- Medienkompetenz kann nur in Schulen und Familien vermittelt werden
Cem Özdemir und andere fordern ein Social-Media-Verbot für Kinder. Das würde faktisch die Einführung einer generellen Ausweispflicht im Netz bedeuten. Ein vergleichbares Gesetz in Großbritannien wurde für die Regierung von Keir Starmer zum Desaster.
In den letzten Wochen sind die Aufrufzahlen der drei größten Porno-Seiten im Vereinigten Königreich um fast die Hälfte eingebrochen. Der Grund dafür ist kein plötzlicher Libidoverlust, keine zölibatäre Massenbewegung und auch kein Ausbruch puritanischer Hypermoral – sondern der sogenannte Online Safety Act. Denn wovon deutsche Politiker noch träumen, setzten die Briten aktuell bereits um: Mit durchwachsenen Ergebnissen und nicht ohne Gefahr für die Meinungsfreiheit und persönliche Daten.
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Das Internet, auch allwissende Müllkippe genannt, wird einer der vielen Sargnägel für das westliche System sein. Was brachte bisher der uneingeschränkte und umfangreiche Zugang zu Informationen? Mehr Meinungen, weniger Entscheidungen, exzessivere Nutzung der Rechthaberei.
Aus meiner Sicht müssen Eltern besser unterstützt werden ihre Kinder mit leicht einzustellenden Filtern plattformübergreifend ihre Kinder bis zu einem Alter von etwa 12 Jahren effektiv zu schützen. Ab Pubertät wird es schwieriger. Das aber ist nun mal das Alter in dem Teens sich mit unserer Welt wie sie ist auseinander setzen müssen. Der Fokus sollte auf mehr digitale Kompetenz von Eltern und Schule liegen. Aber gerade bei den Grünen liegen die Interessen viel stärker auf Informationskontrolle als auf Jugendschutz.
