Palmsonntag
Triumphzug? In Heiligenstadt wird bei der traditionellen Palmsonntagsprozession zur Eröffnung der Karwoche eine Christus-Figur durch die Straßen getragen / picture alliance/dpa | Martin Schutt

Was bedeutet das christliche Fest der Auferstehung? - Der österliche Sieg

Nach der beweinten Kreuzigung feiern die Christen weltweit die Auferstehung ihres Herrn. Was für ein Triumph ist das? Ein Sieg über die Ungläubigen, ein Sieg über die Peiniger der Welt? Ostern ist mehr und anders.

Autoreninfo

Klaus Mertes ist Autor, Pädagoge und Theologe. Der Jesuit hat das Canisius-Kolleg in Berlin und das Kolleg St. Blasien geleitet. Zuletzt ist von ihm im Verlag Herder erschienen: „Herzensbildung: Für eine Kultur der Menschlichkeit.“

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An Ostern wird ein Sieg gefeiert. Sieg gibt es nicht ohne Kampf. Gegner im Kampf Christi ist der Tod. „Tod“ ist allerdings im biblischen Verständnis mehr als der physische Tod. „Meiner Ansicht nach kann man sich zum Tod auf dreierlei Weise verhalten. Man kann ihn akzeptieren, man kann ihn leugnen, oder man kann ihn bekämpfen. Ich glaube, unsere Gesellschaft besteht vor allem aus Menschen, die ihn hinnehmen oder leugnen. Ich bekämpfe ihn lieber.“ Das sagt der Tech-Unternehmer Peter Thiel, der sich Christ nennt. 

Doch genau das ist nicht der Kampf, den Christus kämpft. Sein Kampf ist ein Kampf gegen die Mächte, die schon vor dem Tod töten. Es ist nicht ein Kampf gegen die Sterblichkeit. Dem Kampf Christi ist tatsächlich ein Sieg verheißen, der besteht.

Die Freund-Feind-Logik

In Zeiten, in denen auch in Europa wieder Krieg ist, wird die österliche Siegessprache für Kriegslegitimation missbraucht. Sie hat ihren Anknüpfungspunkt in der Freund-Feind-Unterscheidung, die zur österlichen Sprache dazugehört: Christus hat einen „Feind“ besiegt. Die Freund-Feind-Unterscheidung des Evangeliums ergibt sich aber nicht aus der Vielfalt und gegenseitigen Befremdung von Kulturen, auch nicht aus dem Wesen des Politischen oder aus einem angeblichen kriegerischen Urzustand der Menschheit, der auch nach Ostern immer wieder durchbricht. 

Die christliche Freund-Feind-Unterscheidung ergibt sich auch nicht aus der Natur von Stellungnahme und Entscheidungen überhaupt, sofern Entscheidungen immer mit „Scheidungen“ verbunden sind. Sie ergibt sich vielmehr aus der Praxis Jesu: Der barmherzige Samariter wird angefeindet, weil er barmherzig ist, und weil er einfach wegen seiner Praxis, nicht einmal mit belehrender Absicht, den unbarmherzigen „Gerechten“ den Spiegel vorhält.

Die bloße Tatsache, angefeindet zu werden, ist allerdings keine Garantie dafür, auf der im ethischen Sinne „richtigen“ Seite zu stehen. Das gilt zumal für die Kreuzessituation auf Golgota, wo alle gegen den Einen stehen und ihn vernichten wollen. Der eine Gute gegen die anderen, die alle böse sind – das wäre zu einfach, und für die, die in den Spuren Jesu gehen, eine Einladung zu hochmütiger Selbstgerechtigkeit. Die Herausforderung durch die Anfeindung reicht tiefer, in das Selbstverständnis des Angefeindeten hinein. Ein Geisterfahrer kann bloß aus der Tatsache, dass ihm alle anderen Autos entgegenkommen, ja nicht schließen, dass alle anderen Fahrer Geisterfahrer sind. Der Opferstatus allein verleiht also noch keine ethische Dignität. Der politische Missbrauch der Märtyrer-Figur sowie der Märtyrerkult der Massen hat in dem umgekehrten Kurzschluss seine tiefere Ursachen und feiert in Spaltungs- und Kriegszeiten gerne Hochämter des Hochmuts.

Auch für Christus gilt: Er ist zwar, wie sich nachösterlich klärt, „Opfer“ (victim), welches vom Hohen Rat „geopfert“ wird (sacrifice), um die römische Besatzungsmacht nicht so zu reizen, dass sie wieder ein Blutbad auf dem Tempelberg anrichtet. Aber aus der Perspektive der Verantwortlichen ist er selbst schuld daran, dass er geopfert werden muss. Er ist eine Gefahr, vor der man sich und das Volk schützen muss. Diese Einschätzung wirkt auf Christus (und seine Anhängerschaft) zurück. Ein innerer Kampf um das eigene Selbstverständnis bis in die letzten Stunden hinein findet beim Geopferten statt, gegen diejenigen, die ihn der Gotteslästerung und der Gefährdung der öffentlichen Ordnung bezichtigen.

Der Kampf ist hart. Ein erster Vorschein des österlichen Sieges deutet sich allerdings schon an: Im Bekenntnis zur Auferstehung Christi wird sich der christliche Glaube zu der öffentlichen Rechtfertigung Christi gegen seine Ankläger bekennen. „Der, den ihr für schuldig hieltet, war unschuldig.“
Damit ist die Freund-Feind-Unterscheidung einem ethischen Maßstab zugeordnet. Er ergibt sich aus dem Anlass der Anfeindung, im Falle Christi: aus seinem Leben unter dem Gesetz der Gottes- und Nächstenliebe bis in den Tod hinein. Die Liebe Christi löste die Anfeindung gegen Christus aus, die Todesmächte, die gegen ihn tobten.

Liebe bis in den Tod ist also auch zu verstehen als „Feindesliebe“. Gerade hier tritt sie in ihre Bewährungsprobe ein. Christus tappt in der Situation der Anfeindung nicht in die Falle des Mindsets derer, für die die Freund-Feind-Unterscheidung eine absolute Unterscheidung ist, welche die Vernichtung des Feindes legitimiert.

Die Ordnung von Sieg und Niederlage 

Der österliche Sieg Christi hat zunächst die äußere Gestalt einer Niederlage. Die Gestalt erhält sich auch nachösterlich. „Ich verkünde euch Christus, und zwar als den Gekreuzigten“, schreibt Paulus nach Korinth. Aber darin ist doch ein Sieg beansprucht, der über die Niederlage hinausführt. Offensichtlich scheint in der Ohnmacht eine Macht zu schlummern, die siegreich ist, und dies nicht erst nach dem physischen Tod. Die Niederlage am Kreuz wandelt sich selbst in einen Triumph, und zwar zeitgleich: „Im selben Augenblick“, als Jesus verschied, „zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten. Die Erde bebte, und die Felsen zerbarsten. Gräber öffneten sich ...“ So berichtet das Matthäusevangelium.

Wie ist dieser Sieg zu verstehen? Wie ist er als ein Sieg zu verstehen, der sich vom Sieg eines Feindes unterscheiden lässt, der den Feind bloß vernichten will? Gibt es tatsächlich einen Triumph ohne Beimischung von Verachtung, Hass und Rache? Wie lässt sich verhindern, dass das Kreuz doch wieder zum Symbol von Eroberung und Unterdrückung wird, wozu es ja immer wieder wurde? Kann man ein Churchill sein, der Hitler kompromisslos bekämpft und besiegt, ohne dabei selbst zum Monster zu werden? Kann man der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen, ohne dabei die Gerechtigkeit mit den Füßen zu treten? 

„Auch der Hass gegen die Niedrigkeit / verzerrt die Züge. / Auch der Zorn über das Unrecht / macht die Stimme heiser. Ach, wir, / die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit, / konnten selber nicht freundlich sein“ (Bertolt Brecht). Ist mit der Feier des österlichen Sieges das Mindset des Auferstandenen und seiner Anhänger doch wieder in der absoluten Freund-Feind-Logik gelandet? Kann also nur die totale Annahme der totalen Ohnmacht das Opfer von dem Verdacht freisprechen, über den Anderen siegen zu wollen, weil es ihn eben doch verachtet?

Der Vorgeschmack des Himmels

Man kommt mit dieser Frage nicht weiter, wenn man die Auflösung der Paradoxie von Macht und Ohnmacht komplett in das Jenseits verlagert. Wenn es so wäre, müsste der österliche Jubel, wenn er vor Ostern angestimmt wird, gänzlich unter moralischen Verdacht gestellt werden. Doch Ostern lässt sich gläubig nicht feiern, wenn man sich nicht der Möglichkeit öffnet, dass ein Vorgeschmack der Auferstehung schon vor dem Einzug in den Himmel zu schmecken ist. Sonst wäre die Begegnung mit dem Auferstandenen, wenn überhaupt, das Privileg einiger Männer und Frauen, die in den 30er Jahren nach der Zeitenwende in Jerusalem lebten – eine mirakulöse Sondererfahrung, die sich jeglicher Verifikation entzieht. Man müsste dann doch versuchen, sie anders zu „erklären“: Überwindung einer traumatischen Erfahrung, Abschied vom Realitätsprinzip, oder wie auch immer.

Es gibt Hoffnungen, die sich als Illusionen entpuppen. Aber daraus folgt nicht, dass alle Hoffnungen auf Illusionen beruhen. Hoffnung auf einen finalen Sieg der Gerechtigkeit für die Opfer ist ein starker Impuls zum Handeln. Er verbindet sich mit Blick auf die Gestalt Christi mit der Hoffnung darauf, dass die Opfer von Anfeindung der absoluten Freund-Feind-Logik nicht unterliegen, sondern sie besiegen können. 

In dieser Kombination ermächtigt und motiviert die Hoffnung, dem innergeschichtlichen Drängen auf Gerechtigkeit so zu folgen, dass die Gelassenheit der Unterscheidung im Sinne des Gebetes von Reinhold Niebuhr möglich bleibt: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Hoffnung hilft, auch dann im Marathon-Modus der Nachfolge Christi zu bleiben, wenn man das Ziel doch lieber im hier und jetzt durch einen Sprint erreichen will. Ignatius von Loyola drückt das in einem doppelt verschränkten Paradox aus, das hier mit jeweils zwei Imperativen ergänzt sei: „Vertraue so, als ob alles von dir und nichts von Gott abhinge – aber vertraue! Und handle so, als ob alles von Gott, nichts von dir abhinge – aber handle!“

Von der Notwendigkeit des Kampfes

Es gibt Siege, die Niederlagen sind. Dafür steht bekanntlich die Rede vom Pyrrhus-Sieg. Pyrrhus-Siege kann es auch im Privaten geben. Es gibt Streitigkeiten, die man zwar gewinnt, aber doch verliert, weil man eigentlich nicht im Recht ist, sondern sich bloß durchgesetzt hat. Aber umgekehrt gibt es eben doch Niederlagen, die Siege sind, weil man im Recht ist, obwohl man kein Recht bekommen hat: Es mag sein, dass ich mit fliegenden Fahnen untergegangen bin, aber noch schlimmer wäre es gewesen, wenn ich erst gar nicht gekämpft hätte. 

Es gibt bereits im Alltag genügend Situationen, in denen es tatsächlich besser ist zu kämpfen und zu verlieren, als gar nicht zu kämpfen. Es gibt schwere Begegnungen, denen ich mich nicht entziehe, weil der Vermeidung der Begegnung ein inneres Einknicken entsprechen würde. Hier gilt dann eher der Zweizeiler des Angelus Silesius: „Auf auf, Soldat, zum Streit! Dir wird ja lieber sein die Ruhe nach dem Sieg, als nach der Ruh die Pein“.

Die „Ruhe nach dem Sieg“ kommt als Kraft in die Welt zurück, die die Welt verändern kann. Sie ist das Gegenteil einer weltflüchtigen Flucht in selbstgenügsame Ruhe. Sie ist auch das Gegenteil einer Angst vor Leiden und Sterblichkeit, die sich mit technischen Projekten der Menschenoptimierung zu beruhigen versucht. Und sie ist schließlich auch das Gegenteil einer absoluten Freund-Feind-Unterscheidung, die der Welt, wenn es ernst wird, nicht mehr zu bieten hat als Angst, Hass und Krieg. Alle Siegesfeiern solcher Art sind keine ernst zu nehmenden Alternativen zum österlichen Jubel. Der österliche Sieg hingegen überwindet den Tod schon vor der Sterbestunde. Er schlägt die Brücke zwischen irdischem und ewigem Leben. Der Mensch darf sich in beiden, im Leben und im Sterben, Gott anvertrauen. 

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IngoFrank | Sa., 4. April 2026 - 18:59

im nordtühringer Eichsfeld …….
Ein ehemals schwarzer Tupfen, in der roten DDR ….. Lange ist’s her.
Die damalige katholische Krche stand wenigstens noch konträr zu linken sozialistischen Ideen zumindest wenigstens im Rahmen ihrer damaligen Möglichkeitendie heute allerdings zum grün links woken von Staatswesen beauftragten Erziehungsbeauftragten mutiert ist. Wohl auch im Katholischen Eichsfeld. ……
Mit besten Gruß aus der Erfurter Republik

Gerhard Fiedler | Sa., 4. April 2026 - 20:13

das sehe ich auch so..
An solch ähnlichen Prozessionen habe ich zu DDR-Zeiten als ehemaliger Katholik in Worbis und Dingelstädt im katholischen Eichsfeld teilgenommen.
Ihnen frohe Ostern!

Urban Will | So., 5. April 2026 - 07:13

zu unterscheiden von der bedingungslosen Unterwerfung, der wir in diesen Zeiten auf verschiedenen Ebenen begegnen. So etwa bei dem Phänomen, sich einer in sich intoleranten, andere bekämpfenden und – wenn die Macht dazu ausreicht – vernichtenden Religion quasi zu unterwerfen wie es in diesem Lande der Anteil der sich selbst so sehenden „Gutmenschen“ (Zu unterscheiden von den dieses Land und dessen Kultur Hassenden, die den Untergang herbei sehnen) in unserer Bevölkerung vor den in großer Zahl hier eingewanderten, größtenteils nicht geflohenen Menschen aus dem Kulturkreis des Islam macht.
Wir sehen einen relativ großen Anteil aus dem Kreise dieser Migranten, der andere ausnutzt, schändet und sogar tötet. Das auszusprechen wird schon stigmatisiert, aber Fakten sind eigentlich immer wertungsfrei. Leider nicht in Gesellschaften, die verlernt haben, zu kämpfen, die einem Götzen erlegen sind, dessen Lehre heißt: leugne dich selbst, leugne deine Kultur, unterwirf dich denen, die dich hassen.

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 5. April 2026 - 09:28

und zuversichtlicher Text.
Ich denke dennoch immer wieder darüber nach, wie das Göttliche hätte verschont bleiben können.
Um beim Text der Evangelisten zu bleiben, so kann es nicht heißen, "doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst".
Deshalb schrieb Nietzsche vor allem seinen Zarathustra und setzte auf die Kraft und Liebe der Ewigkeit.
Wenn das auch nicht hilft, dann ist die Kraft der Liebe dennoch die, die uns über den Tod hinausträgt.
Bis dahin vielleicht auch die schwache Hoffnung, man lebe in der richtigen Zeit, in der die Dornen zu Rosen werden.
Da ist der Text ganz besonders schön gelungen.

wenn nur 12 goldene Teller verfügbar sind, aber 13 zu ladende Gäste, essen König und Königin eben mal von einem Teller.
Reicht die Suppe nicht, giesst man ein bisschen Wasser dazu usw.
Will sagen, man sollte Ordnungen so oder so nicht zu ernst nehmen.
Denn wo beginnen sie und wo gehen sie weiter und das sollen sie doch...
Wir machen Fehler, dann können wir uns entschuldigen.
Bleibt man zu starr, dann wachsen Fehler bis ins Unendliche.
Papst Benedikt der 16. ist einen Schritt weiter gegangen.
Er emeritierte und das, wie ich aus einem Gespräch auf dem katholischen Kanal entnehmen konnte, bisher als einziger Papst.
RIP

Jochen Burghardt | So., 5. April 2026 - 10:03

Daher nur so viel zum Thema: Das Christentum geht m.W. komplett auf "Paulus" zurück.
So viel ich weiß, wollte der historische Jesus das Judentum reformieren, aber keine neue Religion begründen. Als er den Machthabern im Judentum zu gefährlich wurde, haben sie ihn beseitigt.
Und Paulus hat die Geschichte in seinem Sinn umgedeutet, wobei er in massivem Widerspruch zu den "originalen" Jesus-Anhängern stand.

Die Urchristen spalteten sich zwischen 100 bis 130 vom Judentum ab (Beginn der Texte des Neuen Testament). Das Judentum stand in der Römischen Besatzungszeit massiv unter Druck, da es, wie später das Christentum, Polytheismus nicht duldete. Jesus war einer von vielen jüdischen Reform-Wanderprediger in dieser existenzbedrohten Zeit. Zu der Zeit starben viele jüdische Wanderprediger gewaltsam. Das Christentum beharrte auf den Monotheismus und Ablehnung der Kaiserherrschaft und wurde zur Sekte, da massiv die anderen Glaubensrichtungen im Römischen Reich wortreich abgelehnt wurden und sich gesellschaftlich isolierten. Eine Religion im Untergrund mit grundsätzlich, friedvollen und auf Erden paradisischen Botschaften ist immer anziehend und führte schließlich zur Staatsreligion im Römischen Reich, dass das Römische Reich nicht friedlicher machte. Das Prinzip des Neuen Menschen scheitert immer an der diversen Natur.

Walter Buehler | So., 5. April 2026 - 16:04

Je nach Zeit und Konjunktur haben auch christliche Theologen die Bergpredigt vergessen und zum irdischen Kampf bis aufs Messer aufgerufen.

„Deus vult“ – „Gott will es!“ oder „Gott mit uns.“ hat auch christliche Armeen begeistert, nicht nur andersgläubige.

Der fromme US-Krieger Hegseth stellt sich in dieser Tradition heute auf eine Ebene mit den frommen Khomeinis dieser Welt.
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Christlicher Glaube beruht zwar´auf der Annahme, dass jedes menschliche Individuum mit Gott kommunizieren kann. Aber kein Individuum kann identisch mit Gott sein.

Über die absolute Wahrheit verfügt nur Gott, niemals der einzelne Mensch. „Feindesliebe“ verlangt daher in meinen Augen von mir nicht, auf feste Überzeugungen zu verzichten.

Ein Christ muss diese aber immer mir TOLERANZ ergänzen, mit „Feindesliebe“. Trotz der Festigkeit meiner Überzeugungen darf ich nie vergessen, dass ich mich doch irren könnte und meine Feinde irgendwo recht haben könnten.
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Das ist keineswegs leicht, sondern sehr schwer.

Christa Wallau | So., 5. April 2026 - 19:40

welcher Konfession auch immer - den Sieg des Lebens über den Tod und die Erlösung aller Menschen, die der Botschaft Jesu Christi vertrauen.
Der christliche Glaube ist befreiend und beglückend für jeden, der ihn im Herzen annimmt.
Gottes Liebe zu uns Menschenkindern, s e i n e n Kindern, ist so groß. daß er er uns immer wieder nachgeht - wie ein guter Hirte seinen Schafen, die sich verirrt haben. Deshalb hat er uns in Jesus von Nazareth eine Brücke gebaut, über die wir gehen können, um sicher zu ihm zu gelangen.
Ein solch wunderbares Angebot kennt keine andere Religion oder Weltanschauung.
Ich möchte dazu aufrufen: Laßt euch nicht ablenken u. verwirren von den vielen Verbrechern, die im Namen des Christentums geschehen sind! Es waren fehlerhafte Menschen, die sie begangen haben - nicht der Christus, der uns mit Gott versöhnen wollte. Er selbst hat vor falschen Propheten u. Pharisäern gewarnt.
Haltet euch nur an ihn selbst, dann seid ihr gerettet!
Gesegnete Ostern!

Angelika Sehnert | Mo., 6. April 2026 - 09:28

Was für ein Text! Die Predigten, die Pater Mertes zu Pfingsten in St. Blasien hielt, waren mit das Ergreifendste im tieferen Sinn des Wortes, was ich je gehört habe. Ich hoffe, man kann künftig häufiger Beiträge von ihm hier lesen. In unserer säkularen Zeit sind christliche Gedanken eine Wohltat. In Kirchen, dem Ort der Verkündigung des Wortes Gottes, hört man sie ja kaum mehr. Schon gar nicht in dieser intellektuellen Tiefe.

Einen harten, inneren Kampf um das eigene Selbstverständnis zu führen verweigern heute viele, zu viele. Das führt zu überheblicher Selbstgewissheit und hochmütiger Selbstgerechtigkeit. Das wiederum hat Dialogunfähigkeit zur Folge. Ein Grundproblem unserer Zeit: Man hört sich nicht mehr zu und nimmt Worte und Gedanken des Anderen nicht mehr wahr.
Dem hier veröffentlichten Text wünsche viele Leser, die ihn auch beherzigen.