Kiosk
Ein Kiosk am Bodensee / picture alliance / NurPhoto | Michael Nguyen

Sommertemperaturen und Klimawandel - Barbaren der Hochzivilisation

Die Hitzewelle über Europa ebbt ab. Doch welche Erkenntnis wächst eigentlich, wenn jeder zweite Satz mit dem Wort „Klimawandel“ beginnt? Klar ist: Nichts kommt einem gesellschaftlichen Albtraum näher als die politisch verordnete Lebens- und Weltverbesserung.

Pietzcker

Autoreninfo

Dr. phil. Dominik Pietzcker studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik in Freiburg i. Br., Dublin und Wien. Bis 2011 in leitender Funktion in der Kommunikationsbranche, u.a. für die Vereinten Nationen, die Europäische Kommission und diverse Bundesministerien. 2012 Professur für Kommunikation an der Macromedia University of Applied Sciences, Hamburg. Seit März 2026 Magnolia Professur an der Shanghai International Studies University. Zahlreiche Veröffentlichungen zu interkulturellen und wirtschaftssoziologischen Themen. 

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Gespräche über das Wetter waren schon immer das Allerletzte: Es ist warm, es ist kalt, die Sonne scheint, es regnet, es schneit. Das war seit Kindheitstagen die Artikulationsform einer unterentwickelten Vorstellung von Konversation. Das Wetter betrifft uns alle, es ist das basisdemokratische Phänomen schlechthin, flach und erkenntnislos. Seit jedoch weltweit die Extremwetterlagen zunehmen, wird der Trivialdiskurs über Jahreszeiten und Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit und Außentemperaturen ideologisch hochgerüstet.

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Hans Jürgen Wienroth | Fr., 11. Juli 2025 - 17:09

Nichts ist entlarvender als Klimaaktivisten bei Talk im Hangar 7, zu bewundern in der Sendung vom 03.07., als Klima-Shakira den Saal verließ und der Ex-Grünen- Chef Kogler keine Argumente hatte. „Die Wissenschaft sagt“ hilft nicht, wenn die Gegenrede Argumente vorbringt.

Fakt ist: Es gibt einen Klimawandel. Ist der aber überwiegend menschengemacht oder natürlichen Ursprungs? Wir in Europa machen viel gegen die CO2-Emissionen. Hilft das oder ist das eher schädlich, denn die Temperaturen steigen trotz sinkender Emissionen stärker als anderswo. Kann es daran liegen, dass wir einer Finte der angebl. erneuerbaren Energien aufgesessen sind, denn der Energieerhaltungssatz kennt diese nicht. Sorgen viele Windräder im Land dafür, dass die Wärme in den Städten nicht mehr abtransportiert wird, weil der Wind gebremst ist? Ist es hilfreich, wenn Solaranlagen im Sommer heiße Oberflächen haben und ggf. ihre Umgebung aufheizen?

Wo bleibt die Wissenschaft bei diesen Fragen?

Sehr geehrter Herr Wienroth,
Es war Jürgen Trittin der auf dem Karlsruher Gründungsparteitag die lästigen Technischen- und Naturwissenschaften durch den " Ökologismus abgelöst sehen wollte.
Die geistigen Auswirkungen haben Sie sehr schön beschrieben. Unterlassen daher Sie den Versuch mit technisch wissenschaftlichen Erkenntnissen zu argumentieren, es bringt nichts.
Mit freundlichen Gruss
Mahdi Sameh

Jens Böhme | Fr., 11. Juli 2025 - 17:49

In vorrevolutionären Zeiten wird verbal aufgerüstet. Bis es zu Revolution, Konterrevolution, Bürgerkrieg, Systemzusammenbruch, Krieg kommt.