäge eine Schadenersatzklage gegen das ZDF, den ÖR in Gänze u. gegen meinen Erziehungsberechtigten, Vater Staat. Ich rechne mir durchaus Chancen aus, denn in dieser Irrenanstalt ist gerade in punkto Rechtssprechung alles drin, jüngste Gerichtsurteile lassen grüßen. Aber was ich eigentlich sagen wollte:
Diese Mischpoke pflegt ja nicht nur eine komplette Realitätsverweigerung, nein, die sind schon einen Schritt weiter: Die Realität muss einfach falsch sein, denn ihre Ideologie muss ja richtig sein! Daher beschreiten wir jetzt in der philosophischen Betrachtung der Welt u. des Seins so ganz grundsätzlich neue Pfade. Schopenhauer, Kant & Co. drehen sich fleißig im Grab herum, den Woken geht's am Allerwertesten vorbei, die Hitze hat Manchem das Hirn zerkocht. Transpiri, Transpira.

Bernhard Kaiser | Mi., 13. August 2025 - 21:28

… schon seit mindestens 10 Jahren und zwar von links-woker Seite gegen alles liberal- bürgerliche. Da sich das jetzt ändert und den bisherigen Dauerangreifern eine steife Brise ins Gesicht weht, herrscht also plötzlich Kulturkampf. Frei nach dem Motto: „Der Eroberer ist immer friedliebend, er zöge ganz gern ruhig in unseren Staat ein“. Aus Sicht des Aggressors geht der ganze Ärger also erst dann los, wenn sich die Attackierten nicht widerstandslos unterwerfen …

Ernst-Günther Konrad | Do., 14. August 2025 - 08:40

solange die zwangsfinanziert werden. Die wären längst am Ende, müssten die, wie private Anstalten und alternative Medien auch, für ihre Einkünfte konkurrierend tätig sein. Aber mit fast inzwischen 9 Milliarden im Jahr sorglos rundum finanziert, werden die ihren Mist auch noch senden, wenn nur einer einschaltet. Und dann wollen die n och immer mehr. Das geht nur mit der Neuschaffung eines ÖRR, denn reformieren wollen die ja sich auch nicht so richtig.

Walter Bühler | Do., 14. August 2025 - 09:55

Gewiss: wenn man z. B. den Cicero liest, dann erkennt man sie noch.
Echte Journalisten liefern möglichst objektive und selbstkritische Informationen aus der Wirklichkeit, die vom Leser oder Hörer zur Bildung einer eigenen Meinung genutzt werden können.
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Aber welche Berufsauffassung haben die vielen Menschen, die sich nur als "Sprachrohre" verstehen können, die brav und bereitwillig jede Nachricht in die Welt hinausposaunen, die ihnen ihr Auftraggeber vorschreibt? Welche Berufsethik hat diese Armee von unkritischen "Journalisten"?
So ein Mensch kann sich selbst nur noch
- als diensteifrigen Werbetexter,
- als loyalen Pressesprecher oder
- als braven Propagandisten
seines Auftraggebers oder seines Karrierenetzwerkes verstehen.
Wie ein fundamentalistischer Prediger oder wie ein marxistischer Sektierer erwartet er vom "Konsumenten" seiner "Nachrichten" nur eines: dass er ihnen bedingungs- und besinnungslos glaubt.

Dieser Journalismus signalisiert das Ende der kritischen Aufklärung

S. Kaiser | Do., 14. August 2025 - 10:35

Tja, jetzt sind sie zwar durch die Institution „ÖRR“ marschiert, jetzt ist der Zuschauer aber woanders. Denn wenn man ein paar Ausschnitte aus diesen Sendungen betrachtet, fragt man sich schon, ob und inwiefern der „gemeine Bürger“, der Mensch von nebenan oder auf der Straße, sich darin wiederfinden kann. Es ist eine Subkultur, die die Sender gekapert hat. Das Bedürfnis der Mitte nach einem Angebot für die Mitte schwindet aber nicht. Nicht umsonst berichten Autoren neuer/alternativer Medien, wie sie überrannt und mit Dankbarkeit überschüttet werden. Warum, weil der Leser/Zuschauer/Zuhörer seine eigene Lebenswelt repräsentiert sehen will. Es mag nett und inklusiv gemeint sein, auch Minderheiten repräsentieren zu wollen, wenn sie aber die Szenerie dominieren, sucht die Mehrheit nach anderen Plattformen. Mit Sendungen wie dieser rutscht der ÖRR immer weiter in die Bedeutungslosigkeit ab, während das Alternativangebot wächst und wächst. Müsste man nicht dafür zahlen, wäre es herzlich egal.

Hans Süßenguth-Großmann | Do., 14. August 2025 - 10:48

sich ja über die diversen "Agit-Prop" Einrichtungen bemüht, "unsere Menschen" vom "Guten und Richtigen" zu überzeugen, bevor nach einschlägigen Ratschlägen der schwarzen Pädagogik" andere Maßnahmen" ergriffen werden müssen.
Es ist auch das Elend der örR Mitarbeiter, dass sie sich auch langsam zur Agitation und Propaganda bekennen. Man ist links und will, dass es die Zuschauer auch sind.

DerStefan | Do., 14. August 2025 - 17:17

Sie wollen eines nicht verstehen:

Wenn das Weltbild nicht mit der realen Welt übereinstimmt, ist es sinnlos darauf zu hoffen, dass sich die Welt anpasst.

Der ÖRR ist in meinen Augen ein nicht mehr reformierbarer Selbstbedienungsladen woker Journalisten und versorgungsbedürftiger Politikerfreunde.

Kann weg ! Muss weg !

Es geht in anderen demokratischen Ländern ja auch ohne Staatsfernsehen.