- Von Olympia ist nur ein Achselzucken geblieben
Olympia hat sich selbst entwertet. In dem Bestreben, immer noch größer und noch bedeutender sein zu wollen, haben die Spiele jeden Zauber verloren. Sie sind zu einem Medienereignis unter anderen mutiert. Das ist schade. Aber auch befreiend.
Es ist soweit. Die Feuer brennen. Diesmal sogar zwei. Tausende Scheinwerfer strahlen. Die Drohnen fliegen. Die Kameras sind in Position gebracht. Und die Welt hält – angeblich – den Atem an. Willkommen bei den XXV. Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina. Auf den Flachbildschirmen glitzern Eis und Schnee in hochauflösendem HD, während die Moderatoren dem Zuschauer zu suggerieren versuchen, hier ereigne sich soeben etwas von welthistorischer Tragweite. Dabei beginnt vor allem eines: ein weiterer, sorgfältig kuratierter Programmpunkt im globalen Dauerfeuer des Showbusiness. War nicht vor ein paar Tagen irgendeine Weltmeisterschaft? Oder Campions-League? Die Grammy-Verleihung? Ist nicht bald Super-Bowl? Man verliert den Überblick.
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Auch andere große Sportereignisse, ob Winter oder Sommer sind bei mir längst unten durch. Und wenn ich noch lese, dass eine Baerbock die Fackel halten durfte wird es mir gerade übel. Ich kann Ihnen zustimmen Herr Grau. Die großen Sportereignisse insgesamt, die uns früher noch an die Bildschirme fesselten, die uns noch den Nationalstolz wenigstens im Sport haben leben lassen, sind inhaltlich tot. Erst wurde der Sport bis zur Unendlichkeit kommerzialisiert und dann gab ihm der Einfluss der links-grünen Politik den Rest. Und als Beigabe die vielen Doping-Vorfälle. Und wenn ich die ungezügelte Gewalt bei Fußballspielen sehe, in keiner anderen Sportart gibt es so etwas, dann reicht es mir. Inzwischen ist alles was international stattfindet nur noch Charade.
Zunächst einmal bekenne ich mich als absoluten Olympia-Muffel. Es interessiert mich nicht, und es hat mich nie interessiert.
Andererseits sind Ihre Klagen, werter Herr Grau, auch nicht besonders originell. Als ich Ende der Siebzigerjahre in der Oberstufe des Gymnasiums war, war mein Deutschlehrer immer so freundlich, beim Aufsatz auch ein freies Thema zur Erörterung zu stellen, was mir als nicht besonders fleißigem Schulliteraturleser sehr entgegenkam. Ein typisches Thema jener Zeit lautet vielleicht „Olympia zwischen Sport und Kommerz – Haben die Olympischen Spiele noch eine Zukunft?“. Und nun sind wir bald fünfzig Jahre weiter und immer noch an derselben Stelle.
Nachdem Olympia wie seit 1936 nicht mehr politisiert worden ist, Boykotte und Teilnahmeverbote allgegenwärtig sind, habe ich an diesem "Ereignis" wenig bis kein Interesse. Auch der Sport ist vor der Politik in den Hintergrund getreten, es wird gegendert und allerlei Unfug gemacht. Baerbock hat die Olympiafahne getragen. Was soll man da noch sagen? Nein, ich schalte den Fernseher für Olympia nicht mehr ein. Und wie mir geht es vielen, ja ich wage zu sagen, den meisten deutschen Zusehern. Bleibt mir mit dieser Ringe-geschmückten-politischen Seifenoper vom Leibe. Der Geist von Olympia ist geflohen, ich weiß nicht wohin...
Werter Herr Funke, das ist doch nicht neu. Die Olympischen Spiele waren immer hochpolitisch, nicht nur 1936. Die DDR etwa, die in so gut wie allen Kategorien hinter der Bundesrepublik Deutschland lag, verwendete alle Energien darauf, zumindest im Sport zu zeigen, daß der Sozialismus die bessere Gesellschaftsform ist. Und sie war dabei ziemlich erfolgreich (wenn oft auch auf Kosten der Gesundheit ihrer Sportler, wie wir heute wissen). Und was war politischer als das Attentat von München 1972, das den Nahostkonflikt todbringend direkt ins Olympische Dorf brachte? Oder der Boykott der Moskauer Spiele durch den Westen wegen des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan? Oder die Etablierung Südkoreas auf der internationalen Bühne als das wahre Korea 1988 mit Boykott durch Nordkorea und ein paar getreue sozialistische Staaten?
Schon in der Antike maßen sich die griechischen Städte miteinander, welche denn die bessere sei, am Abschneiden ihrer Sportler. Nein, Olympia war immer hochpolitisch.
Ich meinte "seit Olympia nach 1936 noch mehr" politisiert wurde. Will sagen, Sport ist jetzt ja eigentlich Nebensache, es geht um die Darstellung der Politagenda, der Ausschluss Russlands wie überhaupt all die Ausschlüsse aus politischen Gründen blöde Faxen sind. Aber wie einst Erich tönte, unsere Sportler seien Diplomaten im Sportdress, so ist es munter weitergegangen, auch heute wieder oder immer noch. Freilich, jeder Sportler giert nach einer Olympiamedaille. Das wird politisch gnadenlos ausgenutzt und die Sportler werden, ob sie das nun wollen oder nicht, benutzt. Für mich ist all das ein ausreichender Grund, den ganzen scheiß zu ignorieren.
Kaum in Erinnerung der Boykott zu den Olympischen Spielen 1976 in Montreal (Kanada) durch 22 afrikanische Staaten.
Wer sich beim Einlaufen der Athleten fragte, ob Angeln jetzt auch schon zur olympischen Disziplin gehört, der muss wissen, dass es sich bei diesem modischen Trümmerhaufen aus traurigen Zeltfiguren selbstverständlich um das Team aus Deutschland gehandelt hat.
Selbst Sport-Kommentatoren blieb da die Spucke weg, denn Anglerzelte hatte man bei Olympia noch nie gesehen. Die passende Kopfbedeckung gab‘s von Adidas als modischen Unfall gleich dazu und der Traum von Olympia verschwindet unter einer Kostümierung, die inklusiv jede Körperform verhüllt, den guten Geschmack beleidigt bis weit über die Schmerzgrenze, die Selbstverzwergung Deutschlands fortsetzt und der Welt illustriert: Wir wollen so bleiben wie wir sind: So bekloppt!
... die Fahne schwingende Annalena Baerbock, wie immer breitmäulig und dümmlich grinsend!!! Ob nun Trampolinspringen zur olympischen Disziplin werden wird?? Vielleicht wird sie dann noch Olympiasieger? Alles ist möglich. Nee Leute, ich glotz da nich mit. Fernsehen ist sowieso Sch... und schade um die Zeit. Ich guck zusammen mit meiner Frau DVD´s, wir haben massenhaft davon, kann ein Jahr und länger ununterbrochen Videos schauen. Mach ich aber nicht. Ich lese Bücher (sogar manchmal die eigenen!) oder ich höre klassische Musik. Und siehe da, schwupps bin ich happy. What, the fuck, is Olympia?
Ich habe nur ihre selbstinszenierten Selfies gesehen, weil sie tatsächlich die olympische Fackel durch Mailand tragen durfte. Ich frage mich, wer solche Entscheidungen trifft? Nun denn, so war sie wenigstens ein Mal in ihrem Leben die hellste Kerze auf der Torte.
Ansonsten kann man ihren Auftritt auch mit den Worten aus einer berühmten Filmszene aus "Dirty Dancing" zusammen fassen, als Antwort der Haupt-Protagonistin auf die Frage, was sie denn so beigetragen hätte: "Ich habe eine Wassermelone getragen."
Hätte ich nicht besser denken können. Danke !
Olympia kann nichts dafür, dass durch TV, Internet und Streamingportale Sportereignisse kaum noch ein herausragendes Event darstellen. Alles ist live über Bildschirm zu sehen: Eiswischen (Curling), unterklassige Fußballspiele, Poker. Die Gründer von Hyrox (Fitness-Parcour) wollen Hyrox zu Olympia bringen. Ob Angeln und Schach olympisch werden - mal sehen. Letzten Ende hat alles mal ein Ende. Auch Olympia.
Seit 776 vor Christus sehe ich mir keine Sportveranstaltungen mehr an.
Weder auf ARD, weder auf ZDF und schon gar nicht auf dem Beginn des
Übels namens Olymp.
Meine letzte Sportveranstaltung war das Rennen, als Pharao mit seinen Wagen ins trockene Meer ritt, um die Söhne Israels einzuholen. Die Veranstalter hatten das nicht im Griff, und plötzlich schwappte das Meer zurück. Ich saß auf dem Sinai und sah zu. Eine Riesenkatastrophe, schlimmer als die Heysel-Katastrophe 1985. Seitdem habe ich genug von großen Sportereignissen.
Dieses Motto bestimmt heute mehr denn je die Politik und die Medien. Dem Volk werden bombastisch aufgeblähte Schauereignisse von dem Geld präsentiert, das man ihnen vorher abgepresst hat. Politische Propaganda inklusive, aber nur kaisertreu, das hat man von den Römern gelernt. Fehlen nur noch die Gladiatoren und Löwen, dann ist es komplett.
"Jugoslawienkrieg"(Sarajewo) nicht mehr gerne und lasse es jetzt ganz.
Man könnte sich vielleicht doch einmal auf den Sport konzentrieren weltweit, statt auf Kriege?
Wir sind wieder soweit, wie in der Folge der "Golden Girls", als Rose Nyland Präsident Reagan und Gorbatschow einen Brief schrieb?
Ich bin mache mich gerne so lächerlich wie "Rose Nyland" und mag auch die Figur am liebsten...
Höre ich Olympia, denke ich an Doping, Kommerz, autoritäre Regime, verschwendete Steuergelder, genervte Anwohner, unfähige "Sportpolitiker" im IOC und den NOCs, Korruption, Abzocke, Streitereien. Oops, mir ist gar nichts Positives eingefallen!?
