Neuverfilmung von „Berlin Alexanderplatz“ - Maultaschen und Moral

Mit seinem dritten Spielfilm stemmt Burhan Qurbani Alfred Döblins Romanklassiker „Berlin Alexanderplatz“. Der Clou: Er verlegt den Stoff in das Berlin des Jahres 2020. Herausgekommen ist ein wuchtiges Lehrstück über das Fressen und die Moral.

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Aus Alexanderplatz mach Volkspark Hasenheide: Der Drogendealer-Park spielt eine zentrale Rolle / picture alliance

Autoreninfo

Dieter Oßwald studierte Empirische Kulturwissenschaft und schreibt als freier Journalist über Filme, Stars und Festivals. Seit einem Vierteljahrhundert besucht er Berlinale, Cannes und Co. Die lustigsten Interviews führte er mit Loriot, Wim Wenders und der Witwe von Stanley Kubrick.

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Vor fast 90 Jahren gab Heinrich George den Helden in „Berlin Alexanderplatz“. Vor vier Jahrzehnten strickte Rainer Werner Fassbinder mit Günter Lamprecht eine 14-teilige TV-Serie daraus. Jetzt präsentiert Burhan Qurbani, 39, seine moderne Version des 1929 erschienenen Klassikers von Alfred Döblin. Produziert wurde das dreistündige Mammutwerk von Jochen Laube, mit dem Qurbani an der Ludwigsburger Filmakademie studiert hat. 

Das kreative Schwaben-Duo reali­sierte vor sechs Jahren das Neonazi-­Drama „Wir sind jung. Wir sind stark.“ über die Ausschreitungen gegen Asylbewerber in Rostock-Lichtenhagen anno 1992. Das Politdrama eröffnete die Festivals von Rom und Hof, holte mehrfach Preise sowie drei Nominierungen für den Deutschen Filmpreis. Auszeichnungen sind für den Regisseur fast Routine. Seine Studentenfilme gewinnen internationale Trophäen. Für „Shahada“, seinen Abschlussfilm der Hochschule, folgt 2010 die Einladung zum Wettbewerb der Berlinale. Der Episodenfilm erzählt von jungen Muslimen, die durch Abtreibung und Homosexualität in Krisen stürzen, bis sie auf einen aufgeklärten Imam treffen.

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Joachim Kopic | Mo, 3. August 2020 - 11:09

... riskiert er doch den Verlust von Fördergeldern, die in diesem Bereich schon eine wichtige Finanzierungsquelle darstellen ... oder irre ich mich?
Und sein nächster Titel birgt schon im Voraus Sprengstoff, sollte er nicht im "Monitor-Stil" verfilmt werden...

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