Ehepaar Illustration
Ist das Ehegattensplitting „patriarchale Kackscheiße“ oder im Sinne einer „Erwerbs- und Verbrauchsgemeinschaft“? / picture alliance / imageBROKER | Addictive Stock

Steuerdebatte - Ist das Ehegattensplitting ungerecht?

Die Debatte über das Ehegattensplitting reicht von „patriarchaler Kackscheiße“ bis zum Schutz der Ehe als „Erwerbs- und Verbrauchsgemeinschaft“. Ein guter Rahmen für unsere Sonntagsfrage: Ist das Ehegattensplitting ungerecht?

Gregor Thüsing

Autoreninfo

Prof. Dr. Gregor Thüsing ist Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit der Universität Bonn. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen, vielfacher Sachverständiger im Deutschen Bundestag und wurde 2024 in den Deutschen Ethikrat berufen.

So erreichen Sie Gregor Thüsing:

Der Bundesfinanzminister ist fest entschlossen: Das Ehegattensplitting ist ungerecht, und deshalb muss es „weiterentwickelt“ werden, was nichts anderes heißt als: abgeschafft. Die Jusos geben Schützenhilfe: „Patriarchale Kackscheiße ist das“, titelt der Verband NRW auf seiner Webpräsenz. Der Juso-Vorsitzende Türmer äußert sich bei Markus Lanz etwas gewählter und ohne gendertheoretisch eingefärbte Tautologien, in der Sache aber entsprechend: Eine Familie, in der der Mann 100.000 Euro verdient und die Frau nicht arbeitet, werde „ganz stark gefördert“, während eine Familie, in der beide jeweils 50.000 Euro verdienen, „überhaupt nicht gefördert“ werde.

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Achim Koester | So., 10. Mai 2026 - 09:04

grottenschlechter Erziehung und ebensolchem Benehmen bei den Jusos, wie auch die Ausdrucksweise der verlogenen "Bullshit" Bärbel.
Wenn solche Proleten unser Land in die Hand bekommen, wehe uns.

Ulrich Sprenger | So., 10. Mai 2026 - 09:43

Für jeden Minijobber muss der Arbeitgeber 25% pauschalen Krankenkassenbeitrag abführen. Das wird in Deutschland von der Knappschaft, abgewickelt. Der sicher nicht unerhebliche Beitrag versinkt im Nirwana der Beiträge. Die Knappschaft brauchte, nachdem es in Deutschland keine Knappen, sprich Bergleute mehr gibt eine neue Aufgabe.

Fallen auch geehrter Herr Sprenger die wohl nicht unerheblichen Beiträge für die GKV auf die Betriebsrenten von Rentnern und in Form von Direktversicherungen, die der Arbeitgeber anstatt einer betrieblichen Bertiebsrentenversorgung über ein langes Arbeitsleben hinweg für seine Werktätigen allein oder zusammen mit dem Lohnempfänger abschloss und ansparte. Nach Renteneintritt 10 Jahre Beiträge gemäß der Auszahlungssumme mit allen zwischenzeitlichen Anhebungen, da man diese oft 5-stellige Summe natürlich nicht einfach am Beginn seines Rentnerdaseins abdrücken und sich den Ärger vom Hals schaffen darf um seine Ruhe vor dem auf die Altersversorgung übergriffigen Staat zu haben;)!
Die Pointe dabei ist die, die meisten Rentner wussten lange Zeit und zum Teil bis heute nichts von einer derartigen Sonderabgabe, die ihnen nach Rentenbeginn durch eine ihrer Krankenkasse ins Haus flatternde Zahlungsaufforderung und inzwischen sich andauernd zu ändernde "Überweisungsaufträge" bei ihrer Bank;)!

Heidemarie Heim | So., 10. Mai 2026 - 10:46

Allein der mehr als schlecht zur Tarnung gebrauchte Begriff "Gerechtigkeit" oder noch besser "Gleichstellung" aus dem Munde dieser Klientel, die aufgrund ihrer infantilen Unreife nicht mal ahnen können, was es heißt eine lebenslang andauernde Verantwortung für eine Familie zu übernehmen, geschweige denn wissen, was eine dafür finanziell notwendige Erwerbsarbeit an Belastungen mit sich bringt. Selbst noch keinen Nagel in die Wand geschlagen, aber anderen erzählen wollen, wie sie zu leben und wie sie zu arbeiten haben😤!Sicher wissen ein Herr Türmer und seine Vorbilder in Politik und Partei, wie motivierend allein eine Berufsausübung neben Haushalt und Familie! ist mit Steuerklasse V., wo der Blick auf den Lohnzettel mitunter traumatisierend ausfällt weil das Einkommen kurz mal nahezu halbiert wird. Oder wie mir einmal passierte in die Progression rutscht und nach einer Gehaltserhöhung weniger Netto rausbekommt als vorher. Ich wählte damals den geldwerten Vorteil einer Monatskarte;).

Heidemarie Heim | So., 10. Mai 2026 - 10:55

Hätte ich doch mal auf den Mitkommentatoren gehört, der anmerkte, das die KI bei kritischen Begriffen, welche im Artikel bzw. Beitrag Verwendung fanden bei Gebrauch in eigenen Kommentaren in den "Gehen Sie nicht über Los, ziehen Sie keine....usw.-Modus schaltet!
Liebe Prüfende! Streicht einfach meinen Titel! Der Rest passt! LG

Hans Jürgen Wienroth | So., 10. Mai 2026 - 10:56

Die Argumente des Autors zur Familienmitversicherung (Kinder als künftige Beitragszahler sind davon in den Planungen bisher ausgenommen) sind nachvollziehbar. Was ist mit den „Mitversicherungsabkommen“ mit anderen Ländern (z. B. Türkei oder Marokko), nachdem z. B. auch die Eltern und ggf. andere Familienangehörige mitversichert sind? Müssen die dann nicht auch ersatzlos entfallen? Was ist mit den „anerkannten Kindern“ in anderen Ländern, die ggf. dt. Sozialhilfe beziehen? Sind die auch mitversichert und bleiben es, da Kinder?

Was ist mit den Bürgergeldempfängern, die keine Beiträge zahlen und ggf. nicht einmal den dt. Pass haben, die jedoch aufgrund ihres „sozialen Status“ oft Leistungen bezahlt bekommen (Brille, Zahnersatz), für den der Beitragszahler tief in die eigene Tasche greifen muss?

Die Welt ist nicht gerecht und wer sie gerecht machen will, der fügt nur eine Ungerechtigkeit an anderer Stelle hinzu.

Heidemarie Heim | So., 10. Mai 2026 - 11:57

Antwort auf von Hans Jürgen Wienroth

Es gibt m.E. keine vollkommene Gerechtigkeit lieber Herr Wienroth! Aber man kann zumindest erwarten, dass diejenigen, die wie hier die JUSOS oder deren Vorbilder in der Partei, die mir vorkommen wie Blinde, die von Farben sprechen,ein Minimum an Respekt für die Lebensarbeit ihrer Normalbürger aufbringen und ihre ihrerseits patriarchalisch gestrickten Sozialismus da lassen, wohin er gehört. Nämlich in die nächste Tonne! Die Aufgabe einer Staatsführung in einem freiheitlichen System, auch Demokratie genannt;) ist meines erachtens nach in allen Belangen für checks&balances zu sorgen, Hintertüren o. Lücken für Missbrauch zu schließen falls erforderlich,Leistung
anzuerkennen und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen,sich vor allen Dingen vorbildlich an die eigenen Gesetze u. demokratische Gepflogenheiten zu halten welche unsere Verfassung vorsieht, sowie letztendlich einen Jeden nach seiner Fasson eigenständig leben zu lassen! So kämen wir der Gerechtigkeit ein Stück näher!

Jens Böhme | So., 10. Mai 2026 - 11:22

Das humanistische Konstrukt Gerechtigkeit steht konträr zur Natur. Den Kampf zwischen Natur und Geist gewinnt immer die Natur. Timmy wurde erfolgreich aus unserem gerechten Blickfeld gerettet, damit wir den Tod des Wal nicht sehen müssen.

Habe ich Sie richtig verstanden?

"Gerechtigkeit ist nur ein Produkt menschlichen Geistes und kommt in der Natur gar nicht vor. Geraten menschlicher Geist und Natur in Konflikt, dann gewinnt unweigerlich die Natur. Das ist ein ehernes Gesetz.

Um den Deutschen die Illusion zu lassen, dass das eherne Gesetz gar nicht gelten würde, wurde Timmy von fürsorglichen Menschen zum Sterben in die Nordsee gebracht."

Zwei Fragen:
1. Ist der Mensch (auch der "fürsorgliche" Mensch!) samt seinem Geist kein Teil der Natur?
2. Warum haben die "fürsorglichen" Menschen die Illusion retten wollen?
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Nix für ungut - Ich verstehe es nicht.

Heidemarie Heim | So., 10. Mai 2026 - 11:26

Sie finden es geehrter Herr Prof.Dr. Thüsing gerecht, dass eine Ehefrau ohne o. mit einem Kind über 6 Jahre, deren Ehemann wie z.B. mein in der GKV lebenslang freiwillig! gebliebener und zum Schluss zusammen mit seinem AG nahezu 1000€ und mehr abführte,sowie inzwischen Rentner einen Sonderbeitrag zusätzlich aus seiner betrieblichen Altersversorgung bei der Allianz fürs Leben:) über 10 Jahre inkl. regelmäßiger Erhöhungen zahlt, das also dessen Ehefrau gefälligst ihren eigenen Beitrag erarbeiten und nur um es mal zu erwähnen! für die mitzahlen soll, die selbst keinen Beitrag in die GKV zahlen,bzw. für die eigentlich alle! Steuerzahler, sprich das Bundesfinanzministerium zuständig wären u. mit lächerlichen 144€ Beitrag für sogenannte Fremdleistungen für jährliche Defizite zwischen 10-15 Milliarden im Topf der gesetzlich versicherten Beitragszahler, sprich der Krankenkassen sorgen? Und womöglich in Steuerklasse V, damit sie mit Blick auf ihren Lohnzettel mit 48% Abzügen in Jubel verfällt;)

Pamina | So., 10. Mai 2026 - 11:47

Wer das Ehegattensplitting abschaffen will, soll auch das Einstehen und die Unterhaltspflicht für den Ehepartner abschaffen, zum Beispiel bei Pflegeheimkosten.

Walter Buehler | So., 10. Mai 2026 - 12:02

Offenbar eine charakteristische Begriffsbildung aus hochintellektuellen Kreisen unseres Landes.

Bei den NRW-Jusos habe ich nichts (mehr) gefunden. Google-KI berichtet mir heute:

"„Aber patriarchale Kackscheiße darf man schon sagen, oder?“ ist ein Bestseller von Alexandra Zykunov, der wütend und humorvoll den Alltag feministischer Erziehung beschreibt. .."

KI versetzt mich immer wieder mal in Erstaunen: Woher weiß KI schon im Mai 2026, dass dieses "humorvolle" Buch ein Bestseller ist, obwohl es erst am 27.8.2026 erscheinen wird??
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Tja, Werbung für irgendeine Kackscheiße! Nur damit irgendjemand aus der Gender-Gemeinde mehr Geld kassieren kann.
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Ein Hoch all den akademisch ausgebildeten Baller-Männer und -Frauen, die sich als linke Antifaschisten verkaufen wollen!

Da wollte ich mich einmal eines wie Sie lieber Herr Buehler sagen, aus hochintellektuellen Kreisen stammenden Begriff befleißigen,nur das ich in meinem Titel vor die K..sch.... ein sozialistisch gesetzt habe,möglicherweise auch ein Doppel-s anstatt wie Sie ein ß zu verwenden;), und schon ließ mich die KI nicht über "Los" gehen und verwies mich auf den Admin;(.
Scheinbar ist unsere neue Kontrollbehörde bei Lehrern;) nicht so streng🙄. LG

Angelika Sehnert | Mo., 11. Mai 2026 - 07:40

Die sog. Reformen sollen nur noch mehr Geld in ein völlig dysfunktionales System pumpen. Das gilt für die GKV wie für das Steueraufkommen, das man nun mit Hilfe von Müttern und Ehefrauen mit noch mehr Geld für noch mehr Unsinn ausstatten will, anstatt endlich zu sparen. Nebenbei erledigt die Linke einen ihrer Herzenswünsche: die Auflösung des als überkommenen, als „patriarchalisch“ verunglimpfen Familienmodells um noch früher Zugriff auf die Kinder zu bekommen, die bei einer Berufstätigkeit der Mutter nun mal mit 7 Jahren in staatliche Betreuung müssen, dort ungenießbaren Kantinenfrass vorgesetzt bekommen und den ideologischen Überbau zusätzlich eingetrichtert.
Man hebelt ganz elegant über finanziellen Druck Art. 6 GG aus und verkauft es als gesellschaftlichen Fortschritt. In Wahrheit ist es eine sozialistische Freiheitseinschränkung: Ehepaare sollen ihre Familien nicht mehr so organisieren können wie sie es für richtig halten oder teuer dafür bezahlen.

Angelika Sehnert | Mo., 11. Mai 2026 - 08:23

Wer sich jahrelang mit dem Dschungel der GKV ,PV und Rentenversicherung auseinandergesetzt hat weiß: dieses System ist nicht reformierbar! Es ist ein undurchdringliches Geflecht von Lobbyismus, finanziellen Interessen zu Lasten der Versicherten, Doppel-und Dreifachstrukturen.Medizinische Exzellenz und Fortschritt wird den Versicherten vorenthalten, obwohl dadurch eine höhere Effizienz erreicht werden könnte.Die Kosten sind im internationalen Vergleich enorm, aber Deutsche leben nicht länger als z.B.Italiener zu wesentlich geringeren Kosten.
Das Einrichten von Kommissionen ist schlich politische Feigheit. Man hat Angst, den Dschungel zu roden.Die Kommissionen machen mit ihren Vorschlägen nichts anderes als Sterbehilfe für ein vor dem Kollaps stehenden, überbürokratisierten Monstrum zu leisten. Die tatsächlichen Interessen der Bürger, vor allem der kranken Bürger, spielen eine nur geringe Rolle.Es geht letztlich um Besitzstandswahrung derjenigen Akteure, die von dem System profitieren.