Stephan Lamby
Stephan Lamby / M. Cruz

Stephan Lamby im Gespräch mit Alexander Marguier - Cicero Podcast Politik: „In der Gesellschaft darf es keine Brandmauer geben“

Der Filmemacher und Autor Stephan Lamby erzählt von seinem amerikanischen Cousin, der glühender Trump-Anhänger ist. Es geht im Cicero-Podcast auch um die Wurzeln populistischer Bewegungen und darum, dass man trotz politischer Differenzen immer im Gespräch bleiben sollte.

Alexander Marguier

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

So erreichen Sie Alexander Marguier:

Während einer Familienfeier in Bonn traf Stephan Lamby vor einiger Zeit seinen amerikanischen Cousin wieder. Beide kennen sich seit Kindheitstagen – umso größer die Überraschung, als sich herausstellte, dass der Ostküsten-Verwandte inzwischen zum glühenden Trump-Anhänger geworden und sogar beim Sturm auf das Kapitol in Washington dabei gewesen war.

Lamby wollte wissen, was seinen Cousin dazu gebracht hatte – und warum populistische Bewegungen generell auf dem Vormarsch sind. Also begab er sich auf Spurensuche in die Vereinigten Staaten, ins Italien von Giorgia Meloni, aber auch nach Argentinien, wo mit Javier Milei ein nach Herzenslust polemisierender Radikalliberaler regiert. Nicht zuletzt verfolgte der bekannte Autor und Filmemacher in Halle den „Alles für Deutschland“-Prozess gegen Björn Höcke vor Gericht.

Im Podcast mit Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier berichtet Stephan Lamby von seinen Erlebnissen. Und erklärt, warum er stets im Gespräch auch mit Menschen bleiben will, deren Meinung er zutiefst ablehnt.

Alexander Marguier und Stefan Lamby
Alexander Marguier (li.) und Stefan Lamby in der Cicero-Redaktion / M. Cruz

Das Gespräch wurde am 28. Oktober 2025 als Videopodcast aufgezeichnet. 

Sie können den Podcast jetzt hier – klicken Sie dazu „Inhalte aktivieren“ – hören, oder auch auf allen Podcast-Portalen.


Sie sind interessiert an weiteren Themen und noch kein Abonnent von Cicero Plus? Testen Sie uns hier.

Mehr Podcast-Episoden:

 

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Helmut Bachmann | Fr., 21. November 2025 - 12:02

Dieser Podcast hätte auch in der SZ veröffentlicht werden können, oder? So deutsch, so selbstbezogen.

S. Kaiser | Fr., 21. November 2025 - 14:59

Wo fängt man da an?
Wer sich von Stephan Lamby einen weiteren Eindruck verschaffen möchte, der schaue sich sein Interview mit Ralf Schuler von Nius (Anfang März) an. Dort eröffnete er seinem Gesprächspartner gleich im Intro, dass er Nius als Krawallmedium wahrnehmen würde, aber da er ja mit „allen“ reden wolle, würde er [sich dazu herablassen] auch mit Nius [zu] reden, und notfalls könnten sie noch über Musik sprechen.
Damit war der überhebliche Ton gesetzt, der im Laufe des Interviews nicht besser wurde, und letztlich hier, mit 9 Monaten Abstand, zwar konzilianter, aber letztlich bestätigt wurde.
Anscheinend genießt der etablierte Cicero mehr Akzeptanz als der krawallige Emporkömmling.

Ganz ehrlich? Auf Gesprächspartner, die sich sonders was darauf einbilden, mit Andersmeinenden zu reden, um die Demokratie zu praktizieren, kann man gut und gerne verzichten.
Denn das, so sei Herr Lamby gesagt, ist iGgs zur Denke seiner linken Freunde, in einer Demokratie eine Selbstverständlichkeit.

Martin Müller | Fr., 21. November 2025 - 16:31

Ich war auch enttäuscht, kein wirklich ernster Versuch, sich in den Verwandten etwas hineinzudenken. Ist ja auch nicht nötig, wenn man auf der richtigen Seite steht. Habe abgeschaltet bei der Frage von Herrn Marguier nach Biden und Demenz. Antwort von Herrn Lamby war dann irgendwas mit Schweden. Man muss wohl alles aufbauschen, wenn man sein Buch an den Mann bringen will.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 21. November 2025 - 20:01

dass nach einer Ausführung eines Generals die Antwort lautet "understood".
Es klingt mir angenehmer als eine Antwort wie "zu Befehl".
Ein hochklassiges Gespräch und ich werde mich orientieren an Lambys Satz "Davon geht die Welt nicht unter, aber sie wird eine andere sein".
Freundlichst