Stephan Sulke
Süßer, gemütlicher musikalischer Fluss, und dann einen harten Text reinschmuggeln: Stephan Sulke / Allstar, Trianon

Songwriter Stephan Sulke - „Im Grunde waren wir Anarchisten“

Wir leben in einer freiheitsfeindlichen Zeit, sagt der Songwriter Stephan Sulke. Im Cicero-Interview spricht er über geistige Unterwerfung im Kulturbetrieb, die Anbiederung an den Islamismus und über die Gründe, warum heutige Popmusik oft so schlecht ist.

Ingo Way

Autoreninfo

Ingo Way ist Chef vom Dienst bei Cicero Online.

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Stephan Sulke wurde 1943 in Shanghai geboren. In den 60er Jahren nahm er einige Singles in französischer und englischer Sprache auf, arbeitete später als Tontechniker mit eigener Firma. 1976 erschien seine erste LP mit Liedern in deutscher Sprache. Bis heute hat er mehr als 20 Alben veröffentlicht. Einige seiner bekanntesten Lieder sind „Du machst mir noch mein Herz kaputt“, „Uschi“, „In der Schule lernt man eh bloß Quark“ oder „Liebe gibts im Kino“.

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Dagmar Wehleit | So., 14. September 2025 - 15:44

Herzlichen Dank für das Interview mit Stefan Sulke. Ich freue mich sehr, dass er, dessen Songs ich so lange schon gerne höre, Ansichten vertritt, die sich mit meinen decken. Es tut mir wohl, das bei einem Künstler zu entdecken. Die meisten
sog. Kulturschaffenden sind wenig ausgereift in ihrer Denkweise, sortieren allzu gerne politisch Andersdenkende als böse Rechte aus und sind äußerst Israel- und
judenfeindlich eingestellt.
Danke für das gute Interview!

Markus Michaelis | So., 14. September 2025 - 15:44

Ja, das scheint so zu sein. Man redet zwar von einer offenen, vielfältigen Gesellschaft, aber mir scheint der Drang oft stärker zu sein, gemeinsam an eine nicht hinterfragbare Wahrheit, an das eine, richtige Menschsein zu glauben, für das wir dann alle kämpfen. Das scheint sich für die meisten einfach besser anzufühlen, als Zweifel, Vielfalt, Ungewissheit, Beschäftigung mit allem, was man nicht richtig versteht, Entscheidungen zwischen echten Alternativen (kann man so oder so machen).

Markus Michaelis | So., 14. September 2025 - 15:49

Ja, das sehe ich auch so. Merkel hatte einfach nicht das Format mit diesen Zeiten umzugehen. Sie hat Deutschland glaube ich auch einfach für ewig führend gehalten, und sie hatte dann die Verantwortung für die Welt erklärt. Aber dahinter standen Millionen, die explizit oder implizit so gedacht haben und das wollten - Merkel hat es umgesetzt und hatte kein Format, eine gesellschaftliche Auseinandersetzung damit zu leiten. Aber interessant, da hat Sulke recht, ist nicht das Merkel-Bashing, sondern die Diskussion mit den Millionen, warum sie das so gesehen haben und wie sie es heute sehen.

Peter William | So., 14. September 2025 - 17:15

wie halt überall. Daher Widerspruch.

Klar mittlermäßige und schlechte Musik kann jeder machen.

Richtig gute Musik bekommen nur die wenigsten hin auch wenn mittlerweile alle dazu in der Lage wären Aufgrund der technischen Möglichkeiten.

Wie gesagt, es ist wie überall. Richtig gute Musik ist das Ergebnis harter Arbeit, ob am Synthesizer oder am Instrument, dass ist nicht entscheidend. Genau aus diesem Grund habe ich zuletzt wieder den 90er und 00er East Coast Rap gehört. Keine Ahnung wie lange Dre und Konsorten an ihren Beatz und Texten saßen bis sie waren wie sie veröffentlicht wurden. Aber im Vergleich zu dem Einheitsbrei des letzten Jahrzehnts. Tja, Dre werde ich auch noch in 20 Jahren anhören...

René Maçon | Mo., 15. September 2025 - 05:59

...den Gaza-Streifen wieder aufzubauen, wäre das genau so, als wenn die Alliierten den Nazis erlaubt hätten, Deutschland wieder aufzubauen. Macht sich irgend jemand Illusionen, wo wir heute stünden, wenn das passiert wäre?