Sexueller Missbrauch in der Katholischen Kirche - Der Teufel ist der Täter

Papst Franziskus hat sich bei einer Konferenz in Rom den Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern auf die Fahnen geschrieben. Doch statt den Zölibat als Hauptursache für das Problem zu benennen, verklärt er die Täter zu Monstern – und verhindert so eine Aufarbeitung der Verbrechen

24.01.2019, Panama, Panama-Stadt: Papst Franziskus (r) winkt Gläubigern zu bei seinem Besuch des Außenministeriums von Panama. Der 34. Weltjugendtag wird bis Sonntag den 27.01.2019 in Panama-Stadt gefeiert.
Der lebenslange Verzicht auf gelebte Männlichkeit kostet seinen Preis – der Papst weigert sich, ihn zu benennen / picture alliance

Autoreninfo

Frank A. Meyer ist Journalist und Kolumnist des Magazins Cicero. Er arbeitet seit vielen Jahren für den Ringier-Verlag und lebt in Berlin.

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Der Papst weiß, was er sagt. Über Priester, die Kinder sexuell missbrauchen, sagt er: „Die Täter sind Monster.“ Weiß der Papst, was er sagt? Monster sind Ungeheuer, in ihrer Ungeheuerlichkeit allem Menschlichen fremd, eigentlich gar keine Menschen, weil jenseits jeglicher Werte, an denen menschliche Verantwortung zu messen ist. Für Monster kann die Kirche nichts.

Der Papst weiß, was er sagt. Über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche sagt er: „Die Kirche muss vor den Angriffen des Bösartigen, des großen Anklägers bewahrt werden.“ Weiss der Papst, was er sagt? Der „Bösartige“ attackiert die Kirche. Kindesmissbrauch ist sein Werk. Teufelswerk. Er drängt von außen in den heiligen Bezirk des Katholizismus. Der Teufel ist der Täter. Was kann die Kirche für den Teufel? So einfach ist das also: Teufelsbesessene Monster tragen die Schuld am weltweiten Missbrauchsskandal, der den Vatikan heimsucht – nicht fromme Priester, nicht mündige Männer.

Der Klerus präsentiert sich feminin

Wie sieht diese Kirche aus, in deren Schoß sich die Verbrechen an Kin­dern, vor allem an Knaben, seit Jahrzehnten zutragen? Wie stellt sie sich dar? Welches Selbstbild pflegt sie? Die Männerbastion der Christenheit inszeniert sich gern feminin. Schon der einfache Priester, der die Sonntagsmesse liest, scheint seiner Männlichkeit entrückt im weißen Rock, der farblich abgesetzten Stola, umgeben von Messdienern in bestickten Hemdchen, die anmutig den Weihrauchkessel schwingen.

Von effeminierter Eleganz ist auch der Auftritt der Bischöfe, wenn sie im vollen Ornat mit violetter Schärpe einherschreiten, distanziert würdevoll, das Haupt gebeugt zur Demutsgeste. Und erst das Weltschauspiel, wenn die Kirchenmächtigen zur Inthronisation ihres Oberhauptes in wallenden Seidengewändern über den Petersplatz schweben, imposant und entzückend zugleich. Jeder Ballettmeister wird da neidisch. Papistische Prozessionen, Priester in ihrem Plunder – die Diener des Herrn wirken ebenso wunderbar wie sonderbar. Viril wirken sie nicht.

Verzicht auf gelebte Männlichkeit 

In diese Wirklichkeit jenseits der wirklichen Wirklichkeit treten die jungen Priester ein, liebesunerfahren, lebensunerfahren – lebenslangen Lebensverzicht vor Augen: den Verzicht auf gelebte Männlichkeit. Was für eine Existenz wird Männern da aufgezwungen, die gerade in voller hormoneller Entfaltung stehen – erst recht den lieblos alt gewordenen Patriarchen: sexuelle Enthaltsamkeit, überhöht zur totalen Hingabe an Gott, den Herrn; die Sehnsucht nach weiblicher Innigkeit sublimiert im Marienkult, dem einzig erlaubten Blick auf die Frau.

Dieser künstlichen Welt werden Knaben zur religiösen Unter­weisung anheimgegeben; in ihrer frühjugendlichen, oft noch androgynen Anmutung eine Klerus ausgeliefert, der ein emotional wie körperlich uner­fülltes Dasein zu fristen hat. Wer – wie der Papst – über diese Dinge nicht reden will, weil er sich wei­gert, die katholische Kirche dem Menschsein anzupassen, das nun mal aus Männern und Frauen und Liebe und Sex besteht, der flüchtet ins Mystische, in die Welt der Monster und Teufel. Oh Gott – die Kirche!

Dieser Text erschien zuerst im Schweizer Blick

helmut armbruster | Mi, 20. März 2019 - 09:15

was für ein verquerer Satz ist das denn? Das Verb verklären beinhaltet etwas Positives, Monster dagegen etwas Negatives.
Ein sehr durchsichtiger Versuch aus der eigenen Verantwortung zu entfliehen.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 20. März 2019 - 09:21

das Monster. Es ist für den Papst nicht der Mensch selber. Die Kirchenfürsten haben sich seit Jahrtausenden den Status gegeben, über den Dingen zu stehen. Die Priester und andere Kirchenmänner, sie sind es die verzeihen können, nicht die Opfer ihrer Taten. Die können nur Abbitte leisten, wenn sie zahlen und im Beichstuhl ihre intimsten Geheimnisse und auch Schweinereien der Absolution zu führen. Die Erfindung des Teufels, jetzt des Monsters, es soll den Priester reinwaschen, es war irgendwie "das andere" nicht der Priester selbst. Eine geradezu unwirkliche, aber perfide Art des Umgangs mit diesen Verbrechen. Die Attenträter, die Mörder dieser Welt, werden auch von Dämonen, von Monstern, dem Teufel getrieben. Lt. dem Papst ist es offenbar nicht der Mensch selbst, es ist eine höhere Macht, die solche Verbrecher leitet. Sie wollen nicht aufklären, sich erneuern und menschlich werden. Sie brauchen den Teufel, das Böse, den Dämon, um ihre unmenschlichen Verbrechen zu rechtfertigen.

Klaus Funke | Mi, 20. März 2019 - 09:47

Es ist die Krux der katholischen Kirche: sie ist nicht nur reformunwillig, nein, sie ist reformunfähig. Alles nur erheucheltes Gerede. Jawohl, der Zölibat muss fallen. Er ist die Wurzel des Übels. Aber, man wird ihn nicht aufgeben. Er ist der Disziplinarhebel für die Kirche. Ein Machtinstrument. Ohne Zölibat liefe der Haufen irgendwann auseinander. Denn dann wüssten die jungen Priester plötzlich, was Leben und Liebe ist. Indes, die katholische Kirche wird an diesem Dogma zerbrechen. Nicht morgen, auch noch nicht übermorgen. Aber in nicht mehr ferner Zukunft. Und zwar werden ihr die Gläubigen fern bleiben. In den armen Ländern paradoxerweise da werden die Menschen noch ausharren. Schade. Ich dachte Franziskus wäre ein Reformer. Aber er ist in Wahrheit nur ein perfekterer Heuchler als seine Vorgänger.

Dieser "Ersatzpapst" für Benedict XVI. ist in der Kurie äußerst umstritten - die linke Szene liebt ihn ebenso wie den Ex-Präsidenten, der angeblich übers Wasser gehen kann (Obama). Beide Herren verbindet viel Geschwätz bei wenig Handlungsbereitschaft. Aber genau dieses Nichtstun macht sie so beliebt bei der linken Champagner-Bourgeoisie. Zerbrechen allerdings wird die Kirche eher an der Selbstverleugnung - wer Attentate an 120 Christen (kürzlich in Nigeria durch Islamisten) kaum beachtet, aber sich beim Islam anbiedert, befördert die Spaltung in der christlichen Gemeinde und Austritte aus dieser Gemeinschaft.

Wenn dieser Papst wirklich von den Lehren und Dogmen seiner Kirche überzeugt wäre, würde er alle Hebel in Bewegung setzen, um die Teufel, die sich in der Katholischen Kirche eingeschlichen haben sollen, konsequent auszutreiben. Dazu gibt es doch ein ganz spezielles Verfahren, an dessen Wirkung man allerdings glauben sollte. Ich unterstelle, daß Papst Franziskus an Teufelsaustreibungen glaubt. Also sollte er schnellstens tätig werden, um den Augiasstall Katholische Kirche von den sich dort eingenisteten Teufeln zu befreien.
Sollte eine solche Teufelsaustreibung allerdings nicht funktionieren, müßte der Papst höchstpersönlich erklären, warum diese Technik nicht wirksam werden konnte. Das wäre jedoch peinlich für ihn, da er doch höchstselbst derartige Lehren und Dogmen vertritt und verkündet. Lassen wir uns also überraschen.

gabriele bondzio | Mi, 20. März 2019 - 09:53

Wenn man Probleme hat, sucht man gern an der falschen Stelle. Zumal die wirklich Ursache ja eine Revolution bedeuten würde.
Kindesmissbrauch wird als Fiktion gestaltet und wer es glaubt, wird selig.
Vielleicht sollte man darob mal mit einem Buddha Zitat - probieren, denn die Kirche ist auch darauf aus sich da an andere Religionen freundlich anzunähern.
„Das, was wir heute sind, folgt aus den Gedanken, denen wir gestern nachgingen und unser gegenwärtiges Denken bestimmt unser Leben, wie es morgen sein wird.
Die Schöpfung unseres Bewusstseins, das ist unser Leben.
Spricht oder handelt darum ein Mensch mit unreinem Bewusstsein,
folgt ihm das Leiden nach, so wie das Rad den Hufen eines Zugtieres folgt.“

Jürgen Keil | Mi, 20. März 2019 - 10:27

Peter Sloterdijk zitiert das Bonmot eines anonymen „klugen Kopfes“
„Religionen, das sind Schuldgefühle mit verschiedenen Feiertagen.“ Wie wahr!

Bernd Schiebener | Mi, 20. März 2019 - 10:58

Kann ich nicht kommentieren, in der Welt der Engel und Teufel kenne ich mich nicht aus. Ich war aber wirklich erleichtert als einer seiner Vorgänger, die Vorhölle abgeschafft hat - wo man schon mal vorgegart wird, bevor es auf den Fegefeuer- Grill geht. Wo die Monster leben - ist mir schon klar. Städtereise nach Rom - nie mehr, da fürchte ich mich !

Was hat Rom mit Vatikan zu tun?
„Der Stadtstaat liegt innerhalb der italienischen Hauptstadt Rom und ist damit als Enklave vollständig von Italien umgeben....
Vatikanstadt ist aber kein Mitglied der Europäischen Union. Es gibt auch keine direkten diplomatischen Beziehungen, sondern diese werden vom Heiligen Stuhl wahrgenommen. Der Vatikan hat offene Grenzen mit Italien und plant, dem Schengener Abkommen beizutreten.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanstadt_und_die_Europäische_Union
"Der Vatikan hat offene Grenzen mit Italien", also Grenzen, wenn auch offene...

Christa Wallau | Mi, 20. März 2019 - 11:09

So sehr ich die Erregung von Herrn Meyer nachvollziehen kann, gerecht wird er diesem
schwierigen Thema nicht. Das Mystische ist m. E. auch ein unverzichtbarer Teil jeder Religion. Mit reiner Rationalität kann kaum jemand zum Glauben an einen Weltenschöpfer Gott gelangen. Es m u ß ja - Gott-sei-Dank - niemand glauben, aber wer glauben will, der betritt eben eine andere Ebene des Denkens und Empfindens als diejenige des puren Rationalismus.
Die "katholische Kirche dem Menschsein anpassen"? Meint Herr Meyer etwa, daß die unzähligen Priester und Nonnen, die es im Laufe von zwei Jahrtausenden geschafft haben, ihre Triebe zu beherrschen, keine vollwertigen Menschen gewesen seien?
Zweifellos wäre mit der Aufgabe des Zölibates und der reinen Männerordination eine
Schwierigkeit aus dem Wege geräumt, welche den Weg zum Priesteramt ungeheuer erleichterte, aber glaubt jemand allen Ernstes, daß damit sei

Leider bin ich zu früh auf die Sendetaste geraten. Also vervollständige ich hiermit
meinen Kommentar:
... aber glaubt jemand allen Ernstes, daß damit das Problem des Mißbrauchs
gelöst sei? Die Männer (und auch wenige Frauen), die ihre eigene Sexualität
nicht bewußt im Griff haben, werden immer in Gefahr sein, Kinder für ihre
Bedürfnisse zu mißbrauchen - ob in Kirchen, Schulen, Vereinen oder in Kleingartensiedlungen. Außerdem gibt es weiterhin pädophil Veranlagte.
Das Thema "Sexualität" muß im gesamtkulturellen Kontext neu beleuchtet werden.
So, wie es jetzt bei uns läuft, indem gesagt wird: A l l e s (bis auf Pädophilie) ist
erlaubt und gleichwertig - führt zu einem Abbau kulturell bereits einmal erreichter
Höhen und schützt vor allem junge Menschen nicht vor dem Abgleiten in
die Primitivität (Zustände wie bei Affen). Kultur ist immer mit einer gewissen
Sublimierung von Trieben verbunden (s. Freud).

ist der Kommentar von Herrn Meyer und all derer, die den Zölibat als Hauptursache des Kindesmissbrauchs in der Kath. Kirche ausgemacht haben.

Und weil diese diffamierenden Hetzer keine wissenschaftlich saubere Studie vorlegen können, in der ein eindeutiger Kausalzusammenhang zwischen Zölibat und Kindesmissbrauch belegt werden kann, retten sich dir selbsternannten Rationalen in eben jenes Geschwurbel von effiminierter Eleganz, wie es Herr Meyer tut. Denn wenn jemand so kunstvoll mit Worten umgehen kann wie der Werte Herr Autor, dann muss es ja wohl stimmen.

Wer Männlichkeit allein darauf reduziert, Sex mit einer Frau zu haben, sagt mehr über sein eigenes Männer- wie auch Frauenbild aus, als ihn vermutlich selbst bewusst ist.

Nochmal, solange wissenschaftlich kein eindeutiger Kausalzusammenhang belegt werden kann, sind alle Rufe nach der Abschaffung des Z. nur Ergebnis der selbstgerechten Arroganz all jener, die glauben(!), ihr 'gesunder' Menschenverstand sei das Maß aller Dinge.

Heidemarie Heim | Mi, 20. März 2019 - 13:29

Und in wen er auch gefahren sein mag für den Heiligen Vater. Unser;-) Herr Meyer befindet sich laut solcher Glaubensauslegung nahe an der Grenze einer Häresie,die einen entsprechenden Exorzismus erforderlich macht. Im Middle Age wäre er zu diesen Überlegungen wohl gar nicht erst gekommen. Sehr zum Leidwesen der katholischen Kirche haben sich die Umgangsformen aber inzwischen geändert und man sieht sich gezwungen und herausgefordert an den eigenen Grundfesten zu rütteln. Leicht ist so ein Unterfangen niemals. Schon gar nicht wenn es eine Frage der Macht ist. Denn selbst der Stellvertreter Gottes auf Erden unterliegt der Wahl durch diejenigen, deren Macht er womöglich zu beschneiden gewillt ist! Nur so erklären sich manifestierter Reformunwillen und der Tanz ums Goldene Kalb des Zölibats durch die Altehrwürdigen, die ihren jungen Nachfolgern scheinbar kein verbessertes Dasein im Glauben und für die Kirche gönnen. MfG

Ulrich Jarzina | Mi, 20. März 2019 - 15:14

...allein es löst die Probleme nicht. Käme sexueller Missbrauch hauptsächlich in der katholischen Kirche vor und sonst in keiner großen Institution, würde ich Herrn Meyer ja zustimmen. Tatsache ist aber, dass sexueller Missbrauch auch in Glaubensgemeinschaften ohne Zölibat existiert, darüber hinaus in Schulen, Pfadfindergruppen, Sportvereinen etc. Selbst die UN bilden keine Ausnahme. Die Zölibatsdiskussion lenkt daher von einem entscheidenden Thema ab: Dem Zusammenhang von sexuellem Missbrauch und dem Missbrauch von Macht.
Für einige Menschen scheint der Missbrauch Ausdruck ihres Machtbewusstseins zu sein, ihre Art der Selbstbestätigung. Das ist pervers und, ja, bösartig. Psychologen würden es sadistisch oder gar psychopathisch nennen.
Die Frage ist also nicht, wie es die Kirche mit ihrer Sexuallehre hält (diese müsste man einmal gesondert diskutieren), sondern, ob und wie sie Psychopathen in ihren Reihen erkennen und von der Macht fernhalten kann. Da geschieht mir noch zu wenig.

Ich teile Ihre Meinung. Es gehört "kriminelle Energie" dazu, Machtmissbrauch sowieso, um sich an Kindern zu vergehen. Man könnte eben so gut ein Doppelleben führen und sich insgeheim mit Frauen einlassen, ein Weg, den auch mancher Priester geht. Der Zölibat fürht nicht zwangsläufig zum Kindsmissbrauch. Ich halte aber doch die verquere, völlig unmenschliche kirchliche Sexualmoral für maßgeblich mitverantwortlich für diese Zustände.

Nur Hamanda | Mi, 20. März 2019 - 15:25

Die katholische Kirche macht es sich leicht. Aber auch die SPD und die Linke wird nicht müde zu sagen, wenn linksradikale Antifa und deren Mitläufer Gewalt gegen Sachen und Personen anwenden, dann sind es eben keine Linke, fertig. Das Problem gibt es nicht mehr.
Ihr könnt auf blöd machen, aber glaubt nicht,dass ich blöd bin, sag ich dazu. Zu den Kirchen und den anderen "Menschenrettern".

Alexander Mazurek | Mi, 20. März 2019 - 16:28

… Sie sollten es besser wissen, "Man wird eher vom Küssen schwanger, als vom Zölibat pädophil" titelte ein Cicero-Artikel Ende März 2010, inzwischen -politisch korrekt?- online nicht auffindbar. War die Legalisierung der Pädophilie nicht ultimatives Ziel der sexuellen Befreiung der 68er und was soll die heutige sexuelle "Erziehung" von Kindergartenkindern denn bewirken? Stellen Sie doch Mal zur Abwechslung die Zahlen zusammen, in welchem Umfeld wie viele Fälle vorkamen, z.B. katholisch, evangelisch, säkular … Im o.a. Artikel werden für den Zeitraum 1995-2010 95 kath. Fälle p.a. insgesamt 15.000 Fällen p.a. gegenübergestellt.

Norbert Heyer | Mi, 20. März 2019 - 19:27

So einfach macht es sich unsere heilige, katholische Kirche. Sollten tatsächlich Priester sich an Kindern vergangen haben, so ist mal wieder der Teufel Schuld, nicht der geweihte Mann Gottes. Die Kirche hatte ja sogar den Mut, überführte Kinderschänder nach einer gewissen Schamfrist wieder in einer anderen Gemeinde einzusetzen, wo es dann zu den gleichen Verfehlungen kam. Das ist in meiner Gemeinde geschehen, sonst würde ich es niemals glauben. Der Sekretär des Bischofs hat die aufgebrachte Gemeinde wieder eingelullt, nicht die Öffentlichkeit zu informieren, weil dass ja auf die Gemeinde „zurückfällt“. Seit diesem Zeitpunkt ist mir klar, dass diese bigotte Kirche niemals eine schonungslose Aufklärung zulassen wird. Auch der neue Papst ist nur ein moderner Bewahrer, der viel redet, aber als gläubiger Mensch vermisst man Substanz und Ergebnisse. Unsere Kirche hat Vertreter, denen Macht, Ansehen, Eitelkeit und Finanzen wichtiger sind, als für die Gläubigen ein guter Hirte zu sein.

Tomas Poth | Mi, 20. März 2019 - 23:25

Oh Gott - DEINE Kirche würde ich sagen.
Jesus kam ohne Gotteshaus aus! Die Kirche ist ein Staat, wie der Name Kirchenstaat schon sagt, Gott kommt dabei zu kurz.

Wolfgang Stoeth | Do, 21. März 2019 - 06:58

Die Katholische Kirche istin Hort der Pädophilie und anderer Verbrechen seit Jahrhunderten. Sie wird die Missbrauchsfälle weiterhin vertuschen. Eine Aufarbeitung ihrer Verbrechen wird ihr letztendlich nicht gelingen. Schuld daran, daß dieser kriminelle Verein weiter existiert und kriminelle Energien weiter ausübt sind die sog. Gläubigen, die dem Geschwätz der Pfaffen weiter glauben und nicht endlich aus diesem Männerklub austreten.