Verkündigung
Verkündigungsszene auf einem Bildteppich aus dem Jahr 1474 / picture-alliance / Herve Champollion / akg-images | / akg-images

Verteidigung der Sprache - Das letzte Ressort der Menschlichkeit

An Weihnachten, heißt es, ist das Wort Fleisch geworden. Doch um nichts steht es derzeit so schlecht wie um Worte. Während wir durch den News-Feed allmählich abstumpfen, fehlen uns die Worte, um die Welt neu zu ordnen.

Ole Döring

Autoreninfo

Ole Döring ist habilitierter Kulturphilosoph und Sinologe. Er vernetzt unterschiedliche Kompetenzen und Denkweisen zu Medizin und Gesundheit, Technologie, Soziales und Ökonomie. Döring beschäftigt sich mit kulturellen und philosophischen Fragen der Medizin und Bioethik und ist Vordenker einer globalen Gesundheits-Ethik. Zuletzt ist von ihm das Buch „Das Luther-Gen - Zur Position der Integrität in der Welt“ erschienen.

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Man kann nichts tun. Die Ohnmacht ist unerträglich. Sie will bersten vor Entsetzen und Verzweiflung. Dann legt sich das. Es fügt sich ins Sediment schal gewordenen Grauens. Vor dem Unfassbaren gibt man sich beredt fassungslos. Deutschland im Winter, 2025.

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Thomas Veit | Mi., 24. Dezember 2025 - 09:13

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Chris Groll | Mi., 24. Dezember 2025 - 09:51

Herr Döring, ein sehr tiefgründiger brillanter
Artikel zum Weihnachtsfest.
"Wer die Sprache beherrscht, beherrscht die Menschen. Solange das gut geht. Manipulation zeitigt billigen Erfolg, Wahrhaftigkeit zeugt lebendigen Frieden."
Weil Sie die Sprache der Manipulation beherrschten, ist es allen Propagandisten immer wieder gelungen, die Menschen für kurze Zeit zu täuschen.
Aber nur die Wahrheit macht den Menschen frei.
Für mich auch noch meine Liebe zu GOTT.

"Aber nur die Wahrheit macht den Menschen frei.
Für mich auch noch meine Liebe zu GOTT."
„Das strahlende Bild des Nazareners hat einen überwältigenden Eindruck auf mich gemacht. Es gibt nur eine Stelle in der Welt, wo wir kein Dunkel sehen. Das ist die Person Jesu Christi. In ihm hat sich Gott am deutlichsten vor uns hingestellt. Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum ersten Mal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. – Die gängige Vorstellung, ich sei Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind. Nicht Gott ist relativ und nicht das Sein, sondern unser Denken.“ A

Günter Johannsen | Mi., 24. Dezember 2025 - 13:23

Jetzt übernimmt die Linke Szene (auch die nun substanzlose SPD) das Vokabular und die Sprachvorgaben der Kommunisten: "Errungenschaften" gab es nur im realen Sozialismus der DDR. Es gab aber auch "Rowdies" (friedliche Demonstranten in Leipzig) und "Kulturschaffende" (Künstler) und "Klassenfeinde" (Andersdenkende). Jede Diktatur entwickelt seine eigene Sprache: das dritte Reich (siehe „LTI – Sprache des dritten Reiches - Viktor Klemperer) oder auch die DDR („Sprache der Aktuellen Kamera“ - Stefan Heim).
Heute ist es die „Politische Korrektheit“ und , mit der man unser Denken und Reden wieder in ein enges Korsett zwängen will. Unabhängige Demokraten müssen das nicht übernehmen! Ist die SPD jetzt leider schon wieder soweit, sich auf eine zweite Zwangsvereinigung mit der SED einzulassen, ohne die Basis zu fragen?
Es war ein Sozialdemokrat - Otto Wels - der sagte: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“ ...
Aber unseren christlichen Glauben auch nicht - kein Kommunismus; kein Islamismus; kein grüner Fanatismus; kein NationalSOZIALISMUS!

Günter Johannsen | Mi., 24. Dezember 2025 - 18:04

und ein gesundes, friedvolles und gesegnetes Jahr 2026 wünsche ich allen hier im Forum!

Hans Meiser | Do., 25. Dezember 2025 - 00:51

Vielleicht sollte man einfach anerkennen: Sprache ist als Mittel zur Kommunikation nicht mehr zeitgemäß, denn sie zerstört mehr, als sie aufbaut.
Keine Pointe.