Extra zur Leipziger Buchmesse - Sachbücher, die sich lohnen

Eine Eloge an Messi, ein Ökonom rettet die Elite und ein Soziologie gibt dem Islam die Schuld für die weitgehende Rückständigkeit der muslimischen Welt. Zur Leipziger Buchmesse besprechen wir die lesenswertesten Sachbücher.

Unsere Sachbuch-Empfehlungen zur Leipziger Buchmesse / Christine Roesch

Alles ist nicht genug

Jordi Puntí hat Messi, dem besten Fußballspieler der Welt, eine fabelhaft informierte Eloge gewidmet

Üblicherweise gibt es drei Möglichkeiten, über den Fußballsport zu schreiben: faktenbasiert im Stile einer Nachrichtenagentur, in Form einer Reportage, bei der Hintergrundwissen überwiegt, und im Gewand eines Romans, in dem Dichtung und Wahrheit zu einer unauflösbaren Melange werden. Jordi Puntí hat sich für einen Mix aus allen drei Gattungen entschieden und legt überdies Wert darauf, unübersehbar zu machen, dass er über den argentinischen Fußballspieler Lionel Messi als glühender Fan schreibt und nicht als distanzierter Beobachter.
Jordi Puntí ist in Manlleu, einer zur Provinz Barcelona gehörenden Gemeinde im Nordosten Spaniens geboren und ist Übersetzer und verantwortlicher Redakteur der katalanischen Literaturbeilage von El País. Wir haben es also mit einem Bewunderer Messis zu tun, der fast alle seine Spiele für den FC Barcelona im Stadion gesehen hat, außerdem jedes verfügbare Messi-Video kennt und einen professionellen Umgang mit Literatur pflegt. 
Wohl darum neigt Puntí auch dazu, den Fußball an sich „als eine Religion oder als ein philosophisches System oder als Kampf gegen den blinden Zufall“ über Gebühr zu erhöhen. Was allerdings hinnehmbar ist, weil er sein Buch vor allem mit tausendundeinem Faktum über die erstaunlichen spielerischen Fähigkeiten eines Weltberühmten füllt, der am kommenden 24. Juni 33 Jahre alt wird, schon als 13-Jähriger zum FC Barcelona kam und seitdem nie den Verein gewechselt hat. Warum aber gelang diesem Spieler bei Barca „alles“, während er als argentinischer Nationalspieler bislang nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllen konnte? Puntí liefert eine Information, die vielleicht des Rätsels Lösung ist. Messi ist nämlich bei seinem Debüt in der Albiceleste schon nach 47 Sekunden mit einer Roten Karte vom Platz verbannt worden. So kann ein Trauma entstehen.Ingo Langner
 

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