Theater in der Corona-Krise - Das große Warten

An allen Theatern und Opernhäusern kann wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht gespielt und kaum geplant werden. Vom Hoffen auf den Tag X, an dem es endlich wieder losgehen wird, erzählt Enrico Lübbe, Intendant des Schauspiels Leipzig.

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Der finanzielle Verlust für das Schauspiel Leipzig ist noch nicht absehbar /picture alliance

Autoreninfo

Irene Bazinger ist Theaterjournalistin und lebt in Berlin. Zuletzt gab sie das Buch „Regie: Ruth Berghaus“ heraus (Rotbuch-Verlag)

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Enrico Lübbe leitet seit 2013 das Schauspiel Leipzig. Der gebürtige Schweriner ist Intendant und deutscher Theaterregisseur.

Herr Lübbe, das Schauspiel Leipzig ist ein riesiges, leicht neoklassizistisches Gebäude im Herzen der Stadt und fasst im großen Saal knapp 700 Zuschauer. Wie ist die Atmosphäre jetzt?
Still ruht der See, zumindest äußerlich, wie wahrscheinlich überall in Deutschland. Von unseren rund 190 Mitarbeitern ist gerade noch eine Handvoll im Theater tätig, etwa in der Verwaltung und in der Technik, der Rest arbeitet im Homeoffice, klärt Verträge, regelt buchhalterische Angelegenheiten, macht alles, was in einem Theaterbetrieb von außerhalb zu erledigen ist.

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Michaela 29 Diederichs | So, 29. März 2020 - 23:40

So leid es mir tut - weil ich ein großer Kulturfan bin - Theater und Kultureinrichtungen sind Luxus und sollten als letzte hochgefahren werden. Nicht aus Niedertracht. Aber Theater sollten - zumindest für ältere Menschen, zahlende Abonnenten - aus meiner Sicht geschlossen bleiben. Es wird eine natürliche Auslese geben. Staatstheater werden davon nicht betroffen sein. Beamte sind ja auch nicht betroffen. So gesehen sind Sie in einer komfortablen Situation und können plakatieren, was immer Sie wollen. Ihre junge Klientel wird Ihnen erhalten bleiben - so sie es denn zahlen können.

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