Tina Ruland Ruth Moschner
Tina Ruland und Ruth Moschner zu Gast auf der Aftershow Party beim Felix Burda Award; AfD-Parteitag in Erfurt / picture alliance / ABBfoto | Frederik Kern; picture alliance/dpa | Katharina Kausche

Prominente richten sich an Wähler der AfD - Tabubruch oder altbekanntes Muster?

Von Tina Ruland bis Ruth Moschner: Immer mehr Prominente sprechen mit Verständnis über die Gründe für den AfD-Erfolg. Ist das ein Zeichen einer gesellschaftlichen Verschiebung – oder doch bloß die Fortsetzung einer Debatte, die längst bekannt ist?

Autoreninfo

Jan Uphoff studiert Politikwissenschaft in Bremen.

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Lange galt die deutsche Popkultur als überwiegend linksliberal eingestellt. Positionen gegen Rechtspopulismus und für gesellschaftliche Offenheit gehörten in weiten Teilen der Kulturszene zum vorherrschenden Selbstverständnis. Umso größer ist folglich die Aufmerksamkeit, wenn prominente Persönlichkeiten Kritik an der etablierten Politik äußern oder sich gar mit den Motiven von AfD-Wählern auseinandersetzen – etwa am Rande der jüngsten Berliner Emmy-Party, wo sich gleich mehrere prominente Frauen zur politischen Lage und zum Umgang mit der AfD äußerten.

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Achim Koester | Do., 16. Juli 2026 - 08:43

die, obwohl sie als Schauspielerinnen/Moderatorinnen direkt von den ÖR Sendeanstalten abhängen, wagen, die Dinge beim Namen zu nennen. Es liegt im Wesen einer Demokratie, dass Parteien vom Wähler für gute Arbeit belohnt, für schlechte jedoch abgestraft werden. Es bleibt zu hoffen, dass ihnen durch ihre klaren Aussagen keine wie auch immer gearteten beruflichen Nachteile entstehen.

Sebastian Habel | Do., 16. Juli 2026 - 09:03

Egal ob Ruth Moschner, oder Tina Ruland, egal ob links oder rechts: Wen kratzt denn deren Meinung? Moschners Post ist unterkomplex und zeigt, dass sie nix verstanden hat, sich aber für klüger als alle anderen hält. Rulands Aussage entspricht einer Floskel mit wahrem Kern, aber auch sie macht es sich zu einfach.

Natürlich ist es durchaus unterhaltsam, wenn beispielsweise Til Schweiger nach eineinhalb Flaschen Wein raushaut, was die Politik jetzt aber unbedingt machen müsste, aber ernst zu nehmen ist das alles nicht.

Also halte ich es mit Marcel Reich Ranicki: "Wenn Sie etwas besonders Dummes hören wollen, müssen Sie einen Künstler nur nach seiner politischen Meinung fragen."

Jedoch halte ich es für ganz normal und völlig richtig, dass sich jeder Künstler eine politische Meinung bildet.
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Schwierig wird es nur bei den Agit-Propplern, die mit den Mitteln ihrer Kunst gegen Bezahlung für irgendeine politische Ideologie Propaganda machen. Von denen halte ich sehr wenig.
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Da mir ein Künstler "Sebastian Habel" nicht bekannt ist, kann ich leider mit ihrem Kommentar nichts so richtig anfangen. Steckt hinter Ihrer Aussage "ernst zu nehmen ist das alles nicht." irgend eine Art von Insider-Wissen?

wurde wohl deshalb als Experte in den Thüringer Landtag eingeladen. Und wenn Sie sich mal die Teilnehmerlisten bei Miosga, Lanz und Konsorten ansehen geht es oft nicht um Wissen, sondern um Bekanntheitsgrad und Meinung. Und das sich ein Großteil der Künstler dafür kaufen und bezahlen lässt hat man wâhrend Corona ausreichend bewundern können.

Armin Latell | Do., 16. Juli 2026 - 09:17

Verständnis für die AfD Wähler zeigen, sich aber gleichzeitig zu distanzieren. Absoluter Standard. Ich frage mich, was geschehen würde, gäbe es die AfD plötzlich nicht mehr. Wer wäre Sündenbock, wer würde an den Pranger gestellt, wen würde in den öffentlichen Hexenprozessen das Gottesurteil treffen, über was könnten die Ciceros in Schland dann noch schreiben? Welche Narrative gäbe es noch? Abgehalfterte Parteiobere und Ideologen kommen im Cicero immer zu Wort, AfDler nicht. Auch hier greift das Muster.

Früher warb man für sich selbst oder die Partei, die einen nahe stand. Heute wendet man sich an die Wähler der Anderen, um ihnen die Partei abspenstig zu machen. So funktioniert keine intakte Gesellschaft. Diese Prominenten sind von den Parteien, die sie gut finden/wählbar halten, nicht überzeugt. Wer weiß, ob in zwei Jahren eine vielschichtige, gesellschaftliche Öffentlichkeit sogar explizit Werbung für den "unsere-Demokratie"-Parteienblock machen wird. Ich halte es im stetig verfallenden, freiheitlich-westlichen System für möglich.

Jörg Schiepanski | Do., 16. Juli 2026 - 09:19

Es zieht mit die Schuhe aus, wenn ich Linksliberale - auch so ein Oxymoron - über die offene Gesellschaft schwadronieren höre, denn ich habe meinen Popper gelesen. Diese Leute streben nicht danach die kritischen Fähigkeiten des Individuums freizusetzen, was das Ziel der offenen Gesellschaft ist. Vielmehr predigen sie ein holistisch-kollektivistisches Weltbild, daß für die die geschlossene Gesellschaft charakteristisch ist.

Der Begriff "Offene Gesellschaft" ist von Linken gekapert und in seiner Bedeutung ins Gegenteil verkehrt worden. Das ist ein Marketingcoup vor dem ich als Unternehmer Respekt habe, der mich aber als denkender Mensch entsetzt.

Walter Bühler | Do., 16. Juli 2026 - 11:38

Antwort auf von Jörg Schiepanski

... unserer Neuen Deutschen Demokratischen Republik.

Geht wie so vieles wohl von den Politik- und Sozialwissenschaften an den heutigen Universitäten aus. Popper und Hannah Arendt liefern die Worte, und die Alt-Marxisten definieren sie fröhlich um.

Karl-Heinz Weiß | Do., 16. Juli 2026 - 09:24

Wäre nicht der politische Ansatz näherliegend, die Positionen der AfD denen der "Altparteien" gegenüberzustellen ? Friedrich Merz ist seit seiner Ankündigung, die AfD halbieren zu wollen, bei diesem Punkt keinen Zentimeter weitergekommen. Jetzt wundern sich alle "Brandmaurer", dass bis zu 40% der Wählerschaft kein Problem damit hat, dass es die AfD mal in Regierungsverantwortung "versuchen" sollte.

Wolfgang Borchardt | Do., 16. Juli 2026 - 09:27

Man denkt bewusst nicht darüber nach, warum es die AfD gibt, dass sie das Symptom einer Politik ist, die weder die von ihr selbst aufgehäuften Probleme lösen wird noch die Bürger erreicht, wenn man von Steuererhöhungen absieht. Das Bashing gegen Rechts ist die Plattform der Linksextremen. Selbstverständlich wird die AfD die Probleme auch nicht lösen können, aber es ist die einzige Partei, die sie überhaupt benennt. Die Aufgaben sind so gewaltig, dass es einen Herkules bräuchte, der nicht kommen wird. Die AfD ist die einzige verbliebene Opposition, nachdem die so dringend gebrauchte FDP an sich selbst gescheitert ist. Was ist eine Demokratie ohne Opposition? Wohl "unsere Demokratie", die nicht - wie eigentlich vorgesehen - die aller ist.

Stephanie Georgakaki | Do., 16. Juli 2026 - 09:54

Ich stimme Herrn Latell ausdrücklich zu!
Die sogenannten Einordnungen der AFD in bestimmte Ecken muss ich leider auch im Cicero wahrnehmen.
Es geht nie um die Sache. Und wenn, dann heißt es immer, die AFD könne ihre Versprechen überhaupt nicht finanzieren. Fragt sich mal jemand, wie die Altparteien ihre Linke Politik finanzieren? Nämlich über Schulden?
Das Programm der AFD ist gar nicht so weltfremd. Nur will man es nirgendwo so richtig diskutieren, denn damit würde man ihr zu noch mehr Auftrieb verhelfen.
Das will auch kein Cicero .
Also unterscheidet man sich damit noch vom Main Stream?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 16. Juli 2026 - 10:28

von einer weiteren Verschärfung ab, sondern von einer jetzt allmählich sich evtl. entspannenden politischen Situation, zumindest in Deutschland.
Ich gebe zu, dass ich manchmal schon das Gefühl hatte, ich dürfe nicht mehr Deutschland sagen und schreiben.
DAS normalisiert sich wieder, wir müssen nicht gleich in einen paradiesischen Zustand, durchgestzt vlt. von Frau Merkel im Sinne von One World, sondern dürfen uns mit anderen entwickeln ohne ""Monster"" zu sein.
Ich bin aber nicht für eine Rückabwicklung und deshalb richtig in der SPD.
Wir leben immer stärker in einer globaliierten Welt und sollten in dieser mit anderen an einer Welt arbeiten und keine Fleissaufgabe alleine für die Deutschen daraus machen.
In den USA trägt jede/r eine Waffe oder hat sie zuhause?
Mit so einer "Gesellschaft" vergleiche ich Europa ganz sicher nicht.
Es gibt Staaten und es werden hoffntlich mehr, die sich m.E. besser mit europäischen Standards vergleichen lassen, z.B. bis vor einiger Zeit ganz sicher Israel

"In den USA trägt jede/r eine Waffe oder hat sie zuhause?"
Finden Sie nicht, dass dies ein Stereotyp ist, der ganz gern in Deutschland gepflegt wird? Auf der einen Seite kann man den schönen, aber ungefährlichen und folgenlosen, Grusel spüren, dass in den USA eine Art dystopische, endzeitliche Gesellschaft existiert in der das Recht des Stärkeren gilt? Und auf der anderen Seite kann man sich wunderbar wohlig zivilisatorisch überlegen fühlen. Vielleicht sollten Sie mal bestimmte Gebiete in Deutschland aufsuchen (z.B. Duisburg - Marxloh), um zu erfahren, dass wir keinen Deut besser oder überlegener sind, als bestimmte Regionen/ Stadtteile in den USA.
Bezüglich Israel fällt mir das einfache Argument ein, dass wohl kein anderes Land auf dieser Erde in der (geografischen) Position ist, dass praktisch alle seine dirketen und näheren Nachbarn ihm den Tod geschworen haben. Dieses Land befindet sich gewissermaßen seit seiner Gründung in einer Art Kriegszustand. Das kennen wir so nicht.

die keine Waffe haben?
Vielleicht sind die verwandt mit mir? :)
Möglich, dass ich zu grob urteilte, ich würde mich freuen, wenn...
Israel sehe ich so, wie ich es schrieb und hoffe, dass es bald wieder in ruhigere Gewässer kommt und damit seine Nachbarn auch.
Jehova mag für mich seine "Fehler haben", aber er ist mir hauptsächlich der Gott dieses berühmten Psalmes, in dem er seinem Volk den Tisch bereitet im Angesicht seiner Feinde.
Ich beziehe mich dennoch eher auf Christus, als auf das AT.
Das AT ist aber die Bibel einer Hochkultur, siehe die Zehn Gebote usw., die wir in Europa gut übernehmen konnten, wie auch die lateinische Schrift und die arabischen Zahlen.
Ich bin jetzt wohl "weitergegangen", lasse aber doch nicht von Allem, das die vielen Hochkulturen hervorbrachten und ganz sicher nicht vom NT.
Ich glaube, ich bin jetzt auf einer religiösen Ebene der "Kinder Gottes".
Ist das nicht stark beeinflusst vom Pietismus in dessen Rahmen auch Kant erzogen wurde?

Ich weiß, was Sie meinen. Ich selbst bin der Meinung, dass es ein Riesenquatsch ist, wenn sich die drei abrahamitischen Religionen gewissermaßen den Dreck unterm Fingernagel bzw. das Land, auf dem sie entstanden sind, nicht gönnen. Es ist so als ob Flöhe streiten, wem der Hund gehört auf dem sie sitzen.
Mir haben schon Israelis (die Bibi mehr als nur ablehnen) gesagt, dass wir das alles hier in Europa nicht wirklich nachvollziehen können, was ich für mich auch so akzeptieren kann.

Gottvater ist für mich nicht Abraham und die Ringparabel deute ich auch bei Lessing als die Schwierigkeit, das Christentum als die älteste Religion zu deuten.
Nun, das ist sie nach meiner Auffassung als einer Generation nach Wotan, Zeus oder Jehova.
Ich weiss nicht, welcher Gott in der Generation für die Turk/Araber stilbildend wäre.
Gott als Vater ist für mich, siehe auch den Göttervater Zeus, ein europäisches Konstrukt und zwar ein sehr altes.
Deshalb warte ich beim Judentum noch auf eine entsprechende Entwicklung.
Aber da die Muslime mit Mohammed auch nur bis zu dessen Prophetenstatus gelangten, könnte die neue religiöse Generation des Judentums vielleicht der Zionismus sein?
Das muss sich fürchterlich lesen in Ihren Augen.
Selbst Nietzsche belegte die neue Religion der Ewigkeit evtl. mit sogenannten "barbarischen Attributen", weil er sie nicht vollständig herleiten konnte.
Das dürfte zu größten Missverständnissen geführt haben, weil Güte und Friedfertigkeit "unsichtbar" bleiben?

fallen diese Attribute sofort auf, aber eben leicht verändert, s. die Poesie darin.
Ich vermute, dass Kinder und Jugendliche damit überfordert wären.
Nietzsche verbindet das Göttliche und das Genealogische # Genetische, miteinander und öffnet damit weiteren Missverständnissen das Tor.
Die Begrifflichkeiten der Ewigkeit sind keine schlichten biologischen sondern thee-philosophischer Art.
Kein Wunder dass Nietzsche darüber wahnsinnig wurde, aber als Sehender würde ich meinen.
Auf dieser Ebene sind ALLE/ist ALLES getauft am Born der Ewigkeit, sind wir alle Gottes Kinder.
Das darf man NIEMANDEM aufzwingen und deshalb ist mir persönlich auch wichtig die Anerkenntnis aller anderen Götter in der Ewigkeit.
Wie schrecklich anzunehmen, diese/r existiere etwa alleine.
Die Ewigkeit ist aber gerade nicht statisch, sondern entwickelt und weiter voranschreitend.
Siehe dazu auch die griechischen Götter- und Heldensagen, die Nietzsche gekannt haben dürfte.
Gaia, Titanen, olympische Götter, Helden ->

Pate gestanden haben für den "Übermenschen".
Wenn man so etwas schlicht liest, dann drohen schlimmste Missverständnisse.
Am liebsten hätte ich gar nichts gesagt und wäre einfach glücklich gestorben.
Aber irgendwelche Leute stubsten mich nach meiner "Wahrnehmung" immer wieder an.
Wenn die Re-ligion der Ewigkeit, eigentlich ein Vorher, Währen und Kommen Irgendjemandem zum Töten herhalten müßte, dann wird die Ewigkeit wohl woanders wohnhaft geworden sein.
Aber wenn ich so schaue, so haben wirklich alle Religionen ihren Anteil daran, es kommt vielleicht nur darauf an, sich selbst und andere zu erkennen?
Ich hefte mir das übrigens nicht ans Revers.
Ich habe nur gelesen und nachgedacht.

mir nicht leicht gemacht, was allerdings noch kein Gütesiegel per se ist.
Zunächst, obwohl anders erzogen, wurde ich nie warm mit dem AT oder Jehova, sehr wohl aber mit Christus, also dem NT.
Jahrhunderte bemühte sich das Christentum um den Status der legitimen Nachfolge des Judentums, wie gesagt, es geht um Deutungshoheit.
In nur geringem Umfang sickerte auch das NT langsam in das AT.
Als ich dann den Film sah "Das leere Grab", empfand ich nach der Kreuzigung und eben Nicht-Anerkenntnis des Christentums durch die vermutete Vaterreligion, eine Befremdung.
Ich wandte daraufhin die Moses-Geschichte auf Christus an.
Moses wurde in Ägypten geboren, aufgezogen und erzogen.
Ganz sicher dürften jede Menge ägyptische Einflüsse im AT vorhanden sein?
Das macht die ägyptische Religion nicht zur Mutterreligion des Judentums.
Historisch gibt es die unmittelbare Nähe von AT und NT, auch inhaltlich ein breites gemeinsames Fundament, das eigentliche formte sich für das Christentum m.E. aber in Europa.

Als gäbe es nicht zahlreiche Staaten, in denen Waffenbesitz selbstverständlich ist.
Die USA als Obsession der linken und rechten Flachfeilen, sorry, anders kann ich es nicht formulieren, um zu zeigen, wie unterkomplex das ist. Der SPD-Horizont ist eben unverkennbar bei Frau Sehrt-Irrek. Nur mal so nebenbei, selbst betrachtet. die siond "in Teilen" linksradikal, wie eine vom Verfassungsschutz beobachtete Partei oft als "in Teilen" rechtsradikal eingestuft wird.

Rainer Mrochen | Do., 16. Juli 2026 - 11:09

Mit europäischen Standards meinen sie doch sicherlich nicht Chatkontrolle und den DSA. Wer diese Standards gut findet oder gar übernimmt, der kann sich gleich um ein Dauervisum in China bemühen. Denn wenn das diktatorische Brüsseler Europa eines erkannt hat: Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Wie das Erodieren von Freiheit beginnt kann man nicht besser beschreiben. Dabei wird es nicht bleiben, denn was denken sie wird zukünftig auf dem Finanzsektor an Überwachung (Zentralbankkonto, Bargeldabschaffung) mit Sicherheit passieren? Genau mehr Überwachung! Tolles Normenvorbild.

Gisela Hachenberg | Do., 16. Juli 2026 - 12:31

Jetzt merken die „Kulturschaffenden“ auch langsam, dass ihre Pfründe sich verändern. Alles wird teurer. Viele Menschen im Land müssen sparen. Das geht nicht bei Lebensmitteln oder täglichem Bedarf. Aber Kultur, Kino, Theater, Konzerte bleiben auf der Strecke. Thomalla ist ja beim ZDF gut dran. Aber irgendwann muss auch dort der Rotstift angesetzt werden. Siehe Tatort etc. bei RBB. Trotzdem finde ich die Statements mutig, denn der Gegenwind der linken Medien ist rau! Dort (z.B. n-tv) wird kräftig gegen den angeblichen „AfD Sprech“ (ich hasse diesen
Ausdruck!) ausgeteilt. Und das wird schlimmer werden. Haben die Damen das einkalkuliert? Bin gespannt, wie dieses Theater weitergeht.

Urban Will | Do., 16. Juli 2026 - 13:16

Was muss man eigentlich noch alles weglassen, damit nicht zensiert wird? Wieso werden überhaupt noch Beiträge zugelassen? Echt traurig, was aus diesem Magazin geworden ist.

diesem "edlen Blatt" keine direkte Rede mehr. Sie wollen Mainstream-gerecht zugeschnittene Hasenfuß-Kritik. Bloß nichts, was irgendeinen Linksgrünen allzu sehr verärgern könnte.
Ich verliere bald die Lust. Gottseidank gibt es andere Portale, allen voran NIUS. Dort hat man noch Respekt vor Art. 5 GG. Hier nicht mehr.

ich leide auch darunter. Man weiß überhaupt nicht, an welchem Wort oder Satz es hängt. Aber einen Vorteil hat es zumindest: Sie erkennen sofort, dass Ihr Kommentar nicht veröffentlicht wird, und nicht erst dann, wenn das Thema geschlossen wird. Außerdem sind dann m.E. mehr Kommentare möglich (wenn auch "passend" gemacht), weil die menschl. Zensoren nicht jeden einzelnen Kommentar komplett durchlesen müssen. Es ist zwar sehr lästig, aber ich teile meine Kommentare so auf, dass ich erkennen kann, an welcher Stelle der Hund begraben liegt.

Veröffentlichung aber den Quatsch mit „in die Warteschleife... blablabla“ hätten sie sich schenken können bei der Redaktion. „In die Warteschleife“ bedeutet: Zensur.
Und meist dann, wenn man sich viel Mühe gab und eben auch direkt und hart (aber ehrlich, sprich faktenbezogen) in der Wortwahl war.
Ich schreibe dann meist noch eines, lasse viel weg und setze „zensurbereinigt“ davor. Aber selbst das kam nicht zu diesem Beitrag hier, obwohl nur harmloses Zeug drin stand. Das hat dann mein persönliches „Fass“ zum Überlaufen gebracht.
So langsam glaube ich, dass diese CICERO – KI auch namensbezogen agiert. Gewisse Leute scheinen hier alles schreiben zu dürfen.
Nun denn, ich muss mich damit abfinden. Es kommt ja hie und da auch was durch. Aber CICERO hatte über viele Jahre meinen höchsten Respekt. Der ist jetzt weg. Es ist ein Blatt wie so viele andere auch in diesem wirren Land.

gelöscht worden, von der ZEIT nicht zu schweigen, dort sozusagen "mit Brief und Siegel".
Zugegeben, ich habe getobt, mich dann aber daran gewöhnt und vielleicht auch dazugelernt!
Kommen Sie nicht auf die Idee, dass sich Ihr Schreiben durch Nius auch zugespitzt haben könnte?
Ich kenne Nius nicht und finde die Bandbreite beim Cicero sehr angenehm.
Vielleicht sollte man NUR gegenüber den Kommentatoren die monierten Stellen kenntlich machen, wenn technisch möglich?
Ich bin hier vielleicht vielen ein Ärgernis, aber wollen Sie wirklich auf mich verzichten?
Ich bin nicht mehr so empfindlich wie zu Beginn meines Schreibens hier.
Das macht, weil mich die Debatten entspannen.
Ich war immer ein großer Fan von Herbert Wehner.

halten und kritisierte immer, was das Zeug hielt.
Wenn ich es richtig erinnere, bekam sie deshalb auch mal Ärger mit der damaligen Deutungsmacht?
Vielleicht deshalb diese Entscheidung meines Großvaters, doch in die Partei einzutreten, obwohl er kenntlich Position bezogen hatte gegen Hitler auf dem berühmten Arbeiterkongress.
Er liebte meine Oma sehr und stand zwischen allen Stühlen zu der Zeit?
Ich habe viel, worüber ich jetzt nachdenken kann...
Erkenne Dich selbst und kehre immer zuerst vor der eigenen Haustür...

Markus Michaelis | Do., 16. Juli 2026 - 13:23

Klar gibt es auch Politiker, die unfähig sind, denen es zuerst um eigene Macht und Vorteile geht, die kein Rückgrat haben für politische Richtungen zu stehen usw. Aber das scheint mir nicht die tiefere Ursache der Probleme.

Diese nehme ich schon so wahr, dass hinter allen Strömungen, die man mag oder verdammt, jeweils große Gruppen bzw. starke kleinere Gruppen aus der Bevölkerung stehen, die alles mögliche als unverhandelbar positiv oder negativ sehen, aber sehr verschiedene und sich widersprechende Dinge.

Es ist dabei tief in der Bevölkerung verankert, Politik nicht als das Aushandeln gegensätzlicher Interessen zu sehen, sondern als die Durchsetzung höherer Wahrheiten.

Im Privaten drückt sich das nicht so direkt aus, weil man kritische Themen meist umschifft - man macht das Private unpolitisch und versteht sich dann mit fast allen gut. Die politischen Auffassungen sind aber sehr gegensätzlich und sich gegenseitig erschütternd - in vielen Lagern, auch innerhalb der "Mitte".

Ingo Frank | Do., 16. Juli 2026 - 14:40

Kein Tabubruch, ehr ein Zeichen dafür das die einzige Partei die nicht auf Links Grün Schwarzen Wegen wandelt, in der Gesellschaft angekommen und akzeptiert ist und nicht nur im Osten des Landes stetig wächst. Irgend wann habe ich mol irgend wo gelesen, dass die Zustimmungswerte der AfD im Westen in kürzerer Zeit steigen als im Osten …… SH unterm Genossen Günther bildet dies letztlich diese These ab. Bei der letzten LTW mit 4, X % gescheitert und jetzt ein 3/4 Jahr vor der Wahl mit 18% an 2. Stelle hat’s noch nicht im Osten gegeben……
MfG a d Erfurter Republik