Steinhöfel
Anwalt und Publizist Joachim Nikolaus Steinhöfel / picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Joachim Steinhöfels „Der Staat gegen Steinhöfel“ - Dieses Buch liefert viele gute Gründe, dem Staat zu misstrauen

Der Anwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel hat ein neues Buch geschrieben. In „Der Staat gegen Steinhöfel“ zeigt er, wie der Staat das Recht beugt und die Meinungsfreiheit attackiert. Es ist auch ein Protokoll des Scheiterns staatlicher Akteure. Juristisch und intellektuell.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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Etwas größenwahnsinnig klingt der Titel dieses Buches schon: „Der Staat gegen Steinhöfel“. Das erinnert an „Staatsfeind Nummer Eins“ oder an Robin Hood. Und George Orwell schwingt sowieso mit. Besonders passend ist ein Satz aus Orwells „Die Farm der Tiere“: „Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere.“ Er eignet sich hervorragend, um das Thema von „Der Staat gegen Steinhöfel“ zu umreißen.

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Urban Will | Sa., 6. Juni 2026 - 18:54

Kompetenz verbinden, um sich mit diesem immer mehr ins Totalitäre abdriftenden Staat anzulegen. Nichts anderes tut Herr Steinhöfel und dafür gebührt ihm höchster Respekt.
Ich höre ihn oft bei NIUS und liebe seine trockene, oft mit subtilem Humor gespickte, aber sehr direkte Art.

Ja, die Meinungsfreiheit in Deutschland ist gefährdet. Und wenn wir sie behalten wollen, müssen wir dafür kämpfen. Der linksgrünwoke, von der Union hofierte Block hasst Meinungsfreiheit, die wollen den Menschen vorschreiben, was sie zu meinen haben, das kommt bei jeder sich bietenden Gelegenheit zum Vorschein.

Und die EU möchte diesen Weg auch einschlagen.

Links ist am Absaufen, überall steigen die Umfragen für rechte, bürgerlich-konservative Parteien und bald werden vielleicht in Frankreich, England und auch Deutschland diese Parteien die Regierungen führen.
Mit Frankreich und Deutschland hätte man endlich, zs. mit Italien, starke Länder, um die verlotterte EU wieder zu reformieren.
Oder sie zu verlassen.

Thomas Hechinger | Sa., 6. Juni 2026 - 20:51

Herr Steinhöfel ist so wunderbar arrogant. Diese Arroganz kaschiert aber nicht Unfähigkeit oder Inkompetenz wie bei so vielen, sondern ist Ausfluß von Verstandesschärfe, Durchdringen des Metiers und Erfolg. Er kann sich diese Arroganz leisten, und unsereiner kann sie mit einem Schmunzeln hinnehmen.
Joachim Steinhöfel tritt den staatlichen Akteuren in den Weg, wenn sie glauben, für sie würden Recht und Gesetz nicht gelten, und weicht nicht, bis schließlich sie weichen und sich dem Gesetz fügen. Mancher seiner Mandaten verdankt ihm, daß er Kafka-ähnlichen Angriffen unheimlicher Akteure im Dunkeln, ihn wirtschaftlich zu ruinieren, standhalten konnte. Andere hat er herausgehauen, daß sie nicht verstummen mußten, wenn sie auf einem sozialen Medium urplötzlich verschwanden. Man kann ohne Übertreibung sagen: Die deutsche Demokratie lebt dank Herrn Steinhöfel noch. Es geht ihr nicht gut, aber ohne ihn läge sie bereits auf der Intensivstation.

Ich möchte Herrn Steinhöfel dafür Danke sagen

Gisela Hachenberg | Sa., 6. Juni 2026 - 22:02

Mir geht es genauso, lieber Herr Will. Ich schaue mir alle seine Videos bei NiUS an. Ich mag und bewundere mutige Menschen, von denen es leider in unserem Land nicht so viele gibt. Vor allem nicht bei denen, die im Rampenlicht stehen, wie allen voran Politiker, Medienleute etc. Eher links stehende dieser können sagen und schreiben, was sie wollen. Aber andere, die nicht zu dieser „Kategorie“ gehören, werden oft angefeindet und auch angegriffen. Steinhöfel ist mutig. Er hat sich schon oft mit der Justiz oder Politikern angelegt. Er hat schon viele Male auch NiUS, das als „rechts“ eingestuftes Medium sehr oft ungerechterweise angefeindet wird, verteidigt und gewonnen. Das erfährt man leider in den MSM nicht. H. Broder, den er auch einmal erfolgreich verteidigt hat, sagte, dass ja leider nicht jeder Bürger die (finanziellen) Mittel hat, um sich Steinhöfel zu leisten.
Vielen Dank, lieber Herr Krischke, dass Sie dieses Buch hier vorstellen.

Gisela Hachenberg | Sa., 6. Juni 2026 - 22:06

Weiter im Kommentar:
Auch Sie gehören für mich zu den (leider) wenigen mutigen Journalisten im Land. Und ich könnte mir vorstellen, dass von links einige dumme Kommentare dazu kommen, dass Sie dieses Buch hier im Cicero wohlwollend beurteilen. Aber damit haben Sie sicher gerechnet!?

Achim Koester | So., 7. Juni 2026 - 08:21

Die Roten und Grünen haben beim Setzen der Steine in den letzten 58 Jahren alle Schlüsselpositionen besetzt und dem Bürger einige Zwickmühlen beschert, und zwar mit Hilfe fragwürdig zustandegekommener Mehrheiten, die schwer bis unmöglich wieder abzuschaffen sind, sozusagen "irreversibel", wie unser Kanzler es nennt.

Chris Groll | So., 7. Juni 2026 - 09:47

Sehr geehrte Herren Will und Hechinger, kann nur jedem Satz Ihrer Kommentare zustimmen.

Jens Böhme | So., 7. Juni 2026 - 13:01

Zitat aus obig angepriesenen Buch zur Klarnamenpflicht im Internet, S.172:"Es gibt auch keine Pflicht zum "Heldentum":Der Bürger muss nicht mutig sein, um Grundrechte wahrzunehmen. Ein Zwang, mit dem eigenen Namen für jede Äußerung einzustehen, würde die Meinungsfreiheit auf diejenigen einschränken, die nichts zu verlieren haben oder gesellschaftlich unantastbar sind." - Ich bin in der DDR aufgewachsen und habe ein Dejavú. Eigentlich könnte ich die Hälfte des Buches zitieren. Die andere Hälfte sind Beispiele von Missachtung von Gerichtsbeschlüssen durch staatliche Stellen und EU-Vorgaben zu Überwachungsplattformen gegen EU-Bürger, die auch auf Webanbieter in den USA Auswirkung haben.

Brigitte Miller | So., 7. Juni 2026 - 18:24

Monika Maron:
"Wenn ich heute all die Meldestellen sehe, in denen offen zur Denunziation aufgerufen wird, denke ich, das hat sich nicht einmal die Stasi getraut, die haben das heimlich gemacht. Tolles Interview bei Apollo news " „Das Volk muss wieder auf die Straße“ – Monika Maron im Gespräch ".