Caren Miosga
Immer diese Gesichtszüge / Screenshot ARD

Tino Chrupalla bei Caren Miosga - Ist Trump ein Vorbild für Deutschland?

In ÖRR-Talks mit AfD-Politikern fallen Moderatoren zu oft aus der Rolle. Verglichen damit verlief das Gespräch zwischen Caren Miosga und Tino Chrupalla am Sonntag eher professionell. Den „Kreml-Propaganda“-Vorwurf hätte sich die Moderatorin aber sparen sollen.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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Mit Auftritten von AfD-Politikern in ARD oder ZDF ist es ein bisschen wie mit Autounfällen: Man will nicht hinsehen, kann aber auch nicht wegsehen. Zumal als politischer Beobachter, der hauptberuflich hinsehen muss, wenn der Co-Chef der größten Oppositionspartei – und je nach Umfragen stärksten oder zweistärksten Partei überhaupt – zu Gast bei Caren Miosga ist. So geschehen am Sonntagabend.

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Karl-Heinz Weiß | Mo., 9. Februar 2026 - 11:27

Ohne nostalgisch zu werden: früher gab es Interviewer, die Interesse an den Positionen des Gesprächspartners hatten und nicht durch stechende Blicke, Augenbrauen- Hochziehen und Mund-Schrägstellung ihre Abneigung überdeutlich signalisierten. Vielleicht sollte überlegt werden, in Journalistenschulen dieses (früher selbstverständliche) Grundwissen wieder zu vermitteln. Diese Art von Haltungsjournalismus erzeugt genau das Gegenteil des Beabsichtigten: Blutdruckanstieg, Ohnmachtsgefühle und den unbändigen Drang, die Ausschalttaste zu drücken.

Chris Groll | Mo., 9. Februar 2026 - 17:49

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Sehr geehrter Herr Weiß, Sie haben da etwas falsch verstanden. Journalisten wie es sie früher gab sind nicht mehr gefragt. Das, was in den Sendungen passiert - sei es an Dokumentationen oder Interviews usw. - ist genau so GEWOLLT.
Für guten Journalismus und Neutralität hat man keine Verwendung mehr. Haltung (linksgrünwoke) ist gefragt.
Zitat Ayn Rand: „Menschen, die sich vor der Verantwortung des eigenen Denkens und der eigenen Vernunft scheuen, können nur als Parasiten vom Denken anderer leben.“

Brigitte Miller | Di., 10. Februar 2026 - 11:28

Antwort auf von Chris Groll

zu Ihrem Zitat: was nur würden alle diese Selbstgerechten machen, wenn es keine AfD mehr gäbe?
Gut, es bleiben noch Trump und Putin als Sündenböcke, die sind ja auch schuld an allem , was schief läuft, aber die AfD im eigenen Land ist halt da noch besser geeignet.
Diese Parasiten leben gar von der schieren Existenz ihres Wirtes.

Robert Hans Stein | Mo., 9. Februar 2026 - 11:58

War Miosga schon allein schlimm genug, deer Bröcker hat es dann geschafft. Keine zwei Minuten war der zu ertragen. Glotze aus und gute Nacht. Dabei kann man einige Aussagen Chrupallas durchaus kritisch sehen - beim Eiertanz der AfD um das Thema Wehrpflicht zum Beispiel. Oder beim Leugnen der Drohung Putins, die dem Einspieler doch klar und eindeutig zu entnehmen war. Mit etwas weniger "sich verbiegen und winden", mehr Cleverness und sichererem Auftreten könnten Politiker (auch der AfD) den Spieß umdrehen und die programmierten Journalisten "stellen". Vielleicht hätte es ein Baumann oder Brandtner besser gekonnt. Herr Chrupalla kommt mir immer ein wenig überfordert vor.

... wie ihn die ARD pflegt.

Die intellektuelle Leistungsfähigkeit eines Journalisten wie Bröcker ist auf dem Niveau eingefroren worden, das er einst bei seiner Abitur-Prüfung im Fach Politik seinen staunenden Lehrern vorführen durfte. Eine solche Person kennt keine Selbstzweifel, und weiß immer, wie ein beliebiges Problem dieser Welt locker gelöst werden kann - wundersamerweise immer wie in den Schlagzeilen des Mainstreams. Ein solcher Journalist bleibt intellektuell im Spiegelkabinett seiner zu Eis erstarrten jugendlichen Ideologien gefangen. Dort hat er immer Recht, und dort weiß er schon alles.

Angepasste und lernunfähige Schwätzer wie Bröcker sind daher unfähig, die politische Aufgabe des Journalismus in der Demokratie zu erfüllen, nämlich die sachlich zutreffenden Informationen zu bündeln, die es dem Wahlbürger ermöglichen, sich eine EIGENE sachgerechte politische Meinung zu bilden.

Haltungsjournalisten produzieren dagegen bestenfalls nur Proselyten ihrer Ideologie.

Die Deligimitation der Öffentlich-Rechtlichen und ihres Klamauk betreiben Leute wie Miosga selbst. Nämlich durch blöde Fragen und Nibelungentreue zur linken Regierung.
Dümmer geht's nimmer, denn Chrupalla und die AfD gehen gestärkt aus solchem Nonstop Nonsens hervor und das ist auch gut so.

Klaus Funke | Mo., 9. Februar 2026 - 12:34

Frau Miosga spielt ihre eingetrichterte Rolle treu und brav (zum Vergleich das Schmuseinterview mit Robert Habeck, dessen Wirtschaftspolitik Deutschland mehr geschadet hat als es die AfD je könnte). Es ist traurig zu sehen, was der ÖRR aus seinen Journalisten macht. Miosga als billige Sprechpuppe, Analogien zu Journalisten des DDR-Fernsehens werden überdeutlich. Ältere Ostzuschauer werden sich erinnern. Chrupalla hat sich wacker geschlagen. Er ist als positiver Gegenentwurf zu Frau Dr. Weidel angenehm gewachsen: Immer sachlich, ruhig und argumentationsstark. So richtig aufs Glatteis hat die Miosga den AfD-Chef nicht führen können. Ihre Einwürfe waren größtenteils unsachlich und von unterirdischem BILDzeitungsniveau. Sie hat sich "entblättert". Man sollte ihr Gehalt überprüfen. Die kriegt eindeutig zu viel.

Urban Will | Mo., 9. Februar 2026 - 12:51

„Hau den Tino“-Quatsch mit dieser Dilettantin Miosga zwar eine Zeitlang an, aber als dann die beiden - mit Verlaub – abgerichteten Pappnasen dazu kamen, ging auch mein Puls in den dreistelligen Bereich und ich schaltet ab.
Fast die gesamte Wirtschaft kritisiert den Irrsinn dieser Bundesregierung und diese Stümperin und linksgrüne Aktivistin Miosga hockt da zwei hin, die nach noch mehr Migration rufen, offensichtlich noch immer glaubend, dass da „Fachkräfte“ kommen. Dass selbst die AfD den Zuzug von echten Fachkräften – anstatt Glücksritter, die die Sozialsysteme plündern – fordert, war den beiden Dumpfbacken offensichtlich entgangen. Bzw. sie waren halt nur da, um auch auf Chrupalla herumzuhauen.
Und davor: eine lächerliche Show, deren Einseitigkeit und Absicht nach, wie Sie sagen, wenigen Sekunden dem dämlichsten ÖRR-Konsument klar war. Die Hasen haben geklatscht, die AfD-Anhänger entnervt abgeschaltet. Und wieder Millionen an Zwangsgebühren verheizt.
Sauladen. Kann, nein muss weg.

Heidemarie Heim | Mo., 9. Februar 2026 - 13:07

Entgegen besserem Wissens und eigenen auch hier abgegebenen Versprechen habe ich auch geguckt geehrter Herr Krischke!Und wie Sie beim ersten Teil der Sendung neben den üblichen Spitzen und Forderungen zu den "Ausfaelligkeiten" anderer AfD-Kollegen gefälligst Stellung zu nehmen und genauso zu verurteilen wie verlangt,dachte ich auch,dass es was den Informationsgehalt der Sendung betrifft was werden könnte!Zumal sich der Gast ganz gut gegen die Moderatorin schlug.Doch leider hatte diese in Teil 2 diesen absolut aggressiven und beleidigenden Herrn Broecker noch in der Rückhand,der mehr als grenzwertig auftrat.Und was noch peinlicher für Miosga und Herrn B. ausfiel war, als Frau Grimm zum guten Schluss genau die wirtschaftliche Situation fast wortgleich wie Chrupalla beschrieb,nachdem sie vorher in das gleiche Horn wie die Beiden blies.Nur etwas moderater.Weshalb der Protest von Chrupalla,das er dies doch eben gesagt hätte auch geistesgegenwärtig von M.&B. akustisch übertönt wurde. MfG

Johannes | Mo., 9. Februar 2026 - 13:40

die Sendung wird für das gesamte Ausland gesperrt- mit Roboterton und verlangsamtem Bild. Es wird aus rechtlichen Gründen etwas gesendet- aber nur einzelne Bilder und verzerrte Töne. Rein DEUTSCH national also, diese Auseinandersetzung. Davor und dannach Tagesschau und Tagesthemen- alles wieder normal. Nicht in Österreich, nicht in der Schweiz, nicht mit VPN nicht mit Mediathek: gesperrt. Eben National und Sozialistisch

Sebastian Habel | Mo., 9. Februar 2026 - 14:33

Ich würde es mir ja gerne anschauen Herr Krischke. Aber leider bekommt die ARD es trotz 10.000.000.000 Euronen Rundfunkbeitrag, von denen die ARD bestimmt die Hälfte erhält, es nicht hin, einen Stream bereitzustellen, der ohne Ruckeln und Unterbrechungen läuft. Jetzt will ich einmal freiwillig ÖRR gucken und dann geht es auch nicht. Hoffentlich werfen mir die Basens, Günthers und Linnemänner nicht vor, es nicht versucht zu haben!

Ernst-Günther Konrad | Mo., 9. Februar 2026 - 16:23

Die sog. Journalisten/Moderatoren des ÖRR haben regelrecht einen internen Wettkampf, wer, wie und wann in *seiner* Sendung einen AFD-Politiker *hängen* oder die AFD als Partei schlecht reden kann. Es ist dennoch richtig, dass AFD-Politiker dorthin gehen, damit man nicht sagen kann, wir wollten ja, aber die AFD wollte nicht. Und inzwischen sind solche Interviews nützlich für die AFD. Denn nur wer als Zuschauer solcher Sendungen selbst sehen und hören kann, was die da treiben, lässt sich überzeugen. Und das Miosga vielleicht eher professionell rüber kommen wollte, reicht dieser eine Satz zur Russland schon aus, damit die BILD genau diesen Satz, natürlich um die AFD schlecht aussehen zu lassen, als Aufmacher bringt. Ich bin da inzwischen eher tiefen entspannt. Ich schaue mir so etwas nicht an, allenfalls Ausschnitte auf Youtube und freue mich, wenn ich wieder einmal bestätigt sehe, das auch eine Miosga, wie viele andere des ÖRR auch, praktische Wahlhilfe für die AFD betreiben.

Mahdi Sameh | Mo., 9. Februar 2026 - 19:40

In die Sendung habe ich nur kurz rein geschaut. In diesem kurzen Zeitraum konnte Herr Chrupalla nicht einen Satz in Ruhe bis zu dessen Ende sprechen ohne dass Frau Miosga dazwischen geqasselt hätte. Damit ist über sie und die Sendung alles Wesentliche gesagt.

Walter Buehler | Di., 10. Februar 2026 - 10:28

Antwort auf von Mahdi Sameh

... vor anderen Menschen verschwinden im ÖRR sofort, wenn dieser "Andere" mal nicht genau die gleichen Phrasen herausblubbern will, wie sie der gleichgeschaltete Chor der ÖRR-Journalisten erwartet.

Für einen braven Haltungsjournalisten wird jeder Andersdenkende automatisch zum Feind, zu dessen Bekämpfung der Journalist jede Sau aus sich herauslassen darf - ohne jede Rücksicht auf Benehmen, Anstand, Achtung oder Respekt.

Contenance, Würde, Anstand, Benehmen lösen sich sofort in Luft auf. wenn ein solcher Journalist auf Andersdenkende trifft.
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Irgendwie erinnert mich das an die Berichte des ÖRR über einen gewissen Herrn Trump ...

Gisela Hachenberg | Di., 10. Februar 2026 - 10:10

Hallo, gestern konnte man bei Welt in der Sendung „Meine Welt, meine Meinung“ lesen und hören, dass sich Anna Schneider, die wahrlich nicht rechts ist, sich über die miese Behandlung von Chrupalla in der Miosga Sendung beschwerte. Wie man sieht, gehen die Meinungen bei der Bewertung der Sendung auseinander. Da ich mir die ganzen bescheidenen Talkshows, egal wer talkt, schon lange nicht mehr antue, reichen mir die diversen Bewertungen, um festzustellen, dass es auch so bleibt!

Hans Süßenguth-Großmann | Di., 10. Februar 2026 - 14:56

Talkrunden im deutschsprachigen Fernsehen kommen von Servus TV aus Österreich. Vier Gesprächsteilnehmer zwei rechts und zwei links vom Moderator ( passt auch politisch) und der Moderator moderiert, was seine Aufgabe ist.
Frau Miosga ist in dem Gespräch mit Herrn Chruppala natürlich keine Moderatorin, sondern Inquisitorin, die dem Beschuldigten die gerichtfesten Beweise für seine asoziale Haltung entlocken muss. Das erinnert mich so an die DDR wo irgendwas unterstellt wurde und man dann Mühe hatte halbwegs unbeschadet aus der Sache wieder rauszukommen.

Frau Miosga traue ich nicht zu, dass sie in der Lage wäre, ihren Auftritt selbstständig vorzubereiten. Sie hat vom Sender ein Script in die Hand bekommen und danach ging sie Punkt für Punkt vor, wie eine Realschullehrerin, die ihre Schüler beim Nachsitzen examiniert. Billig und primitiv, und vor allem vorhersehbar, wenn man die ideologischen Intensionen des Senders in Rechnung stellt. Die ganze Sch... (Pardon) erinnert mich fatal an das DDR-Fernsehen, an Schnitzler und Scheumann - aber bei denen wusste man von vornherein, dass sie im Auftrag der "Partei der Arbeiterklasse" vorzugehen hatten. Hier im deutschen ÖRR hofft man immer auf journalistische Standarts im Stile Hajo Friedrichs - und wird jedesmal bitter enttäuscht. Abgesehen von der plebejischen Art den anderen nicht ausreden zu lassen, dem Gegenüber unhöflich ins Wort zu fallen, werden Nichtachtung und unendlicher Hass sichtbar. Einfach menschlich unanständig, das Ganze. Ich hoffe, dass ich es noch erlebe, wie d. ÖRR verliert.

sie haben es gut beschrieben, und Frau Miosga ragt als das non plus ultra Vorzeigeexeplar dieser Verblödungsmaschinerie ala DDR hervor, die sich in den ÖRR seit längeren Zeit quasi zum Selbstauftrag mauserte, tja und der Gipfel des ganzen Elend ist, jeder Haushalt wird per Gesetz gezwungen diese totalitäre Posse zu finanzieren!
So versteht man hierzulande "unsere Demokratie", traurig aber wahr, und ein Ende nicht in Sicht?