- Daniel Günther reloaded
Sollte es ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren geben? Daniel Günther sagt: Ja. Australien sagt: Ja, ja, ja! Unsere Kolumnistin sagt: Naja. Die Argumente sind vielfältig. Aber wer hat denn nun recht?
Was hat er denn nun gesagt? Waren das wirklich Zensurphantasien? Und war er überhaupt da, oder wer saß da bei Lanz? Oder doch alles nur ein (böser) Traum? Ganz egal, wie man die Debatte um den Auftritt des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther in der Sendung Markus Lanz nun wahrgenommen hat und auf welcher Seite der unterschiedlichen Interpretationslager man steht (Zensurforderungen wurden/wurden nicht erhoben), eines hat die kollektive Erregung der vergangenen Woche doch gezeigt: Sobald es dieser Tage in Deutschland um Meinungs- und Pressefreiheit geht, kochen die Emotionen schnell mal hoch.
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eine Meinungsfreiheit die den gesellschaftlichen Tod bedeutet ist nutzlos, insbesondere wenn dieser Tod staatlich organisiert und exekutiert wird.
Die CDU ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, genauso wie ihr Koalitionspartner. Günther hat sich mit der Schrotflinte das Bein weg geschossen und ist nicht haltbar. Er hat öffentlich zugegeben das Grundgesetz missachten zu wollen um einen Unrechtsstaat zu generieren. Untragbar dieser Mann.
Ich gebe zu Bedenken, dass Verbote noch nie dazu geführt haben, dass Menschen deshalb etwas tun bzw nicht tun. Mann läßt sie mit 16 Jahren wählen, aber dann auch erst mit 16 Jahren Social Media nutzen? Wie soll eine solche Überwachung mit welchen Konsequenzen stattfinden? Bei Verdacht Hausdurchsuchung, Beschlagnahme Handy, Anzeige gegen den Jugendlichen und ggfls. auch die Eltern, weil die nicht aufgepaßt haben? Glaubt irgendjemand, die Jugendlichen würden keinen Weg finden, das Verbot zu umgehen? Was wenn Eltern das Handy auf sich anmelden und die Handys ihrer Kinder *freischalten*. Und genau was sollen die Jugendlichen nicht sehen? Pornos? Kipos? Gewaltszenen? Politische Inhalte von bestimmten Parteien? Was Kinder und Jugendliche in der realen Welt filmen und schnell posten ist oft nicht weniger schlimm/grausam, als was im Netz oft KI generiert gezeigt wird. Auch wenn es schwer fällt, die Jugend kommuniziert nunmal mit dem Handy, in Sozialen Netzwerken, ob wir wollen oder nicht.
@Herr Konrad, Sie sprechen den zentralen Punkt an: Herabsetzung des Wahlrechts auf 16 Jahre, Social-Media-Verbot bis 16 Jahre. Welches Bild der heutigen Jugend habe Politiker, die für solche Entscheidungen zuständig sind ? Wahrscheinlich die gleichen, die mit einem AfD-Verbot alle Probleme für erledigt halten.
Das ist doch die falsche Frage ! Die Frage ist doch wen oder was unterstützt der Jurnalismus = die Medien in ihrer Gesamtheit ? Was haben Jurnalismus und Medien in einer freiheitlichen Demokratie für Aufgaben im Gegensatz zum autoritären Regime ?
Beschränken wir und auf Journalismus in einer freiheitlichen Demokratie folgt die nächste Frage: Soll Journalismus informieren oder erziehen ? Und wenn er informiert oder erzieht wem nützt es ? MM derzeit nur noch dem Machterhalt einer brüchig gewordenen Parteien- Demokratie die ihre eigene Macht nicht verlieren wollen….,
Es hat doch Gründe warum sich die Menschen in alternativen Medien ob z.B. NiUS oder Apollo News informieren ? Statt Tagesschau, heute, Spiegel, taz, oder Süddeutsche zu lesen und zu hören ?
Selbst in der bescheuertsten Vorabendserie in ZDF &ARD sind mindestens 2 Schwule, 2 Lespen, 4 mit Migrationshintergrund und 1 Asylbewerber am Gange um die hiesige Gesellschaft abzubilden und zu erziehen.
MfG a d Erfurter Republik
Nius und Apollo News (oder TE) erziehen auch. Das ist die Krux im sich auslösenden, freiheitlichen System, dass fast alle Medien erziehen. Beim Cicero oder Focus bekommt man noch unterschiedliche Artikel, die sich nicht nur links oder rechts outen. Vermutlich ist man bei beiden Blättern noch nicht von links oder rechts komplett gefressen worden. Die wenigsten Bürger bemerken die Polarisierung gar nicht und glauben trotz Kriegsrhetorik gegen entweder links oder rechts, dass sie neutral liberal wären, wenn sie gegen links oder rechts hetzen.
Aber eins ist doch auch Fakt, der linientreue Mainstream vom ÖRR ganz zu schweigen, dominiert doch die Medienlandschaft in unerhörter Weise und
erinnert mich an „aktuelle Kamera“des Fernsehens der DDR inkl. , „Neues Deutschland“ und die gesamte regionale Presse ( für den Bezirk Erfurt: z.B. „Das Volk“)
So wie die etablierten Parteien im „Einheitsbrei“ ihrer kaum noch unterscheidbaren Programme aufgegangen sind, taten dat auch die überwiegende Mehrheit der Redaktionsstuben und Fernsehanstalten.
Nicht umsonst habe ich den Cicero im Abbo und das schon vor der „Erfurter
Republik“ die der ehemalige Chefredakteur H. Schwennicke so bezeichnete im Zusammenhang mit der Wahl des Herrn Kämmerich zum Thüringer MP..
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
"Herumrennende, lärmende Kinder, ihr aufgeregtes Rufen und Lachen"
Also wenn ich an meine Schulzeit denke waren es vor allem die Lehrerinnen die ständig "rennt nicht, schreit nicht, benehmt euch doch endlich ##@62-€:-€!!" gerufen haben, also Ziel erreicht oder ;)?
Und nein, tiktok und co. sollten auch dafür genutzt werden um sich für den Park und die Eisdiele zu verabreden!
Aber mal davon abgesehen, ich hatte gehofft von ersten Studien-Ergebnissen aus Australien oder zumindest Erlebnisberichten wie es denn läuft mit dem Social Media Verbot zu lesen. Aber sie sind ja beim Ethikrat, von ihnen kommt IMMER nur bereits bekanntes nochmal aufgewärmt. Die Mikrowelle des Benehmens, vollkommen nutzlose Steuergeldverschwendung, endlich abschaffen diesen kostspieligen Gesinnungsunsinn der meines Wissens noch niemals der Regierungslinie widersprochen hat. Ein Abnickverein!
Der Ethikrat besteht maßgeblich aus Kirchenvertretern, glauben Sie, die ließen sic ihren Einfluss beschneiden?
Kürzlich berichtete mein Kind von der nach Australien ausgewanderten früheren Klassenkameradin, dass das Verbot leichterdings umgehbar ist. Obendrein sind diverse weniger reichweitenstarke Plattformen nicht verboten worden. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. Besser wäre, es würden Bildungssysteme existieren, die aufgeklärte und resiliente junge Menschen hervorbringen.
Günther hat sich im Kontext der Sendung klar zu Regulierung und evtl. Zensur von Medien wie NIUS bekannt. Erst direkt nach dem klaren "Ja" ging er zum Thema Social Media für Jugendliche über. Ein Entschluss der CDU Schleswig-Holstein hat das auch prinzipiell gefordert, ebenso Frau Prien mit ihrer DDR-Floskel von der "Zersetzung" durch neue rechte Medien. Die grundgesetzwidrige Attitüde der unter Druck geratenen "demokratischen" Parteien ist nicht nur dadurch offen zu Tage getreten. Günther hat sich nicht entschuldigt, sondern noch nachgelegt.
Außerdem haben wir genug symbolpolitische Verbote, die dadurch unsinnig sind, dass ihre Einhaltung nicht durchgesetzt wird, entweder weil der Aufwand unverhältnismäßig ist oder niemand sich traut, das wie in einer Diktatur zu tun. Die Diskussion passt in eine Zeit, in der gerne verboten oder aus erzieherischen Gründen reguliert wird, was einem nicht gefällt: Kritik an Politikern, Social Media, Zucker..
dargelegt.
Wenn technisch möglich, gefiele mir ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
Mit 14 wird man ja schon religionsmündig.
Ich erinnere mich, dass beim ÖRR genauestens darauf geachtet wurde, was für welche Altersgruppen zuträglich war.
Ein schöne Sache wäre ein Sperren bestimmter Inhalte für Jugendliche.
Aber ob es noch einmal ein Zurück geben kann?
In die Offensive kommt man vielleicht mit verpflichtendem Medienunterricht.
Sah Frau Prof. Rostalski jetzt in einem Beitrag auf 4Pi Solutions.
Eloquent und gebildet.
Danke
Sowie die wie auch unser in der Praxis erfahrener Mitkommentator Herr Konrad schrieb Kontrolle bzw. Umsetzung solcher Maßnahmen, führen meiner Meinung nach eben nicht zum gesellschaftlichen Frieden oder was immer die Folgen davon sind bei. Wie alle Verbote erwecken sie erst recht Neugier, Trotz und darauf folgend Erfindungsgeist wie man sie umgehen kann. Wie sich scheinbar auch schon abzeichnet in Australien und anderorts, wo es eben wie im Iran, China oder anderen totalitären Regimen nicht um Dinge wie harmlose "Meinungs-/Informationsfreiheit" geht bei solchen Beschneidungen, sondern wie wir alle wissen als Mittel nur den Beginn von Zensur in jeglicher Form bedeuteten. Die Frage nach dem was zuerst da war, Ei oder Henne ähneln m.E. der aktuellen Diskussion bzw. den Für und Wider ausgetauschten Argumenten. Und obwohl ich nie Kinder erzog, sehe ich primär die in die vom Staat in Pflicht genommenen Eltern als Opfer solcher Eingriffe. Denen man dann hinterher Versagen zuweisen kann;) MfG
Der Vorstoß, sog. Soziale Medien für Jugendliche zu verbieten zielt klar auf die AfD.Kollateralschaden wäre die Linke, dort ebenfalls sehr erfolgreich. Mit 16 an die Wahlurne zu dürfen, aber bis dahin Social Media nicht nutzen zu dürfen, passt ja irgendwie nicht recht zusammen. Dass übermäßiger Digitalkonsum negative Auswirkungen auf kognitive Fähigkeiten hat ist bekannt. Aber dann sollte der Staat nicht eben genau das als pädagogisch wertvoll im Unterricht schon in der Grundschule propagieren. I- Pads für 7- jährige?!
Sinnvoll wäre ein Smartphone - Verbot im Schulbereich, ein Unterrichtsfach Medienkunde ab 5. Klasse.Kinder müssen lernen mit Medien umzugehen, gerade weil sie so einflussreich sind. Das ist die Aufgabe für Eltern(!), Lehrer und den Staat.
Übrigens war es schon mal ein Gesetz zum Jugendschutz, das viel Unheil angerichtet hat. Am 18.12. 1926 wurde in Berlin ein Gesetz zum Schutz' der Jugend vor „Schund“ verabschiedet. Wer hat es 1933 ausgiebig genutzt? Also Vorsicht.
was für „utopische Wünsche“ haben sie denn an unsere mehrheitlichen grün roten Kultusminister* innen ?
Die rot grünen Minister wollen die Anforderungen immer weiter senken und als neuste „Idee“ einer grünen Kultusministerin soll die schriftliche Division aus dem Lehrplan gestrichen werden ….
Medienunterricht ? Mit Tabletts oder Handys aus dem Schulfundus etwa ?
Ich lach mich schlapp….
Nicht die Schule trägt Verantwortung zum Umgang mit sozialen Medien, sondern die Eltern.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
Der Vorstoß, Soziale Medien für Jugendliche zu verbieten ,zielt klar auf die AfD.Kollateralschaden wäre die Linke, dort ebenfalls sehr erfolgreich. Mit 16 an die Wahlurne zu dürfen, aber bis dahin Social Media nicht nutzen zu dürfen, passt ja irgendwie nicht recht zusammen. Dass übermäßiger Digitalkonsum negative Auswirkungen auf kognitive Fähigkeiten hat ist bekannt. Aber dann sollte der Staat nicht eben genau das als pädagogisch wertvoll im Unterricht schon in der Grundschule propagieren. I- Pads für 7- jährige?!
Sinnvoll wäre ein Smartphone - Verbot im Schulbereich, ein Unterrichtsfach Medienkunde ab 5. Klasse.Kinder müssen lernen mit Medien umzugehen, gerade weil sie so einflussreich sind. Das ist die Aufgabe für Eltern(!), Lehrer und den Staat.
Übrigens war es schon mal ein Gesetz zum Jugendschutz, das viel Unheil angerichtet hat. Am 18.12. 1926 wurde in Berlin ein Gesetz zum Schutz' der Jugend vor „Schund“ verabschiedet. Wer hat es 1933 ausgiebig genutzt? Also Vorsicht.
Der Text suggeriert, dass vor der zivilen Nutzung des Internets die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nicht gefährdet gewesen sei. Nicht das Internet ist das Problem - und schon gar nicht die sogenannten sozialen Medien - sondern die Vernachlässigung der sozialen Kompetenzen der Heranwachsenden durch Gesellschaft/Eltern. In der DDR waren die unter der Hand verfassten Kirchen- und Oppositionsbriefe abseits der Staatsmedien keine Gefährdung der psychischen Gesundheit für die Leser. Ein aktuelles Beispiel für die Unbildung sind die unzähligen TV-Formate mit angeblichen Realitystars, die schonungslos die Entbildung und soziale Inkompetenz gut dotiert bezahlt bekommen. Deren Dialoge, Geschrei und Hennenkämpfe sind nicht immer nur gescriptet.
