Frau mit zwei Kindern beim Malen am Tisch
Sollen Kinder keine Muttertagsgeschenke mehr basteln, nur weil manche Kinder keine Mutter haben? / picture-alliance/ dpa | Marcus Führer

Werden Kinder im Kindergarten übersensibel erzogen? - Muttertag, Karneval und St. Patrick’s Day im Zeichen der Vulnerabilität

In Kitas wächst der Anspruch, niemanden auszuschließen oder zu verletzen. Aber wo schlägt gut gemeinte Rücksicht in Überregulierung um? Bei aller kultureller Offenheit ist auch Resilienz gefragt: Kinder sollten lernen, Unterschiede auszuhalten.

Autoreninfo

Frauke Rostalski ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln. Sie ist Mitglied des Deutschen Ethikrats.

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Letzten Sonntag war Muttertag! Allen Müttern sende ich nachträglich meine besten Wünsche und hoffe, dass sie von ihren Lieben (ob klein oder groß) bedacht worden sind. Diejenigen unter uns, die noch besonders junge Kinder haben und diese nicht ki(nder)ga(rten)frei erziehen, vielleicht sogar mit einem in der jeweiligen Einrichtung mit Hilfe von Erziehern selbst gebasteltem Geschenk.

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Ingo Frank | So., 17. Mai 2026 - 12:16

schiede auszuhalten ….
Kinder sind in ihrer Erziehung auf Gedeih & Verderb ihren Eltern, Erziehern & Lehrern ausgeliefert und haben es verlernt Unterschiede überhaupt wahrzunehmen die einer Gleichmacherei beim Lernen & Leben entgegenwirken. Was soll aus dieser Generation werden, außer einer Generation Versager, die keine Noten mehr bekommen, wo der Gewinner den Zweitplazierten gleichgestellt ist, wo in einem Kindergarten in diesem Land eine Köchin wegen Rassismus an den Pranger gestellt wird, nur weil’s zum Mittagessen Schweinefleisch in der Kita gab ? Wer läßt sich solche Dinge einfallen ? Die die dafür verantwortlich sind sollten ihrer Ampter und Funktionen enthoben werden. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik

Dagmar Lubig | So., 17. Mai 2026 - 12:41

jeder Gesellschaft, und dies wird hierzulande vergessen, viel mehr wird so getan, als seien sie kleine Erwachsene, die es besser zu machen haben als ihre Eltern und co., sprich sie sollen in Gleichmacherei und Gleichschritt aufgehen.
Zum schaudern, arme Kinder, die diesem Drill ausgesetzt werden.

Rainer Mrochen | So., 17. Mai 2026 - 17:47

" Kinder sollten lernen, Unterschiede auszuhalten." Genau Frau Rostalski. Wo lernt man das am besten? Im Familienverband! Deshalb raus aus den Kitas und die Erziehung selbst übernehmen. Gleichförmigkeit braucht Niemand. Die materiellen Opfer wiegen sicherlich schwer; allerdings, gerade klare Menschen mit dem Bewusstsein für eine differenzierte Gemeinschaft stärken eben genau diese Gemeinschaft. Es ist diese elende Egalisierung, in bester sozialistischer Manier, die das Scheitern dieser Gesellschaft zur Folge haben wird. Die einstigen Erfolge Deutschlands beruhen eben nicht auf der Basis von Gleichmacherei, sie waren das Ergebnis absolut unterschiedlicher Biografien die substanziell in ihrer Individualität ihren Ausgang gefunden haben. Ich denke die Gesellschaft sollte an dieser Stelle mindestens einen Schritt zurück gehen. Nicht alles was progressiv scheint muß als gesellschaftliche Vorwertsentwicklung betrachtet werden. Irrläufer haben wir schon zu Viele.